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  1. Registriert seit
    02.05.2002
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Jetzt antworte ich auf die Fragen von Euch.

    Dass meine Mutter plötzlich so aggressiv ist, ist noch ganz neu. Im Krankenhaus wollte sie auch einmal gehen, hat sich aber schnell beruhigt.
    Wieso das in der Kurzzeitpflege so ausgeartet ist, ist uns auch ein Rätsel.
    Sie hat bis jetzt nur starke Schmerzmittel wegen der OP bekommen.
    Beruhigungsmittel kann ihr nur ein Arzt verschreiben.

    Da ich zum Glück nur von April bis Ende Oktober arbeite, bin ich zeitlich flexibel und kann bei der kurzen Betreuung zu Hause helfen. Meine beiden Schwestern sind bereits in Rente und kriegen das auch irgendwie hin.

    Mit meinem Kurzurlaub wird es wohl die nächsten Wochen nichts.

    In der Reha-Klinik war sie letztes Jahr schon. Wenn ich es richtig einschätze, waren alle Patienten dort über 80 Jahre.
    Da wird meine Mutter nicht die einzige Demente sein. Da bekommt sie wieder ein Zweier-Zimmer und hoffentlich mit einer nicht dementen Patientin zusammen.
    Wenn diese Klinik sie auch wieder nicht behalten will, bleibt vorerst nur die Geronto-Psychiatrie. Manchmal denke ich, dass mit ihrer Medikation was nicht stimmt. Sie selbst kann sich an ihre Ausfälle nicht erinnern und es ist ihr sehr peinlich, dass sie sich so aufgeführt hat.

    Reha wäre schon sehr wichtig wegen dem neuen Gelenk für sie. Beim Essen hätte sie dann weniger Probleme und natürlich auch beim Anziehen und Waschen.

    So, jetzt koche ich mal vor und richte alles für meinen Aufenthalt im Allgäu vor.


  2. Registriert seit
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    "Da bekommt man die Mutter quasi in die Hand gedrückt und muss plötzlich parat stehen. Wie macht man das, wenn man berufstätig ist und im Dezember seinen Jahresurlaub schon restlos verbraten hat? "(Zitat Nocturna)

    Wenn ich das alles hier lese, packt mich das nackte Grausen.

    Was macht man nur, wenn man dement wird, und man hat keine nahen Angehörigen, die sich überhaupt kümmern könnten? Dieses schleichende Nachlassen der Kontrolle und die nicht vorhersehbaren Reaktionen - wie behält man sich als weit über 80jährige im Griff und bewahrt seine Autonomie?

    Auch ich stelle bei mir mit zunehmenden Alter eine gewisse Renitenz fest, die ich zügeln muss. Es ist wohl dieser "Oma-Topf", in den man nicht gestopft werden möchte. Mir hilft noch meine "gute Erziehung", doch wer weiss, wie lange diese Hemmschwelle standhält.

  3. Moderation Avatar von izzie
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Zitat Zitat von Ingeline Beitrag anzeigen
    Dass meine Mutter plötzlich so aggressiv ist, ist noch ganz neu. Im Krankenhaus wollte sie auch einmal gehen, hat sich aber schnell beruhigt.
    Wieso das in der Kurzzeitpflege so ausgeartet ist, ist uns auch ein Rätsel.
    Sie hat bis jetzt nur starke Schmerzmittel wegen der OP bekommen.
    Könnte sie ein Durchgangssyndrom haben?
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  4. Avatar von Nocturna
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Zitat Zitat von Henriette1 Beitrag anzeigen
    Was macht man nur, wenn man dement wird, und man hat keine nahen Angehörigen, die sich überhaupt kümmern könnten? Dieses schleichende Nachlassen der Kontrolle und die nicht vorhersehbaren Reaktionen - wie behält man sich als weit über 80jährige im Griff und bewahrt seine Autonomie?
    Das ist eine gute Frage. Merkt man es denn selbst, wenn man dement wird? Oder wird man immer vergesslicher, bis man eines Tages komplett verwirrt im Nachthemd im Stadtpark aufgelesen wird und dann kümmert sich eine staatliche Stelle um einen? Das wäre zumindest meine Vermutung.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”


  5. Registriert seit
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Ist es eine geriatrische Reha ? Dann können sie dort vielleicht mit ihr umgehen.
    (in den orthopädischen Rehakliniken, die ich kenne, sind Patienten aller Altersstufen, in Einzelzimmern und müssen recht selbständig sein- allenfalls kleine Hilfen beim Anziehen und Waschen bei Patienten mit Gelenkersatz etc. werden geleistet).
    Was bekommt sie den an Schmerzmitteln ? Die starken Medikamente, die nach solchen Operationen eingesetzt werden, sind ja oft Tilidin oder Opiate, die können auch solche Verwirrtheitszustände machen, besonderes bei älteren Menschen.

    Dann drücke ich euch mal die Daumen, dass es gut geht.


  6. Registriert seit
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Das ist eine gute Frage. Merkt man es denn selbst, wenn man dement wird? Oder wird man immer vergesslicher, bis man eines Tages komplett verwirrt im Nachthemd im Stadtpark aufgelesen wird und dann kümmert sich eine staatliche Stelle um einen? Das wäre zumindest meine Vermutung.
    Ja, so lange du nicht dich selbst oder andere gefährdest und Hilfe ablehnst, kannst so leben, wie du willst. Wenn du im Winter im Park im Nachthemd zu erfrieren drohst, weil du nicht mehr weißt, wo du wohnst, wird man dich (mit richterlicher Genehmigung) wegen Eigengefährdung unter Betreuung stellen könnrn.

  7. Avatar von Zinne
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Zitat Zitat von izzie Beitrag anzeigen
    Könnte sie ein Durchgangssyndrom haben?
    Das ist ein guter Hinweis. Narkosen haben bei Patienten im höheren Alter oft starke Nachwirkungen.

    Statt harter Ruhigsteller helfen manchmal hochdosiertes Magnesium und Lithium mengenmäßig als Spurenelement eingegeben. (Z. B. dreimal täglich à 5 mg, gibts problemlos rezeptfrei online, z. B. htt ps://www.lindens.co.uk/lithium-5mg-tablets.html, vielleicht auch in der Apotheke, das weiß ich nicht.) Keine Gelinggarantie, aber einen Versuch wert.


    Ingeline, solange ihr durch regelmäßige Besuche darüber wacht, dass eure Mutter gut behandelt wird, brauchst du keine Gewissensbisse zu haben, sie in der Psychatrie unterzubringen. Präsenz zeigen und die Kaffeekasse der Belegschaft zu sponsern hat unserer zeitweise sehr aggressiven Ahnfrau gute letzte Jahre beschert.
    Zinn ist jetzt Zinne

  8. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Wie gestalte ich die letzten Jahre meiner Mutter mit

    Man kann meines Wissens nicht so einfach in die Psychiatrie einweisen lassen ohne richterlichen Beschluss. Dazu besteht kein Anlass, da sich die Mutter zeitweise normal verhält. Gegen ihren Willen darf auch kein Demenztest durchgeführt werden.

    Auch darf sie vom Pflegeheim nicht am Weglaufen gehindert werden. Das Pflegeheim ist kein Gefängnis.

    Eigengefährdung: Im eigenen Zuhause darf sie sich aller Risiken aussetzen, die es gibt, solange sie nicht das Haus mutwillig in Brand steckt.

    Falls ich mich in dem einen oder anderen Punkt irre wäre ich ganz froh.

    So jedenfalls erlebten wir es mehrfach.
    LG Ivi

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