Das war meinen Eltern auch so, vor allem bei meinem Vater. Gib ihnen Gelegenheit dazu.
Die Angst vor übergroßen Schmerzen kann man ihm nehmen, gerade in Palliativstation geht da einiges heute. Vielleicht kannst du da Infos besorgen von Patientenverbänden oder einen Besuch bei einem Schmerzspezialisten organisieren.
Ich hab diesen Prozess bei meiner eigenen Diagnose zunächst nicht verstanden. Menschen haben geschockt und voll Mitleid reagiert, das hat mir geschadet und mich runtergezogen.
Danach hab ich eine Weile nicht mehr gesprochen, vor allem mit Freunden, die nicht robust genug waren. Manche waren beleidigt oder pikiert, dass ich erst spät was gesagt habe, aber für mich und meine Verarbeitung war das viel besser.
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23.07.2016, 16:50
AW: Vater krebskrank - Mitleid, Angst, Hilflosigkeit...
Geändert von Analuisa (25.07.2016 um 23:22 Uhr) Grund: Zitat repariert
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26.07.2016, 10:26Inaktiver User
AW: Vater krebskrank - Mitleid, Angst, Hilflosigkeit...
Ich höre und lese schon ein bisschen herum, welche Angebote es gibt, es gibt z. B. an dem Klinikum, an dem mein Vater behandelt wird, auch einen Verein und weitere Angebote für alle Stadien einer schweren Erkrankung, von der "Familiensprechstunde" bis hin zur Palliativversorgung. Gut, dass sowas mittlerweile angeboten wird.
Das kann ich mir vorstellen! Mich nerven schon als Angehörige manche Reaktionen, wie muss das erst sein, wenn man selbst betroffen ist. Ich weiß z. B. von einer Freundin von mir, dass sie selbst große Angst vor Krebs hat. Ich verstehe das, trotzdem finde ich es unangenehm, dann mit ihrer Reaktion konfrontiert zu sein, sie wird richtig zittrig und spricht in Leidensstimme mit mir.
Mache mir auch gerade viele Gedanken darüber, warum das alles so ist und ob es nicht für das Umfeld eines schwer Erkrankten einen anderen Umgang mit Krankheit und Tod gäbe. Klar ist es traurig, aber gerade bei einem älteren Menschen ist es doch irgendwie der Lauf der Dinge, dass das Leben irgendwann wieder zu Ende ist.
Gruß
Juna



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