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  1. Registriert seit
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    AW: Sohn (25) schwer krank - wie den Lebenswillen stärken und nicht selbst zerbrechen

    Guten Morgen Rummelpuppe

    ich kann dir nur ans Herz legen, dich um eine Folgetherapie für dich selber zu kümmern. Kann dir die Auswanderin da nicht einen Kollegen empfehlen? Macht man eigentlich so, wenn gewünscht...

    und, unbedingt die behandelnden Ärzte über die psych. Verfassung informieren. Explizit. Es kann nicht im Sinne der Behandler sein, mit schwerstem Geschütz um das Leben zu kämpfen und dessen seel. Not nicht auch zu behandeln.
    Schätze denen ist nicht klar wie es ausschaut.
    Ich wäre auch unbedingt für eine stationäre lange Reha, durchaus Psychosomatisch. Hatte er sowas schon mal?

  2. Inaktiver User

    AW: Sohn (25) schwer krank - wie den Lebenswillen stärken und nicht selbst zerbrechen

    Zitat Zitat von rummelpuppe Beitrag anzeigen
    Aber ich gehe nicht von einem "Training" aus, denn es MUSS ja gemacht werden und die Blasenmuskeln funktionieren gleich null. Wenn mein Sohn die Blase nicht mechanisch entleert, wird er förmlich vergiftet.
    Stell dir die Blase als Plastikbeutel (verschließbarer Gefrierbeutel) vor, da füllst du Wasser rein, bis er voll ist. Die Wände des Plastikbeutels müssen den Druck des Wassers innen aushalten, ohne zu platzen. Bei der Blase ist das die Blasenwand, die den Druck des Urins aushalten muss und dieser Druck steigt über die Dauer von 5 Stunden an.

    Dann stell deinen Plastikbeutel in ein hohes Gefäß und die Form des Plastikbeutels und die Form des Wassers innendrin ändert sich und passt sich der Form des hohen Gefäßes an. Im Körper übernimmt diese Formveränderung der Druck der umliegenden Organe.

    Das ist das Training, das aktuell bei deinem Sohn stattfindet. Beckenbodentraining und Blasen- und Strahlkontrolle sind erst später dran. Das Training sieht nach nicht viel aus, immitiert aber die normale Blasenfunktion.

    Zu deinem Trost braucht er weder Dauer- noch Bauchdeckenkatheter. Da würde das Training noch mal anders aussehen und wäre noch weniger als Training erkennbar.
    Geändert von Inaktiver User (15.08.2018 um 09:40 Uhr)

  3. Avatar von Monkele
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    AW: Sohn (25) schwer krank - wie den Lebenswillen stärken und nicht selbst zerbrechen

    Zitat Zitat von rummelpuppe Beitrag anzeigen
    Ja, er war schon in Reha. Er soll aber nach der Bestrahlung nochmal für 3 Wochen gehen. In der Neurologie sind leider meistens nur ältere Menschen unterwegs. Ich fand die Stimmung in der Rehaklink eher deprimierend.
    Hallo Rummelpuppe,

    sorry, dass ich hier so reinkrätsche, aber diese Aussage stimmt so nicht. Aus eigener Erfahrung (5 Wochen in einer neurologischen Reha) weiß ich, dass da durchaus auch junge Menschen sind und ich weiß, dass z. B. die Schmieder Kliniken eine extra Abteilung für junge Menschen haben. 3 Wochen sind übrigens viel zu kurz.

    Je genauer der Sozialdienst von allen Erkrankungen weiß, desto gezielter kann nach einer passenden Klinik gesucht werden.

    Ich wünsche dir und deinem Sohn von Herzen alles Gute!
    Wen der Himmel liebt, dem schickt er einen Freund.


  4. Registriert seit
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    AW: Sohn (25) schwer krank - wie den Lebenswillen stärken und nicht selbst zerbrechen

    Zitat Zitat von rummelpuppe Beitrag anzeigen
    Ja, er war schon in Reha. Er soll aber nach der Bestrahlung nochmal für 3 Wochen gehen. In der Neurologie sind leider meistens nur ältere Menschen unterwegs. Ich fand die Stimmung in der Rehaklink eher deprimierend.
    Sucht nach einer anderen Klinik, psychosomatisch, die Rehaklinik darf man selbst wählen, man muss nicht die nehmen die einem vorgeschlagen wird....
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  5. Avatar von rummelpuppe
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    AW: Sohn (25) schwer krank - wie den Lebenswillen stärken und nicht selbst zerbrechen

    Azilal: Ich wäre ehrlich gesagt auch sehr besorgt. Wenn dein Sohn schon in "normalen" Zeiten offenbar recht schwere Depressionen hat, dann ist es einleuchtend, dass es in einer solchen Situation noch schlimmer wird. Ich würde so gut als möglich darauf hinwirken, dass er sich in dieser Zeit begleiten/betreuen lässt.
    Das will und muss ich auch tun. Es ging ihm vor der aktuellen Erkrankung auch wirklich besser. Er ist regelmäßig in Therapie gegangen und hat Medikamente genommen. Diese sollten mittelfristig sogar abgesetzt werden. Jetzt weigert er sich, zu seiner Therapeutin zu gehen, weil die ihm "sowieso nicht helfen kann". Er meint damit sein körperliches Leiden.
    Ich muss am Ball bleiben, aber ich kann ihn nicht "hintragen".
    OTTOS MOPS KOTZT...

  6. Avatar von rummelpuppe
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    AW: Sohn (25) schwer krank - wie den Lebenswillen stärken und nicht selbst zerbrechen

    R_Rockeby: Ich wäre auch unbedingt für eine stationäre lange Reha, durchaus Psychosomatisch. Hatte er sowas schon mal?
    Wegen der Depressionen war er schon 6 Wochen in einer stationären Behandlung. Wir haben ja heute das Gespräch mit dem medizinischen Dienst in der Klinik. Das sollte auf jeden Fall Bestandteil der nächsten Reha sein. Aber er muss dem auch zustimmen. Manchmal nimmt er es an - manchmal ist er "bockig".
    OTTOS MOPS KOTZT...

  7. Avatar von rummelpuppe
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    AW: Sohn (25) schwer krank - wie den Lebenswillen stärken und nicht selbst zerbrechen

    Monkele...dass da durchaus auch junge Menschen sind und ich weiß, dass z. B. die Schmieder Kliniken eine extra Abteilung für junge Menschen haben. 3 Wochen sind übrigens viel zu kurz.

    Je genauer der Sozialdienst von allen Erkrankungen weiß, desto gezielter kann nach einer passenden Klinik gesucht werden.
    Danke für den Tipp. Bisher haben wir nur alte Menschen getroffen. Aber klar, der eine oder andere jüngere Kranke sitzt auch dazwischen. Ich werde die Schmieder Klinik mal googlen.

    lich: Das ist das Training, das aktuell bei deinem Sohn stattfindet. Beckenbodentraining und Blasen- und Strahlkontrolle sind erst später dran. Das Training sieht nach nicht viel aus, immitiert aber die normale Blasenfunktion.

    Zu deinem Trost braucht er weder Dauer- noch Bauchdeckenkatheter. Da würde das Training noch mal anders aussehen und wäre noch weniger als Training erkennbar.
    Danke, lich. Das macht mir Hoffnung. Ich überlege auch, ob wir den operierenden Neurologen noch einmal besuchen sollten (ist eigentlich erst in 2-3 Monaten geplant). Mein Sohn braucht die Idee, dass da noch was geht aus neurologischer Sicht. Er ist noch so jung und die Nerven können sich wieder regenerieren. Während der OP haben sie angeblich auch gut gearbeitet...
    OTTOS MOPS KOTZT...

  8. Avatar von rummelpuppe
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    AW: Sohn (25) schwer krank - wie den Lebenswillen stärken und nicht selbst zerbrechen

    Je genauer der Sozialdienst von allen Erkrankungen weiß, desto gezielter kann nach einer passenden Klinik gesucht werden.
    Uns wurde heute eine Klinik im Schwarzwald ans Herz gelegt. Nur Jugendliche und junge Erwachsene. Mein Sohn war skeptisch. Schmieder Kliniken wären auch eine Möglichkeit.

    Danke nochmal für alle Antworten
    OTTOS MOPS KOTZT...


  9. Registriert seit
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    AW: Sohn (25) schwer krank - wie den Lebenswillen stärken und nicht selbst zerbrechen

    Dass der skeptisch ist ist normal...
    Dass der keinen Bock hat und quasi gedrängt werden muss - gehört zur Situation dazu.
    wird dir von seiner vorherigen Situation ja noch bekannt sein?

    Es ist schwer, einen Erwachsenen zu seinem Glück zu zwingen, aber setz dich dafür ein, dass seine Ärzte offen informiert werden. (Kein Arzt will dastehen mit einem Krebsfreien Patienten, der suizidal ist, weil er mit den Folgen nicht klar kommt ) Das ist quasi der Rohrkrepierer der Kunst. Aber das müssen die wissen. Schätze dein Sohn wird nach außen hin recht gefasst tun, oder? Daheim lässt er dann die Emotionen raus, bei dir.

    Gute Idee, den Neuro noch mal anzusprechen. Jetzt... Der kann sich - wenn er weiß was Sache ist - schon prognostisch äußern. Bzw. Wege aufzeigen oder vermitteln.

    Ich sags nur ungern, weils immer blöd ist - aber es hätte tatsächlich schlimmer kommen können (wurde bzgl. Dauerkath. ja schon erwähnt)

    Alle Gute

  10. Avatar von rummelpuppe
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    AW: Sohn (25) schwer krank - wie den Lebenswillen stärken und nicht selbst zerbrechen

    R_Rockeby: Dass der skeptisch ist ist normal...
    Dass der keinen Bock hat und quasi gedrängt werden muss - gehört zur Situation dazu.
    wird dir von seiner vorherigen Situation ja noch bekannt sein?
    Ist halt das 3. Krankheitssemester. Aber die Gesundheit steht an erster Stelle.

    Schätze dein Sohn wird nach außen hin recht gefasst tun, oder? Daheim lässt er dann die Emotionen raus, bei dir.
    Genau so ist es. Immer selbstironisch und locker.

    Ich sags nur ungern, weils immer blöd ist - aber es hätte tatsächlich schlimmer kommen können (wurde bzgl. Dauerkath. ja schon erwähnt)
    Ist schon klar. Aber in der momentanen Situation kein Trost für ihn. Hätte ja auch besser kommen können: Tumore komplett entfernt und Blase weiterhin gut druff...

    Der Terminwunsch an den Neurologen ist versendet.

    Danke für die Antwort
    OTTOS MOPS KOTZT...

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