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  1. Avatar von ereS
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    AW: Eltern Pflegefall - Dauerstreit

    Zitat Zitat von bienie Beitrag anzeigen
    Hier bin ich wieder - ich hätte Hilfe gebraucht beim Schnee schippen, damit die beiden nicht einschneien, wenn ich nicht da bin. Pustekuchen. Niemanden gefunden, insofern war es eine ziemlich stressige Woche, bei dem Wetter konnte dann auch die Nachbarschaftshilfe nicht kommen, fast alle dort sind Frauen. Ich könnte problemlos Haushaltshilfe bekommen, aber aber keine Parkmöglichkeit für die Hilfe schaffen, paradox.

    Ich habe eine Vollmacht, mit der ich quasi alles entscheiden kann und im Betreuungsfall kein Betreuer von außen eingesetzt wird. Das hat mir schon einige Male gut geholfen.

    Bin momentan gesundheitlich etwas angeschlagen und mache gerade das Nötigste. Leider kommt niemand vorbei, wenn ich nur daran denke - ich sollte schon telefonieren.
    das ist sehr viel wert, das du wenigstens entscheidungen treffen kannst
    dann schaffe fakten, egal ob die beiden maulen, oder nicht
    zum schnee schippen wuerde ich erst mal eine professionelle fa anstellen, dann ist das problem aus der welt
    und ansonsten wende dich an den hausarzt, der sollte immer der erste ansprechpartner sein

  2. Avatar von Malaita
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    AW: Eltern Pflegefall - Dauerstreit

    Besprich dich eingehender mit deiner Schwester. Sie hat gut Reden, wenn sie einfach mal so sagt: Hol dir Hilfe. Sie ist als Kind deiner Eltern genauso gefragt. Ich finde es unmöglich, dass sie dich in dieser Situation alleine lässt!


  3. Registriert seit
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    AW: Eltern Pflegefall - Dauerstreit

    Höre dich noch raumgreifender um.
    Schneeschippen ist natürlich blöd - wenn ihr nicht gerade dort lebt, wo immer Schnee zu erwarten ist, kann man auf die Schnelle keinen aus dem Hut zaubern- das ist klar.

    Ansonsten gibt es Betreuungsdienste, die professionell Betreuer einsetzen (googeln)
    Wende dich an die und hole dir dort noch Anregungen und Unterstützung- die haben doch mit denselben Problemen zu tun.
    Vielleicht können die dir noch Menschen an die Hand geben, die gerne helfen.
    Auch da wieder- der Hinweis auf SHGen, die sich zusammen leichter organisieren können oder auch mehr Gewicht haben, wenn es darum geht, sich nach außen besser zu zeigen (inserieren, um Hilfe bitten).

    Betreuung ist halt auch relativ witzlos, wenn ich zwar entscheiden darf, aber zB gar nicht vor ORt bin um Sachen gut regeln zu können.
    So könnte man evlt in der Zeitung inserieren und nach eienr Haushaltshilfe suchen, die auch ohne Parkplatz auskommt- bzw....seien wir ehrlich- alles nur eine Sache des Geldes.

    Die Liste der Schwierigkeiten ist wirklich unendlich.....und damit unendlich schwierig.

  4. Inaktiver User

    AW: Eltern Pflegefall - Dauerstreit

    Ich habe hier mal ausführlich gelesen. Es betrifft mich ebenfalls mit pflegenden Eltern.
    Mein Vater hat Pflegegrad 3 und Mutter 1. Beide leben in einem Haus , bereits mit Lift, da sich der Wohn-und Schlafbereich mit Küche im ersten Stock befindet. Toilette, Dusche und Bad im Erdgeschoß.

    Es gab jetzt diverse Vorfälle bei meinem Vater, dass ich den Vorschlag machte, sie sollten nach Unten ziehen, wär räumlich möglich. NEIN, war die konsequente Antwort. Zum reinigen des Hauses bräuchten sie auch niemanden.
    Und so geht das bei jeder gesundheitlichen Situation.

    Kurz gesagt, es ist kaum machbar einen alten Menschen zu überzeugen, dass es so nicht mehr weiter gehen kann.

    Da ich bereits mit 40 Jahren einen Schlaganfall erlitt habe ich nicht die nötige seelische Kraft mich noch länger mit meinen Eltern darüber aus einander zu setzten. Pflegekräfte kommen täglich ins Haus. Besuche sie auch regelmäßig, aber Hilfe ist nur von mir in organisatorischer Form vorhanden.

    Möchte mein Leben auch Leben. z.B. habe ich zwei Enkel, die möchte ich gerne Aufwachsen sehen.

    Wer es gesundheitlich und physisch schafft, seine Eltern zu pflegen, gerne. Aber es gibt Leute die ihr Geld dafür verdienen und sich liebevoll um unsere Eltern kümmert. NEIN - sagen fällt schwer, ist aber richtig und nicht böse gemeint.

  5. Avatar von Phyllis
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    AW: Eltern Pflegefall - Dauerstreit

    wir haben derzeit auch das Problem, meine Schwiegereltern beide Pflegestufe 2.

    Mein Mann kümmert sich, hat sogar einen Platz in der Nähe für das betreute Wohnen gefunden, Termin war gemacht, beide einverstanden - als der Tag dann kam NEIN wollen wir nicht. Ganz plötzlich ohne Grund.
    Da wird sich selbst aus dem Krankenhaus entlassen, man weiss alles besser.

    Warum werden alte Menschen nur so stur. Es geht nicht mehr allein, und sie sehen es nicht ein. Es liegt keine Demenz vor.
    "Arroganz ist die Kunst, auf seine eigene Dummheit stolz zu sein"


  6. Registriert seit
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    AW: Eltern Pflegefall - Dauerstreit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe hier mal ausführlich gelesen. Es betrifft mich ebenfalls mit pflegenden Eltern.
    Mein Vater hat Pflegegrad 3 und Mutter 1. Beide leben in einem Haus , bereits mit Lift, da sich der Wohn-und Schlafbereich mit Küche im ersten Stock befindet. Toilette, Dusche und Bad im Erdgeschoß.

    Es gab jetzt diverse Vorfälle bei meinem Vater, dass ich den Vorschlag machte, sie sollten nach Unten ziehen, wär räumlich möglich. NEIN, war die konsequente Antwort. Zum reinigen des Hauses bräuchten sie auch niemanden.
    Und so geht das bei jeder gesundheitlichen Situation.

    Kurz gesagt, es ist kaum machbar einen alten Menschen zu überzeugen, dass es so nicht mehr weiter gehen kann.

    Da ich bereits mit 40 Jahren einen Schlaganfall erlitt habe ich nicht die nötige seelische Kraft mich noch länger mit meinen Eltern darüber aus einander zu setzten. Pflegekräfte kommen täglich ins Haus. Besuche sie auch regelmäßig, aber Hilfe ist nur von mir in organisatorischer Form vorhanden.

    Möchte mein Leben auch Leben. z.B. habe ich zwei Enkel, die möchte ich gerne Aufwachsen sehen.

    Wer es gesundheitlich und physisch schafft, seine Eltern zu pflegen, gerne. Aber es gibt Leute die ihr Geld dafür verdienen und sich liebevoll um unsere Eltern kümmert. NEIN - sagen fällt schwer, ist aber richtig und nicht böse gemeint.
    Ich stimme dir zu. Ich bin für meine Mutter zurück in die Provinz gezogen, was ein fataler Fehler war. Dankbarkeit gleich null, Starrsinn und zum Teil Schauspiele, da ist das Ohnsorgtheater nichts dagegen. Nur war das alles gar nicht witzig.

    Könnte ich die Zeit noch mal zurück drehen mit dem Wissen, das ich heute habe, dann würde ich mich gegen die Pflege entscheiden. Bei meinem Vater kam dazu, dass er mit meiner Mutter das gesamte Vermögen rausgeworfen hat. Taxifahrer mit 50 Euro Trinkgeld entlohnt usw. War hier Dorfgespräch. Als ob es kein Morgen gäbe, bzw, die Möglichkeit, ein Pflegefall zu werden. Am Ende habe ich noch seinen Grabstein bezahlt, weil nichts mehr da war.

    Wie KleinKinder haben die sich benommen.


  7. Registriert seit
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    AW: Eltern Pflegefall - Dauerstreit

    Ich finde es oft auch schwer, die Ruhe und Geduld zu bewahren und Anschuldigungen nicht persönlich zu nehmen, sondern als der Situation geschuldet hinzunehmen. Naja, meine Eltern können ihr Verhalten nicht mehr richtig steuern, Bösartigkeit oder Berechnung ist nicht im Spiel, aber bestimmte Charakterzüge kommen unkontrollierter hervor.

    Ich bin mit meinem Verhalten aber längst auch nicht immer im Reinen. Gerade wenn es um Außenkontakte geht, nehme ich oft die Gesprächsführung in die Hand und „überfahre“ damit meine Eltern wohl häufiger. Wenn ich ihre verärgerte Reaktion wahrnehme, frage ich mich schon, ob ich mich nicht besser einfach zurückgehalten hätte. Eigentlich muss ich ja für Dritte den Umgang mit meinen Eltern nicht zwingend pflegeleicht machen. Warum soll sich z. B. ein Bankangestellter nicht mit den Anliegen meiner konfusen Eltern auseinandersetzen. Eingreifen müsste ich ja nur, wenn ich merke, es läuft schief. Aber wenn ich denke, das Gespräch beginnt zu mäandern, neige ich zum Eingreifen, um das Ganze zu beschleunigen.

    Externe Hilfe bekommen wir wohl jetzt hin. Meine Geschwister und ich haben einfach einen Kaffeebesuch(!) einer Pflegekraft im Haus meiner Eltern vereinbart. Die Frau konnte mit ihrer Persönlichkeit und Erfahrung wohl ganz gut überzeugen und hat damit all die Vorbehalte gemindert. Meine Eltern waren von ihr jedenfalls sehr angetan. Wenn alles gut läuft, werden sie sich vielleicht über die spürbare Hilfe im Alltag durch die Fachkraft mehr freuen als über die Besuche der Kinder, die immer irgendwelche komplizierten Anliegen haben, Entscheidungen und Unterschriften brauchen.
    Uns Kindern war es auch wichtig, dass sich die Eltern schon im Frühstadium daran gewöhnen, fremde Hilfe anzunehmen, wir waren da sehr stur, dass das eben sein muss. Punkt.

    Ich bin manchmal ganz froh, dass sich die Frage der Übernahme der Pflege im Moment für mich gar nicht stellt, da ich noch einige Jahre in Vollzeit berufstätig sein werde. Aber es reicht auch schon so, es sind doch viele Begleitungen, Beratungen und administrativer Kram nötig.


  8. Registriert seit
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    AW: Eltern Pflegefall - Dauerstreit

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    Ich bin mit meinem Verhalten aber längst auch nicht immer im Reinen. Gerade wenn es um Außenkontakte geht, nehme ich oft die Gesprächsführung in die Hand und „überfahre“ damit meine Eltern wohl häufiger. Wenn ich ihre verärgerte Reaktion wahrnehme, frage ich mich schon, ob ich mich nicht besser einfach zurückgehalten hätte. Eigentlich muss ich ja für Dritte den Umgang mit meinen Eltern nicht zwingend pflegeleicht machen. Warum soll sich z. B. ein Bankangestellter nicht mit den Anliegen meiner konfusen Eltern auseinandersetzen. Eingreifen müsste ich ja nur, wenn ich merke, es läuft schief. Aber wenn ich denke, das Gespräch beginnt zu mäandern, neige ich zum Eingreifen, um das Ganze zu beschleunigen.
    Keine Lösung, sondern einfach nur die Rückmeldung: Damit bist du nicht alleine. Mir geht das auch immer wieder so. Und es geht mir auch immer wieder nach. Andererseits bin ich nun seit über 8 Jahren in Elternbelangen unterwegs, seit zwei Jahren an der Grenze des Burnouts, und jede dieser verdammten Situationen kostet mich, wenn ich sie begleite, aber nicht eingreife, die drei- bis fünffache Zeit. Das geht von meiner Lebenszeit ab. Und da es x solcher Situationen gibt summiert sich das doch sehr. Was manchmal hilft beiden Seiten gerecht zu werden ist, wenn ich bereits bei den (ebenfalls von mir erwarteteten und ebenfalls unendlich mäandernden) Vorgesprächen an halbwegs passender Stelle, etwa wenn ich einen komplizierteren Sachverhalt schon dreimal erklärt habe und er immer noch nicht verstanden wurde, freundlich sage: "Ach weißt du, klar gehen wir miteinander hin, und wir haben es jetzt ja auch ausführlich vorbesprochen, aber vielleicht wäre es einfacher, wenn du mich beim Termin mit xy einfach machen läßt"? In dieser angekündigten Form wird das dann (nicht immer, aber zumindest immer öfter) eher mal als Entlastung wahrgenommen.


  9. Registriert seit
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    AW: Eltern Pflegefall - Dauerstreit

    Zitat Lea:
    "Ich bin mit meinem Verhalten aber längst auch nicht immer im Reinen. Gerade wenn es um Außenkontakte geht, nehme ich oft die Gesprächsführung in die Hand und „überfahre“ damit meine Eltern wohl häufiger. Wenn ich ihre verärgerte Reaktion wahrnehme, frage ich mich schon, ob ich mich nicht besser einfach zurückgehalten hätte. "

    Ja, das ist auch meine Frage: Warum lasst ihr eure Eltern nicht ihre eigenen Erfahrungen machen - macht man bei Kindern doch auch so? Und wenn sie noch nicht völlig dement sind, können sie doch aus ihren Misserfolgen lernen. Es ist doch ihr Leben und nicht eures!
    Warum muss man für Schneeschippen sorgen oder dafür, dass die Bank empathisch reagiert?
    Wenn in euren Augen die Eltern nur noch wenig Verstand bzw. Verständnis für euch haben, lasst sie doch - ich wiederhole: Es ist ihr Leben!!!

    Ich weiss, wovon ich rede: Ich bin Mitte 80, lebe mit meinem Hund allein, keine Kinder, habe aber abgesichert: Seniorengerechte Wohnung im "Altenasyl", roter Knopf von Malteser, Hundeversorgung..........

    Also, so what - lasst eure Eltern stur sein und lebt euer Leben ohne Helfersyndrom!

    Mein Motto: Man muss jeden Tag aufs Neue beschliessen, unbesiegbar zu sein.

  10. Avatar von Phyllis
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    AW: Eltern Pflegefall - Dauerstreit

    Henriette1
    super das Du das so hinbekommen hast.
    ich sehe das auch so, Ausnahme natürlich Demenz.

    Mein Mann schafft das bei seinen Eltern, wir Frauen tun uns glaube ich oft schwerer damit.

    Sie haben Hilfeangebote abgelehnt, nun müssen sie schauen ...ganz einfach. Ihre Erfahrungen machen.
    Aber mit Ansage.
    Es ist glattweg auch Sturheit, nicht verstehen wollen....
    "Arroganz ist die Kunst, auf seine eigene Dummheit stolz zu sein"

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