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  1. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Mein Vater hat Pflegegrad 3 und lebt noch zuhause, unterstützt von meiner Mutter und seinen Kindern. Ohne Frau würde sicher das Heim anstehen.

    Ist Pflegegrad 1 wirklich schon in der Nähe eines Pflegeheimes?
    Hier bekommt man mit 1 kaum einen Platz. Die Frage ist ja, warum man 1 bekommt.
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Ist Pflegegrad 1 wirklich schon in der Nähe eines Pflegeheimes?
    Eher nicht. Wir haben unsere Mütter über alle Stufen hinweg bis zum 5. Grad begleitet. In der Regel wohl erst ab Pflegegrad 3, häufig verbunden mit Demenz und Alzheimer. Allerdings ist auch die Form des betreuten Wohnens verbreitet, die nicht gerade billig ist.

    Je nachdem in welchem Bundesland die Dame lebt, würde sie noch Pflegewohngeld in Anspruch nehmen können. Gilt aber meines Wissens nur für NRW und Schleswig Holstein. Auch ändern sich für ehemalige Beamte die Voraussetzungen.

    Am Wichtigsten ist es, frühzeitig eine Vertrauensperson auszuwählen, die mit Vollmachten ausgestattet wird, so dass ggf. jemand entscheiden und handeln kann. Ansonsten erhält man einen behördlichen Vormund (und die haben manchmal nicht den besten Ruf).

  3. Avatar von Nocturna
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Ich beschäftige mich gerade akut mit dem Thema, weil nicht sicher ist, ob meine Eltern weiterhin gemeinsam in der Wohnung bleiben können. Preise sind für Umland München.

    Das nächstgelegene Pflegeheim hat bei Pflegestufe 1 einen verbleibenden Eigenanteil von 2462 Euro. Bei Pflegestufe 2 - 5 sind es gleichbleibend 2245 Euro Zuzahlung Eigenanteil. Preise sind für ein Einzelzimmer, im Doppelzimmer wird es 250 Euro billiger. Von jährlicher Preissteigerung darf man wohl ausgehen.

    Das ist dann schon finanziell eine Hausnummer, wenn der zuhause lebende Elternteil Miete für die Wohnung zahlen muss und zusätzlich die Kosten fürs Pflegeheim dazukommen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

  4. Avatar von elli07
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Der Eigenanteil meiner Mutter beträgt mehr als 2600 Euro im Monat. Doppelzimmer gibt es in dem Heim nur noch wenige, ab 2020 darf es anscheinend nur noch Einzelzimmer geben. Mal abgesehen davon, dass ich Zweibettzimmer im Pflegeheim eh unwürdig finde. Meine Mutter war anfangs einige Monate im Zweibettzimmer, da nichts anderes frei war, das ist schon eine Zumutung.

    Die Eigenanteile sind wohl inzwischen für alle Pflegegrade gleich (zumindest in den Heimen, in denen ich mich informiert hatte), unterschiedlich ist nur der Betrag, den die Kasse noch zuschießt. Der steigt mit zunehmendem Pflegegrad. Die Kosten fürs Pflegeheim sind steuerlich absetzbar, aber das hilft nur wenig, wenn die Rente eh niedrig ist.

    Bei derart hohen Beträgen müssen in der Regel Ersparnisse abgeschmolzen werden. Aber dafür sind Ersparnisse ja da, dass es fürs Alter Rücklagen gibt. Danach werden die Kinder herangezogen oder das Amt muss unterstützen.

    Gruß Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

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    Geändert von elli07 (18.03.2019 um 11:08 Uhr) Grund: Ergänzung

  5. Avatar von Nocturna
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Der Eigenanteil meiner Mutter beträgt mehr als 2600 Euro im Monat. Doppelzimmer gibt es in dem Heim nur noch wenige, ab 2020 darf es anscheinend nur noch Einzelzimmer geben. Mal abgesehen davon, dass ich Zweibettzimmer im Pflegeheim eh unwürdig finde. Meine Mutter war anfangs einige Monate im Zweibettzimmer, da nichts anderes frei war, das ist schon eine Zumutung.
    Oha, 2600 Euro und ich dachte München-Umgebung wäre teuer. Das mit den Doppelzimmern stimmt. Die Heime, die ich mir im Web schon mal vorgemerkt haben, haben 90 Prozent Einzelzimmer, nur der Rest sind Doppelzimmer. Ich bin auch für Einzelzimmer, aber ich brauche wohl sehr kurzfristig einen Kurzzeitpflegeplatz für meine Mutter. Da kann ich keine Ansprüche stellen. Wenn eine spätere Heimunterbringung nötig wäre, dann nur Einzelzimmer. Hier bin ich ganz auf deiner Linie.

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Die Eigenanteile sind wohl inzwischen für alle Pflegegrade gleich (zumindest in den Heimen, in denen ich mich informiert hatte), unterschiedlich ist nur der Betrag, den die Kasse noch zuschießt. Der steigt mit zunehmendem Pflegegrad.
    Ja, scheint so zu sein. Der Eigenanteil ist von 2-5 immer gleich laut dem Informationsblatt des Heimes. Man bekommt zwar mit steigender Pflegestufe mehr Geld, aber gleichzeitig steigen die Pflegekosten wegen Mehraufwand bei der Pflege an und so bleibt es beim gleichbleibenden Eigenanteil.

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Bei derart hohen Beträgen müssen in der Regel Ersparnisse abgeschmolzen werden. Aber dafür sind Ersparnisse ja da, dass es fürs Alter Rücklagen gibt. Danach werden die Kinder herangezogen oder das Amt muss unterstützen.
    So isses. Die Dame am Infotag hat auf die Sozialstelle der Gemeinde hingewiesen, wenn man nicht über die nötigen Mittel verfügt. Wenn ich das jetzt mal ganz neutral-pragmatisch betrachte, sind hohe Rücklagen eigentlich nicht so der Hit. Ideal ist es am Anfang Startkapital zu haben, damit man bei der Heimauswahl bessere Auswahl hat wegen Selbstzahler und weniger Bürokratismus für die Heimleitung beim Einzug. Wenn einem später das Geld ausgeht, springt „der Staat“ ein, aus dem Heim fliegt man doch nicht mehr raus. Oder täusche ich mich da und es gibt noch einen Pferdefuß?
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Wenn einem später das Geld ausgeht, springt „der Staat“ ein, aus dem Heim fliegt man doch nicht mehr raus. Oder täusche ich mich da und es gibt noch einen Pferdefuß?
    Erst einmal springt das Sozialamt ein und prüft, ob bei evtl. vorhandenen Kindern etwas zu holen ist. Allerdings sind hier die Hürden nicht ganz so niedrig. Wenn Sohn/Tochter ebenfalls Kinder in der Ausbildung haben etc., zählt das bei der Berechnung mit.

    Was ich allerdings nicht weiß, ist, ob die Behörden das Recht haben, ein günstigeres Heim auszusuchen, wenn das gewählte Pflegeheim als teuer gilt. Bei den Preisen gibt es schon recht große Unterschiede.

  7. Avatar von elli07
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Die Heime, bei denen ich mich informiert hatte waren alle in etwa gleich teuer, in den letzten beiden Jahren gab es enorme Steigerungen bei den Kosten. Die Kosten müssen transparent aufgeschlüsselt werden, es ist also nicht möglich, mal eben beispielsweise 3000 Euro zu verlangen. Meine Mutter ist in einem Heim der Samariterstiftung untergebracht.

    Ich weiss nicht, wo es in der näheren und weiteren Umgebung günstigere Heime gibt und ob meine Mutter dann beispielsweise nach Meck-Pomm verlegt würde, sollten die Ersparnisse und meine Einkünfte nicht zur Deckung des Eigenanteils reichen.

    Zitat Zitat von untitled Beitrag anzeigen
    ...Am Wichtigsten ist es, frühzeitig eine Vertrauensperson auszuwählen, die mit Vollmachten ausgestattet wird, so dass ggf. jemand entscheiden und handeln kann. Ansonsten erhält man einen behördlichen Vormund (und die haben manchmal nicht den besten Ruf).
    Das ist ein wichtiger Hinweis: bei jeder Anfrage in einem Heim wurde ich zu allererst danach gefragt. Wenn keine Vollmacht vorliegt, wird keine Anfrage beantwortet. Meine Mutter hat mir schon vor vielen Jahren eine notarielle Vollmacht gegeben. Sonst hätte ich ganz schön alt ausgesehen. Sobald eine gesetzliche Betreuung durch das Amtsgericht erfolgt (die Zuständigkeit liegt inzwischen bei den Amtsgerichten), wird es umständlich und richtig teuer !

    Gruß Elli
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    Geändert von elli07 (18.03.2019 um 12:29 Uhr)

  8. Avatar von Nocturna
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Zitat Zitat von untitled Beitrag anzeigen
    Erst einmal springt das Sozialamt ein und prüft, ob bei evtl. vorhandenen Kindern etwas zu holen ist. Allerdings sind hier die Hürden nicht ganz so niedrig. Wenn Sohn/Tochter ebenfalls Kinder in der Ausbildung haben etc., zählt das bei der Berechnung mit.
    Ja, tatsächlich scheint sich der Blick auf die individuellen Verhältnisse zu lohnen.
    Wer etwas vererben will oder Kinder hat, die finanziell zuschießen müssten, sollte in früheren Jahren Vorsorge treffen, Stichwort Pflegeversicherung. Der Rest könnte, ganz ketzerisch gesagt, doch das Leben genießen und später einfach den Steuerzahler belasten.

    Wie ist das eigentlich bei den mobilen Pflegediensten? Springt da auch das Sozialamt ein, wenn die Pflege teurer kommt als die Erstattung durch die Kassen?
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Wie ist das eigentlich bei den mobilen Pflegediensten? Springt da auch das Sozialamt ein, wenn die Pflege teurer kommt als die Erstattung durch die Kassen?
    Die Sätze für häusliche Pflege sind geringer als für stationäre. Im Prinzip bekommst du "nur" die festgelegten Pflegesätze, nach Pflegegrade gestaffelt und abhängig von der Form der Pflege. Wenn du das machen würdest, würde dir der entsprechende Satz ausgezahlt. Bei Pensionären ist das nochmals anders, die haben noch andere Töpfe.

    Wer etwas vererben will, sollte das frühzeitig machen. So viel ich weiß, werden Schenkungen in den letzten Jahren und kurz vor Pflegebeginn recht skeptisch betrachtet.


  10. Registriert seit
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    AW: Pflegestufe 1 - Pflegeheim - Kosten

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Meine Mutter hat mir schon vor vielen Jahren eine notarielle Vollmacht gegeben. Sonst hätte ich ganz schön alt ausgesehen. Sobald eine gesetzliche Betreuung durch das Amtsgericht erfolgt (die Zuständigkeit liegt inzwischen bei den Amtsgerichten), wird es umständlich und richtig teuer !
    Perfekt, deine Mutter hat mitgedacht. Ich kenne einige Fälle, da haben sich Elternteile geweigert, weil sie dann ja als alt gelten. Nun ja, wenn z. B. die Demenz erst einmal zuschlägt, dann ist keine Unterschrift mehr möglich. Und ohne Vollmacht bist du handlungsunfähig. Keine Kündigung des Telefonanbieters, keine Wohnungsauflösung, nichts.

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