Hallo!
Ende Juli ist meine Oma - 88 Jahre alt und eigentlich noch topfit - umgekippt. Im Krankenhaus kam dann heraus: Sie braucht eine neue Herzklappe. Sie wurde komplett durchgecheckt. In den 5 Wochen bis zur OP bekam sie Blutverdünner. Ihr ging es gut. Die OP verlief auch ohne Probleme (die neue Klappe wurde per Katheter eingesetzt). Nach einer Woche Krankenhausaufenthalt (davon 5 Tage auf einer Zwischenintensiv) wurde sie entlassen.
2 Tage nachdem sie wieder zu Hause war, hat sie sich übergeben, ist ohnmächtig geworden. Gut, dass meine Tante bei ihr war (mein Vater - ihr Sohn - ist schon vor vielen Jahren verstorben). Sie hat den Notarzt gerufen und meine Oma kam wieder ins Krankenhaus. Es wurde ein EKG gemacht, das unauffällig war. Bei einer weiteren Untersuchung wurde dann festgestellt, dass sie wieder Herz-Rhythmus-Störungen hat und Vorhofflimmern. Ihr wurde dann ein Schrittmacher eingesetzt. Auch diese OP verlief ohne Probleme.
Und nun wieder: Trotz Schrittmacher und neuer Herzklappe ist sie jetzt wieder umgekippt. Der Arzt, der dann da war meinte nur lapidar: Kann man leider nichts mehr machen.
Ich bin am zweifeln, ob man das so einfach abtun kann? Seit der Klappen-OP bekommt sie Beta-Blocker, Wassertabletten und Blutverdünner. Hatte das schon mal jemand? Ob mir meine Tante so genau Auskunft erteilt, bezweifle ich. Ebenso, dass sie sich da richtig Gedanken drüber macht.
Ich weiß, sie ist 88. Aber es kann doch nicht sein, dass sie ständig vom Hocker kippt? Ist ihr Herz einfach altersschwach?
LG
Katze
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Ergebnis 1 bis 10 von 17
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02.10.2017, 12:54
Oma herzkrank - keiner kann mehr helfen?
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02.10.2017, 13:08Inaktiver User
AW: Oma herzkrank - keiner kann mehr helfen?
Von uns medizinischen Laien kann das niemand sagen.
Aber ja, die Organe altern. Und irgendwann kommt der Punkt, an denen in einem Organ zu viel nicht mehr richtig repariert wurde, so dass die Funktion nachhaltig gestört ist. Die Möglichkeiten der Medizin, da gegenzusteuern, sind beschränkt.
Seit wann bekomm sie die Beta-Blocker? Es braucht manchmal eine Weile, bis sich der Körper daran gewöhnt - oder es muss an der Dosierung geschraubt werden.
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02.10.2017, 13:17
AW: Oma herzkrank - keiner kann mehr helfen?
Liebe Katze - ich glaube, dass das Umkippen von den Medikamenten kommt. Kreislauftechnisch sozusagen...Die Beta-Blocker schrauben den Puls nach unten, da kann man schon leicht umkippen. ich selber vertrage sie auch nicht.
Eventuell mal mit dem Hausarzt sprechen, falls es öfter noch passiert, dass der Kreislauf schlapp macht, ob man die Dosis etwas reduzieren kann z.B..
Aber der Körper muss sich zunächst auch an die neuen Medikamente etwas gewöhnen. Oft sind sie recht hoch dosiert...denn je niedriger der Blutdruck, desto geringer das Risiko für Infarkt und Schlaganfall.
Und - jeder Herzpatient muss doch zunächst an seine Dosis herangeführt werden. Ich denke, das wird wieder gut, Herzschrittmacher und neue Herzklappe sind doch beste Voraussetzungen.
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02.10.2017, 13:41
AW: Oma herzkrank - keiner kann mehr helfen?
Das Fettgedruckte halte ich für eine nicht gut gelaufene Kommunikation, nicht für eine abschliessende Aussage. War das der behandlende Arzt oder ein akut hinzugezogener, evt ein Notarzt?
Falls die Grossmutter das möchte, würde ich an ihrer Stelle um ein Gespräch beim Hausarzt oder behandelnden Kardiologen bitten und dort alle Fragen klären - wie schätzt der Arzt die Lage ein, warum bekommt sie welches Medikament, welche Wirkungen sind zu erwarten, wie wird sich das über längere Zeit entwickeln, was kann sie evt. selbst tun, um stabiler zu werden?
Wenn sie möchte, kann sie ja auch einen Angehörigen zu dem Gespräch mitnehmen.
Und vorher Fragen notieren, und während des Gespräches mitschreiben - damit man im Stress nicht was vergisst oder hinterher doch nicht alles so klar ist, wie es schien.that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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02.10.2017, 13:44
AW: Oma herzkrank - keiner kann mehr helfen?
Die Beta-Blocker bekommt sie erst seit der Herzklappen OP. Also jetzt seit nicht ganz 4 Wochen. Als sie nach der Herzklappen-OP wieder umgekippt ist und im Krankenhaus war, wurde an der Dosierung etwas geschraubt bzw. die Tabletten wurden über den Tag mehr verteilt.
Ich hatte die Beta-Blocker auch schon in Verdacht. Aber scheinbar kein Arzt. Weder der Hausarzt, noch die Ärzte im Krankenhaus. Sie hat jetzt natürlich furchtbare Angst, immer wieder umzukippen. Es ist zwar meine Tante mit im Haus, aber natürlich auch nicht immer da. Ich habe so das Gefühl, dass sich keiner richtig Mühe gibt, eine eindeutige Diagnose für die Ohnmachtsanfälle zu finden (die nie lange dauern, maximal 30 Sekunden).
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02.10.2017, 13:48
AW: Oma herzkrank - keiner kann mehr helfen?
Diese Aussage stammt von dem behandelnden Arzt im Krankenhaus. Er meinte: Wenn sie jetzt wieder umkippt (mit neuer Klappe und Schrittmacher) kann man nichts mehr machen. Die Behandlungsmethoden seien nun erschöpft.
So hat es mir meine Tante erzählt. Und auch der gerufene Hausarzt vor 2 Tagen (als sie wieder ohnmächtig wurde) hat scheinbar so eine Aussage gemacht.
Mir kommt das alles recht seltsam vor. Ich glaube - leider - dass meine Tante auch etwas zu bequem ist, mit ihrer Mutter gemeinsam auf Ursachenforschung zu gehen - sprich von Arzt zu Arzt zu rennen (ja, so ist sie leider...). Und meine Oma vertraut ihrer Tochter blind.
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02.10.2017, 13:56
AW: Oma herzkrank - keiner kann mehr helfen?
Sie ist 88 Jahre alt - ich weiß, sie ist deine Oma und du liebst sie sehr. Aber irgendwann ist das Leben zu Ende und sie hat ein langes Leben gehabt.
Diese Operationen und Medikamente sind sehr schwer für jemanden in diesem Alter. Eine Tour von Arzt zu Arzt kann nicht das sein, was sie möchte.
Ihr Herz ist alt und man kann es nicht ewig schlagen lassen.
Es wird nicht leicht, aber ich denke du solltest nicht daran zwingend festhalten, dass da noch was zu machen ist.
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02.10.2017, 14:19
AW: Oma herzkrank - keiner kann mehr helfen?
Um die Zusammenhänge besser zu verstehen z.B. zwischen Puls, Medikamenten, Schrittmacher usw. kannst Du Dich auf Deutsche Herzstiftung e.V. besser informieren. Vielleicht nimmt Dir das die Sorge ein wenig.
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02.10.2017, 15:02Inaktiver User
AW: Oma herzkrank - keiner kann mehr helfen?
Umkippen wegen zu tiefem Blutdruck ist sehr unangenehm, aber nicht per se gefährlich.
(Falls wirklich der tiefe Blutdruck der Auslöser ist und nicht was anderes)
Das Problem insbesondere bei einem alten Menschen ist natürlich, dass man sich beim Umkippen verletzt, Knochen bricht, Kopf anschlägt oder so.
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02.10.2017, 18:33
AW: Oma herzkrank - keiner kann mehr helfen?
Ist bekannt, in welcher Situation deine Oma umgekippt ist? Wie oft ist das passiert?
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