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  1. Avatar von Hillie
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Ingeline ich rate dir, dich bei einem Anwalt beraten zu lassen. Warum kannst du denn das Haus nicht jetzt schon kaufen? Ein Haus, das nicht bewohnt ist, leidet.
    Niemand ist mit einem Etikett um den Hals auf die Welt gekommen, auf dem steht "Mensch erster Qualität" oder "Mensch zweiter Qualität". Die Etiketten haben wir Menschen erfunden.
    Anita Lasker-Wallfisch (geb. 1925), eine der letzten bekannten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz




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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Zitat Zitat von Hillie Beitrag anzeigen
    Ingeline ich rate dir, dich bei einem Anwalt beraten zu lassen. Warum kannst du denn das Haus nicht jetzt schon kaufen? Ein Haus, das nicht bewohnt ist, leidet.
    Das finde ich auch.

    Ingeline, wenn Deine Mutter nicht mehr geschäftsunfähig ist, dann müsste sie einen Vormund haben.
    Das kann jemand sein, den sie in einer Vorsorgevollmacht selbst bestimmt hat oder er wird vom Amt bestimmt. Er vertritt u.a. ihre finanziellen Interessen.

    Aber bitte, lass Dich anwaltlich beraten, zumal Deine Schwestern schon wieder ihre eigenen Interessen in den Vordergrund stellen.

    Ich danke Dir für diesen Strang! Er enthält sehr viele gute Hinweise für mich. Auch in den Beiträgen der anderen BriCom-User.

    Meine Eltern sind noch fast autark, außer bei Problemen mit dem Internet und Smartphone. Das wird sich aber ändern. Sie möchten nicht von meinem Bruder und mir gepflegt werden, aber ob sie wirklich ins Pflegeheim gehen?

    Es kostete Mühe, meinem Vater bei der medizinischen Fußpflege aufgrund seiner Diabetes anzumelden. Erst ein Arzt konnte ihn überzeugen.

    Ihm wurde übrigens ein Lautsprechersystem verkauft, bei dem sich die Höhen und Tiefen nur über eine Smartphone-App regeln lassen. Er hat zum Glück eins, obwohl er schon 80 Jahre alt ist.
    Wir sollten früher aufhören später zu sagen...

  3. Avatar von Daphnia
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Hallo Ingeline,da bist du in einer unangenehmen Situation!

    Zu den rechtlichen Möglichkeiten möchte ich nichts sagen-da nicht vom Fach.

    Aber -kann es sein, dass du von euch 3en die wohlwollende, naive (nicht negativ gesehen) Schwester bist, die das Gute im anderen sieht(anderen keine Ranküne zutraut), das Gute will? Im ganzen Strang der Mutter gegenüber, als deine Schwestern schon längst die Mutter als dement sahen? Und auch deren finanzielle Situation genauer kannten.
    Deine Schwestern scheinen mehr zusammenzuglucken und lassen dich aussen. Du scheinst für sie das 3. Rad am Fahrrad-entbehrlich. Waren die beiden immer schon enger zusammen. Oder ist das neu?

    Wenn du das Haus kaufst,müsstest du die anderen auszahlen. Ziehst du dann dort ein? Giebst deine jetzige Wohnung auf, zieht deine Familie mit?
    Du scheinst am Elternhaus mehr als die anderen zu hängen. Wie du auch die Wünsche der Mutter mehr als die anderen beachtet hast.

    Reflektiere deine Beweggründe genau. Was willst du warum. Ist das zu bewerkstellen.
    Ansonsten schliesse ich mich den anderen an-Anwalt! Denn so eine Situation birgt Fallgruben!
    Gruss daphnia

    Refle

  4. Avatar von Monkele
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Liebe Ingeline,

    ich kann dir nur erzählen, wie es meiner Schwester und mir ging, in der Zeit, als unsere Mutter zwar schon im Betreuten Wohnen war, aber ihr Haus noch hatte.
    In den rechtlichen Sachen solltest du dich anwaltlich beraten lassen und dir vorher sehr genau überlegen, ob du das Haus wirklich kaufen willst oder ob du dir aus "Nostalgie" damit einen großen Klotz ans Bein bindest.

    In der langen Zeit ihrer schweren Erkrankung waren wir froh, wenn wir im Haus übernachten konnten, da wir ja Beide weiter weg wohnen, Das drehte sich, als sie in ihre Wohnung zog, da wurde das mitterweile nicht mehr bewohnte Haus zur Last. Unsere Mutter fuhr hin, um ihre Wäsche dort zu waschen und hat ein bisschen was im Garten gemacht, aber zum Rasen mähen z.B. musste immer jemand kommen, was bei einer Anfahrt von über 150 km natürlich sehr sinnvoll ist ... Besonders anstrengend wurde es, wenn sie wieder im KH war, dann hatten wir noch eine Stelle mehr, nach der wir schauen mussten und nichts davon war am selben Ort (ländliche Gegend). Die hohen Nebenkosten liefen weiter und wie hier schon jemand schrieb, ein leer stehendes Haus wird nicht besser. Es war ein langer Prozess, bis sie bereit war, das Haus zu verkaufen. Mittlerweile ist es über ein Jahr her und meine Schwester und ich sind immer noch erleichtert, dass das Thema durch ist. Im Gegensatz zu deiner Mutter, ist meine allerdings noch geschäftsfähig.

    Ich kann dich verstehen, aber auch deine Schwestern.
    Wen der Himmel liebt, dem schickt er einen Freund.


  5. Registriert seit
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Erst mal vielen Dank für Eure Antworten.

    Unsere Mutter hat keinen gesetzlichen Betreuer. Meine älteste Schwester hat keine notariell beglaubigte Generalvollmacht.
    Bisher ging ich davon aus, dass das Haus meine Mutter erst nach Ihrem Tode verkauft werden kann.

    Meine Schwestern und die Kinder meiner verstorbenen Schwester könnte ich nur mit dem Erbe meiner Mutter auszahlen. Das hat mich bisher nicht groß interessiert, weil meine Mutter ja lebt.
    Wie meine Schwestern das mit einem baldigen Hausverkauf sich vorstellen, weiß ich nicht.

    Ja, ich wurde selten in die Pläne meiner Schwestern eingeweiht. Zum ersten Mal seit Jahren dachte ich, wir drei sind verantwortlich für das Wohlergehen unserer Mutter und deshalb versuche ich, mich mit Ihnen zu verstehen.
    Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich oft nach Telefonaten mit meiner ältesten Schwester gefragt, wieso sie plötzlich so „nett“ und höflich zu mir ist. Es hat mich gefreut und darin bestärkt, wenig Fragen zu stellen und ihre Aktionen gut zu heißen.

    Ausgeräumt wurde immer, wenn ich nicht da war. Wenn meine andere Schwester „Besuchstag“ bei unserer Mutter hatte, kam die älteste Schwester dann im Haus dazu und sie räumten und räumten. Die Eile konnte ich nicht nachvollziehen.
    Andrerseits hat unsere Mutter ja überall Geld versteckt und so dachte ich, sie freuen sich, wenn sie etwas davon finden. Sollen sie es behalten, sie arbeiten ja dafür.

    Meine Enttäuschung bezieht sich darauf, dass die Beiden ihre eigenen Pläne hatten und mich wohl erst am Schluss einbeziehen wollten. Ohne mich geht ja nichts. Die Kinder meiner verstorbenen Schwester sind nur am Geld interessiert und sicher leicht zu gewinnen.

    Ich kann gut verstehen, dass meine Schwestern nicht mehr auf unbegrenzte Zeit Haus und Garten unserer Mutter mit mir zusammen pflegen wollen. Gleichzeitig sind die Beiden zu geizig, einen Mann dafür zu bezahlen, dass er die Rasenpflege und den Heckenschnitt übernimmt. Diese Geldbeträge nehmen sie lieber selbst und arbeiten dafür.
    Ich werde mich auf jeden Fall bei einem Anwalt informieren, wie die rechtliche Lage bei einem Hausverkauf ohne Einverständnis des Besitzers aussieht.

    Das wird kein Zuckerschlecken, wenn die Beiden erfahren, dass ich nicht mit ihnen konform gehe.
    Wie in alten Zeiten wieder mal….


  6. Registriert seit
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Daphnia
    So wird es wohl sein. Die Pfleger im Heim sagen immer, jetzt kommt ihre Tochter für die Seele...
    Naiv, gutmütig und sich um das Wohl der Anderen sorgend.

    Monkele
    Meine Mutter hat des Öfteren gesagt, dass ihr Haus erst nach ihrem Tode verkauft wird. O-Ton: "Das werdet ihr wohl abwarten können".

    Ob das jetzt rechtlich ginge mit dem vorzeitigen Hausverkauf oder nicht, es hat das Verhältnis zu meinen Schwestern doch wieder getrübt und mein Vertrauen zu ihnen auf ein Minimalmaß reduziert.

    Was will ich mit meinem Elternhaus? Was verbinde ich damit? Will ich wirklich wieder im Allgäu wohnen weit weg von meinen Kindern?
    Diese Fragen habe ich mir schon oft gestellt. Antworten gibt es viele...ganz sicher bin ich mir nicht, wie ich es einmal halte.

    Ein Grund wäre auf jeden Fall, dass ich das Geld, was ich einmal erbe, gut anlege. Was meine Kinder dann mit dem Haus einmal machen, bleibt ihnen überlassen.

  7. Avatar von Zartbitter
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Liebe Ingeline,
    eine Generalvollmacht impliziert den Hausverkauf.
    Dass du dich verxxx fühlst, verstehe ich.
    Liebe Grüße
    Geändert von Zartbitter (25.08.2019 um 13:22 Uhr)

  8. Avatar von Nocturna
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Zitat Zitat von Ingeline Beitrag anzeigen
    Unsere Mutter ( fast 91 Jahre) hat eine hohe Rente und genug Vermögen, um die nächsten 20 Jahre im Heim zu verbringen ohne den Kindern „zur Last“ zu fallen.
    Meiner Meinung nach besteht kein Grund, das Haus bald zu verkaufen.
    Wie ich in Erfahrung bringen konnte (aus Gesprächen meiner Schwestern) hat unsere Mutter der ältesten Schwester nur eine Betreuungs- und Kontovollmacht ausgehändigt. Nicht vom Notar beglaubigt.
    Grundstücksverkäufe gehen nur mit notarieller Vollmacht, da reicht die normale Vollmacht definitiv nicht aus. Deine Schwestern wollen Geld sehen und wie es scheint, ist ihnen ein Privatverkauf lieber, weil sich da mehr Geld generieren lässt als wenn man der eigenen Schwester ein günstiges Angebot machen muss, weil sich das „moralisch so gehört“.

    Gibt es ein Testament, wo etwas über das Haus oder den Nachlass generell geregelt ist? Du wirst nicht umhin kommen, deinen Schwestern klar zu sagen, was du möchtest und kannst dann versuchen einen Kompromiss auszuhandeln. Deine Schwestern können zwar nicht das Haus verkaufen, aber sie können einen Mieter reinsetzen und mit diesen Einkommen die weitere Hausinstandhaltung zahlen oder die Miete dem Konto der Mutter zuführen, damit es später mehr zu erben gibt.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”


  9. Registriert seit
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Zitat Zitat von Ingeline Beitrag anzeigen
    Ich werde mich auf jeden Fall bei einem Anwalt informieren, wie die rechtliche Lage bei einem Hausverkauf ohne Einverständnis des Besitzers aussieht.
    Wir mussten auch das Haus meiner Mutter verkaufen, da wir davon den Heimaufenthalt bezahlt haben. Dafür bin ich nur für den Hausverkauf als Betreuerin eingesetzt worden. Das wurde nach Gesprächen mit meiner Mutter und mir von einem Amtsrichter verfügt. Wir hatten die Befürchtung, dass, obwohl sie einverstanden war, dann doch beim Notar die Unterschrift verweigert hätte. Nach dem Verkauf wurden die Betreuung wieder aufgehoben.

    Es war eine sehr aufregende Geschichte. Im Nachhinein hätte es nicht so laufen müssen. Ich hatte die Generalvollmacht. Aber da noch der Richter und eine Rechtspflegerin alles überprüft haben, hatte ich einfach ein besseres Gefühl. Kostet natürlich Extra-Gebühren. War mir damals aber egal.

    Ingeline, wenn ich das alles so lese, wie deine Schwestern agieren, bin ich so dankbar, dass es bei uns so gut gelaufen ist. Wir sind 2 Schwestern, ein Bruder und haben die Arbeit so aufgeteilt, dass jeder das gemacht hat, was er am besten konnte. Mit meiner Schwester war es früher auch nicht immer harmonisch. Wir sind grundverschieden. Aber in der schwierigen Zeit mit meiner Mutter hat alles gut geklappt.

    Ich wünsche dir alles Gute!
    Liebe Grüße
    Klarinette
    Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.
    Gustav Heinemann


  10. Registriert seit
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Nocturna
    Unsere Mutter dachte ja nie, dass sie einmal so alt wird und sich nicht mehr um ihre wichtigen Dinge selbst kümmern kann.
    Testament gibt es keines, wir sollten alle mal gleich viel bekommen.
    Als sie vor über 20 Jahren die Patientenverfügung für meine älteste Schwester anfertigte, stand da nur als Zusatz drin, dass eben die älteste Schwester 7000,-DM (ja so alt ist das Dokument) bekommt, um die Beerdigungskosten zu regeln.

    Vermieten werden meine Schwestern das Haus sicher nicht. Mir haben sie angeboten, doch im Haus meiner Mutter zu wohnen. Da das ohne Renovierung und diverse Einbauten nicht ginge, habe ich es abgelehnt. Geld in das Haus zu stecken und es dann nicht erwerben zu können...war mir zu riskant.

    Klarinette
    Da meine Mutter vermögend ist, muss das Haus nicht verkauft werden.
    Wir wissen ja alle nicht, wie lange unsere Mutter noch lebt und so wird es sich wohl noch etwas dahin ziehen.

    Es ist ja ein sehr großes Haus mit großem Garten. Für mich würde das Erdgeschoß völlig ausreichen, mehr würde ich gar nicht bewohnen wollen.
    Ich werde mir mal eine Pro und Contra Liste erstellen, vielleicht sehe ich dann klarer, ob ich das Haus wirklich will.

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