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  1. Registriert seit
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    AW: Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    puh da hast du wirklich kein leichtes paeckchen zu tragen im moment

    lasse dich beraten, was die krebserkrankungen deiner eltern fuer dich und deine weitere gesundheit zu bedeuten haben
    ob und inwieweit du das weitervererben kannst, das koennen dir spezialisten sagen

    und sucht euch rechtzeitig hilfe fuer deine eltern die euch zuhause in jeglicher form unterstuetzen koennen
    insbesondere ueber psychoonkolgen
    hier mal ein link, falls er dir nicht schon bekannt ist
    dort findest du ganz viele informationen rund um das thema krebserkrankungen

    Psychoonkologische Therapeuten
    Vielen Dank - auch für den Link. Ich bin nicht aus Deutschland, aber ich denke auch bei uns in AT gibt es eine ähnliche Anlaufstelle

    Meine Eltern sind beide nervlich extrem angespannt - immer schon, und momentan verständlicherweise ganz stark. Bei meinem Vater ist es zum Glück sehr früh erkannt worden und ich hoffe, dass nach der OP alles wieder ok ist. Noch geht es ihm daher sehr gut und er ist körperlich fit wie immer.

    Beide sind eher im Verdrängungmodus momentan - ich habe grad mehr Angst vor Mamas Therapiebeginn (Chemo + Bestrahlung) morgen als sie :-(


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    AW: Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    Zitat Zitat von taggecko Beitrag anzeigen
    Wegen der Erblichkeit kannst Du Dich bei einer Humangenetik beraten lassen. Falls der Tumor bei Deiner Mutter ein Glioblastom sein sollte, gibt es bislang keine Hinweise auf eine Erblichkeit.
    Ich wünsche Dir und Deinen Eltern viel Kraft und würde an Deiner Stelle Deine Familienplanung weiter verfolgen.
    Danke, das mache ich sobald ich wieder etwas klarer im Kopf bin.
    Ein Glioblastom ist es zum Glück nicht, aber der Tumor ist aus dieser Gruppe - wenn auch Grad 2-3. Er hatte, als er sich zum ersten Mal bemerkbar gemacht hat, schon eine sehr "beachtliche" Größe erreicht.
    Über die Vererbbarkeit habe ich auch gelesen, dass es selten so ist. Es gibt aber durchaus Familien, wo Astrozytome gehäuft vorkommen. Für ein Kopf-MRTbin ich derzeit nicht stark genug....

    Aber nicht vergleichbar mit Brustkrebs, das war leider ihr "erster" Krebs damals mit Anfang 40. Da stehe ich schon seit Anfang 20 im Vorsorgeprogramm und habe schon viele MRTs und auch eine Biopsie hinter mir (zum Glück gutartiger Befund)


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    AW: Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Ich nehme dich mal in den Arm, wenn ich darf
    Das ist wirklich ein großes Päckchen, das du da zu tragen hast.
    Danke Marta-Agata fürs Drücken und dass du mich ermutigst, meine Familienplanung nicht aufzugeben.

    Wir sind seit 8 Jahren zusammen und seit 3 Jahren verheiratet. Da es mir vor 5 Jahren selbst nicht gut ging (Burn out) stand das Thema Kinder im Hintergrund. Seit der Hochzeit ging es bergauf und ich habe viel psychische und mentale Kraft wiedergewonnen. Daher war jetzt im Herbst/Winter der ideale Zeitpunkt für uns. Tja....

    Ich habe einen älteren Bruder, der eigene Kinder hat. Er spricht nicht viel darüber, aber ich denke er ist auch in großer Sorge.


  4. Registriert seit
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    AW: Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    Zitat Zitat von Pola Beitrag anzeigen
    PS. Wegen der genetischen Belastung: Wer weiss, wie weit die Medizin ist, wenn deine Kinder 60 sind? Da würde ich mir nicht soviel Gedanken machen. Auch in 20 Jahren kann schon viel passieren. Und die Gene deines Mannes kämen ja noch dazu. Das ist ohnehin ein kaum vorhersehbarer Mix.
    Danke Pola, dass du mir deine Geschichte erzählt hast. Das ist schon eine Extremsituation, tut mir leid, dass du das erleben musstest. Schön, dass du so gut damit umgehen gelernt hast.
    Du hast Recht, wir haben ohnehin keine Wahl.

    Meine Mutter wollte immer für mich und unser Baby da sein. Sie war immer für mich da. Hat mich in so vielen Situationen unterstützt und getragen. Und jetzt tue ich alles, damit es ihr gut geht. Dabei will sie manchmal einfach nur ihre Ruhe haben. Es ist eine Situation, mit der ich noch umgehen lernen muss.

    Ich habe als Kind meine Großmutter verloren (Krebs...), das hat mich aus meiner "schönen, naiven" Kindheit gerissen. Damals fingen auch meine Verlust- und Kontrollängste an. Meine Mutter war so voller Trauer damals und jetzt muss sie selbst schon zum 2. Mal da durch. Es ist so ungerecht
    Ich will sowas meinen Kindern nicht zumuten, mich hat es damals extrem erschüttert.


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    AW: Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    Puh, starker Tobak der das Leben Dir gerade bietet....

    Als Angehörige kann ich Dir nur empfehlen die beiden den Umgang mit ihren Erkrankungen so zu lassen wie sie es für richtig empfinden, es muss Dir nicht entsprechen es gilt es zu akzeptieren.

    Ein wichtiger Punkt ist die Angst dass beide versterben könnten, verstehe ich, aber dass weiß niemand wann und wo man mit dem eigenen Tod konfrontiert wird.
    Ich möchte nur darauf hinweisen, dass es häufig vorkommt das man mit Menschen die lebensbedrohlich erkrankt sind umgeht als wäre sie bereits Tod.

    Wir leben seid Jahren mit unserem Slogan gilt so viel Normalität wie möglich und so viel Rücksichtnahme wie nötig....

    Ja macht weiter mit dem Kinderwunsch, bloß jetzt nicht aufgeben, stell Dir vor Du wirst schwanger, wie sehr sich Deine Eltern freuen würden und FREUDE aktiviert Selbstheilungskräfte.

    Ja es ist schwer für Dich und da gibt es nichts zum schön reden, aber Du bestimmst Deinen Umgang damit! Brauchst Du psychologische Hilfe dann hol sie Dir! Willst Du Deine Ruhe dann nimm sie Dir!
    Das Leben macht was es will und ich auch!


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    AW: Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    Zitat Zitat von Leoheart Beitrag anzeigen
    Ich will sowas meinen Kindern nicht zumuten, mich hat es damals extrem erschüttert.
    Himmel die Berge, jetzt mal durchatmen, dass ist Deine Geschichte, sie muss nicht die Deiner Kinder werden!!!!
    Das Leben macht was es will und ich auch!


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    AW: Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    Hallo liebe leoheart,

    ich habe leider gerade nicht viel Zeit, aber da mich Deine Geschichte sehr an meine eigene erinnert, möchte ich hier mal kurz "hereinhüpfen" und Dir etwas Mut machen :

    vor ca. 10 Jahren wurden innerhalb von 6 Wochen sowohl bei meinem Vater als auch bei meiner Mutter Krebs festgestellt. Auch ich war damals völlig neben der Spur, zumal ich damals erst Ende 20 war, Single und auch keine Geschwister habe. Ich sah mich plötzlich völlig alleine auf der Welt

    Doch irgendwann habe ich es geschafft, es ähnlich wie es auch Pola beschrieben hat zu sehen:
    ich werde diese Weg sowieso gehen müssen, egal was kommt. Und auch wenn es nicht gut ausgehen sollte, werde ich eine Lösung finden (finden müssen ), damit umzugehen. Aber ich werde versuchen immer positiv zu denken!!

    Mittlerweile sind 10 Jahre vergangen, meine Eltern haben beide überlebt, es geht ihnen soweit gut, sie genießen ihr Leben und sind ganz verrückt nach ihrer süßen kleinen Enkeltochter, die letztes Jahr geboren wurde

    Ich wünsche Dir und Deiner Familie, alles, alles Gute und auch wenn ich natürlich weiß, dass es leider nicht immer so gut ausgeht, wie in meinem Fall, möchte ich Dir mit meiner Geschichte ein kleines bißchen Mut machen

    Liebe Grüße vom
    Wassernixlein


  8. Registriert seit
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    AW: Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    Ich bin so froh, dass ich mich hier angemeldet habe. Das tut so gut, mich mit euch auszutauschen.
    DANKE dafür

    Mir ist heute seit langen wieder bewusst geworden, dass ich wieder mehr auf mich/uns schauen sollte. Und dass meine Eltern wie Kinder für mich sind, ganz besonders seit sie krank sind bzw. seit wir davon wissen.
    Und ganz besonders seit es meiner Mutter nach der 1. Gehirn-Op sehr schlecht ging und eine Not-Op ihr Leben rettete, bin ich stets "überwach". Das war so furchtbar damals vor 1,5 Monaten. Ich habe mir Vorwürfe gemacht, nicht auf sie aufgepasst zu haben. Ich hatte - neben der riesigen Angst um sie, ein Gefühl des Versagens.

    Der Hintergrund: Ich war für ein anderes Krankenhaus, um die OP durchführen zu lassen. Meine Eltern wollten einfach schnell und unkompliziert und hatten vollstes vertrauen. Ich ein ungutes Bauchgefühl. Als sich dann tatsächlich Komplikationen eingestellt haben, machte ich mir bittere Vorwürfe.

    @Veranoazul
    Danke, deine Zeilen bringen mich zum Nachdenken

    @ wassernixlein
    Schön, dass deine Eltern wieder gesund wurden
    Deine Geschichte macht mir tasächlich Mut, meine Ziele und mein Leben nicht aus den Augen zu verlieren.

    Vor allem habe ich heute wieder festgestellt, dass meine Eltern vieles gar nicht wissen wollen. Und es mir übel nehmen, wenn ich zu viel recherchiere oder mich informiere. Mein Vater hat mich heute sogar angeschrien deswegen.
    Das sollte ich wohl tatsächlich mehr respektieren, auch wenn es mir super schwer fällt. Ich will ja nur das Beste für sie....

  9. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    Liebe Leoheart,
    das ist ganz ganz schwierig was du schreibst.
    Ich bin im Alter deiner Eltern, mein Vater war dementsprechend nochmal viel älter und doch war er für mich wie ein Kind. Eigentlich immer schon, wegen seiner ruhigen und lieben und manchmal auch etwas hilflosen Art dem modernen Leben gegenüber.

    Durch seine Krebserkrankung hatte sich dieses Gefühl massiv verstärkt bei mir.

    Ich war wie du, hatte mich massiv eingemischt, recherchierte verzweifelt und konnte mit seinen Ärzten regelrecht Fachgespräche führen, was von den meisten Ärzten sogar begrüßt wurde.

    Trotzdem übersah ich, dass mein Kümmern meinen Eltern nicht recht war in dem Ausmaß.

    Zum Schluss "rettete ich meinem Vater das Leben" zu dem üblen Preis, dass sein Leiden und Sterben um Wochen verlängert wurde.

    Für die "Lebensrettung" mache ich mir heute noch Vorwürfe.

    Wie geschrieben war mein Vater schon ziemlich alt und eine Heilung von Anfang an mehr als unwahrscheinlich aufgrund der Erstdiagnose.

    Bei euch kann es gut werden, was ich dir von ganzem Herzen wünsche. Wie auch immer, halt an deiner Familienplanung fest, wie schon vorher vielfach geschrieben.

    Ich bin psychisch ebenfalls alles andere als stabil. Das größte Glück sind eigene Kinder und Enkelkinder. Ich weiß, wovon ich schreibe, aus eigenem Erleben.

    Ich selber war der "Lichtblick der Familie" nach dem frühen Tod eines Großelternteils.

    Alles Gute euch!
    LG Ivi


  10. Registriert seit
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    AW: Bei Mutter und Vater fast zeitgleich Krebs entdeckt - ich kann nicht mehr...

    Leoheart,

    ich sags mal brutal,okay ?

    Du hast dein Leben und deine Eltern haben Ihres.

    Es ist verständlich, dass du dich da so reinhängst. Das gibt dir das Gefühl was zu tun und nich machlos zu sein.
    Aber...

    Deine Eltern sind nicht dement oder Greise.
    Sie stehen mit Anfang, Mitte 60 vielleicht noch im Beruf. Auf jeden Fall stehen sie im Leben.

    Es ist der Krebs deiner Eltern und nicht deiner.
    Deine Eltern haben sicher die Kompetenz als erwachsene Menschen sich um ihr Leben und ihre Krankheit selber zu kümmern.

    Wenn sie es tun und wie sie es tun und wenn sie es nicht tun - das geht dich nichts an.

    Dein Kümmern und Engagement entspringt sicherlich deiner Liebe und deinem Verantwortungsbewusstsein. Das ist schön.
    Aber du versuchst mit dem Machen und Tun auch Kontrolle über etwas zu bekommen, was dich sicher extrem ängstigt.
    Das funktioniert aber nicht.
    Das ist eher so eine Übersprungshandlung...
    Wäre was anderes, wenn die Eltern jetzt 82 und 87 wären - aber in den 60ern?

    Es ist unbedingt wichtig, dass du in deinem Leben bleibst und mit 37 einen Kinderwunsch zu vertagen halte ich für unklug.
    Deine Angst "Kinder in die Welt zu setzen":

    Du hast Angst, weil DU das Kind bist, das in die Welt gesetzt wurde und Mama und Papa jetzt schwach sind.
    Trenne das bzw. schau es dir an.

    Alles Gute euch allen

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