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    Alkohol.... Eskalation... und wie jetzt weiter?

    Hallo...
    ich brauche dringend Meinungen.
    Zunächst die Vorgeschichte:
    Seit ca. 1 Jahr war ich mit einem Mann zusammen. Relativ schnell bemerkte ich, das Alkohol ein Thema sein wird.

    Jeder hat seine eigenen vier Wände. Und doch war er immer bei mir als bei sich.
    Immer wieder gab es Streit wegen Alkohol. Ich bemerkte, dass er immer öfter Bier und kleine Schnapsflaschen mitbrachte. Diese wurden dann auch immer weniger. Er trank sie heimlich, weil er wußte dass ich dagegen bin.
    Auf das Thema angesprochen reagierte er immer sauer.
    Ich verbot ihm Alkohol zu mir mitzubringen.
    Zu Hause bei sich hat er ein richtiges Alkohollager.
    Immer wieder gab es deshalb Streit.
    Sein Wesen ändert sich schlagartig ohne Anzeichen.
    Seine Augen werden klein und die Lippen schmal.... Mittlerweile habe ich das schon im Blick....
    Er wird ausfallend, verletzend und grob.
    Nächsten Tag tut ihm alles leid.
    Vor ca. 6 Monaten waren wir bei einer Paartherapie, das war meine Bedingung zum Fortführen der Beziehung.
    Die Therapeutin erkannte nach der ersten Sitzung das er eine Einzeltherapie braucht. Die er auch bis jetzt meines Wissens besucht.
    Es gab alle 3 - 4 Wochen immer wieder Zwischenfälle, dass ich Bauchschmerzen bekomme.
    Er bastelt sich dann immer seine eigene Wahrheit, die er auch mit Außenstehenden so kommuniziert. Dabei verdreht er die Tatsachen so, dass er immer das " Opfer" ist.
    Am Herrentag ist die Situation völlig eskaliert.
    Wir waren auf einem Weinfest und trafen viele Leute. Bekannte von ihm aus Jugendzeiten.
    Mitten im Gespräch, stand er auf ging zum WC. Als er nicht wiederkam suchten wir ihn.
    Er hatte sich eine große Flasche Wein gekauft und ließ gar nicht mit sich reden.
    Ich weiß nicht warum er aus heiterem Himmel so verändert war.
    Es half nichts. Er ließ sich nicht beruhigen.
    Meine Kinder hatte ich im Vorfeld bereits nach Hause geschickt, sie sollten das nicht so sehen.
    Ich lief in einigen Metern Abstand hinter ihm her.
    Er blieb stehen, ich fragte ihn was denn los ist. Er hatte wieder diesen Blick. Er sagte nichts und riß mir meinen Rucksack mit einem Ruck runter und zerrte an mir herum.
    Daraufhin sagte ich, dass es so nicht geht und dass er zu sich nach Hause gehen soll. Und wechselte die Straßenseite. Er kam hinterher gerannt und schrie. Ich habe ihn nicht verstanden und hatte Angst.
    Zwei junge Männer halfen mir und schickten ihn weiter. Er lief unter Protest los.
    Die jungen Leute begleiteten mich noch ein Stück und ich lief allein zu mir.
    Zu Hause angekommen schloss ich meine Hoftür und die Terrassenglastür ab.
    Ich ging ins Bad und plötzlich kommt mein 13 jähriger Sohn ins Bad gestürmt und schreit das X. die Hoftür aufgetreten hat und die Terrassentür eingetreten hat.
    Gott sei Dank doppelt verglast.
    Es war ein absolutes Chaos. X. schrie nur und wir verstanden kein Wort.
    Erst später verstanden wir, daß er seine Papiere, die Autoschlüssel und sein Handy haben wollte.
    Ich gab es aus dem Badfenster heraus, denn die Terrassentür war nur noch unser Schutz.
    Dann war er weg.
    Mein Sohn hatte mittlerweile die Polizei angerufen, die kam nach ca. 1 h.
    Erst da bemerkten wir, dass er nur seine Geldbörse geleert hat, alles andere lag auf dem Gartentisch.
    Die Polizei kam, nahm alles auf, wirkten irgendwie genervt.
    Wir versuchten uns alle zu beruhigen.
    Und schliefen alle in einem Bett.
    Nach zwei Stunden kam X. zurück und wollte wieder seine Sachen. Diese haben wir in einer Kiste vor die Tür gestellt.
    Er ist mit dem Auto weggefahren.
    Wir haben kaum geschlafen.
    Ich hatte nächsten Tag Frühschicht und war total mürbe.
    Später meldete er sich, es tut ihm alles leid.
    Erst am nächsten Tag sah ich, dass er auch das Rücklicht meines Autos zertreten hat.
    Er will alles bezahlen hat er gesagt.
    Ich hab ihn gefragt ob er das alles normal findet.
    Er weiß das er großen Mist gemacht hat.
    Ich will meine Kinder und mich schützen.
    Hab ihm gesagt er soll sich Hilfe holen.
    X. ist nicht immer so. Er hat auch seine guten Seiten. Nur wenn dieser Schei***Alkohol im Spiel ist....dreht er völlig durch. So schlimm wie am Herrentag war es noch nie.
    Mich beschäftigt das so sehr. Auch im Bezug auf die Kids.
    Was soll ich tun, er bringt mich um den Verstand.
    Erst wenn Du aufgibst, hast Du verloren

    „Die schlimmste Entscheidung ist Unentschlossenheit.“
    ---Benjamin Franklin---

  2. User Info Menu

    AW: Alkohol.... Eskalation... und wie jetzt weiter?

    Ach Val - das tut mir so leid für dich!

    Aber ich denke du weißt es selbst was zu tun ist, oder?

    Brich den Kontakt sofort ab. Solche Geschichten werden doch immer schlimmer. Willst du dir das wirklich antun?
    Just breathe!

  3. User Info Menu

    AW: Alkohol.... Eskalation... und wie jetzt weiter?

    Liebe eos 😘,
    ja ich weiß...
    Aber wie bekomm ich das alles aus meinem Kopf und aus denen der Kids...
    Wir reden darüber, wenn sie Fragen haben....Aber in mir arbeitet es....
    Ständig muss ich daran denken und immer wieder erwische ich mich dabei das sich meine Gedanken nur noch darum drehen....und ihr habt hier nur die Kurzfassung...

  4. Inaktiver User

    AW: Alkohol.... Eskalation... und wie jetzt weiter?

    Versuch einen Termin bei einer Beratungsstelle zu bekommen. Ich hasse das folgende, wenn es als Modewort eingesetzt wird, aber ich hab den Eindruck, ihr könntet alle traumatisiert sein :-(. Klärt das ab! Ansonsten wäre auch der Weiße Ring eine Möglichkeit, an Termine und Adressen diesbezüglich zu kommen. Angezeigt hast du hoffentlich ...

    Und bitte-bitte-bitte: kein "Tutmirleit" mehr. Kein "aber er kann auch soooo liehiehieb". Nix mehr. Vorbei. Du hast gesehen, was mit diesem Säufer (und das ist er - beschönigungslos und ohne Zuckerwatte) los ist und wie er "abgehen" kann.

    Oder magst du mit verwüstetem Haus und verdroschenen Kindern zusammengeschlagen im Krankenhaus enden, weil Rosen und Liebgucken dich wieder "weich" machen?

  5. Inaktiver User

    AW: Alkohol.... Eskalation... und wie jetzt weiter?

    Du machst nach sechs Monaten Beziehung eine Paartherapie??

    Ich wuerde auch eine Beratungstelle anrufen. Aber nicht wegen Trauma - das finde ich etwas hochgegriffen. Sondern um abzuklaeren, warum ich eine Beziehung, in der ich meinem Partner schon so frueh was auch immer verbieten muss, selbst mittels Paartherapie aufrecht erhalte - nach nur sechs Monaten Beziehung. Das ist ja noch kennenlern-phase, und du machst 'ne Paartherapie?

  6. Inaktiver User

    AW: Alkohol.... Eskalation... und wie jetzt weiter?

    Warum geht man auf ein Weinfest, wenn der Partner da Probleme hat mit Alk ?

  7. Inaktiver User

    AW: Alkohol.... Eskalation... und wie jetzt weiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Warum geht man auf ein Weinfest, wenn der Partner da Probleme hat mit Alk ?
    Weil man nicht die Mama vom Säufer ist und davon ausgeht, dass ein Erwachsener selbst seine Probleme kennt und bearbeitet?

  8. Inaktiver User

    AW: Alkohol.... Eskalation... und wie jetzt weiter?

    Was du tun sollst? Was du hättest schon vor 11 Monaten tun müssen...

    ER muss sich Hilfe holen wollen...DU kannst da nichts tun. Nur dich schützen und deine Kinder...

    Und zwar nicht irgendwann sondern jetzt!

  9. User Info Menu

    AW: Alkohol.... Eskalation... und wie jetzt weiter?

    Hallo valesca,

    Dir ist sicherlich mittlerweile bewusst, dass der Mann ein massives
    Alkoholproblem hat. Sehr schade, dass es so lange und bis zur heftigen
    Eskalation gedauert hat, bis Du eingesehen hast, dass so keine Beziehung
    möglich ist.

    Für IHN kannst (und sollst) Du gar nichts tun. Wenn eine Änderung
    erwünscht ist, dann muss dieses Wollen ganz alleine von ihm selbst
    kommen. Er braucht keine Einzeltherapie im klassischen Sinn, sondern
    er braucht einen Entzug samt aller damit verbundenen Maßnahmen.
    Ich gehe mal davon aus, dass die Therapeutin ihm das nahegelegt hat,
    er aber (immer noch) keine echte Einsicht hat.

    Beende diese Beziehung sofort und vor allem konsequent, wenn Dir
    Dein eigenes Seelenheil und das Deiner Kinder wichtig ist. Diesen Rat
    wirst Du auch von einer Beratungsstelle bekommen.

    Die Kinder hast Du schon viel zu lange diesem Zustand ausgesetzt. Tu
    ihnen das nicht länger an!!

    Und tu Dir selbst etwas Gutes, indem Du die Augen nicht mehr vor der
    Wahrheit verschließt. Natürlich hat der Mann auch seine guten Seiten,
    wie jeder Mensch, aber sein Suchtproblem überlagert alles.

    Und - nochmal - DU kannst ihn nicht retten.
    Das muss er selbst tun.

  10. Inaktiver User

    AW: Alkohol.... Eskalation... und wie jetzt weiter?

    Was soll ich tun, er bringt mich um den Verstand.
    Dich trennen!
    Jetzt sofort, endgültig und kompromisslos.

    Und ein Beratungsgespräch FÜR DICH auf einer Beratungsstelle für Angehörige von Suchtkranken in die Wege leiten.

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