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  1. Inaktiver User

    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Der Gedanke, dass ein anderer einem sonstwas "könnte"-- ist halt prinzipiell weniger verlockend- selbst, wenn man dem anderen vertraut.
    Naja ... so einer Person würdest du doch vermutlich keine Vollmacht erteilen, oder? Und es ist auch nicht so, dass der Bevollmächtigte nun durch die Welt läuft, mit der VV wedelt und alle machen plötzlich, was er will.

  2. Avatar von twix25
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    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

    Ich habe es so gelöst : Komplett!!Vollmachten erteilt, ab SOFORT gültig, Alle unterschreiben lassen, im Register vermerken lassen und die Unterlagen bei mir deponiert
    Diejenigen wissen, wo und können dran, wenn sie es benötigen

    Damit muß ich mir z.B keinen Kopf machen, wenn ich am anderen Ende der Welt im KH liege und hier das Haus überflutet wird, Geld von mir benötigt wird oder sonstige Sachen, Handlungen erfordern
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"

  3. Inaktiver User

    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

    Tatsächlich finde ich es grob fahrlässig und verantwortungslos, wenn man keine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung hat. Nicht nur einem selbst, sondern auch den Angehörigen gegenüber.
    Den Gedanken, dass mein Mann und meine Freundin "mir sonstwas könnten", den hatte ich allerdings noch nie, den finde ich reichlich abwegig.

  4. Avatar von guerteltier
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    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    Ich habe es so gelöst : Komplett!!Vollmachten erteilt, ab SOFORT gültig, Alle unterschreiben lassen, im Register vermerken lassen und die Unterlagen bei mir deponiert
    Diejenigen wissen, wo und können dran, wenn sie es benötigen
    So haben mein Mann und ich das auch gemacht.

    Der Notar hat uns das folgendermaßen erklärt (und so steht es auch im Ratgeber von Stiftung Warentest): wenn man die Vollmacht bedingt ausstellt ("soll gelten, wenn ich nicht mehr geschäftsfähig bin" u.ä.) darf die Bank/Behörde/Krankenhaus usw. die Vollmacht nicht akzeptieren - denn es gibt ja keinen Beleg, dass der Vollmachtgeber tatsächlich nicht mehr zu Handeln in der Lage ist.

    Dies müsste erst gerichtlich festgestellt werden, in der Zwischenzeit könnte der Bevollmächtigte nicht handeln.

    Aber wenn der Bevollmächtigte trotz Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers die Vollmacht mißbräuchlich einsetzt ist dies rechtswidrig.

  5. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Tatsächlich finde ich es grob fahrlässig und verantwortungslos, wenn man keine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung hat.
    Das ist leicht gesagt, aber wie wir hier schon sehen, ist überhaupt nicht klar wie so eine Vollmacht auszusehen hat. Man bekommt teilweise widersprüchliche Informationen. Ehrlich gesagt ist mir die Lust an diesem Thema vergangen. Ende 2014 habe ich in Erwartung größerer medizinischer Aktionen eine Patientenverfügung nach Vorlage des Bundesjustizministeriums erstellt, nur um später zu erfahren, dass sie wirkungslos war. Und ich habe keine Lust sowohl einen Mediziner, als auch einen Juristen dafür zu bezahlen, um gerichtsfeste Vollmachten zu schreiben.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).

  6. gesperrt
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    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Das ist leicht gesagt, aber wie wir hier schon sehen, ist überhaupt nicht klar wie so eine Vollmacht auszusehen hat. Man bekommt teilweise widersprüchliche Informationen. Ehrlich gesagt ist mir die Lust an diesem Thema vergangen. Ende 2014 habe ich in Erwartung größerer medizinischer Aktionen eine Patientenverfügung nach Vorlage des Bundesjustizministeriums erstellt, nur um später zu erfahren, dass sie wirkungslos war. Und ich habe keine Lust sowohl einen Mediziner, als auch einen Juristen dafür zu bezahlen, um gerichtsfeste Vollmachten zu schreiben.
    Was war denn wirkungslos?


  7. Registriert seit
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    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

    Mal aus der praktischen Erfahrung als Vollmachtnehmer für einen bereits verstorbenen 50jährigen und zwei noch lebende fast 90jährige Vollmachtgeber gesprochen: Die beschriebe Limitierung (nur nach ärztlicher oder richterlicher Feststellung der Geschäftsunfähigkeit wirksam) wäre in hohem Grad unsinnig. Mehr noch: Sie wäre faktisch für den Vollmachtgeber schädlich.

    VV (und bisweilen auch PV) braucht man keineswegs erst in einer imaginierten Endphase (komplett entscheidungsunfähig, dem Tode nahe). Zum einen ist Entscheidungsunfähigkeit nur selten vollständig: Viel häufiger hat man es mit mehr oder weniger starken, mehr oder weniger schwankenden Bewußtseinstrübungen zu tun. Sogar bei Demenz ist das über sehr, sehr lange Zeit so, deshalb hat man als Vollmachtnehmer ja auch die Pflicht, sogar bereits mehrjährig diagnostizierte Demente in Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Zum anderen braucht man VV & PV in einer tatsächlichen Endphase kaum noch: Da ist nämlich, wenn man halbwegs vernünftige Ärzte hat, eh alles klar.

    Eine VV (und bisweilen auch PV) braucht man jedoch dringend in den Monaten oder Jahren vor einer solchen Endphase. Da treten nämlich, teils altersbedingt, teils krankheitsbedingt, teils durch (Fehl-)Medikation, Schock oder Operationskomplikationen, immer wieder mehr oder weniger vorübergehende und mehr oder weniger heftige Phasen der Desorientierung auf, in denen akut medizinische, praktische und finanzielle Entscheidungen getroffen werden müssen. Entscheidungen, die der Vollmachtgeber selbst momentan nicht treffen kann. In diesen Phasen braucht man die Dokumente, um als Vollmachtnehmer im Sinne des Vollmachtgebers handeln zu können.

    Ein Beispiel: Wäre eine Vorsorgevollmacht wie oben beschrieben limitiert, dann könnte ich in einer Situation, in der Papa nach Oberschenkelhalsbruch/OP für gut 10 Tage mental extrem verlangsamt, im Viertelstundentakt vergeßlich und zeitweise verwirrt ist (eine häufige Nebenwirkung von Stürzen und Narkosen bei Senioren), weder seine Rechnungen bezahlen, noch mit dem Krankenhaus den Wahlleistungsvertrag für das von ihm gewünschte Zweibettzimmer abschließen, noch die Einverständniserklärung für eine wegen Nachblutungen akut erforderliche zweite Kurz-OP unterzeichnen. Eine ausführliche Delir-/Demenzdiagnostik oder gar Heranziehung eines Richters wäre in einer solchen Situation ebenso belastend wie unsinnig. Ohne Vollmacht bzw. mit einer wirksam limitierten Vollmacht wären aber sowohl den Ärzten wie auch mir die Hände gebunden.

    Kurz: Das Entscheidende ist nicht eine Limitierung. Das Entscheidende ist, eine Person als Vollmachtnehmer zu wählen, von der man weiß, dass sie in Bezug auf Krankheit und Sterben ähnliche Werte vertritt (darüber sollte man möglichst konkret und ausführlich vorher reden!). Eine Person halt, der man tatsächlich vertraut.

  8. gesperrt
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    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

    Zitat Zitat von britwi Beitrag anzeigen

    Kurz: Das Entscheidende ist nicht eine Limitierung. Das Entscheidende ist, eine Person als Vollmachtnehmer zu wählen, von der man weiß, dass sie in Bezug auf Krankheit und Sterben ähnliche Werte vertritt (darüber sollte man möglichst konkret und ausführlich vorher reden!). Eine Person halt, der man tatsächlich vertraut.
    Das möchte ich dick unterschreiben.

    Es geht bei dem Thema auch stark darum, sich bewusst hinzusetzen und darüber zu reden und selber ein paar Sachen zu durchdenken.

  9. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

    Zitat Zitat von friesbeforeguys Beitrag anzeigen
    Was war denn wirkungslos?
    Ich kann mich nur noch an einen Punkt erinnern.

    Man muß detailliert beschreiben, welche medizinischen Behandlungen man nicht möchte. Allgemeine Begriffe wie "lebensverlängernde Maßnahmen" reichen nicht aus. Aber woher soll ich wissen, was der Intensivmedizinier oder der Notarzt macht, wenn es ums Ganze geht. Und selbst wenn ich wüßte, welche Medikamente und Behandlungen beim Verfassen der PV angesagt sind, weiß ich noch lange nicht was gerade aktuell ist, wenn jemand meine PV zu Rate zieht.

    Mein Fazit: Gute Idee, aber für Normalbürger nicht alltagstauglich.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).

  10. gesperrt
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    AW: Vorsorgevollmacht- Patientenverfügung

    Deshalb kann man sich doch vorher informieren.

    Oben wurde das ein paar mal verlinkt, da steht ein bisschen mehr drin als lebensverlängernde Maßnahmen.

    Ich finde deine Angabe, deine PV wäre wirkungslos gewesen, aber nun kannst du dich nicht mehr innern warum, etwas....sagen wir.... unglaubwürdig.

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