Hallo!
Bei meiner Mutter wurde vor Kurzem Blut abgenommen. Diagnose war ein zu hoher Cholesterin (der LDL ca. 250). Sie wurde vom Hausarzt zum Kardiologen überwiesen - rein zur Vorsicht.
Dieser meinte, dass am Herz alles ok ist, jedoch ist ihre Hauptschlagader zu ca. 20 % verkalkt. Er meinte, sie solle Cholesterinsenker nehmen.
Die Cholesterinsenker sollen jedoch ziemlich heftige Nebenwirkungen haben. Krebs, Leberversagen, Nierenversagen usw.
Ihre Lebensweise ist sonst eigentlich sehr gesund. Sie raucht nicht, trinkt max. 1x im Monat ein Glas Wein, bewegt sich viel, ist schlank und ist auch nicht übermäßig fettig. Auch andere Erkrankungen liegen nicht vor. Sie ist Ende 50.
Habt ihr Erfahrungen damit? Gleich zu den Cholesterinsenkern greifen? Der Kardiologe war wohl recht kurz angebunden, der Hausarzt ist grundsätzlich gegen diese Senker. Er meinte, die Lebensweise ändern. Aber was soll sie noch anderes tun?
Würde mich über Antworten freuen.
LG
Katze
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24.02.2016, 18:13
Erfahrung mit Ablagerungen in der Halsschlagader
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24.02.2016, 18:19
AW: Erfahrung mit Ablagerungen in der Hauptschlagader
Also wenn nicht das Gesamtcholesterin so hoch ist sondern wirklich das LDL ist das schon recht hoch und spricht bei einem schlanken, sportlichen Menschen für eine genetische Fettstoffwechselstörung. Mit Anfang 50 hat sie statistisch eine Lebenserwartung von noch 30 Jahren und jetzt legt sie die Grundlagen wie ihre Gefäße im Alter aussehen. Die häufigste und relevanteste Nebenwirkung von Statinen sind Muskelschmerzen- manche Leute bekommen sie, die meisten nicht.
Und bist Du sicher dass es die Hauptschlagader war? Meist wird die Carotis, also die Halsschlagader untersucht, da man da prima drankommt.
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24.02.2016, 18:19Inaktiver User
AW: Erfahrung mit Ablagerungen in der Hauptschlagader
Wie hoch ist denn das HDL und das Gesamtcholesterin sowie die Triglyceride?
Das LDL ist übrigens kein gemessener Wert sondern ein rechnerischer, der nach der sogenannten Friedewald Formel berechnet wird. Zur Berechnung benötigt man Cholesterin, HDL und Triglyceride.
Was ist mit der Leber? Leberverfettung?
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24.02.2016, 18:22
AW: Erfahrung mit Ablagerungen in der Hauptschlagader
Ja, sorry Halsschlagader.
Nach den genauen Cholesterinwerten muss ich sie nochmal fragen, die weiß ich jetzt nicht auswendig. Leber war ok.
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24.02.2016, 18:26Inaktiver User
AW: Erfahrung mit Ablagerungen in der Hauptschlagader
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24.02.2016, 19:59
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24.02.2016, 21:14
AW: Erfahrung mit Ablagerungen in der Halsschlagader
Das ist doch alles prima, wo soll man da noch optimieren? Hat der Hausarzt dazu Vorschläge gemacht? Reflexartig Ratschläge erteilen, seinen Lebensstil zu verbessern finde ich nicht sehr hilfreich.
Blöd ist, dass sich zwei Ärzte wiedersprechen, mich würde das auch verunsichern. Keine Ahnung, ob es hilfreich wäre eine dritte Meinung einzuholen. Die Kernfrage ist aber wohl, wie schlimm ist diese 20-prozentige Verengung? Kann man die unbehandelt lassen und dann noch mal in einem Jahr (?) zum Kardiologen gehen, um zu überprüfen, ob sich was verschlechtert hat?
Ich bin da etwas skeptisch, aber meine Mutter hatte genau wegen so einer Verengung an der Halsschlagader einen Schlaganfall. Aus dieser persönlichen Erfahrung heraus würde ich sagen, lieber im Zweifelsfall die Tabletten nehmen, wenn die den gewünschten Effekt bringen, als ein paar Jahre später den Schlaganfall zu riskieren. Was der für Auswirkungen mit sich bringt, selbst wenn er einigermaßen glimpflich verläuft, da ist jede Tabletteneinnahme das kleinere Übel."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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24.02.2016, 21:32
AW: Erfahrung mit Ablagerungen in der Halsschlagader
Genau das ist es, was sie auch verunsichert. Der Kardiologe hat eigentlich sofort gesagt, dass sie die Cholesterinsenker nehmen soll. Die 20 %ige Verengung ist noch nicht so schlimm, operativ eingegriffen wird wohl erst ab 70 %.
Der Hausarzt lehnt Cholesterinsenker ab - wegen der Nebenwirkungen.
Ist für so etwas nicht eher ein Neurologe zuständig? Oder ein Arzt für Gefäßerkrankungen? Sie wird sich wohl nochmal eine zweite Meinung einholen. Nur die Frage ist eben bei welchem Facharzt? Der Hausarzt wird doch über Kurz oder Lang der falsche Ansprechpartner sein? Der Kardiologe verwies sie aber wegen weiterer Schritte zum Hausarzt und meinte, sie solle jährlich zur Kontrolle kommen. Auch meinte der Kardiologe, dass diese Ablagerungen nicht von Heute auf Morgen kommen, sondern schleichend über Jahre hinweg.
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29.02.2016, 12:27
AW: Erfahrung mit Ablagerungen in der Halsschlagader
Isst Deine Mutter viel Obst oder trinkt Säfte?
Dann kann durch die Fructose der Cholesterinwert ansteigen
(wird in der Leber abgebaut und führt zu einem zu hohen
Cholesterinwert, ist bei den meisten Ärzten unbekannt, kann
man aber z.B. auch bei Wikipedia nachgelesen, man
muss also keine medizinischen Fachartikel dazu lesen!).
Ich hatte eine Arbeitskollegin, die sich rein vegetarisch ernährt
hat, bei der permanent zu hohe Cholesterinwerte gemessen
wurde. Damals lautete die Erklärung, dass der Körper selber
Cholesterin herstellen würde, allerdings war nicht bekannt, dass
es sich sozusagen um eine Folgeerscheinung von Fructose-
verzehr handelte.
Eine Diät mit wenig Obst mit anschließendem erneuten Test
könnte Klarheit verschaffen.
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01.03.2016, 12:36Inaktiver User
AW: Erfahrung mit Ablagerungen in der Halsschlagader
Google mal nach der "Cholesterinlüge" und nach der Diskussion um die Nebenwirkungen von Statinen. Nach neuesten Erkenntnissen sollen diese Cholesterinsenker vor allem Demenz hervorrufen, sie schädigen das Nervensystem.
Ich denke, der Hausarzt Deiner Mutter hat Recht, diese Medikamente nutzen vor allem der Pharmaindustrie.


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