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  1. Registriert seit
    02.05.2002
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    738

    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Eure Kommentare habe ich erst mal sacken lassen.

    carassia
    Es gibt nicht einmal einen Arzt im Dorf...und ohne Auto wäre ich aufgeschmissen.

    Zinne
    Es kommt mir ein bißchen wie Verrat an meiner Mutter vor, wenn ich zulasse, dass ihr Haus verscherbelt wird...stimmt schon.

    britwi
    Deine "Kopfwäsche" hat gut getan.
    Heute morgen habe ich 4 Stunden mit einer Freundin gefrühstückt und wir haben darüber eingehend gesprochen. Von ihr kamen viele Argumente, die Du auch anführst.
    Meine Schwestern hätten mich wenigstens von ihrem Vorhaben informieren können. Mir sagen können, wie es sie belastet, sich auf unbestimmte Zeit um Haus und Garten kümmern zu müssen. Diesen Eindruck hatte ich bisher nicht.
    Da wir uns mit den Besuchen abwechseln, sehe ich sie nur noch selten.
    Von meiner Mutter endlich als die "gute Tochter" anerkannt zu werden, ist passe. Ich bin ja schon froh, wenn sie mich erkennt. Dieser Wunsch war lange mein Antrieb.

    twix25
    Nach einer Scheidung, einigen Umzügen bin ich wirklich froh, hier endlich Fuß gefasst und auch Freunde gefunden zu haben. Das wäre auf dem Dorf wohl nicht mehr möglich.
    Da haben die "Brischwestern" wohl recht, ich würde einsam auf dem Dorf sitzen und meinem vorigen Leben nachtrauern.

    Hillie
    Ja, es ist ein Haus für eine große Familie, oder sogar 2 Familien.
    Natürlich wäre es viel zu groß für mich, das weiß ich im Grunde schon.
    Nach meiner Scheidung habe ich schon mal ein großes Haus verkauft...eine Weile fuhr ich wehmütig daran vorbei. Dann sah ich die Kinder im Garten spielen und begriff, dass es für mich eh viel zu groß gewesen wäre. Heute belastet es mich nicht mehr.

    Eines werde ich nicht machen...das Gespräch über den Hausverkauf mit meinen Schwestern suchen. Die sollen auf mich zukommen, denn ohne mich geht gar nichts.

  2. Avatar von Hillie
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Wie schön Ingeline, dass du bald zu einer Entscheidung kommen wirst. Ich drücke dir die Daumen, dass es letztendlich die für dich richtige ist.
    Neugierde ist der Kompass meines Lebens

  3. Avatar von Sonnenbluemchen11
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Ich komme aus beruflichen Gründen relativ häufig in meine alte Heimat. Kontakt zu früheren Freunden oder Schulkollegen gibt es keine mehr. Für mich ist es nicht vorstellbar, hierher zurückzuziehen. Mein Lebensmittelpunkt ist dort, wo ich seit vielen Jahren lebe, wo meine Freunde, meine Vereine und all die anderen sozialen Kontakte sind.

    Gerade wenn du seit einigen Jahren dein Leben komplett umgekrempelt hast, deine Kinder in der Nähe sind und du dich wohl in deinem Leben fühlst, kann ich nicht nachvollziehen, warum du dann dort weg willst...

    Irgendwann wird das Leben im Alter auch beschwerlicher – vor allem wenn da ein großes Haus und ein großer Garten zu versorgen sind. Und für alles brauchst du ein Auto. Was genau suchst du in der Heimat?

    Vielleicht geht es auch um das Thema "loslassen". Das Elternhaus ist/war evt. was Besonderes. Aber du hast verhältnismäßig kurze Zeit dort gelebt, vermutlich an anderen Plätzen viel länger. Es ist also weniger dein Haus als das deiner Mutter - weshalb fühlst du dich für das Haus verantwortlich?


  4. Registriert seit
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Hillie
    Ganz durch bin ich noch nicht mit meiner Entscheidung...dauert noch etwas.

    Sonnenbluemchen11
    Einige meiner Kinder habe ich inzwischen gefragt, ob sie mal in das Haus von Oma ziehen möchten. Sie haben es strikt abgelehnt!
    Tja, jetzt stehe ich da.
    Wenn meine Kinder es später nicht wollen, dann brauche ich es auch nicht kaufen.

    Ich hänge wohl als Einzige noch an meinem Elternhaus. Loslassen sagt sich so einfach.
    Wenn es verkauft wird, ist es endgültig für immer weg.
    Inzwischen weiß ich immerhin, dass ich da nicht wohnen möchte. Step by Step...


  5. Registriert seit
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Das Wochenende habe ich wegen einem Klassentreffen in meinem Heimatort verbracht. Und natürlich im Haus meiner Mutter übernachtet.
    Selten habe ich so schlecht geschlafen wie im Haus meiner Mutter.

    Zum Klassentreffen nach 50 Jahren bin ich extra gegangen, um zu sehen, wen ich noch kenne. Was soll ich schreiben...es war zeitweise deprimierend. Von 30 Klassenkameraden waren inzwischen sechs verstorben, einige sehr krank und manche fehlten.
    Im Dorf wird sich erzählt, dass das Haus meiner Mutter schon verkauft wäre. Interessant....wir wissen nichts davon ;-)
    Zwei Drittel habe ich nicht mehr erkannt, bei anderen oft geraten. Meine frühere beste Freundin war auch da, leider habe ich auch sie verwechselt. Meistens habe ich zugehört, als Auswärtige weiß ich nichts vom Dorftratsch.
    In Gedanken habe ich mir vorgestellt, mit wem ich mehr Kontakt wollte...schwierig, sehr schwierig.

    Damit ist das Thema Elternhauskauf durch.


  6. Registriert seit
    08.06.2013
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Ingeline,
    als mein ältester Bruder gestorben war ist meine Schwägerin wieder in ihren Heimatort gezogen.
    Es ging wohl nicht um ein Haus. Es ging um das Zurückkehren. Sie ist dort nicht wieder angekommen.
    Die die in Partnerschaften waren waren damit zufrieden, die einzelnen Damen hatten auch ihren Bekanntenkreis.
    Sie hat keinen Anschluss mehr gefunden.
    Wenn du das machst weil du wieder dahin willst, dann musst du dir alles selbst wieder aufbauen. Dann immer noch die Frage ob es das grosse Haus mit Garten sein soll.
    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können


  7. Registriert seit
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Ingeline, es ist natürlich ein komisches Gefühl. Wird es für mich auch irgendwann sein, wenn es so weit ist - der letzte Anker im Heimatdorf. Aber ich hatte nie die Idee, da wieder hinzuziehen. Vielleicht, weil ich durch meine Mutter bei Besuchen doch immer wieder am Dorfleben schnuppern konnte und gemerkt habe, da werde ich nicht wieder heimisch, ich bin da rausgewachsen.

    Vor 2,5 Jahren sind meine Schwiegereltern umgezogen, aus der Mietwohnung, in der sie weit über 50 Jahre gelebt haben. In der mein Mann groß geworden ist, die meinen Kindern so vertraut ist. Natürlich war das ein komisches Gefühl, und weil sie vor Ort ist, fahren wir ab und an auf normalen Wegen dran vorbei, das ist immer noch komisch. Es trennt sich nicht so leicht von einem Ort, der in unserem Leben so lange eine Konstante war. Aber manchmal muss es eben sein.

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