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  1. Registriert seit
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    Abrechnungsprobleme zwischen PKV und Pflegedienst - wie voranbringen?

    Mein Mann ist bei einer Privatkrankenkasse und erhält Behandlungspflege nach SGB V (stellen/verabreichen von Medikamenten).
    Seit etlichen Monaten kürzt die PKV die Erstattungen, teils erheblich.
    Angeblich berechnet der Pflegedienst zu hohe Sätze.
    Gefordert wird eine Vergütungsvereinbarung des Pflegedienstes, um die Rechnungshöhe zu prüfen.
    Diese hält damit aber hinter dem Berg, was ich etwas suspekt finde.

    Ergebnis:
    Wir haben z.B. eine Rechnung über 1250 Euro, bekommen aber nur 800 Euro erstattet.
    Pflegedienst und PKV kommunizieren (angeblich aus Datenschutzgründen) nicht miteinander.

    Das geht so natürlich nicht weiter.
    Was würdet Ihr tun, zumal wenn beide Seiten auch auf mehrmalige Anfrage mauern?
    Schriftlich mit der Kündigung drohen?
    Tatsächlich kündigen und einen anderen Pflegedienst beauftragen?
    Eine Institution (Anwalt, Verbraucherschutz) einschalten?

    Da laufen Forderungen auf und beide Seiten "machen nichts".
    Langsam macht mich das kirre....

    lg lenita
    Je suis Charlie.

  2. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Abrechnungsprobleme zwischen PKV und Pflegedienst - wie voranbringen?

    Zitat Zitat von lenita Beitrag anzeigen
    Seit etlichen Monaten kürzt die PKV die Erstattungen, teils erheblich.
    Angeblich berechnet der Pflegedienst zu hohe Sätze.
    Die PKV erstattet nur das, was versichert ist, nicht automatisch das, was der Pflegedienst berechnet. Deswegen solltest Du den Vertrag, den Du mit dem Pflegedienst abgeschlossen hast, genau prüfen (lassen).

    Zitat Zitat von lenita Beitrag anzeigen
    Gefordert wird eine Vergütungsvereinbarung des Pflegedienstes, um die Rechnungshöhe zu prüfen.
    Diese hält damit aber hinter dem Berg, was ich etwas suspekt finde.
    Das finde ich auch suspekt. Da Du der Vertragspartner des Pflegedienstes bist, steht Dir zu, dass man Dir die Abrechnung transparent macht.

    Zitat Zitat von lenita Beitrag anzeigen
    Tatsächlich kündigen und einen anderen Pflegedienst beauftragen?

    Eine Institution (Anwalt, Verbraucherschutz) einschalten?
    Ja und Ja.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).

  3. Avatar von ereS
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    AW: Abrechnungsprobleme zwischen PKV und Pflegedienst - wie voranbringen?

    du mußt doch einen vertrag mit dem pflegedienst haben, in dem die saetze drinstehen, oder nicht ?
    und seit etlichen monaten, da waere ich laengst persoenlich beim pflegedienst mit der abrechnung der pkv aufgeschlagen und haette dampf gemacht

    und abzocken lassen wuerde ich mich von denen erst recht nicht
    wer nicht transparent arbeitet, ist mir suspekt

    korrekt ist das der ansprechpartner von beiden du bist, denn du hast sowohl mit dem pflegedienst als auch mit der pkv einen vertrag, die beiden haben rechtlich gesehen nichts miteinander zu tun, deshalb verstehe ich die auskunft

    mit einer kuendigung drohen solltest du nur machen, wenn du einen anderen kompetenten pflegedienst an der hand hast

    suche dir jemanden, der so arbeitet, das alle kosten von der pkv getragen werden und kuendige dann dem alten pflegedienst


  4. Registriert seit
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    AW: Abrechnungsprobleme zwischen PKV und Pflegedienst - wie voranbringen?

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Die PKV erstattet nur das, was versichert ist, nicht automatisch das, was der Pflegedienst berechnet. Deswegen solltest Du den Vertrag, den Du mit dem Pflegedienst abgeschlossen hast, genau prüfen (lassen).



    Das finde ich auch suspekt. Da Du der Vertragspartner des Pflegedienstes bist, steht Dir zu, dass man Dir die Abrechnung transparent macht.

    Ich meine, bei Behandlungspflege nach SGB 5 gibt es keinen Vertrag.
    Das Krankenhaus hat nach einer OP einen Pflegedienst zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Medikamenteneinnahme veranlasst.
    Und naja, wenn der Pflegedienst seine Vergütungsvereinbarung (d.h. welche Kostenübernahme er mit den - privaten - KK vereinbart hat) nicht rausrückt, ist das schon ziemlich nervig.
    Es muß ja geklärt werden, daß sie keinen Anspruch haben auf die Differenz zu den (von der KK) gekürzten Erstattungen.
    Entweder sie müssen die eben abschreiben oder die KK müßte nachbezahlen.
    So hängt die Sache in der Luft.
    Ich versuche Kostenvoranschläge von anderen Pflegediensten zu bekommen (zwecks Vergleich) und rauszufinden, wer überhaupt freie Kapazitäten zur Versorgung hat.
    Für meinen Mann fände ich es schade, wenn die ihm bekannten Pflegerinnen nicht mehr kommen könnten, weil die schon ein paar nette dabei sind, die er nun schon eine Weile kennt. Die können ja auch nichts für die Buchhaltung der Firma.
    Aber wie es jetzt ist, kann es jedenfalls nicht bleiben, die (von mir einbehaltenen) Differenzbeträge werden ja mit jedem Monat größer.

    lg lenita
    Je suis Charlie.

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