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  1. Registriert seit
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    AW: Aberglaube und Verfolgungswahn

    Hallo Killeshandra,

    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen
    Wenn es bei diesem reinen Verstehen bleibt, ist Empathie vielleicht schon entlastend. Aber zur Familie hat man in der Regel kein distanziertes Verhältnis. Zu viel ( innere) Nähe zu dieser Denkweise kann der TE ihre Kraft nehmen. Die sie für sich und ihren Sohn dringender bräuchte. Das sind dann solche Situationen, in denen Empathie nach hinten losgeht.
    Jedes Denken kostet Kraft und glaubst du, dass das Denken aufhören würde, wenn sich die TE einfach nur zurück zieht- oder wie sollte sie sonst Distanz schaffen?

    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen
    Zum Beispiel für sich selbst einstehen und sich von Leuten abgrenzen, die sie und ihre Denkweise nicht respektieren. Zumindest, wenn ich mit meiner Ansicht richtig liege. Für mich liest sich das zumindest sehr respektlos.
    Wenn ich denke, dass jemand zu mir respektlos ist, dann löst das ganz viele ungute Gefühle aus. Ich unterstelle dem anderen, dass er mich herabsetzt und wertlos behandelt (nur ein kleiner Ausschnitt von dem, was dann alles hochkommt).
    Das ist aber nur eine Interpretation- eine Sichtweise, wie man es sehen kann, aber nicht muss

    Denn es ist in Frage zu stellen, ob die Großeltern oder die Mutter soviel "Böses" der TE und ihrem Sohn wünscht (glaub ich nicht)- oooooooooder ob diese Menschen ganz in ihrem Thema stecken und nur aus diesem Kontext reagieren können.
    Wieviel Angst und Unsicherheit wird sie auch bei der Erkrankung des Enkels/Sohnes begleiten(was können sie überhaupt von dieser Krankheit verstehen? [kursiert nicht gerade auch beim Thema Autismus ganz viel Unwissen?].
    Könnte es sein, dass Großeltern und Mutter aus tiefer Anteilnahme und Sorge "so" reden?

    Denke ich, ich werde respektlos
    behandelt, geht es mir schlecht und ich fühle mich von diesen Menschen abglehnt und nicht gesehen.
    Denke ich, das Verhalten hat einen Hintergrund, der beim anderen liegt und mit mir nichts zu tun hat, fühle ich mich nicht abgelehnt und kann mich gut fühlen. Ich kann das Verhalten beim anderen lassen.

    Ich finde- ein gewaltiger Unterschied, wie ich die Welt erlebe und es meinem Lebensgefühl geht.
    Und das habe ich selbst in der Hand. Ich habe die Wahl, wie ich Verhalten verstehen will.

    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen
    Die Erkenntnis sollte frei machen, ja. Es kann aber bei entsprechender Vorbelastung auch passieren, dass du dich durch die Empathie mit der anderen Person so sehr befasst, dass du für dich selbst keine Empathie mehr aufbringst. In der Situation der TE wäre das fatal!
    Ja natürlich gilt Empathie auch für sich selbst.
    Hier geht es um Ausgewogenheit, die gegeben sein sollte.


    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen
    Die TE sollte vor allem sich selbst und ihren Sohn entlasten. Und nicht auch noch Verantwortung für die Entlastung von Mutter und Großeltern übernehmen. Finde ich jedenfalls.
    Wo übernimmt sie Verantwortung für die Familie, wenn sie diese betrachtet und daraus Rückschlüsse für sich zieht?
    Es geht doch nur darum, die Familie zu verstehen und sich genau damit besser arrangieren zu können.
    Entweder leichter die Worte ablaufen lassen oder in eine Distanz gehen können.

    Das hat NUR mit der TE zu tun!


    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen
    Ich habe diesbezüglich andere Erfahrungen gemacht. Empathie mit anderen - also mehr als das rationale Wissen - konnte mich auch von mir entfernen. Ich habe mich dann zu viel mit der anderen Person beschäftigt. Was niemandem (!) einen tatsächlichen Nutzen brachte, mir aber viel Kraft raubte.
    Und das ist genau das, was ich schon geschrieben habe- es fehlte die Ausgewogenheit.
    Das hat aber auch niemand vorgeschlagen

    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen
    finde hier Distanzierung besser als allzuviel Empathie.
    Wenn Empathie ausgewogen ist- der Blick auf mir liegt und auf dem anderen- dann kann es kein "zuviel" geben.

    Und nochmal- reine Distanz bedeutet nur, dass ich mich nicht mehr diesen Worten und Gedanken aussetze.
    Deshalb bleiben die vielen Fragen in der TE dennoch bestehen.
    Unabhängig davon, dass die Familie das doch sicher nicht einfach so hinnehmen wird und es zu neuen Themen kommen wird- siehe die nahe Wohnsituation.
    Ganz so einfach würde das nicht werden.

    Wenn die TE erkennen kann, dass hinter diesem "seltsamen Verhalten" Angst und Unsicherheit liegen- braucht sie die Worte nicht mehr ernst nehmen.
    Möglicherweise kann sie sie stehen lassen und viel entspannter diese Besuche ertragen.

    Vielleicht geht auch das Denken weiter und die TE hinterfragt, woher die Ängste und Unsicherheiten der Familie kommen. Dann wird das zu einigen Gedanken führen und evlt Nachfragen, Stöbern in der Vergangenheit.
    Das würde Zeit und auch Kraft kosten- gleichzeitig reden wir hier von den Wurzeln der TE. Die Geschichte von Eltern und Großeltern hat mit uns persönlcih sehr viel zu tun. Was ein Betrachten der eigenen Geschichte durchaus sinnvoll macht.
    Das unterscheidet Familie von Freunden oder fremden Menschen- meine persönliche Verflochtenheit.

    Selbst, wenn es also so käme, wäre das nur eine temporäre Erscheinung und würde irgendwann zur Ruhe führen.

    Und- was ich vorgeschlagen habe, ist nur eine Möglichkeit und ob die TE das machen möchte, bleibt in ihrer ganzen Entscheidungsfreiheit.

  2. Avatar von schafwolle
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    AW: Aberglaube und Verfolgungswahn

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Wenn die TE erkennen kann, dass hinter diesem "seltsamen Verhalten" Angst und Unsicherheit liegen- braucht sie die Worte nicht mehr ernst nehmen.
    Möglicherweise kann sie sie stehen lassen und viel entspannter diese Besuche ertragen.
    Um das weiter zu erörtern wäre es hilfreich, wenn sich die TE
    in ihrem eigenen Strang auch einbringen und auf die bisherigen Beiträge
    antworten würde.


  3. Registriert seit
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    AW: Aberglaube und Verfolgungswahn

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Um das weiter zu erörtern wäre es hilfreich, wenn sich die TE
    in ihrem eigenen Strang auch einbringen und auf die bisherigen Beiträge
    antworten würde.
    Das stimmt, wobei das von mir auch nur eine Annahme ist - bezugnehmend auf das Verhalten der Familie und was man dahinter vermuten kann.


  4. Registriert seit
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    AW: Aberglaube und Verfolgungswahn

    Guten Morgen

    ich möchte keineswegs von meinen eigenen Problemen ablenken, indem ich die Probleme anderer Menschen zu meinem Thema mache. Es ist für mich einfach schwierig, immer wieder mit solchem Aberglauben und dergleichen konfrontiert zu werden.

    Oder immer wieder diese Gedanken, dass alle was gegen meine Mutter haben. Damit macht sie sich nur selbst das Leben schwer. Ich weiß, dass ich das wahrscheinlich auch nicht ändern kann.

    Meist gelingt es mir ganz gut, mich innerlich abzugrenzen. Aber ich bin halt auch nur ein Mensch und zur Zeit halt auch etwas dünnhäutig, was vielleicht auch verständlich ist. Da geht es halt nicht immer so leicht sich abzugrenzen und sich zu denken "ach red doch zu, ich mach ja eh mein eigenes Ding". Drum konnte ich ja letztens auch nicht mehr an mir halten und hab meiner Mutter gesagt, dass sie doch mal von ihrer Denkweise, dass alle was gegen sie haben endlich wegkommen soll. War vielleicht auch nicht richtig, aber in dem Moment musste das auch einfach mal raus.

    Und ich kann auch nicht dauernd hier im Forum schreiben. Ich hab genauso wie ihr auch noch ein reales Leben, in dem es einiges auf die richtige Bahn zu bringen gibt, da ist das "Problem" mit Aberglauben und Verfolgungswahn nur ein Kinkerlitzchen. Vielleicht sollte ich hier nichts mehr posten.


  5. Registriert seit
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    AW: Aberglaube und Verfolgungswahn

    Hallo Nika,

    da scheinst du wohl etwas in den falschen Hals bekommen zu haben..??
    Zitat Zitat von Nika78 Beitrag anzeigen
    Aber ich bin halt auch nur ein Mensch und zur Zeit halt auch etwas dünnhäutig,
    scheint so........

    Zitat Zitat von Nika78 Beitrag anzeigen
    Und ich kann auch nicht dauernd hier im Forum schreiben. Ich hab genauso wie ihr auch noch ein reales Leben, in dem es einiges auf die richtige Bahn zu bringen gibt, da ist das "Problem" mit Aberglauben und Verfolgungswahn nur ein Kinkerlitzchen.
    Du hast gerade 2 Beiträge ganz am Anfang geschrieben und die ganzen Antworten danach nicht mehr beantwortet.
    Wenn dann viele Gedanken zusammen kommen, ist es verständlich, dass von den Mitschreibern eine Reaktion von der TE erwartet wird.
    Andere - fremde - Menschen, setzen sich mit deiner Thematik auseinander, geben -wertvolle Lebenszeit!!- um zu unterstützen.
    Vielleicht kannst du das Gute in dem Wunsch nach einer Reaktion deienrseits erkennen!?

    Von "dauernd" war keine Rede- nur von einer Reaktion, auf die wir gewartet haben.*mal richtig stell*
    Und wenn dein Problem nur ein Kinkerlitzchen ist, dann schreib das doch im Eingangsposting dazu! Dann wird sich dem keiner groß hingeben und du hast deine Ruhe in Bezug auf gewünschte Reaktion.

    Zitat Zitat von Nika78 Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte ich hier nichts mehr posten.
    Die Freiheit hast du.


  6. Registriert seit
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    AW: Aberglaube und Verfolgungswahn

    Zitat Zitat von Nika78 Beitrag anzeigen
    Drum konnte ich ja letztens auch nicht mehr an mir halten und hab meiner Mutter gesagt, dass sie doch mal von ihrer Denkweise, dass alle was gegen sie haben endlich wegkommen soll.
    Boah, der hast Du es aber gegeben! 😉 So hört sich das an, wenn Du nicht mehr an Dich halten kannst? Da solltest Du mich mal erleben.

  7. Avatar von schafwolle
    Registriert seit
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    AW: Aberglaube und Verfolgungswahn

    Zitat Zitat von Nika78 Beitrag anzeigen
    Da geht es halt nicht immer so leicht sich abzugrenzen …

    ... hab meiner Mutter gesagt, dass sie doch mal von ihrer Denkweise, dass alle was gegen sie haben endlich wegkommen soll. War vielleicht auch nicht richtig, aber in dem Moment musste das auch einfach mal raus.
    Liebe Nika,

    wenn Du das, was Du Deiner Mutter da gesagt hast (und daran auch noch
    zu allem Überfluss zweifelst!), für Abgrenzung hältst, dann irrst Du Dich - und
    hast leider nicht verstanden, welche Reaktionen für DICH hilfreich wären.

    Es geht mitnichten nur ums innere Abgrenzen.
    Es geht auch darum, nach außen hin ein "bis hierher und nicht weiter" deutlich
    zu machen.

    Gewisse Aussagen, vor allem die Dein Kind betreffend, solltest Du Dir
    schlichtweg verbitten - zumindest in Deiner Gegenwart. Mit der Begründung,
    dass Du sinnentleerte Hinweise dieser Art nicht hören möchtest.


  8. Registriert seit
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    Beiträge
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    AW: Aberglaube und Verfolgungswahn

    Ich werde hier scheinbar nur falsch verstanden.

    Natürlich habe ich das meiner Mutter nicht in einem recht freundlichen Ton gesagt. Ich war genervt.
    In einem ruhigeren, entspannteren Moment hätte ich vielleicht anders/ diplomatischer reagiert. Oder eben innerlich "jaja red du mal weiter" gedacht und zu ihr halt sowas wie " ja, Mama, das ist ärgerlich, der Nachbar ist böse" was weiß ich gesagt.

    Ich muss gleich wieder weg. Trotzdem meinen Dank an alle, die hier antworten.

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