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  1. Avatar von NicNacNoc
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    AW: Wie soll ich mich gegenüber der Eltern mit Pflegegrad verhalten

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Dann tritt auch als solche auf, und sage der Mutter, dass sie bitte nicht so mit dir reden soll und du das Gespräch deshalb beendest. Und dann tust du genau das: du beendest das Gespräch.
    Bezüglich der dauernden Hilfe- und Pflegeleistung, die offenbar Eltern und Schwiegereltern mehr oder weniger als selbstverständlich einfordern, gibt es genau eine Message: "Liebe (Schwieger-)Eltern. Genau dafür soll das Pflegegeld eingesetzt werden, das ihr bekommt. Also nutzt es bitte dafür. Ich bin gerne bereit, bei der Organisation der Hilfe / Pflege / Unterstützung, die ihr braucht, zu helfen - aber ich werde die Hilfe / Pflege / Unterstützung mehrheitlich nicht selber leisten. Nein, wirklich nicht. - Aha, ihr meint, keine externe Hilfe / Pflege / Unterstützung zu benötigen? Okay - dann benötigt ihr also auch meine nicht."

    Lerne, dich abzugrenzen und Nein zu sagen. Auch und gerade den eigenen Eltern / Schwiegereltern gegenüber.
    Nicht nur das: Die Regelungen der Pflegeversicherungen lassen durchaus die Möglichkeit zu, das Pflegegeld (anteilig) an nicht-professionelle Pflegende (also Angehörige, Nachbarn, Freunde etc.) für ihre Leistungen auszuzahlen. Das Pflegegeld vollständig selbst zu kassieren, aber selbstverständlich entsprechende Dienstleistungen von der (Schwieger-)Tochter für nada einzufordern, ist schon etwas unverschämt.

    Auch das sollte man sich mal klar machen.

    Die Argumentation, die Horus vorschlägt, finde ich sehr gut, da sie sehr klar ist.

    Und im Vorfeld, liebe TE, mache dir klar, wo genau deine Grenzen liegen, damit du sie nicht nur gut verteidigen, sondern vielleicht schon mal einen Meter vorher einen deutlichen Warnschuss abgeben kannst.

    Es ist nicht einfach, wenn es die eigene Familie betrifft, weil einfach viele emotionale Verwicklungen mit reinspielen können. Es ist trotzdem notwendig, damit du nicht irgendwann selbst nicht mehr kannst.
    There is a crack in everything. That´s how the light gets in.

    - Leonard Cohen -

  2. Inaktiver User

    AW: Wie soll ich mich gegenüber der Eltern mit Pflegegrad verhalten

    Liebe Frieda,

    ich hatte zwischen 2012 und ungefähr 2015 eine ähnliche Situation mit meiner Mutter. Wohlgemerkt, es war "nur" meine Mutter, nicht noch drei andere Menschen zusätzlich. Und ich hatte viel Unterstützung von meinem Mann.
    Dennoch habe ich nach den verschiedensten Vorfällen konsequent das Handtuch geworfen und gesagt: jetzt bin ich raus, sonst bin ich die nächste, die in der Psychiatrie landet. Meine Mutter hatte in der Zeit sogar einen Pflegedienst (wie auch aktuell), aber sie erwartete, dass ich alles andere organisierte - Einkaufen, Ämtersachen, Alkohol besorgen (ja, auch hier), seelischer Mülleimer sein, etc. Sie wollte sich sonst keine Unterstützung holen, hat außerdem keine Freunde und keine anderen sozialen Kontakte.
    Es gibt einen Punkt, da musste ich einfach entscheiden: soll ich irgendwann zusammenbrechen, während meine Mutter in ihrem "warmen Misthaufen" weiterlebt oder mache ich einen Schnitt. Ich habe mich für letzteres entschieden und außerdem selbst therapeutische Hilfe in Anspruch genommen.

    Jeder Mensch hat das Recht, in seinem Leben glücklich zu werden.
    Kein anderer hat das Recht, einem das Leben zu zerstören, nur weil unangenehme Dinge vermieden werden sollen.

    Mein Rat wäre, ähnlich wie der anderen, sich radikal zurückzuziehen und das nicht groß vorzubereiten.
    Du kannst die Situation etwas absichern, in dem du z.B. die zuständige Hausärztin informierst, den zuständigen Pflegestützpunkt, den sozialen Dienst u.ä. Also offizielle Stellen, die sich kümmern können, wenn Menschen Hilfe brauchen.
    Glaube mir, deine Verwandten werden nicht untätig in ihren vier Wänden verhungern, sie werden zwangsläufig aktiv werden und fremde Hilfe annehmen.
    Du hast das Recht, auch zu leben - nimm es in die Hand

    Sarolta


  3. Registriert seit
    06.02.2017
    Beiträge
    55

    AW: Wie soll ich mich gegenüber der Eltern mit Pflegegrad verhalten

    Einen großen Dank an Sarolta,
    Ich habe mit dem Pflegedienst meinet Eltern gesprochen. Und genau was du geschrieben hast, so soll ich es machen. Rückzug, egal was andere Menschen sagen oder denken Jeder hat das Recht auf sein eigenes Leben. Und diese Dienste sind dafür da und es ist deren Job.

    Werde es nach dem Urlaub so angehen und wünsche mir sehr, dass es klappt.
    L.g.
    L.G. Frieda


    Was du suchst
    ist nicht auf den Gipfeln der Berge, nicht in den Tiefen der Meere,
    nicht in den Straßen der Städte; Es ist in deinem Herzen!


  4. Registriert seit
    30.11.2014
    Beiträge
    26

    AW: Wie soll ich mich gegenüber der Eltern mit Pflegegrad verhalten

    Ich habe es jetzt selbst bei meiner Mutter erlebt,bin ich nicht verfügbar gehen die Sachen auch von alleine.

    Die Kinder sind keine Sklaven ihrer alten Eltern.Ich habe schon oft mit meiner Mutter gesprochen ,das ich nicht alles alleine machen kann,es scheint jetzt angekommen zu sein.

    Es ist nicht einfach,aber ich setze genau meine Grenzen,bis hierher und nicht weiter.

    Ich habe auch noch ein Leben.

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