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  1. Avatar von ereS
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    AW: Kinder als gesetzliche Betreuer der Eltern - alte Eltern mit amtlichem Betreuer

    Zitat Zitat von jofi2 Beitrag anzeigen
    Blödsinn.
    So etwas kann ein gesetzlicher Betreuer nur mit Zustimmung des zuständigen Amtsgerichtes durchführen.
    schau dir das mal an...

    Betrug durch Betreuer - Alte Menschen als Beute fur Abzocker | Das Erste - Panorama - Sendungen - 2017

  2. Avatar von jofi2
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    AW: Kinder als gesetzliche Betreuer der Eltern - alte Eltern mit amtlichem Betreuer

    Schlimm.
    Aber betrügen geht immer, in allen Situationen, nicht nur bei Betreuungen.
    Auch wenn man die eigenen Kinder einsetzt heißt das nicht, dass alles gut läuft.
    Ich red halt auch oft nur so dahin und hoffe, dass ein Gedankengang Schritt hält. Und wenn nicht, hat er halt Pech gehabt, der Gedanke.

    (Gerhard Polt)

  3. Avatar von ereS
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    AW: Kinder als gesetzliche Betreuer der Eltern - alte Eltern mit amtlichem Betreuer

    Zitat Zitat von jofi2 Beitrag anzeigen
    Schlimm.
    Aber betrügen geht immer, in allen Situationen, nicht nur bei Betreuungen.
    Auch wenn man die eigenen Kinder einsetzt heißt das nicht, dass alles gut läuft.
    das ist richtig
    nur die kinder erben ja sowieso
    und wenn sie vorher was abzwacken, muessen sie im zweifel fuer die kosten der eltern aufkommen
    ob pflegeheim oder beerdigung

    das problem bei den betreuern ist, das sie viel zu schlecht bezahlt werden
    es bleibt aehnlich wie in der pflege kaum geld, wenn man es ordentlich macht
    insbesondere wenn der betreute wenig vermoegen hat


  4. Registriert seit
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    AW: Kinder als gesetzliche Betreuer der Eltern - alte Eltern mit amtlichem Betreuer

    Ich bin selbst als Berufsbetreuerin tätig und finde es - gelinde gesagt - unmöglich, wie Betreuer hier dargestellt werden. Deshalb hoffe ich, dass ich ein wenig aufklären kann.

    Es gibt natürlich schwarze Schafe unter den Betreuern, das streite ich gar nicht ab. Im Einzelfall habe ich allerdings die Erfahrung gemacht, dass Vermögenverschiebungen immer heraus kommen, spätestens dann, wenn der Betreute verstirbt oder ein neuer Betreuer eingesetzt wird. Insofern würde ich als Betreuerin mich niemals am Vermögen der Betreuten bereichern. Auf ein Strafverfahren wegen Untreue habe ich keine Lust, zumal dann ganz sicher keine Betreuungen mehr an einen selbst vergeben werden.

    Berufsbetreuer, die nichts anderes machen, brauchen im Durchschnitt ca. 50 Betreuungen, um davon leben zu können. Damit ist klar, dass diese nicht jeden Monat jeden Betreuten besuchen können und Entscheidungen oft telefonisch getroffen werden. Aber: Bei ganz vielen Dingen braucht es dazu die Genehmigung des Betreuungsgerichts. So darf ein Betreuer z. B. nicht über Sparkonten oder Tagesgeldkonten verfügen. Er darf kein Darlehen für den Betreuten aufnehmen und auch keine Wohnung kündigen, um nur einmal ein paar Beispiele zu nennen.

    Ich selbst schätze übrigens die Zusammenarbeit mit Angehörigen, die ein echtes Interesse an dem Betreuten haben, sehr. Denn es macht mir die Arbeit leichter und v. a. haben Angehörige viel mehr Kenntnisse über die Wünsche und Vorstellungen des Betreuten als der Betreuer. Schlimm ist es, wenn sich niemand mehr kümmert und man Entscheidungen aus dem Bauch heraus treffen muss, weil der Betreute es nicht mehr selbst kann. Ihr dürfte mir also glauben, dass das nicht immer einfach ist.

    Meine Erfahrung zeigt auch, dass Betreuer, die eine sozialpädagogische Ausbildung haben, die Betreuung manchmal zu persönlich nehmen und oft auch unrichtige rechtliche Vorstellungen vorherrschen. Grade bei nicht beruflichen Betreuern kann dies erschreckend sein. Dagegen sind Juristen als Betreuer vielleicht etwas distanzierter, aber meist auch professioneller.

    Womit man als Betreuer (egal, ob beruflich oder ehrenamtlich) oft zu kämpfen hat, ist Unwissen bei Bankangestellten und Ärzten. Man muss dazu wissen, dass jemand, der unter Betreuung steht, nicht deswegen geschäftsunfähig ist. Das heißt, solange er versteht, was gemacht wird, kann ein Betreuter selbst in einen ärztlichen Eingriff einwilligen, selbst ein Konto kündigen oder eröffnen und selbst über sein Konto verfügen. Das muss man gerade Ärzten öfter klar machen.

    Oft verlangen Pflegeheime Aufgaben durch den Betreuer, die dieser nicht leisten muss. Da sollte man genau drauf achten, was im Heimvertrag drin steht und was nicht und was gesetzlich von den Heimen gemacht werden muss. Zum Beispiel sind die Angehörigen/Betreuer nicht verpflichtet, den Patienten zu Ärzten zu fahren oder dessen Wäsche zu waschen.

    Ob man als Sohn/Tochter die Betreuung selbst übernehmen will, muss jeder für sich entscheiden. Gerade anfangs ist viel zu tun, wenn es um Anträge für die Kostenübernahme des Pflegeheims geht, Pflegegradeinstufung etc. Da muss man wissen, was man tun muss, aber die Sozialdienste der Krankenhäuser und Heime helfen da normalerweise gern. Ob man sich die Auseinandersetzung mit anderen Angehörigen geben will, die vielleicht eigene Entscheidungen nicht nachvollziehen können, muss man ebenfalls bedenken.

  5. Avatar von jofi2
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    AW: Kinder als gesetzliche Betreuer der Eltern - alte Eltern mit amtlichem Betreuer

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    das ist richtig
    nur die kinder erben ja sowieso
    und wenn sie vorher was abzwacken, muessen sie im zweifel fuer die kosten der eltern aufkommen
    ob pflegeheim oder beerdigung.
    Ich kenne auch Fälle, in denen die v ermögenden Betreuten noch viele teure Wünsche hatten, deren Erfüllung möglich war. Dies bedeutete aber eine deutliche Verminderung des Erbes.

    Ein Betreuer, der die Meinung vertrat, dass das Geld dem Betreuten gehört und in erster Linie dazu da ist, Freude in dessen ohnehin schweres Leben zu bringen, hat sich (in Absprache mit dem Gericht) darum bemüht, alle machbaren Wünsche des Betreuten zu erfüllen.
    Ein Bankmitarbeiter fühlte sich aufgerufen nachzufragen, ob der Betreuer diese Geldausgaben für richtig hielt. Er bekam, zu Recht, zur Antwort, dass es nicht seine Aufgabe sei, dem Betreuten Wünsche abzuschlagen, um das Vermögen für die Erben zu erhalten.

    Ich glaube, dass die Frage des Bankmitarbeiters von vielen Menschen, auch und gerade vielleicht von den Erben, ähnlich gestellt würde. Von daher ist es sicher oft nicht zum Vorteil des Betreuten, wenn die Erben die Betreuer sind.
    Ich red halt auch oft nur so dahin und hoffe, dass ein Gedankengang Schritt hält. Und wenn nicht, hat er halt Pech gehabt, der Gedanke.

    (Gerhard Polt)

  6. Avatar von Zartbitter
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    AW: Kinder als gesetzliche Betreuer der Eltern - alte Eltern mit amtlichem Betreuer

    @ likema32

    Danke für deinen Beitrag!
    Nur wer sich ändert, bleibt sich treu! (Wolf Biermann)

  7. Avatar von NicNacNoc
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    AW: Kinder als gesetzliche Betreuer der Eltern - alte Eltern mit amtlichem Betreuer

    Zitat Zitat von jofi2 Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass die Frage des Bankmitarbeiters von vielen Menschen, auch und gerade vielleicht von den Erben, ähnlich gestellt würde. Von daher ist es sicher oft nicht zum Vorteil des Betreuten, wenn die Erben die Betreuer sind.
    Ich bin selbst keine rechtliche Betreuerin, kooperiere aber beruflich häufig mit BetreuerInnen, Betreuungsstellen und Amtsgerichten. Bei mir schlagen immer mal wieder Anfragen auf a la "Meine verwitwete Mutter hat einen neuen Liebhaber und will mit dem auf Weltreise gehen. Können Sie mal eine rechtliche Betreuung anregen, damit die nicht mein ganzes Erbe verprasst?"

    Ähm...

    Zitat Zitat von Zartbitter Beitrag anzeigen
    @ likema32

    Danke für deinen Beitrag!
    Dem schließe ich mich an.
    Man kann sein Innerstes nicht verfälschen. Die Wahrheit, die dort wohnt, wird sich letzten Endes durchsetzen. Sie ist ein Gott, dem wir gehorchen müssen, eine Kraft, die uns alle unweigerlich in die Knie zwingt.
    - Cheryl Strayed -

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