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    AW: In welchem Unterforum gibt es Hilfe für mich?

    Also ich würde keinen Brief an irgendwelche Verwandten schreiben, statt dessen würde ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Heim/Hospiz machen.

    Nachdem du kein ausreichendes Personal findest, bringt es doch nichts wenn du dich kaputtmachst.

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    AW: In welchem Unterforum gibt es Hilfe für mich?

    Lange her mein Beitrag .
    Eine Lösung unseres Problemes der sehr mangelnden Intensivpflege zuhause gab es nicht. Es wurde noch viel schlimmer.
    Der letzte Intensivpflegedienst hatte ab 04/2019 keine Krankenschwester für die Versorgung meines Mannes geschickt. Weil: Es gibt genug Patienten - die viel weniger erkrankt sind als mein Mann - und diese Intensivpflegedienste bei der Versorgung dieser, das gleiche Geld verdienen können das sind ca. 30.000,--/monat bei 24Std-Vollversorgung. (Dies sind Patienten, die sich z.B. die Lunge kaputt geraucht haben und deswegen ein Tracheostoma bekamen, über das diese nur bei Bedarf über Beatmungsmaschine Atemluft zugeführt bekommen. Aber diese sind nicht gelähmt, können essen u. trinken, können sich bewegen, können sprechen usw.).
    Aber mein Mann war an ALS erkrankt und das ist extrem. Wenn ihr die Bilder von der Corona-Versorgung auf Intensiv seht, ist etwas Ähnlichkeit der Versorgung - aber ALS Leute sind nicht im künstlichen Koma, sondern bei vollem Bewusstsein maschinell beatmet und mein Mann war 100% ohne Eigenatmungsmöglichkeit. In der häuslichen Intensivpflege gibt es auch weniger Überwachungsmonitore, da müssen Pflegende den Patienten 24Std. täglich die Vitalwerte überwachen.
    Also, ich war ab 04/2019 ganz alleine und musste meinen Mann 24 Std. täglich alleine pflegen und versorgen z.B. jede Nacht 5 bis 7 x zur Versorgung aufstehen (z.B. Absaugen, Maschinenkontrolle, Maskenwechsel, Hustenassistentanwendung, Lagern etc.) und trotzdem tagsüber immer "am Mann sein".
    So war ich nach etlichen Monaten komplett fix und alle. Unsere Familien haben uns dennoch nicht geholfen. (auf Corona-Intensivstation lagern meist mind. 2 Pflegekräfte - aber in der Häuslichkeit ist meist nur 1 Person für Lagerung)
    Da ich meinem Mann das längere Über-/Weiterleben trotz allem ermöglichen wollte und er dies auch hoffte - kam für uns kein Hospitz in Frage. Ein ambulanten Palliativdienst gab es in unserer Region nicht.
    Er wurde dann im örtlichen Krankenhaus bei einem "einfachen Thema" (Untersuchung warum Obstipation) "fahrlässig getötet". Ich zeigte dieses KH bei der Kripo an - leider sagte Oberstaatsanwalt "Krankenhaus hat keine Fehler gemacht". War aber unrichtig, da ich alle Tage im KH bei meinem Mann war und ihn betreute und sah, wie unfähig diese in der Versorgung meines Mannes waren.
    In diesem KH könnten die auf der Intensiv nicht mal deren hauseigenen Beatmungsmaschinen richtig einstellen, oder deren Atemmasken korrekt auf dem Gesicht meines Mannes aufsetzen. (Wehe den Corona-Patienten, die in diesem Krankenhaus behandelt werden...)
    Geändert von AngelaBaumi (17.11.2021 um 13:48 Uhr)

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    AW: In welchem Unterforum gibt es Hilfe für mich?

    Liebe Angela,

    es ist traurig zu lesen, dass Du offenbar mit der Pflege Deines Mannes so alleine gelassen worden bist.

    Ich hoffe, dass Du trotz Deiner Annahme einer Fehlversorgung im Krankenhaus zur Ruhe kommst, Dich von den massiven Belastungen regenerieren kannst und einen für Dich gesunden Trauerprozess durchleben kannst.

    Alles, alles Gute für Dich!
    Was es alles gibt, das ich nicht brauche!
    (Aristoteles)

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    AW: In welchem Unterforum gibt es Hilfe für mich?

    Danke Puls für deine Zeilen.
    Das Krankenhaus hatte "fahrlässig getötet" - Beispiel: Im Beisein meines Mannes sagte 2 ÄrzteIn, dass man mit dieser Krankheit rechnen muss zu sterben und klopften mir dabei auf die Schulter. Da mein Mann über Magensonde keine Nahrung bekommen sollte wegen Verstopfung über 12 Tage und sehr aufgeblähtem Bauch, so hätte man ihm über die Vene (lag Anschluss dort) eine hochkalorische Nahrung nebst Flüssigkeit (dies gibt es - hatten wir Jahre vorher) bekommen müssen. Aber das Krankenhauspersonal / Ärzte gaben meinem Mann weder Flüssigkeit noch irgendwelche Ersatznahrung. So musste ich versuchen, meinen Mann über die Magensonde etwas Sondenkost und Wasser einzuflösen (ohne dass er platzt). Wir wurden in 5 Stationen hin-und-her-geschoben - keiner wollte mit ihm zu tun haben. Und die vom Hausarzt empfohlene CT des Darmes wurde von einem Arzt erst am Tag 5 ca. 1 Stunde nach Männes Versterben uns freudig angekündigt - da war er schon verdurstet oder was auch immer noch. Wir hätten die Klinik wechseln müssen, aber das DRK lehnte eine Beförderung meines Mannes ab (wegen Beatmung) und ich fand keine private Hilfsperson für eine Transportbegleitung von uns mit unserem eigenen behinderten-Transporter (alleine kann solch ein Kranker nicht transportiert werden in ein über 100 km entferntes Uniklinikum). So blieben wir im Klinikum (auch ich 24Std/tgl.) und versuchten die erforderlichen Untersuchungen, Behandlungen, Ernährung dort zu bekommen.
    Ich hatte auf "Klinikbewertung.de" dieses Klinikum nachträglich beurteilt: NEGATIV. Ca. 1 Monat später bekam ich eine Mail von Klinikbewertung.de, dass diese bedauerlicherweise meine Bewertung entfernen mussten! Dies ist natürlich ein sehr kritischer Vorgang eines Portalbetreibers und vermutlich wurde dieser dazu vom Klinik-Rechtsanwalt "verdonnert".

    Nach solch einem "Erlebnis" über 10 Jahre andauernd, kann man sich nicht schnell regenerieren - oder nie. Und nun, da Corona stetig etwaige Möglichkeiten für Vieles sehr erschwert, ohnehin. Meine Gedanken an eine Auslandsreise (zu Bekannte in USA) wurden somit zerschmettert. Eine mögliche Reha konnte ich auch deshalb noch nicht durchführen.

    Da ich hier nur 1 gute Bekannte (ihr Sohn erkrankte mit 29J. an ALS - verstorben nun) habe und wir waren 1 Jahr vor Krankheitsbeginn erst zugezogen - bin ich sehr alleine jeden Tag.

    Zudem ist nun meine Mutter ein Pflegefall (Demenz und Ganztags-Betreuung nötig) und mein älterer Bruder hat am Amtsgericht beantragt, dass ich die Betreuung vom Gericht bestellt bekomme und dies nebst allen Aufgaben bishin zur nötigen Pflegeversorgung. Mutter wohnt 150 km entfernt. Mein Bruder (vor Ort dort) hatte sich 2013 von Mutter die Vorsorgevollmacht alleine ausstellen lassen und wollte nie Untervollmacht für mich erteilen und nun hat er einfach keine Lust mehr (macht auch immer Arbeit, ich kritisiere tlw. seine Handlungen z.B. Geldausgaben z.B. engagierte er 24Std-Betreuung aus EU-Ausland, auch Mutters Erspartes ist aufgebraucht) - ein Schelm ist, wer böses dabei denkt.
    Geändert von AngelaBaumi (17.11.2021 um 14:40 Uhr)

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    AW: In welchem Unterforum gibt es Hilfe für mich?

    Das liest sich alles gar nicht gut.

    Es klingt, als könntest Du die Pflege Deiner Mutter kräftemäßig nicht stemmen, nachdem Du ja nun bereits Deinen Mann intensivst versorgen musstest.

    Habt Ihr Euch noch nicht nach einem Platz im Pflegeheim für Deine Mutter erkundigt?
    Was es alles gibt, das ich nicht brauche!
    (Aristoteles)

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    AW: In welchem Unterforum gibt es Hilfe für mich?

    Eruierte mal die Zuzahlungen: 2.200,-- bis 3.000,-- bei den Standard-Pflegeheimen (Diakonie, örtlich Private etc.

    24Std-Betreuung aus EU kostet gleich viel - aber da ist 1:1 Betreuung im eigenen Haushalt mit Haushaltsführung u. Grundpflege (SGB 11),
    aber keine Leistung nach SGB 5 erlaubt (= häusl. Krankenpflege - dies ist meist Leistung der Krankenkassen, z.B. Medigabe oder Diabetesmessung oder Kathederwechsel etc.).

    Im Pflegeheim ist gleich teuer die private Zahlung.

    Mutter will nicht ins Pflegeheim sondern in unserem Geburtshaus leben weiterhin.
    Sie ist finanziell down. Was bliebe dann übrig: Geburtshaus verkaufen oder Darlehen aufnehmen (egal ob Pflegeheim oder Zuhause).

    Oder ich muss unsere Mutter versorgen und pflegen. Ein Bruder kann nicht und anderer Bruder hat keine Lust mehr.

    Und wenn ich an die Zustände in Alten-Pflegeheimen denke, wird sogar mir schlecht!
    Will man zügiger versterben mit oder ohne Corona - so sollte man in ein Pflegeheim gehen.

    Ich habe viele Erfahrungen mit Pflegekräften: Leider mussten wir feststellen, dass die Krankenpfleger besser ausgebildet sind als Altenpfleger - und geistig fitter.
    In Altenpflegeheimen werden sehr viele sog. Pflegehelfer eingesetzt (kenne welche persönlich). Auch wenn diese nette, freundliche Menschen sind, so hätte ich keinen von diesen "an meinen Ehemann zur Versorgung und Pflege rangelassen". Die sind nicht umsonst "Helfer" - bessere Geistesstärke ist leider eine Mangelware.
    Sorry für diese Feststellung!
    Geändert von AngelaBaumi (17.11.2021 um 15:59 Uhr)

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    AW: In welchem Unterforum gibt es Hilfe für mich?

    Zitat Zitat von AngelaBaumi Beitrag anzeigen
    [...]
    Mutter will nicht ins Pflegeheim sondern in unserem Geburtshaus leben weiterhin.
    Sie ist finanziell down. Was bliebe dann übrig: Geburtshaus verkaufen oder Darlehen aufnehmen (egal ob Pflegeheim oder Zuhause).

    Oder ich muss unsere Mutter versorgen und pflegen. Ein Bruder kann nicht und anderer Bruder hat keine Lust mehr. [...]
    Dass Deine Mutter nicht ins Pflegeheim möchte ist das eine - ob jemand aus der Familie die Pflege daheim leisten kann ist das andere.

    Wenn das Geburtshaus das letzte Vermögen ist, was zugunsten ihrer Pflege verwertet werden kann - warum dann nicht verkaufen?

    Du bist doch schon (verständlicherweise) am Ende Deiner Kräfte!

    Mal krass gefragt:
    Möchtest Du Deine Gesundheit riskieren, damit Deine Brüder noch etwas erben können?
    Geändert von Puls (17.11.2021 um 19:44 Uhr)
    Was es alles gibt, das ich nicht brauche!
    (Aristoteles)

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    AW: In welchem Unterforum gibt es Hilfe für mich?

    Puls, ich werde die Pflege sehr wahrscheinlich übernehmen - solange ich kann. Tatsächlich bin ich nicht wirklich gesund - kein Wunder.
    Wenn ich meiner Mutter ein Darlehen geben würde (mit Absicherung im Grundbuch als Grundschuld), so könne meine Mutter von den EU-Betreuern versorgt werden, solange es die Demenz zulässt.
    Wenn dann irgendwann ihr kleines Wohnhaus vererbt wird, so steht mir natürlich die Rückzahlung des Darlehens zu und mindert die Auszahlung an die Brüder.
    Dafür muss ich einen sog. "Ersatzbetreuer" des Betreuungsgerichtes heranziehen, denn als öffentlich bestellte Betreuerin meiner Mutter, dürfte ich nicht selbst einfach ein Darlehen mit Grundschuld an meine Mutter geben (sog. Insichgeschäft). Der Ersatzbetreuer müsste die Mutter vertreten.
    Dann benötigte ich noch einen fachkundigen guten ReA u. Notar für einen sicheren Darlehensvertrag.
    Das zu organisieren ist nicht easy - bin selbst nicht ReA. Aber ich kann lesen u. recherchieren (durch Männes Krankheit geübt) auch Rechtsdinge (zeitaufwändig und kompliziert).
    Falls ich dann keine guten Betreuerinnen in Zukunft bekäme, so müsste ich 100% selbst ran. Kann dies für eine Weile so denke ich.
    Es ist auch mein Geburtshaus. Und wenn ich daran denke wieviel unsere Großeltern und unser Vater für dieses kleine einfache Häuslein schuften mussten und fast alles in Eigenleistung erstellten, so werde ich sehr traurig, wenn ich an einen Verkauf denke. Unser Vater starb leider schon mit 60 (div. Erkrankungen aber auch zuviel schwer geschuftet). Mein Opa war nur 46 und Oma 72 als sie starben.
    Leider bin ich eher das einzige Kind, welches persönliches Engagement erbringen will - über bloße Organisation und Aufträge vergeben oder Rechnungen bezahlen, - hinausgehend.
    Geändert von AngelaBaumi (17.11.2021 um 19:45 Uhr)

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    AW: In welchem Unterforum gibt es Hilfe für mich?

    Die Darlehenslösung klingt ja erst einmal ganz gut (bin aber kein Jurist), wobei da sicher einige Tücken aufkommen können. Du schreibst ja schon, dass es nicht leicht wird.
    Hindernis könnte auch Dein Bruder werden, wenn seine Vorsorgevollmacht auch die finanziellen Belange umfasst.

    Ich verstehe, dass Du eine Bindung zu dem Haus Gast, dennoch:
    Pass gut auf Dich auf!
    Was es alles gibt, das ich nicht brauche!
    (Aristoteles)

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    AW: In welchem Unterforum gibt es Hilfe für mich?

    Hallo Puls, wenn eine Person (ich) vom Amtsgericht/Betreuungsgericht/-Amt auf Antrag (durch Bruder) als Betreuer eingesetzt wird, dann wird die Vorsorgevollmacht hinfällig.
    Bruder will die Vorsorgevollmacht abgeben, deshalb sein Antrag.
    Er hat diese Vorsorgevollmacht incl. finanzielle Belange d.h. aber nicht, dass er mit dieser ein Darlehen aufnehmen könnte (s.u. **)
    Er darf damit auch nicht Grundstücksgeschäfte tätigen.
    Mein Bruder zeigte mir diese Vorsorgevollmacht nicht - aber das Betreuungsamt scheint es bekommen zu haben.
    ** Nur wer eine Vorsorgevollmacht bei einem Notar ausstellt, hat das Recht auch ein Darlehen aufnehmen zu können (lt. Beamten Betreuungsamt)
    Damit zeigt sich, dass es doch nicht so einfach ist, eine "gute" Vorsorgevollmacht auszustellen - auch nicht mit den Vorlagen unserer Bundesregierung aus dem Internet.
    Wenn ich die Betreuung bekomme, dann ist mein Bruder "außen vor".

    Und: Mir ist unsere Mutter wichtig, dass sie gut versorgt wird und zufrieden im Häuschen bleiben kann.
    Natürlich hänge ich auch an meinem Zuhause - diese Erinnerungen.

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