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  1. Registriert seit
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    Stirnrunzeln Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    Bis vor 10 Wochen war unsere Welt in Ordnung. Mein Mann und ich (37) haben uns entschieden, nun endlich in die Familienplanung zu gehen und bis Dezember sollte es geklappt haben.

    Mit meinen Eltern habe ich schon immer und besonders in den letzte 10 Jahren ein sehr inniges und intensives Verhältnis. Wir wohnen ca. 1 Stunde entfernt und sehen und besuchen uns regelmäßig.

    Vor 2 Monaten dann erste Symptome bei meiner Mutter (60), mit Verdacht auf Schlaganfall ins Krankenhaus. Nach CT und MRT war klar - es ist ein Hirntumor und keiner von den Guten. Danach OP, Komplikationen und Not-OP. Es war für mich und die Familie eine EXTREME Zeit, die so viel Kraft gekostet hat.
    Ich bin ja grundsätzlich sehr anfällig für psychosomatische Beschwerden und habe es irgendwie geschafft, zu überleben. Meine Mutter zum Glück auch, obwohl sie seit der OP nicht mehr die Alte ist.
    Was klar ist. Und kommende Woche beginnt die Strahlen- und Chemotherapie.

    Genau in dieser Zeit, als meine Mutter im Krankenhaus war, musste sich mein Vater (62) einer Biopsie unterziehen, weil ein Laborwert auffällig war. Nie im Leben habe ich damit gerechnet, dass auch er einen positiven Befund bekommt.

    Meine Eltern, beide grundsätzlich sehr vital und fit, haben Krebs. Und ich tue mein Bestes, um zu unterstützen. Dabei haben wir noch so eine große Reise vor uns und ich habe das Gefühl, am meine Grenzen zu stoßen. Tag und Nacht denke ich an meine Eltern. In der "Akutphase" habe ich innerhalb weniger Tage einige Kilos abgenommen und sehr sehr gehadert. Und geheult ohne Ende.

    Hat jemand Tipps, wie man als Tochter/Angehörige damit umgehen kann? Und manchmal kommt dann auch bei mir die Angst hoch: Wann ist es bei mir soweit? Das kann doch alles kein Zufall sein?

    Mein Leben fühlt sich so furchtbar schwer an und ich weiß nicht weiter. Alle Leichtigkeit und meine eigenen Familienpläne sind für mich nun ganz weit weg

    Danke fürs Lesen und ich freue mich auf einen Austausch hier.
    Geändert von Leoheart (18.11.2018 um 15:18 Uhr)

  2. Avatar von Jedimeisterin
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    AW: Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    Zitat Zitat von Leoheart Beitrag anzeigen
    Bis vor 10 Wochen war unsere Welt in Ordnung. Mein Mann und ich (37) haben uns entschieden, nun endlich in die Familienplanung zu gehen und bis Dezember sollte es geklappt haben.

    Hat jemand Tipps, wie man als Tochter/Angehörige damit umgehen kann? Und manchmal kommt dann auch bei mir die Angst hoch: Wann ist es bei mir soweit? Das kann doch alles kein Zufall sein?

    Mein Leben fühlt sich so furchtbar schwer an und ich weiß nicht weiter. Alle Leichtigkeit und meine eigenen Familienpläne sind für mich nun ganz weit weg

    Danke fürs Lesen und ich freue mich auf einen Austausch hier.
    Liebe Leohart,

    erstmal wünsche ich dir eine Menge Kraft für die nächste Zeit. Wenn ich du wäre, würde ich einen deinen eigenen Familienplänen festhalten.

    Wie geht man man so etwas um? Schwierig zu sagen. Wichtig wäre, dass ihr zusammenhaltet. Habe ein offenes Ohr für deine Eltern. Und bevor du seelisch zugrunde gehst, suche dir profesionelle Hilfe, am besten spezialisiert auf Psychoonkologie. Wichtig wäre, dass alle darüber offen sprecht.

    In meine Familie ist mein Schwager an Krebs erkrankt und auch daran gestorben. Und plötzlich war alles anderes. Leider wurde darüber nicht offen gesprochen. Mein Schwester hatte darüber geschwiegen, was natürlich nicht verborgen blieb. Sie hatte es allen anderen erzählt, nur nicht mir. Bis meine Mutter mich darauf hinwies wegen der Erkrankung. Habe mich dann mit meinem Schwager in Verbindung erzählt. Der erzählte sehr offen über seine schwere Erkrankung. Und dann die Frage, warum meine Schwester mir nichts erzählt hätte. Mein Schwager bat mich allerdings nicht bei ihr nachzuhaken, die hat keine Lust auf dieses Thema. Sie war es langsam leid darüber zu reden. Naja, unsere Familie muss ich dazu sagen, ist/war eh eine Riesenbaustelle. Meine Mutter lebte im Pflegeheim, der ging zur dieser Zeit überhaupt nicht gut. Ich selber habe einen Sohn mit frühkindlichen Autismus, der ziemlich anstrengend ist und sehr zeitintensiv ist.

    Und was soll ich sagen, irgendwann eskalierte alles nach und nach. Erst kam meine Schwester an, ohne deutlicher zu werden warum an und klatschte mir vorm Kopf, dass ich mich nicht genügend um meine Mutter kümmere. Wo ich nur sagte, du weißt ganz genau, dass ich genügend mit unserem autistischen Sohn
    zu tun habe. Genügend heißt 3x Nachmittagstermine mit Therapie und Integrationssport. Und außerdem war ich eh 1x die Woche bei meiner Mutter früh abends. Und gearbeitet hatte ich bis frühen Nachmittag.
    Also nach Hause, Kind im Empfang nehmen, Essen und gleich wieder los und abends erst zu Hause sein. Die meinte ganz im Ernst, wenn ich so etwas nicht auf die Reihe bekomme, dann soll ich mir einen Betreuer suchen fürs Kind und den ganzen Therapien. Was natürlich nicht ging wegen Unterschrift der Eltern. Mein Mann arbeitete zu diesem Zeitpunkt noch.

    Meine Schwester war heillos mit allen überfordert: mit der beginnenden Pflege ihres Mannes (zwar nicht intensiv, aber allmählich bekam er epileptische Anfälle, landete dann lange Zeit im Krankenhaus, war kurz zu Hause, dann wieder lange Krankenhaus und dann Hospiz), der Zustand meiner Mutter. Außerdem musste sie arbeiten, um den Lebensunterhalt für sich und Mann zu bestreiten. Und irgendwann bekam ich die volle Breitseite: sich nicht genügend um die alte Mutter gekümmert, sich nicht genügend um die Schwager. Meinte auch noch, hätte mir gefälligst einen zusätzlichen Nachmittag frei zu nehmen, damit meine Mutter bespaßt wird mit Abholen aus dem Heim und lange Spaziergänge machen. Und ich hätte mich auch nicht genügend nach dem Befinden von meiner Schwester erkundigt. Was natürlich alles Blödsinn war. Meinen Schwager habe ich 1 bis 2 mal im Monat besucht. Meine Schwester ist mir immer ausgewichen wegen der Krebserkrankung. Nur sprechenden Menschen kann man helfen. Und meine Mutter, da sagte mein Bruder nur, ist so weit ok wie ich das mache. Das Ende vom Lied, ich habe seit langer Zeit keinen Kontakt mehr zu meiner Schwester. Ihr Hauptgrund ist aber nicht die Krebserkrankung, sondern dass ich mich nicht genügend um meine Mutter kümmere. Was Quatsch ist. Sie hat zwar versucht zu mir Kontakt aufzunehmen, hat aber meinen Vorschlag abgelehnt und seit dem ist wieder Funkstille.


    Und so sollte es natürlich nicht laufen, Leohart. Deswegen ist Offenheit wichtig. Beim uns war es eher unerwünscht seitens meiner Schwester. Ist aber nicht mein Problem. Ich kann nur sagen, Krebs kann den Menschen komplett verändern.


    LG Jedimeisterin

  3. Avatar von Nocturna
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    AW: Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    Liebe Leoheart,
    es tut mir leid, dass deine Familie so einen Doppelschlag hinnehmen muss. Da hat man noch so junge Eltern und denkt nicht im Geringsten an Krankheiten und plötzlich wird man von den Ereignissen überrollt.

    Du wirst sicher viel tun um deinen Eltern beizustehen, aber ich möchte dich auch ermutigen an dich selbst zu denken. Wenn du Kinder haben willst, dann würde ich am Zeitplan nichts ändern und weiterhin an der Familienplanung arbeiten. Auch wenn nicht genau klar ist, ob deine Eltern noch oder schon wieder bei Gesundheit sind, wenn du schwanger bist oder schon entbunden hast, es wäre für sie bestimmt eine große Freude dich glücklich zu sehen. Eine Schwangerschaft oder ein Kind kann auch Kraft geben, dir und deinen Eltern.

    Für deine Eltern und dich alles Gute, Nocturna
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”


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    AW: Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    Zitat Zitat von Jedimeisterin Beitrag anzeigen
    Liebe Leohart,

    erstmal wünsche ich dir eine Menge Kraft für die nächste Zeit. Wenn ich du wäre, würde ich einen deinen eigenen Familienplänen festhalten.

    Wie geht man man so etwas um? Schwierig zu sagen. Wichtig wäre, dass ihr zusammenhaltet. Habe ein offenes Ohr für deine Eltern. Und bevor du seelisch zugrunde gehst, suche dir profesionelle Hilfe, am besten spezialisiert auf Psychoonkologie. Wichtig wäre, dass alle darüber offen sprecht.
    Danke Jedimeisterin
    Ich denke auch, dass ich mir psychologische Unterstützung hole. Ich kenne meinen Körper, hatte vor Jahren aufgrund einer großen und ständigen Überlastung im Job schon einen Zusammenbruch. Das dauerte dann einige Monate, bis ich wieder halbwegs stabil war. Und jetzt ist alles ja viel schlimmer.... Das Glück im Unglück ist: Der Zusammenhalt bei uns ist groß.

    Wegen der Familienplanung: Ist es verantwortungsvoll, Kinder zu bekommen bei dieser genetischen Vorbelastung? Das frage ich mich. Mama hat bereits zum 2. Mal Krebs (unabhängig von diesem jetzt), der erste ist schon mehr als 15 Jahre her und wurde zum Glück früh erkannt und mittels OP komplett entfernt.
    Und jetzt wieder und dieses Mal sehr unberechenbar. Bei meinem Vater hätte ich im Leben nicht damit gerechnet, aber auch in dieser "Linie" gibt es mehrere Vorfälle. Mütterlicherseits ist das leider noch deutlicher.

    Tut mir leid, dass du diese Erfahrung in deiner Familie machen musstest. Schade, dass der Kontakt mit deiner Schwester abgebrochen ist.
    Ich kann nur von mir sagen, dass ich mit ganz wenigen Menschen über die Fakten der Erkrankung spreche. Es gibt jetzt noch Freunde, die weiter weg wohnen, die immer noch von nichts wissen. Es fällt mir schwer, die Dinge beim Namen zu nennen. Und bei meinen Eltern ist es ähnlich. Auch was die Therapie betrifft, Mama weiß kaum, was auf sie zukommt. Sie will es nicht wissen und ich musste meinen Mann versprechen, mich zurückzuhalten. Sie geht eben ganz anders damit um, als ich. Ich will es halt wissen, auch wenn ich dann schwer damit umgehen kann. Es macht mir wahnsinnige Angst und ich habe solche Sorge um sie. Ganz schlimm für mich, diese Situation


  5. Registriert seit
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    AW: Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Liebe Leoheart,
    es tut mir leid, dass deine Familie so einen Doppelschlag hinnehmen muss. Da hat man noch so junge Eltern und denkt nicht im Geringsten an Krankheiten und plötzlich wird man von den Ereignissen überrollt.

    Du wirst sicher viel tun um deinen Eltern beizustehen, aber ich möchte dich auch ermutigen an dich selbst zu denken. Wenn du Kinder haben willst, dann würde ich am Zeitplan nichts ändern und weiterhin an der Familienplanung arbeiten. Auch wenn nicht genau klar ist, ob deine Eltern noch oder schon wieder bei Gesundheit sind, wenn du schwanger bist oder schon entbunden hast, es wäre für sie bestimmt eine große Freude dich glücklich zu sehen. Eine Schwangerschaft oder ein Kind kann auch Kraft geben, dir und deinen Eltern.

    Für deine Eltern und dich alles Gute, Nocturna
    Danke liebe Nocturna für deine Zeilen
    Ja, meine Eltern sind viel zu jung für dies alles. Ich kann es einfach nicht begreifen, was da abgeht. Davor hatte ich immer am meisten Angst...

    Was meinen Kinderwunsch betrifft: Wie ich schon oben schrieb, ich weiß nicht, ob es sein soll. Wie lange werde ich gesund sein? Will ich solche schlimmen Krankheiten weitervererben? Das alles hält mich gerade ab. Abgesehen davon, dass ich gerade nur das Wohl meiner Eltern im Sinne habe und mich leider total vergesse dabei.
    Es fällt mir sehr schwer, mich auch nur kurz abzugrenzen. Dazu leide ich viel zu sehr mit. Und ich habe eine megagroße Angst, was die nächsten Monate und Jahre betrifft....

  6. Avatar von ereS
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    AW: Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    Zitat Zitat von Leoheart Beitrag anzeigen
    Danke liebe Nocturna für deine Zeilen
    Ja, meine Eltern sind viel zu jung für dies alles. Ich kann es einfach nicht begreifen, was da abgeht. Davor hatte ich immer am meisten Angst...

    Was meinen Kinderwunsch betrifft: Wie ich schon oben schrieb, ich weiß nicht, ob es sein soll. Wie lange werde ich gesund sein? Will ich solche schlimmen Krankheiten weitervererben? Das alles hält mich gerade ab. Abgesehen davon, dass ich gerade nur das Wohl meiner Eltern im Sinne habe und mich leider total vergesse dabei.
    Es fällt mir sehr schwer, mich auch nur kurz abzugrenzen. Dazu leide ich viel zu sehr mit. Und ich habe eine megagroße Angst, was die nächsten Monate und Jahre betrifft....
    puh da hast du wirklich kein leichtes paeckchen zu tragen im moment

    lasse dich beraten, was die krebserkrankungen deiner eltern fuer dich und deine weitere gesundheit zu bedeuten haben
    ob und inwieweit du das weitervererben kannst, das koennen dir spezialisten sagen

    und sucht euch rechtzeitig hilfe fuer deine eltern die euch zuhause in jeglicher form unterstuetzen koennen
    insbesondere ueber psychoonkolgen
    hier mal ein link, falls er dir nicht schon bekannt ist
    dort findest du ganz viele informationen rund um das thema krebserkrankungen

    Psychoonkologische Therapeuten

  7. Avatar von taggecko
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    AW: Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    Wegen der Erblichkeit kannst Du Dich bei einer Humangenetik beraten lassen. Falls der Tumor bei Deiner Mutter ein Glioblastom sein sollte, gibt es bislang keine Hinweise auf eine Erblichkeit.
    Ich wünsche Dir und Deinen Eltern viel Kraft und würde an Deiner Stelle Deine Familienplanung weiter verfolgen.

  8. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    Man vererbt ja nur die Disposition zu der Krebserkrankung - das sind alles nur Korrelationen.
    Das ist etwas völlig anderes, als wenn man eine schwere Erbkrankheit hat, bei der man weiß, dass mit 25% oder 50% Wahrscheinlichkeit ein Kind diese von Anfang an hat.

    Insofern möchte ich auch dazu ermutigen, die eigenen Pläne zur Familiengründung nicht auf die IIlange Bank zu schieben, sondern daran festzuhalten.

    Wie lange seid ihr denn schon zusammen bzw. verheiratet?
    Hättet ihr auch vor 5 Jahren schon Kinder bekommen können?

    Verstehe ich richtig, dass du keine Geschwister hast?


    Ich nehme dich mal in den Arm, wenn ich darf
    Das ist wirklich ein großes Päckchen, das du da zu tragen hast.

  9. Avatar von Pola
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    AW: Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    Ich habe eine ähnliche Geschichte erlebt. Nur hatte ich zum Zeitpunkt der Diagnosen bereits zwei kleine Kinder - eines knapp 3, eines gerade frisch entbunden.

    Es war zunächst der Horror. Ich bin auch kein psychisch mega-stabiler Mensch. Die ersten Monate erinnere ich kaum, bei mir kamen noch Schlafmangel und Hormonumstellungen dazu. Aber auch ohne wäre es schlimm genug gewesen. Dafür musste ich zunächst nicht arbeiten und konnte mal spontan zu meinen Eltern fahren oder einen der beiden zum Arzt begleiten.

    Ich denke oft: Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich kein zweites Kind bekommen. Und als nächstes denke ich sofort: So ein Glück, dass ich es nicht vorher wusste!

    Meine Eltern sind inzwischen gestorben. Mein Kind lebt. Beide Kinder sind mein größtes Glück. Es hat auch meinen Eltern viel bedeutet, diese Kinder um sich zu haben.

    Ich möchte dir gerne einfach sagen: Du wirst diesen Weg ohnehin gehen, aus einem einfachen Grund: du hast keine andere Wahl. Wie deine Eltern auch. Das Schicksal lässt nicht mit sich handeln. Aber es wird nicht nur alles furchtbar! Du wirst dich bald daran gewöhnen, dass deine Eltern krank sind und sie werden es auch. Ihr werdet dramatische Momente haben, aber auch Momente voller Glück und tiefster Liebe. Du wirst dein Leben trotzdem weiterleben, vielleicht wird es sogar intensiver. Und deine Eltern haben auch einander, ein gemeinsamer Kampf kann stark machen.

    Such dir Hilfe, kläre mit deinen Eltern, wer sie unterstützen kann (wir hatten irgendwann eine Pflegekraft aus dem Ausland für beide). Verfolge deine Familienpläne. Und hab keine Angst - du schaffst das.

    Ich bin selbst zwar immer noch oft voller Trauer, es war einfach alles viel zu früh, aber andererseits bin ich auch dankbar gerade für diese letzte gemeinsame Zeit, die ich als sehr intensiv empfand und die meinen Blick auf alles verändert und bereichert hat.

  10. Avatar von Pola
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    AW: Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    PS. Wegen der genetischen Belastung: Wer weiss, wie weit die Medizin ist, wenn deine Kinder 60 sind? Da würde ich mir nicht soviel Gedanken machen. Auch in 20 Jahren kann schon viel passieren. Und die Gene deines Mannes kämen ja noch dazu. Das ist ohnehin ein kaum vorhersehbarer Mix.

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