Hallo werte Bricom,
seit einiger Zeit kümmere ich mich um meine demenziell veränderte kinderlose Tante .
Sie war nach einem Zusammenbruch (absolute Orientierungslosigkeit) erst in einer psychiatrischen Klinik und ist nun seit einigen Monaten in einem Pflegeheim untergebracht.
Grundsätzlich geht es ihr dort gut, sie nimmt teil an Veranstaltungen und hat auch Kontakte zu Mitbewohnern.
Seit sie medikamentös gut eingestellt ist - und die Schwestern auf die genaue Einnahme der Medikamente achten - geht es ihr gut.
Sie fühlt sich gesund - nimmt ihre Einschränkungen und Wahrnehmungsstörungen selbst nicht wahr.
Nun will sie unbedingt wieder in ihr altes Zuhause zurück. Es ist von meinem Wohnort und ihrem momentanen Aufenthaltsort etwa 250 km entfernt. Ihr Haus ist ihr "ein und alles" . Obwohl sie isoliert lebt, kaum Kontakt zu Nachbarn und Bekannten hat (wenn nur über Telefon), meint Sie, dass sie sich dort wohler fühlen würde.
Die einzige Möglichkeit, dies für sie zu ermöglichen, ist eine 24 Stunden Betreuung.
Meine Frage ist nun: hat jemand Erfahrung, wie so etwas über die Entfernung zu managen ist?
Ich denke, auch die Betreuer brauchen Unterstützung und "Betreuung".
Denke ich falsch?
Ich bitte Euch um Eure Meinung
Herzlichen Dank schon mal
nonicks
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 31
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04.08.2016, 11:01
24 Stunden Betreuung für demente Angehörige
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04.08.2016, 11:09
AW: 24 Stunden Betreuung für demente Angehörige
Meiner Erfahrung nach passen 24 h Betreuer mehr bei geistig fitten aber körperlich eingeschränkten Personen. Die 1 zu 1 Situation verbunden mit evtl sprachlichen oder kulturellen Verständigungsproblemen ist für doch eher dtl kognitiv eingeschränkte wie Deine Tante schwer zu leisten. Ich denke , dass sie da im Pflegeheim besser aufgehoben ist zumal die Wahrscheinlichkeit dass es über kurz oder lang doch darauf hinausläuft hoch ist. Und das alles aus 250 km Entfernung zu managen ist auch nicht ohne. Versuche kein schlechtes Gewissen zu haben gegenüber Deiner Tante- Du machst schon viel. Die Vorsorgevollmacht oder Betreuung hast Du schon?
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04.08.2016, 11:16
AW: 24 Stunden Betreuung für demente Angehörige
Meine Tante ist sehr starrsinnig - und kommuniziert im Moment nach dem Prinzip der "kaputten Schallplatte" ...
die Vollmachten hat mein Bruder - der sich um finanzielles kümmert - er lebt aber am anderen Ende der Republik
ich denke auch, dass sie im Pflegeheim besser aufgehoben ist - möchte aber auch ihren Wunsch respektieren - wenn es denn durchführbar ist.
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04.08.2016, 11:25
AW: 24 Stunden Betreuung für demente Angehörige
Würde deine Tante denn überhaupt eine ständig anwesende fremde Person in IHREM Haus akzeptieren?
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04.08.2016, 11:32
AW: 24 Stunden Betreuung für demente Angehörige
Ich halte das für schwierig... Diese 24-Stunden-Betreuerinnen wechseln in der Regel nach zwei Monaten, Du musst also alle zwei Monate eine neue Kraft einweisen, Dich mit ihr vertraut machen, Dich auf sie verlassen. Wenn du jemanden mit Sprachkenntnissen holst, kostet das außerdem schnell mal 3000 Euro im Monat und man kriegt keinerlei Zuschüsse. Und natürlich erwarten die Frauen auch, dass jemand kommt, wenn es Probleme gibt. Alles nicht so leicht.
Wir haben trotzdem mit dem System an sich gute Erfahrungen, waren aber näher dran (100 km), hatten Verwandte vor Ort und zudem keine Demenz.
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04.08.2016, 11:43
AW: 24 Stunden Betreuung für demente Angehörige
solange alles nach ihrem Willen geht, akzeptiert sie Anwesenheit ...
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04.08.2016, 11:46
AW: 24 Stunden Betreuung für demente Angehörige
die Kosten sind nicht das große Problem, da meine Tante etwas Vermögen hat - aber die Zeit für Zuwendung und Einweisung der Betreuenden habe ich natürlich nicht . Ich bin Vollzeit berufstätig - und mag nicht jedes Wochenende auf der "Autobahn " verbringen
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04.08.2016, 11:57
AW: 24 Stunden Betreuung für demente Angehörige
dann näher an deinen wohnort, aber in ein heim
auf dauer ist sie da weniger einsam
und alle quengeln anfangs bis zum nem jhahr dass sie nach hause wollen
verständlicherweiseEs wird Zeit für eine neue Signatur
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04.08.2016, 12:12
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04.08.2016, 15:33
AW: 24 Stunden Betreuung für demente Angehörige
Sie setzt mich sehr unter Druck - ich würde ihr gern den Wunsch erfüllen - aber halte es nicht für machbar - die Entfernung ist einfach zu groß .
und nun bin ich halt die "Böse" !


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