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  1. Inaktiver User

    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

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    Geändert von Inaktiver User (22.02.2018 um 14:28 Uhr)

  2. Avatar von kuhliebe
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    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

    Es gibt sehr gute Möglichkeiten sich mit PV, VV oder wenn man noch minderjährige Kinder hat mit einer SV zusätzlich abzusichern.

    Wir sind als Eheleute noch beide vom 50 Geburtstag entfernt. Die ganze Thematik hat uns überrollt nach dem in unserem Dorf ein 20 jähriges Mädchen aufgrund eines Unfalls urplötzlich auf Intensiv lag. Sie war Volljährig. Die Eltern waren für Sie nicht mehr "zuständig". Betreuung beantragen usw. ein riesen Aufwand.

    Wir haben es dann in die Hand genommen. Und durch einen Anbieter für juristische Dienstleistungen zu einem guten Preis mit jährlicher Vertragsüberprüfung eine super Lösung gefunden.

    Unsere Vollmachten liegen im Orginal bei dem Dienstleister und sind bei der Bundesnotarkammer eingetragen. Eine gültige Ausfertigung haben wir zu Hause.


    Unser Vorteil ist, die Verträge werden durch Anwälte jährlich geprüft ob bei laufenden Rechtssprechungen die Vollmachten noch gültig sind. Da ändernt sich öfters was. Vorallem in Hinblick auf Intensivmedizin und Sterbebegleitung. Das würde ich nie sonst mitbekommen.

    Änderungen werden uns mitgeteilt, genauso kann ich kostenlos in diesem Service Änderungen mitteilen.

    Im Notfall hab ich ein Kärtchen für 24/7. Das heisst die Klinik, das Heim oder was der Geier was bekommt durch den Anbieter sofort meine PV oder VV zugestellt und es kann in meinem Sinn gehandelt werden. Dritte sind da erst einmal aussen vor, da nach meiner PV gehandelt wird.

    Meine Bevollmächtigen wissen nur (bis auf meinen Mann natürlich) dass sie Bevollmächtigt sind und das es eine Vollmacht gibt. Im Ernstfall werden sie informiert. Und dann können sie handeln.

    Mann und Frau müssen halt wiessen was sie wollen. Wenn ich mir irgendein Formular irgendwo runter lade dann daheim im Schrank aufhebe kann halt alles passieren. Vom Missbrauch wenn ich Oma bin oder die Änderunge der Rechtsspechung.

    Meine Ärztin hat gesagt die meisten Leute sind selber Schuld, dass es Probleme gibt. Irgendein Zettel, keine Gültigkeit und der Hausarzt hat nicht mal einen Vermerk wenn ein Heim oder ein Krankenhaus anruft.

    Leider sind viele zu geizig, sich da ordentlich abzusichern. Wir zahlen für den jährlichen Service nicht mal so viel wie wenn wir zu viert ne Pizza essen. Die Gesamtverträge waren billiger als vom Notar oder Anwalt.

    Überigens jeder Notar oder Anwalt fertigt den Vertrag nach aktuellem Recht. Jedoch wird ausdrücklich darauf hingewiesen
    von Zeit zu Zeit mal überprüfen zu lassen.

    Also ich behaupte hier mal felsenfest, wenn man sich ersthaft drum kümmert findet jeder eine Lösung. Oft liegt es daran das die ganzen Argumente dagegen nur die Angst verbergen, sich ordentlich damit auseinander zusetzen.

    Für mich, habe ich auch Dinge festgelegt, wie zum Beispiel meine Art der Bestattung, Hospiz oder Daheim sterben. Wie lange Intensiv usw.
    Wer verwaltet mein Vermögen wenn ich es nicht mehr kann, ein Bevollmächtigter alleine oder eine zweite Person dazu. Was ist wenn mein Mann und ich beide keine Entscheidungen mehr treffen können und die Kinder noch nicht volljährig sind, usw.

    Übrigens, es gibt auch die Möglichkeit, dass zwei Personen zusammen Bevollmächtigt sind. Ob es Sinn macht oder nicht soll jeder für sich selber entscheiden.
    Geändert von kuhliebe (21.02.2018 um 07:42 Uhr)

  3. Avatar von Akzent
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    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Ich kann mich nur noch an einen Punkt erinnern.

    Man muß detailliert beschreiben, welche medizinischen Behandlungen man nicht möchte. Allgemeine Begriffe wie "lebensverlängernde Maßnahmen" reichen nicht aus. Aber woher soll ich wissen, was der Intensivmedizinier oder der Notarzt macht, wenn es ums Ganze geht. Und selbst wenn ich wüßte, welche Medikamente und Behandlungen beim Verfassen der PV angesagt sind, weiß ich noch lange nicht was gerade aktuell ist, wenn jemand meine PV zu Rate zieht.
    .
    Wenn es ums Ganze geht, darum geht es z. B. bei einer PV. Hirntod, Komasituation nach einem schweren Unfall. Willst du versorgt werden, wenn ein Notarzt hinzugezogen werden könnte? also z. B. Herzinfarkt bei hohem Alter und du könntest reanimiert werden, dann schreibe das in die PV. Wenn du das nicht möchtest, dann schreibe es auch. Das entlastet die Angehörigen.

    In jungen Jahren will bestimmt jeder reanimiert werden. In den USA gab es vor einiger Zeit ein Beispiel zur Herzinfarkt-Situation. Ein Mann im Mittelalter bekam einen Herzinfarkt. der Notarzt riss ihm die Oberbekleidung auf und dieser hatte auf seinem Brustkorb ein Tatoo eingraviert mit der "Bitte nicht reanimieren". Es war nicht durchgestrichen. Ich weiss jetzt nicht wie die Angelegenheit weiter ausgegangen ist, vielleicht suche ich es noch hervor. Er wurde reanimiert...

    Denn verschiedenen Notärzte hatten jetzt Probleme damit. Für den einen gilt, solange dass Tatoo nicht durchgestrichen ist oder mit neuem Datum versehen ist, sollte man dem Wunsch des Patienten nachkommen. An sich eine sichere Bekanntmachung auf den Körper zu schreiben. schreiben, was man absolut nicht will. Ich meine bei einer PV kommt es doch drauf an was man nicht will, Das was machbar ist, also was unbedingt nötig ist, ohne vorherige Ablehnung, sozusagen,, wird von den Ärzten und Personal berufsethisch sowieso unternommen.

    Willst du bei Schmerzen aufgrund einer schwersten Krankheit, die dich in den PalliativBereich Bereich bringt, entprechende Schmerzmittel ?. Ob es irgendwann bessere Schmerzmittel gibt, darum brauchst du dich nicht sorgen. Ärzte gäben dir dann schon das beste, was aktuell ist, aber selbst das kannst du in der PV zusätzlich vermerken. Bei Schmerzen hast du einen Zustand, welcher dich nicht dazu führt, dass du dich nicht bemerkbar machen kannst, so kannst du dich zu jeder Zeit entscheiden, ob du was haben willst zur Schmerzlinderung.


    Ansonsten kannst du deine PV zu jeder Zeit aktuell erneuern, also mit neuem Datum versehen, selbst im Sterbebett, wenn du dir dessen bewusst bist. Der Vorteil einer PV ist doch, dass du dir Gedanken machen kannst und sollst , wie du behandelt werden möchtest. Spiel dir ein paar Szenarien durch, dann fällt es leichter.

    Das sind nur ein paar Beispiel und soviele Situationen gibt es doch nicht, welche dich zu einer ständigen Sorge um eine gute Versorgung machen, ob aktiv oder passiv. Das Personal ist doch geschult.



  4. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Ansonsten kannst du deine PV zu jeder Zeit aktuell erneuern, also mit neuem Datum versehen, selbst im Sterbebett, wenn du dir dessen bewusst bist. Der Vorteil einer PV ist doch, dass du dir Gedanken machen kannst und sollst , wie du behandelt werden möchtest.
    Ich glaube, Du hast nicht verstanden, worum es mir geht. Wie soll ich in einer PV bestimmte Therapien ablehnen, wenn ich nicht weiß,welche Therapien in der Intensiv-oder Palliativmedizin angewandt werden ? Meines Wissens verlangt der BGH von PVs genau das: genaue Bezeichnung der Maßnahmen, die man ablehnt. Und genau das kann ich als medizinischer Laie nicht leisten.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).

  5. Avatar von Akzent
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    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

    Na dann mach es so wie dir das BGH vorschreibt und erkundige dich in der Palliativ-Abteilungen über die Therapien. Vielleicht verstehst du dann die Zusammenhänge besser.



  6. Inaktiver User

    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Ich glaube, Du hast nicht verstanden, worum es mir geht. Wie soll ich in einer PV bestimmte Therapien ablehnen, wenn ich nicht weiß,welche Therapien in der Intensiv-oder Palliativmedizin angewandt werden ? Meines Wissens verlangt der BGH von PVs genau das: genaue Bezeichnung der Maßnahmen, die man ablehnt. Und genau das kann ich als medizinischer Laie nicht leisten.
    Naja, ein bisschen Mühe musst du schon investieren, wenn du selbst solche Entscheidungen treffen willst, das kann dir keiner abnehmen. Oder du verzichtest halt auf eine PV und lässt im Notfall dann alles machen, was die diensthabenden Ärzte dann entscheiden.


  7. Registriert seit
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    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Meines Wissens verlangt der BGH von PVs genau das: genaue Bezeichnung der Maßnahmen, die man ablehnt.
    Ist denn "lebensverlängernde Maßnahmen" nicht genau genug?

  8. Inaktiver User

    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

    Es ist kompliziert, das leugne ich gar nicht, aber es weniger kompliziert mit der PV als es hier zum Teil geschildert wird und vor allem: Es wird erst richtig kompliziert, wenn es keine gibt.

    Haltet euch das bitte vor Augen - lieber eine PV, die evtl. Lücken aufweist als keine. Das sage ich nicht einfach nur so, sondern aus aktueller Erfahrung bei einem nahen Angehörigen, der weder eine PV noch eine VV hatte und vor allem sich selbst, aber auch seiner nächsten Angehörigen damit eine Menge Kummer und Leid beschert hat.

  9. Inaktiver User

    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Ist denn "lebensverlängernde Maßnahmen" nicht genau genug?
    Wie könnte es?
    Beispiel: Wenn ich im Aufzug zusammensacke, habe keinen Puls mehr und jemand macht Herzmassage - dann ist das eine lebensverlängernde Maßnahme, die ich in dem Augenblick evtl. zu schätzen weiß, da nicht so genau klar ist, was passiert ist.
    Wenn ich aus einem Autowrack geschnitten werde, beide Beine ab und Kopf unter dem Arm, ist alles was folgt, auch eine lebensverlängernde Maßnahme, die ich aber evtl. nicht so doll finde, da ich nicht als Schwerstpflegefall weiterleben möchte.

  10. gesperrt
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    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Ist denn "lebensverlängernde Maßnahmen" nicht genau genug?
    Nein, es kommt ja darauf an, was die lebensverlängernden Maßnahmen erfordert. Wie Schaumzucker schon geschrieben hat, natürlich will ich, das alles getan werden soll, was getan werden kann.

    Aber ich der PV bezieht man sich auch explizit auf todesnahe Zustände, hoffnungslose Fälle,....

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