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  1. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Soweit ich weiß, können Schenkungen mindestens 10 Jahre zurück gefordert werden.
    Genieße deine Zeit.
    Denn du lebst nur jetzt & heute.
    Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher, als du denkst.
    Moderatorin in "Schule, Uni, Studium und Ausbildung""Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?""Serien, Shows & Soaps"und...Userin

  2. Inaktiver User

    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Bei Verarmung des Schenkenden können übermäßige Geschenke (also nicht 1000 € vor acht Jahren oder normale Geburtstagsgeschenke) der letzten zehn Jahre zurück gefordert werden. Pro Jahr werden zehn Prozent abgeschmolzen.


  3. Registriert seit
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Ich muss mich so langsam auch mal mit der Materie beschäftigen.

    Mein Vater lebt zwar noch bei meiner Mutter, aber es wird mit Pflegegrad 3 und zunehmender Demenz immer schwieriger für sie, zumal sie zur Zeit oft nachts raus muss mit ihm und ihren Schlaf nicht bekommt. Das schwächt sie sehr. Zudem erledigt sie alles rund ums Haus, den Papierkram usw.

    Sie wohnen im Eigenheim und mein Vater war Beamter (daher ist der Papierkram auch noch besonders kompliziert).

    Wie ist das wenn Kinder zuzahlen? Ich habe eine (noch lange nicht abbezahlte) Wohnung und muss für mein Alter auch vorsorgen, da ich alleine bin.

    Das macht mir jetzt doch etwas zu schaffen, mal ganz abgesehen von der emotionalen Seite. Ich wohne sehr weit weg von meinen Eltern.

    Es tut gut zu lesen, dass man nicht alleine ist.
    Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Missgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!
    LA BRUYÈRE (Pascal Mercier, Der Klavierstimmer)

  4. Avatar von Nocturna
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Zitat Zitat von Jagdhund Beitrag anzeigen
    Sie wohnen im Eigenheim und mein Vater war Beamter (daher ist der Papierkram auch noch besonders kompliziert).

    Wie ist das wenn Kinder zuzahlen? Ich habe eine (noch lange nicht abbezahlte) Wohnung und muss für mein Alter auch vorsorgen, da ich alleine bin.
    Mach dir mal keinen Stress vorab. Bei Beamten, insbesondere wenn es über die Beihilfe läuft, ist die Pflegekostenerstattung sehr komplex. Tatsächlich gibt es den Fall, dass wenn das Familieneinkommen deiner Eltern nach Abzug aller Kosten einen bestimmten Betrag unterschreitet, eine Härtefallklausel greift, die das Ganze finanziell abfedert. Ob du überhaupt einspringen musst, ist längst nicht sicher.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”


  5. Registriert seit
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Zitat Zitat von Jagdhund Beitrag anzeigen
    Sie wohnen im Eigenheim und mein Vater war Beamter (daher ist der Papierkram auch noch besonders kompliziert). .
    Frage bei der privaten Krankenkasse deines Vaters nach. Der große Vorteil von Beamten wird erst bei der Pflege sichtbar. Ich weiss nicht, wie es aussieht, wenn deine Mutter noch lebt, ob sie eine eigene Pension/Rente bezieht, aber für Beamte zahlen Kinder nichts. Zumindest bei altgedienten Bundesbeamten übernehmen bestimmte Töpfe die Lücken zwischen Heimkosten und Einkommen (plus Pflegeleistungen). Das kann recht viel sein pro Monat. Nur wird Dir das niemand anbieten, die Bestimmungen sind recht verklausuliert irgendwo in den Bestimmungen der PK beschrieben. Ich nehme mal an, die sollen so wenige wie möglich finden.


  6. Registriert seit
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Danke für eure Unterstützung, das klingt schonmal beruhigender.

    Es ist nicht so, dass ich mich rausziehen wollte. Aber man hört ja die abenteurlichsten Dinge. Und da bei mir auch so langsam die Zipperlein anfangen mache ich mir schon oft Gedanken, wie meine eigene Versorgung mal aussehen soll. Ich denke das geht jedem so, und neben all den administrativen Dingen spielen ja auch noch die Emotionen mit, die Gratwanderung zwischen dem eigenen Leben und der Sorge für Andere.

    Glücklicherweise hat meine Mutter, die auch über 70 ist, in den letzten Jahren die Administration rechtzeitig übernommen.

    Sie ruft auch bei der Kasse an und fragt nach. Aber es ist auch so wie schon hier beschrieben. Es sagt einem niemand freiwillig, was man bekommen kann wenn man nicht konkret nachfragt.

    Ich werde mich dort so langsam reinarbeiten, um sie zu unterstützen. Denn das ganze Gerüst, das zur Zeit nur von meiner Mutter getragen wird, ist doch sehr anfällig.
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  7. Registriert seit
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Zitat Zitat von untitled Beitrag anzeigen
    Frage bei der privaten Krankenkasse deines Vaters nach. Der große Vorteil von Beamten wird erst bei der Pflege sichtbar. Ich weiss nicht, wie es aussieht, wenn deine Mutter noch lebt, ob sie eine eigene Pension/Rente bezieht, aber für Beamte zahlen Kinder nichts. Zumindest bei altgedienten Bundesbeamten übernehmen bestimmte Töpfe die Lücken zwischen Heimkosten und Einkommen (plus Pflegeleistungen)..
    Meine Mutter bezieht eine kleine Minirente (ca 200 Euro), da sie nicht immer gearbeitet hat und mein Vater war Lehrer. Ich werde mal selbst bei der Krankenkasse anrufen. Meine Mutter sagt immer, dass sie alles doppelt machen muss wegen Beihilfe (ich kenne mich da leider nicht aus) und dass sie bisher nur Nachteile bei Beamten sieht. Aber das kann ich mir auch nicht vorstellen. Danke für den Tipp.
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  8. Registriert seit
    03.12.2014
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Zitat Zitat von Jagdhund Beitrag anzeigen
    Meine Mutter sagt immer, dass sie alles doppelt machen muss wegen Beihilfe (ich kenne mich da leider nicht aus) und dass sie bisher nur Nachteile bei Beamten sieht. Aber das kann ich mir auch nicht vorstellen.
    Ich mache das seit Jahren für meine Eltern. Deine Mutter hat durchaus Recht: Der Aufwand ist, wegen des Doppelverfahrens mit Kasse und Beihilfe, weitaus höher als bei gesetzlich Versicherten. Ganz besonders die Hilfsmittelversorgung (also z.B. einen Toilettenstuhl oder Rollator zu besorgen) ist um Welten komplizierter. Ich würde es für sehr wahrscheinlich halten, dass Ex-Beamten im Seniorenalter viele Leistungen, auf die sie eigentlich Anrecht hätten, entgehen. Weil sie mit den komplexen Verfahren überfordert sind.

    Mir sind, obwohl ich sowas eigentlich gut kann, in den ersten Jahren, in denen ich ihre Bürokratie übernommen habe, auch so einige Sachen durchgerutscht (zu spät beantragt, an der falschen Stelle beantragt, falsche Begründung gewählt etc - und dann halt auf den Kosten sitzengeblieben).

    Compass, die Beratungshotline der PVK, kann oft sinnvolle Tipps geben. Sollte man nutzen.

  9. Avatar von animosa
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Ich glaube nicht, dass die billigsten Heime die schlechtesten sein müssen.

    Gemeinnützige Heime zum Beispiel haben nicht diesen Gewinn-Druck und können kostengünstiger arbeiten. Diese arbeiten auch nur kostendeckend.

    Meinen Vater haben wir von einem recht noblen Heim in ein Malteser Heim umgemeldet. Dort war die Pflege besser. Das Personal war viel besser ausgebildet.
    Beziehungsweise war viel mehr Pflegepersonal in dem kirchlichen Heim vorhanden. Und viel weniger Hilfspersonal. Und das macht sehr viel aus.

  10. Avatar von animosa
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Ein Pflegeheim ist ja auch kein Wellness Hotel.

    Das erste Heim in dem mein Vater untergebracht war, das hatte einen ganz tollen Wintergarten und super Ergo-Therapie.
    Das Essen war top.

    Die Pflege war unter aller Sau. Er wurde übersehen und vergessen. Mein Vater war ein sehr ruhiger Mann.

    Ich habe das mal ganz intensiv mitbekommen, als ich ihn ein paar Wochen im Pflegeheim begleitete von morgens bis abends.
    Ich verabredete zum Beispiel am Abend mit ihm, dass er morgens 10:00 Uhr zur Ergo-Therapie gehen soll. Zum Beispiel wenn ihm das Thema sehr lag, wie Gedächtnistraining.
    Ich kam dann also, um ihn zum Mittagessen zu bringen. Da fand ich ihn mit Latz vor dem Frühstück zusammen gesackt im Rollstuhl vor.
    Ich rief sofort nach den Pflegern und sagte, dass mit meinem Vater wohl was nicht stimmt. Die kamen dann und haben Blutdruck gemessen und so weiter.

    Aber das kam immer wieder vor. Das war die Normalität dort. Es hat überhaupt nichts gebracht, dass ich darauf aufmerksam machte. Er wurde einfach vergessen und das war eben dort der Alltag. Es gab Pflegefälle, die haben sich lautstark bemerkbar machen können und dort sind die Pfleger, die wenigen die da waren, eben hingegangen.

    Das war noch ein harmloses Beispiel. Ich habe Tagebuch darüber geführt. Und ich habe entsetzliche Geschichten aufgeschrieben.

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