Antworten
Seite 21 von 25 ErsteErste ... 111920212223 ... LetzteLetzte
Ergebnis 201 bis 210 von 244
  1. User Info Menu

    AW: Alzheimer-Demenz in mittleren Jahren

    Zitat Zitat von Rosalila Beitrag anzeigen
    Habe ich ihr gesagt bzw. sie auch mir, dass ich von nun an nur noch "Besuch" bin.
    Zitat Zitat von Rosalila Beitrag anzeigen
    Bei Bedarf soll ich ihm dann die Abendmedis geben.
    Was passiert denn - oder würde passieren -, wenn man es ausschließlich der Einrichtung
    selbst überließe, für die Medikamentengabe zuständig zu sein?

    Was machen die denn mit anderen Patienten, die keine Angehörigen haben, die täglich
    (und das sogar noch mehrfach) kommen, um nach dem Rechten zu schauen?

    Dass Dich die Differenzen mit Deiner Tochter sehr belasten, kann ich mir gut vorstellen.
    Ich würde wohl alles daransetzen, in Ruhe mit ihr zu reden. Klingt sicher einfacher, als
    es in der Praxis dann ist.

    Was ich nach wie vor nicht verstehe, ist die Rolle der Freundin Deiner Tochter, die ja
    ebenfalls eingebunden ist. Was hat es damit auf sich?

    .

  2. User Info Menu

    AW: Alzheimer-Demenz in mittleren Jahren

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Was passiert denn - oder würde passieren -, wenn man es ausschließlich der Einrichtung
    selbst überließe, für die Medikamentengabe zuständig zu sein?

    Was machen die denn mit anderen Patienten, die keine Angehörigen haben

    Was ich nach wie vor nicht verstehe, ist die Rolle der Freundin Deiner Tochter, die ja
    ebenfalls eingebunden ist. Was hat es damit auf sich?

    .
    Er nimmt nicht von allen Mitarbeiterinnen seine Medis, wonach er das entscheidet?? Ich weiß es nicht. Jetzt ist es wichtig, dass sich ein Spiegel aufbaut. Deshalb ist es erwünscht, dass jemand kommt. Da ich ihn besuche, kann es sein, ich werde manchmal darum gebeten, je nach Personal.
    Es sind alles keine Pflegekräfte, nur Alltagsbetreuerinnen.

    Die anderen Personen sind 20-30 Jahre älter und haben eine Altersdemenz, längst nicht so bockig.
    Eine Frau ist 100% pflegebedürftig aber da kommt ihr Mann immer 12 Stunden täglich.

    Morgens kommt der Pflegedienst, auch die tun sich schwer mit ihm. Er wirft die Tür oder sein Kissen, verweigert sich.
    Duschen und waschen lässt er sich auch gar nicht bis selten. Deshalb muss meine Tochter ganz oft kommen.
    Die Freundin ist eine der Pflegepersonen, die vor der Unterbringung schon 1 Jahr im Boot war.

    Positiv ist, dass meine Tochter nicht mehr rund um die Uhr verantwortlich ist...
    Geändert von Rosalila (13.07.2020 um 18:22 Uhr)

  3. User Info Menu

    AW: Alzheimer-Demenz in mittleren Jahren

    Wie kommt es denn, dass sich die Freundin so engagiert? Das ist doch eher ungewöhnlich, dass man in die Pflege von Personen involviert ist, die nicht zur eigenen Verwandtschaft gehören.

    Ich habe keine Erfahrungen mit Alzheimer-Kranken, aber ich habe anhand der Schilderungen den Eindruck, dass das nicht die richtige Einrichtung für Deinen Ex ist. Vielleicht braucht er schon mehr Hilfe, als ein Alltagsbetreuer leisten kann. Kannst Du Dir vorstellen, dass Deine Tochter sich nicht eingestehen kann/will, wie krank der Vater wirklich ist?

  4. User Info Menu

    AW: Alzheimer-Demenz in mittleren Jahren

    Zitat Zitat von FrauKeks Beitrag anzeigen
    Wie kommt es denn, dass sich die Freundin so engagiert? Das ist doch eher ungewöhnlich, dass man in die Pflege von Personen involviert ist, die nicht zur eigenen Verwandtschaft gehören.

    Ich habe keine Erfahrungen mit Alzheimer-Kranken, aber ich habe anhand der Schilderungen den Eindruck, dass das nicht die richtige Einrichtung für Deinen Ex ist. Vielleicht braucht er schon mehr H aus der ilfe, als ein Alltagsbetreuer leisten kann. Kannst Du Dir vorstellen, dass Deine Tochter sich nicht eingestehen kann/will, wie krank der Vater wirklich ist?
    Meine Tochter hat es so für sich geregelt mit den 2 Freundinnen, die ihr halfen.
    Argumenten gegenüber, die dafür sprachen, dass sie sich frühzeitig nach einer Pflegeeinrichtung umsieht, war sie nicht aufgeschlossen.

    Ich glaube, meine Tochter hat 4 Jahre von Tag zu Tag gelebt und will es jetzt auch probieren, in der Hoffnung, dass die Medikamente ihn stabilisieren. So ist ihr Plan...
    Geändert von Rosalila (13.07.2020 um 20:52 Uhr)

  5. User Info Menu

    AW: Alzheimer-Demenz in mittleren Jahren

    Gestern hat er es geschafft wegzulaufen. Die Polizei hat ihn zurück gebracht.
    Der behandelnde Arzt sucht nun nach einem Klinikplatz.
    Geändert von Rosalila (14.07.2020 um 20:34 Uhr)

  6. User Info Menu

    AW: Alzheimer-Demenz in mittleren Jahren

    Seit heute steht fest, er kann da nicht bleiben. Aber was nun kommt? In der WG kann er jedenfalls nicht mehr wohnen.
    Sollte er ins Krankenhaus müssen, dann muss es von den Angehörigen in die Hand genommen werden.
    Wenn der Arzt überweist, kommt die Polizei und liefert ihn ein. So ist die Vorgehensweise. Das versucht die Einrichtung zu vermeiden. Sie sind ganz fürsorglich und haben zum Schutz jetzt alle Türen zu, auch den Ausgang zur Terrasse. Da ist das Rollo sogar heruntergelassen. Ich war heute Abend dort und fand es sehr umsichtig. Ich mache mir zwar Sorgen aber ich kann es nicht aufhalten. Leider ist es die bessere Lösung, das er da auszieht.

  7. User Info Menu

    AW: Alzheimer-Demenz in mittleren Jahren

    Rosalila, was ihr da so veranstaltet habt hatte kein Hand und Fuss.
    Selbst wenn die da jetzt die Rollaeden runter lassen.
    Aber das juckt euch nicht wirklich. Ihr sorgt euch auch nicht wirklich, sonst wäre er jetzt schon anders untergebracht.
    Haarsträubend finde ich das.
    Lizzy 27.11.2019

    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können

  8. User Info Menu

    AW: Alzheimer-Demenz in mittleren Jahren

    Meine Meinung als Fachfrau mit viel Erfahrung in der Behandlung von Demenzen mit Weglauftendenz und dazugehöriger Eigengefährdung zeigt mir oft, dass man um eine geschlossene Unterbringung oder ein Heim mit entsprechender Demenzstation nicht drumherum kommt.

    Auch die Medikation kann da nicht besonders viel, eine entsprechende Medikation kann ihn etwas ruhiger machen und Impulsdurchbrüche mindern, aber viel mehr auch nicht.

    Es ist tatsächlich eine Mammutaufgabe und total traurig und belastend, gerade, weil dein Ex ja so jung ist. Aber ich hoffe für euch, und auch für deine Tochter, dass er in die Klinik kommt und ihr auf gute Ärztinnnen trefft, die die Lage gut einschätzen können und das auch angemessen kommunizieren können. Denn so ist das schlichtweg sehr gefährlich.

    Alles Gute für euch!!

  9. User Info Menu

    AW: Alzheimer-Demenz in mittleren Jahren

    @Colour

    Danke dir für deine Worte.

    es wird jetzt ja auch so kommen, weil diese WG-Form einfach nicht darauf eingerichtet ist. Den Zustand konnte ich auch nur schwer einschätzen. Ich habe ihn max. alle 14 Tage kurz gesehen. Wobei es da auch öfter schon Weglauf-Geschehnisse gab.
    Ich wollte aber nicht gegen meine Tochter vorgehen, wenn ich anderer Meinung bin, spreche ich das an. Leider war sie wenig einsichtig. Ich bin allerdings nicht in "ihren Schuhen gelaufen".

    Gestern sagte mir die verantwortliche Frau, stellv. Pflegedienstleitung, dass die Medikamente selbst mit Aufdosierung keine Wunder vollbringen können. Auch an höhere Dosen gewöhnt sich ein Körper. Leider schreitet die Krankheit sehr schnell voran. Es ist nicht zu stoppen.
    Sie sagte mir, dass mein Ex-Mann ruhige, sehr anhängliche Phasen hat aber auch eine ganz andere Seite.
    Die Bewohner und Angestellten sind gefährdet, weil er kräftig ist, schubst und schon handgreiflich wurde. Der Zimmernachbar ist auch nicht ohne, der ist nur schon 90 Jahre und wackelig auf den Beinen. Das Personal musste schon öfter Streit schlichten. Leider ist mein Ex oft total verwirrt.

    Er wird in Kürze, sobald es einen Platz gibt, in eine Klinik kommen. Danach in eine Heimunterbringung, denn es steht fest, dass die WG ihn nicht mehr behalten kann.

    Mir ist es heute auch sehr weh um´s Herz. Meine Tochter tut mir sehr leid, dass sie das alles alleine tragen wird. Ich denke an sie, denn heute ist das Gespräch.

    Mein Ex-Mann war gestern sehr, sehr verzweifelt und seltsam. Er wollte mir viel sagen, es ging aber nicht.
    Er bückt sich dann immer so komisch nach vorne. Ich war einfach nochmal am Abend da und weiß, dass es ein Abschied auf Raten ist.
    Wir wissen nicht, was nun kommen wird.

  10. User Info Menu

    AW: Alzheimer-Demenz in mittleren Jahren

    Zitat Zitat von farfalle61 Beitrag anzeigen
    Rosalila, was ihr da so veranstaltet habt hatte kein Hand und Fuss.
    Selbst wenn die da jetzt die Rollaeden runter lassen.
    Aber das juckt euch nicht wirklich. Ihr sorgt euch auch nicht wirklich, sonst wäre er jetzt schon anders untergebracht.
    Haarsträubend finde ich das.
    Das stimmt aber so gar nicht. Es war ein Versuch. Mir wurde gesagt, auch von den Verantwortlich dort, dass man die Wirkung der Medikamente abwartet. Mein Bauch sagte vor 2 Wochen schon, er wird es wieder probieren.

    Eine frühere Unterbringung habe ich auch sehr oft thematisiert. Ich habe aber nicht die Vorsorgevollmacht.

    Die Rollos sind unten, weil es im Moment verhindert werden muss, dass er wieder abhaut. Die müssen sich dort solange behelfen, wie er noch da wohnt. Von heute auf morgen geht in Kliniken nichts. Selbst die Verantwortlichen wollen die harte Tour nicht.
    Geändert von Rosalila (16.07.2020 um 10:15 Uhr)

Antworten
Seite 21 von 25 ErsteErste ... 111920212223 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •