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  1. Registriert seit
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Wir waren auch in der Situation das Haus unserer Mutter zu ihren Lebzeiten verkaufen zu müssen, um die Heimkosten bezahlen zu können.

    Ich habe eine Betreuung nur für den Verkauf des Hauses beantragt und auch bekommen. Zu meiner Mutter kam ein Richter ins Heim und fragte sie, ob sie mit dem Hausverkauf einverstanden sei. Da sie bejahte, war alles kein Problem mehr. Diesen Weg haben wir gewählt, weil wir unsicher waren, ob sie im Ernstfall beim Notar wirklich unterschrieben hätte. Dann hätten wir große Probleme bekommen.

    Nach Abschluss des Verkaufs wurde der Kaufvertrag von einer Rechtspflegerin überprüft. Dass wir ein Gutachten eines öffentlich bestellten Gutachters hatten, erleichterte die Sache. Mit dieser Überprüfung endete auch meine Betreuung. Es kostete natürlich Gebühren.

    Wenn du selbst kaufen willst, würde ich dir auf jeden Fall raten, ein Gutachten von einem öffentlich bestellten Gutachter erstellen zu lassen. Ob man zu dem Preis dann kauft oder verkauft, ist eine andere Sache. Aber man hat eine Grundlage. Zumal deine Schwestern schon jetzt nicht ehrlich mit dir sind.
    Auch der Gutachter kostet. Aber er war jeden Euro wert.

    Ingeline, ich wünsche dir alles Gute. Ich kann gut nachfühlen, wie es dir geht. Nur im Gegensatz zu dir, haben mein Bruder und meine Schwester am gleichen Strang gezogen.

    Liebe Grüße
    Klarinette
    Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.
    Gustav Heinemann


  2. Registriert seit
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Gestern war ich bei meiner Mutter im Pflegeheim.

    Danach wollte ich noch zu meiner ältesten Schwester fahren, sie war aber unterwegs.
    Später telefonierten wir und ich erfuhr auf mein beharrliches Nachfragen folgendes:
    Es würde jetzt anders ablaufen, wie sie gedacht hatte. Sie müsse den offiziellen Weg einschlagen, der langwierig wäre.

    Sie hat beim Betreuungsgericht einen Antrag zum Verkauf des Hauses eingereicht. Das Gericht lässt durch einen vom Gericht eingesetzten Betreuer erstmal prüfen, ob unsere Mutter noch geschäftsfähig ist.
    Da sie ja dement ist, wird vom Betreuer dann ein Gutachter bestellt, der den Verkehrswert des Hauses feststellt.
    Das Gericht entscheidet letztlich, ob das Haus verkauft werden darf.
    Der Betreuer erteilt dann einem Immobilienmakler den Auftrag, das Haus zu verkaufen.

    Das Geld vom Hausverkauf kommt auf ein Sperrkonto und dient nur der Kostendeckung für das Pflegeheim.

    Ob das alles so glatt läuft, wie es sich meine Schwester vorstellt, glaube ich nicht.
    Der Betreuer prüft ja auch die Vermögenswerte unserer Mutter und sieht dann, dass das Geld für den Hausverkauf gar nicht benötigt wird.




    Nun bin ich gespannt, wie es weiter geht.


  3. Registriert seit
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Worin soll denn der Sinn bestehen, das Haus jetzt zu verkaufen, wenn die Heimkosten gedeckt sind?

    Im Übrigen glaube ich nicht (ohne dass ich mich im Besonderen mit Betreuungsrecht auskenne), dass ein Kind einen Antrag auf Hausverkauf beim Betreuungsgericht stellen kann. Es kann meines Wissens nur beim Betreuungsgericht eine Betreuung angeregt werden, woraufhin dann das Betreuungsgericht erstmal prüfen lässt durch einen medizinischen Sachverständigen/Gutachter, ob überhaupt die Notwendigkeit einer Betreuung besteht.

    Alles Weitere wie Veräußerung von Vermögenswerten, weil die Lebenshaltungskosten sonst nicht gedeckt werden können, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, wenn sich nämlich herausstellt, dass insoweit Bedarf besteht und der zu Betreuende nicht mehr in der Lage ist, seine finanziellen Angelegenheiten selbst zu regeln. Könnte auch sein, dass der med. Gutachter sagt, nö, die Frau X kann noch selbst ihre finanziellen Angelegenheiten regeln.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass sich ein Betreuer nicht mit einem aufwendigen Hausverkauf rumschlagen will, wenn dazu keine Notwendigkeit besteht. Der wird sich möglicherweise sagen, das können später die Erben machen. Meine Aufgabe ist nur, die Lebenshaltungskosten und Vermögenswerte sicherzustellen und über Einnahmen und Ausgaben dem Gericht gegenüber Rechenschaft abzulegen.


  4. Registriert seit
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Ich denke, ein Hausverkauf eines Betreuten muss sehr gut begründet sein. Da reicht nicht ein schnöder Antrag mit lapidarer Begründung nach dem Motto, weil mir das gerade so einfällt. Was anderes wäre es, wenn das Haus zu verfallen droht und nötige Reparaturen erbracht werden müssen. Das kann vielleicht ein Verwertungsgrund sein, wenn die anstehenden Sanierungen den Wert des Grundstückes mit Haus übersteigen würden.

    Wenn eine Betreuung über die finanziellen Angelegenheiten Eurer Mutter eingerichtet wird, kann es aber durchaus sein, dass das Haus durch den Betreuer versucht werden muss zu vermieten, weil da sonst Einnahmeverluste drohen.


  5. Registriert seit
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Momentan dürfen keine Besucher ins Pflegeheim. Eine vernünftige Massnahme in Anbetracht des hohen Alters und den Erkrankungen mancher Bewohner. Es gibt täglich einen Zeitraum, wo wir anrufen und uns nach unserer Mutter erkundigen können. Mehr geht gerade nicht...

    Der Hausverkauf ist im Moment gestoppt, da tut sich erst mal gar nichts in nächster Zeit.

    Mit meinem Schwager (er ist Banker) habe ich lange telefoniert und er hat mir einiges über meine Mutter und ihre Geldanlagen erzählt. Dass Eltern ihren Kindern nichts von ihrem Vermögen sagen, hat er in seiner Laufbahn bei dieser Generation des Öfteren erlebt. Er rief mich zurück, weil ich meine Schwester nicht erreicht hatte.
    Falls es irgendwann ( in den nächsten Monaten rechnen wir nicht damit) zu einer Besichtigung von Interessenten des Hauses kommt, gibt er mir Bescheid, damit ich dabei sein kann. Ich bin mir fast sicher, dass er meiner Schwester (die Mittlere) nichts von unserem langen Telefonat erzählt hat.
    Er hat mir zugesagt, dass er sich darum kümmert, dass alles Rechtens abläuft, wenn es zu einem Verkauf käme. Mit meiner Schwester habe er schon darüber gesprochen und sie eindringlich ermahnt, in Zukunft mich in jedes wichtige Gespräch einzubeziehen.
    Da kommt plötzlich Hilfe aus einer Ecke, wo ich es nie vermutet hätte.
    Am gleichen Tag rief abends meine mittlere Schwester bei mir an und meinte, ihr Mann habe ihr gesagt, dass ich den Eindruck hätte, dass sie mich nicht mögen würde. Sie war ganz entsetzt darüber, wie ich das nur vermuten könne.
    Sie würde mich genauso wie unsere älteste Schwester mögen.
    Auf meine Frage, wieso sie dann alle Entscheidungen an mir vorbei mit der Ältesten träfe, wurde sie ganz ruhig.
    Da müßte sich wohl etwas daran ändern, ich wäre ja genauso eine Tochter wie sie, meinte sie dann .
    Nun bin ich gespannt, wie die Beiden weiter vorgehen.


  6. Registriert seit
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Jetzt sind es schon 4 Wochen, wo wir unsere Mutter nicht mehr besuchen dürfen.
    Laut den Telefonaten mit den Pflegerinnen geht es allen Heimbewohnern gut und niemand ist an Covid19 erkrankt.

    Der Hausverkauf ist erstmal auf Eis gelegt, es gibt Wichtigeres bei den Gerichten.
    Meine älteste Schwester hat mich angerufen und über den geplanten Hausverkauf mit mir gesprochen.
    Ihre Argumente wegen dem Rasenmähen, Lüften des Hauses usw. kann ich alle nachvollziehen.
    Dass es mich stört und mir wehtut, wie sie mich bei allen Entscheidungen übergeht, hat sie wohl nicht so ganz verstanden.
    Auf meine Frage, wieso sie das nur mit der anderen Schwester bespricht und mich immer aussen vor läßt, wurde sie ruhig.

    Eine Antwort bekam ich von ihr nicht darauf. Nun bin ich gespannt, ob sich in Zukunft etwas daran ändert.

  7. Avatar von Ullalla
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Zitat Zitat von Ingeline Beitrag anzeigen
    ...
    Auf meine Frage, wieso sie das nur mit der anderen Schwester bespricht und mich immer aussen vor läßt, wurde sie ruhig.
    Eine Antwort bekam ich von ihr nicht darauf. Nun bin ich gespannt, ob sich in Zukunft etwas daran ändert.
    Hast Du ruhig aber nachdrücklich verlangt, dass Du ab sofort in Beratungen und Entscheidungen mit einbezogen wirst? Dass sie anerkennt, dass Du eine von drei gleichberechtigten Personen bist? Dass Du zukünftig niemals wieder über drei Ecken rein zufällig Informationen über Pläne, die Deine Mutter und deren Eigentum betreffen, bekommen möchtest?
    Kann es sein, dass Du zu nett bist und Dich unterbuttern läßt?
    Diese Selbstzweifel scheint Deine Schwester nicht zu haben.
    life is all about
    finding people who
    are your kind of
    CRAZY

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