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  1. Registriert seit
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    AW: Wie oft seit Ihr zu Besuch bei euren Angehörigen im Pflegeheim?

    Ich wünsche allen, dass sie dann auch daran denken, was sie sich vorgenommen haben.
    Meine Mutter hat, nachdem sie meine Oma jahrelang gepflegt hatte, dasselbe versprochen, und als es soweit war, kam es zum großen Krach. Und sie war nicht dement. Bevor es dann wirklich nicht mehr ging, ist sie gestorben und mir blieb "echte" Pflege erspart, aber die Jahre davor waren schon so anstrengend, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass ich das geschafft hätte.
    @Jedimeisterin: Ich bewundere dich, wie du das alles schaffst!

  2. Avatar von twix25
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    AW: Wie oft seit Ihr zu Besuch bei euren Angehörigen im Pflegeheim?

    Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
    Mach dich aber bitte jetzt nicht verrückt damit. Niemand weiß, ob du je in die Situation kommen wirst, wie die Möglichkeiten dann aussehen und was dir dann wirklich wichtig ist. Wenn es tatsächlich so sein sollte, findet sich vielleicht eine Lösung oer ein Kompromiss. .
    Ich mach mich nicht verrückt, werde diesbezüglich definitiv aber proaktiv sein

    Da ich ziemlich sicher bin, hier regional meinen Lebensabend zu verbringen, werde ich mich zu gegebener Zeit drum kümmern
    Absagen kann ich immer noch

    Meine Freundin, Anfang 50 zieht nä. Jahr in einen umgebauten Hof, kümmert sich ab dann um leicht!! betreuungsbedürftige Mitbewohner
    Das Konzept finde ich grundsätzlich gut, aber unpassend für mich

    OT Ende
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"

  3. Avatar von Jedimeisterin
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    AW: Wie oft seit Ihr zu Besuch bei euren Angehörigen im Pflegeheim?

    QUOTE=Daphnia;33738866]PS- und ich sehe das Problem:" alte Kinder" oder Anfang-Mitte 60er, die noch in Arbeit sind und weder Zeit und Kraft für die Elterngeneration haben, als relativ neu. In meinem Alter hatten meine Eltern keine eigenen Eltern mehr zu versorgen-die lebten da schon lange nicht mehr.
    Daphnia[/QUOTE]

    Ja, da setze ich noch eine Schippe drauf. Ich gehöre zur sogenannten Generation "Sandwich"

    Sandwich-Generation zwischen Kindererziehung und Pflege der Eltern
    "
    chon gewusst? Mit über 40 Jahren wächst das Risiko, zeitgleich in der Rolle von „Hotel Mama“ und „Residenz Tochter“ zu stecken. Die so genannte Sandwich-Generation trägt Verantwortung für die Erziehung der eigenen noch minderjährigen Kinder und die pflegebedürftig gewordenen Eltern. Die Belastungsgrenze rückt gefährlich nahe. Zum Thema „Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“ referierte die Gesundheitswissenschaftlerin Silke Niewohner auf Einladung des Pflegenetzwerks am 26. September 2017 im St. Josef-Stift.
    Pflege wird häufig gleichgesetzt mit körperlicher Pflege. Niewohner machte aber deutlich, dass pflegende Angehörige eine Vielzahl von Tätigkeiten übernehmen wie Betreuung, Hilfe im Haushalt, Einkäufe, Kochen, Begleitung zu Arztbesuchen oder Fahrten und dafür oft viele Stunden in der Woche aufwenden. Verbunden sei das häufig mit wenig eigenem Freiraum, Vernachlässigung sozialer Kontakte und Rollenkonflikten, weil sich das Verhältnis von Eltern und Kindern häufig auf den Kopf stellt. „Darin liegt aber auch eine Chance, weil man sich noch einmal neu kennenlernt.“

    Übrigens hatte ich vor vielen Jahren mal meine Mutter "mitgepflegt", weil mein Bruder ausgefallen war wegen einer längerer Erkrankung. Ich hatte damals allerdings auch keine Arbeit gehabt. Sie brauchte damals jemanden, der sie aus dem Bett holte, anzieht, Frühstück richtet. Das konnte sie damals nicht alleine, vorallen weil sie einen Bruch hatte der so verheilen musste. Aber meine Mutter war damals noch fitter und konnte am Rollator gehen. Da hab ich nach vielen Wochen die Notbremse ziehen müssen. Da waren ja noch die eigenen Kinder, der Kleine mit seinem Autismus und den damals vielen Therapien nachmittags, eigener Haushalt. Ich war zwar nur von morgens bis mittags ein paar Mal in der Woche unterwegs. Aber das langte,
    um komplett fertig mit der Welt zu sein. Meine Mutter wollte ja keine "fremde Pflege" im Haus haben. Und da bat ich meine Geschwister, holt euch einen Pflegedienst. Wollte meine Mutter auch nicht. Erledigte sich von selber. Meine Mutter war dann wieder so fitt, um sich morgens selber zurecht zu machen. Und darüber war ich dann auch sehr froh. Zusätzlich zu einem mehrfachbehinderten Kind mit Weglauftendenzen wäre es über länger Zeit nicht tragbar gewesen.


    Ich darf eigentlich froh sein, dass ich Geschwister habe und zumindestens was unsere Mutter anbetrifft einig sind. Vor kurzem sagte meine Mutter mal zu mir, ich oder wir müssten aber 2x in der Woche kommen, wenn meine Geschwister zeitgleich weg sind. Das kann mal passieren, wenn die sich nicht absprechen.Das ist jetzt ein paar Wochen her. Gibt mir auch zu denken. Nicht wegen den 2x die Woche, dass hatten wir auch schon mal ein Zeitlang gehabt. Wäre ich alleine, wäre das ein Dauerzustand. Ich glaube, dann hätte ich auch
    weder Zeit noch Kraft das über einen ganz langen Zeitraum durchzustehen. Unser Autist wird ja noch jahrelang bei uns wohnen, der wird erst in ein paar Jahren 18. Und dann heißt es ja noch lange nicht, dass er einen Platz im Wohnheim (stehen auf der Warteliste) bekommt. Und der ist ja auch zeitweise sehr anstrengend (obwohl er trotzdem ein liebes Kind ist, nur der ist ja oft sehr laut). Und dann heißt ja 2x Ma als
    Besuch im Pflegeheim, ein oder zwei Therapien für den Autisten , die eigene Arbeit (sehr überstundenanfällig geworden, Dienstreise kann auch mal dabei sein). Klar mein Mann unterstützt mich. Aber wenn ich viel arbeiten muss, kann ich ich drehen und wenden. Meine Mutter bleibt dann an mir hängen mit Schreibkram, Sachen für sie besorgen, Geldverwaltung etc. Freunde und andere Kontakte würden wohl noch weiter hinten anstehen. Und man selber kann wohl kaum noch an sich denken. So geht es einem Bekannter von mir auch Ende 60. Er kann nicht mehr solange in den Urlaub fahren wegen seinen hochbetagten Eltern (sind aber noch fitt), Weil er wohl auch Angst hat, dass da etwas passieren kann. Er hat auch seine Gründe dafür.

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen
    @Jedimeisterin: Ich bewundere dich, wie du das alles schaffst!
    Leider ist das bei mir nicht spurlos an mir vorbeigegangen das Ganze. Vor zwei jahren hatte ich fast einen Zusammenbruch gehabt. Alles mega anstrengend und Zeit für mich hatte ich zum Schluss garnicht mehr gehabt. Und dazu die unnötigen Angriffe seitens meiner Schwester (Hauptgrund na die Mama) und andere Sticheleien. Das würde aber hier den Rahmen sprengen. Um die nötige Ruhe und etwas mehr Zeit zu bekommen, stampfte ich eine weitere Therapie mit Rücksprache mit den Therapeuten ein, die ich aber jederzeit als Fortsetzung beantragen kann. Es hat sich auch eben vieles gebessert. Und ich versuche auch achtsamer zu sein. Klar einfach so in den Tag hineinleben, dass ist bei uns aber nicht. Ich habe meine Arbeit, die oftmals viel ist. Aber Nachmittagstermine habe ich drei in der Woche, einmal für mich, einmal fürs Kind
    und einmal die Ma. Eigentlich auch einen vierten, aber da habe ich ja einen Betreuer für meinen Sohn.

    Nachdenklich Grüße und seid bitte alle achtsam zu euch
    Jedi
    Geändert von Jedimeisterin (31.10.2018 um 16:59 Uhr)

  4. Avatar von elail
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    AW: Wie oft seit Ihr zu Besuch bei euren Angehörigen im Pflegeheim?

    Zitat Zitat von Daphnia Beitrag anzeigen
    PS- und ich sehe das Problem:" alte Kinder" oder Anfang-Mitte 60er, die noch in Arbeit sind und weder Zeit und Kraft für die Elterngeneration haben, als relativ neu. In meinem Alter hatten meine Eltern keine eigenen Eltern mehr zu versorgen-die lebten da schon lange nicht mehr.
    Daphnia
    Ja, so war es bei meinen Eltern wie bei meinen Schwiegereltern.
    Meine Schwiegermutter lebte mit ihrem Alzheimer noch 8,5 Jahre, als Schwiegervater plötzlich verstarb.
    ICH begleitete sie noch solange, weil mein Mann es nicht konnte.
    Kaum verstarb sie, da musste ich mit meiner Schwester meine Mutter pflegen. Erst zu Hause in häuslicher Pflege, dann im Pflegeheim. Meine Güte war das ein Akt. Meine Schwiegermutter mit ihrem Alzheimer war lange nicht so schlimm wie meine Mutter. Weil meine Mutter ja "nur" Dement war und in ihren Momenten Zicke hoch 3.
    Dazu kommt noch, dass meine Mutter für mich im Verhältnis alt war. Sie bekam mich nicht allzu früh. Somit war es für mich auch schon mühsam. Man stelle sich vor, ich hätte noch einen älteren Mann/Partner, der auch versorgt werden wollte/sollte.
    Nicht in jeder Familie geht das alles so, wie sich das die alten Menschen vorstellen.

    Mit dem Essen im Heim hatte meine Mutter trotz ihrer Diabetes keine Probleme.
    Dafür wollte sie ihre sämtliche Wäsche nicht im Heim waschen lassen.
    Man kann sich vorstellen, wenn derjenige einen Katheder tragen muss und mal schnell alles abreißt, wie oft man da Bettwäsche waschen muss. Dagegen Oberbekleidung wäscht man ja schnell mal.........trotzdem.
    Das Leben ist schön,
    von einfach war nie die Rede !


  5. Registriert seit
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    AW: Wie oft seit Ihr zu Besuch bei euren Angehörigen im Pflegeheim?

    Erstaunlich, wie oft ihr eure Angehörigen im Heim besucht !
    Mein Vater ist seit ienm halben Jahr im Heim, Demenz, sehr schwierig zu händeln, mehrer Aufenhalte in der Psychiatrie,
    Aber
    1. gibt es noch meine Mutter, die ihn regelmäßig besucht- und ich finde, der Ehepartner, solange es noch einen gibt, steht vor den Kindern in der Pflicht
    2. hatte ich nie ein gutes Verhältnis zu ihm
    3. erkennt er mich nicht mehr
    4. wohne ich nicht um die Ecke, bin berufstätig und habe selbst 3 Kinder, die zwar vom Alter her erwachsen, aber alle noch in Ausbildung sind - und die gehen vor, wenn sie Unterstützung brauchen.
    5. habe ich die Vorsorgevollmacht, kümmere mich um alle finanziellen Dinge (meine Mutter kann es nicht, hat es nie gemacht und sieht schlecht), medizinischen Angelegenheiten etc, auch für meine Mutter, die jetzt alleine im Haus lebt. das ist schon ein erheblicher Zeitaufwand
    6. belasten mich die Besuche im Heim, so eine Demenzstation ist schon hart- ich bewundere die Pflegekräfte.

    Hauptgrund ist sicher der Punkt 2, auch früher war ich nicht jede Woche bei meinen Eltern, vielleicht alle 4-6 Wochen. Ich fahre jetzt etwa 1x/Woche zu meiner Mutter, die ja ebenfalls Unterstützung braucht, das sind schon 100 km (Hin- und Rückweg), die Fahrt zum Heim sind noch mal zusätzlich gut 30 km.

  6. Avatar von Jedimeisterin
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    AW: Wie oft seit Ihr zu Besuch bei euren Angehörigen im Pflegeheim?

    Zitat Zitat von peka62 Beitrag anzeigen
    4. wohne ich nicht um die Ecke, bin berufstätig und habe selbst 3 Kinder, die zwar vom Alter her erwachsen, aber alle noch in Ausbildung sind - und die gehen vor, wenn sie Unterstützung brauchen.
    5. habe ich die Vorsorgevollmacht, kümmere mich um alle finanziellen Dinge (meine Mutter kann es nicht, hat es nie gemacht und sieht schlecht), medizinischen Angelegenheiten etc, auch für meine Mutter, die jetzt alleine im Haus lebt. das ist schon ein erheblicher Zeitaufwand
    6. belasten mich die Besuche im Heim

    Hauptgrund ist sicher der Punkt 2, auch früher war ich nicht jede Woche bei meinen Eltern, vielleicht alle 4-6 Wochen. Ich fahre jetzt etwa 1x/Woche zu meiner Mutter, die ja ebenfalls Unterstützung braucht, das sind schon 100 km (Hin- und Rückweg), die Fahrt zum Heim sind noch mal zusätzlich gut 30 km.
    Ich kann dich voll verstehen, meine Kinder gehen auch vor. Damals war mein Großer auch noch nicht volljährig und der Kleine noch nicht mal Teenager. Und da hat man auch noch genug an den Hacken. Und neben den ganzen Therapien habe ich auch noch den ganzen Schreibkram mit der Pflegekasse und anderen Ämtern. Die machen auch noch genug Ärger und Arbeit. Und damals der Zeitaufwand und Kilometern konnte bis zu 6 Stunden und 160 km pro Woche sein. Also fast ein ganzer Arbeitstag von der Zeit her im Extremfall. Und das auf 3 Tage verteilt in der Woche neben. Und dann 1x die Woche zur Mama, Zeitaufwand mit Besuch und Hinfahrt ungefähr 2,5 Stunden. Und das neben dem täglichen Familienwahnsinn und Arbeit. Ja so ist bei 2 pflegebedürftigen Menschen. Beide mit Pflegegrad 4.


    LG Jedi

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