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  1. Inaktiver User

    AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was ich aus diesem Thread mitnehme ist wie schon gesagt, dass es für mich ganz furchtbar wäre, wenn ich wüsste, dass meine Töchter sich zwar um mich kümmern, ich aber am Ende eine große Belastung bin.
    Das treibt mich auch um. Ich habe es als sehr belastend empfunden, mich um die ganzen Oldies zu kümmern, und aktuell steht das ja auch wieder an. Ich will keinesfalls, dass mein Kind das Gleiche erlebt. Deshalb habe ich bereits jetzt schon Generalvollmacht, Testament und Patientenverfügung vorliegen. Damit erspart man seinen Lieben im Falle eines Falles große Qualen, auch wenn die Auseinandersetzung damit alles andere als angenehm ist.

  2. Moderation Avatar von frangipani
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    AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    Liebe amacado,

    ich finde es gut, wenn man sich, solang man noch fit ist, Gedanken macht und diese auch mit den Kindern bespricht. Auch wenn das Gespräch vielleicht am Anfang etwas Beklommenheit auslöst, hinterher fühlt man sich befreiter.
    Meine Mutter ist zum Glück Jemand, die klare Worte spricht. Mein Vater ist anders, der weicht unangenehmen Themen aus und dann fallen sie ihm oder den Angehörigen vor die Füsse, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann.

    Meine Mutter hat sich mit Ende 60 von 120qm auf ca 50qm verkleinert, hat massenhaft ausgemistet. Sie hat ihre Unterlagen sortiert, so dass ich im Ernstfall weiss, wo was steht. Wir haben über Bestattungswünsche geredet, sie hat eine Patientenverfügung und ich teile mir die Betreuungsvollmacht mit einer Verwandten, die vor Ort ist.
    Sie hat auch keine Angst vor dem Altersheim, sollte es anstehen. Pflege vielleicht schon eher, weil sie es hasst, wenn ihr etwas aufgedrückt wird, was sie nicht will. Aber das sind noch ungelegte Eier, we'll cross that bridge when we get there. Ich hoffe ja immer noch, dass sie - wenn es denn mal soweit sein sollte - einfach umkippt und fini. Aber das hofft wohl jeder.

    Ich bin mir sicher, dass es trotzdem Dinge geben kann oder wird, an die wir vor dem Ernstfall nicht gedacht haben, aber so generell ist die Basis erstmal da. Offenheit und Ehrlichkeit und Mut, das ist für ein Gespräch mit den Angehörigen das Wichtigste. Alles Gute
    “We cannot confront these issues alone, none of us can. But the answer to them lies in a simple concept that is not bound by domestic borders, that isn’t based on ethnicity, power base or even forms of governance. The answer lies in our humanity." Jacinda Ardern, 29.3.19

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  3. Avatar von Herbstbaum
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    AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    Bei meiner Mutter und mir ist soweit auch alles geregelt.

    Mal sehen was die Zukunft so bringt.

    Jedenfalls war es super, sich mit Menschen auszutauschen denen es ähnlich geht.

    Liebe Grüße und alles Gute.

  4. gesperrt Avatar von Ebayfan
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    AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    Vielleicht sollte man sich beizeiten eine Hilfe auf 450 Euro-Basis beschaffen, die sich um den alltäglichen Kram kümmern kann? Die kann dann bei Bedarf durch einen mobilen Pflegedienst ergänzt werden. Dann hat man jemanden für den Haushalt, jemanden für die Pflege und für den Rest noch ein guter Steuerberater/Privatsekretär.

    Als ich meinen Vater betreute, hatten wir nur einen mäßig guten Pflegedienst und ich war ziemlich überfordert. Eine Haushätlerin und ein Steuerberater/Privatsekretär wäre für mich sehr hilfreich gewesen. Und für meinen Vater sicherlich auch.

    Gerade bei den Finanzen fehlte mir der Durchblick.

  5. Inaktiver User

    AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    Na ja, Haushälterin oder gar Privatsekretär ist wohl etwas abgehoben und mir erschließt sich der Sinn nicht, wofür man das brauchen könnte. Es sei denn, es ist ein großes Vermögen zu verwalten oder die Memoiren müssen zu Ende geschrieben werden. In meinem Fall wird es wohl reichen, wenn ich weiß, was ich will und dieses meinen Kindern mitgeteilt habe und zudem die entsprechenden rechtlichen Dinge geregelt habe. Das kann jeder.. unabhängig vom Alter, tun. Man muss es eben halt nicht auf die lange Bank schieben.

  6. Moderation Avatar von frangipani
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    AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte man sich beizeiten eine Hilfe auf 450 Euro-Basis beschaffen, die sich um den alltäglichen Kram kümmern kann? Die kann dann bei Bedarf durch einen mobilen Pflegedienst ergänzt werden. Dann hat man jemanden für den Haushalt, jemanden für die Pflege und für den Rest noch ein guter Steuerberater/Privatsekretär.

    Als ich meinen Vater betreute, hatten wir nur einen mäßig guten Pflegedienst und ich war ziemlich überfordert. Eine Haushätlerin und ein Steuerberater/Privatsekretär wäre für mich sehr hilfreich gewesen. Und für meinen Vater sicherlich auch.

    Gerade bei den Finanzen fehlte mir der Durchblick.
    Das kommt wohl sehr auf den Einzelfall an.

    Bei uns ist das zum Glück nicht erforderlich - bei 50qm Wohnung und 1000 Euro Rente im Monat. Was meiner Mutter eher hilft, sind die vielen Jugendlichen, die gerne bei ihr ein und aus gehen. Das hält sie geistig fit.

    Die Eltern von Freunden hatten polnische Pflegekräfte im Haus wohnen, bis zum Tod. Da war das Geld und der Platz vorhanden. Das klappte in dem Fall gut.
    “We cannot confront these issues alone, none of us can. But the answer to them lies in a simple concept that is not bound by domestic borders, that isn’t based on ethnicity, power base or even forms of governance. The answer lies in our humanity." Jacinda Ardern, 29.3.19

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  7. gesperrt Avatar von Ebayfan
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    AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Na ja, Haushälterin oder gar Privatsekretär ist wohl etwas abgehoben und mir erschließt sich der Sinn nicht, wofür man das brauchen könnte. Es sei denn, es ist ein großes Vermögen zu verwalten oder die Memoiren müssen zu Ende geschrieben werden. In meinem Fall wird es wohl reichen, wenn ich weiß, was ich will und dieses meinen Kindern mitgeteilt habe und zudem die entsprechenden rechtlichen Dinge geregelt habe. Das kann jeder.. unabhängig vom Alter, tun. Man muss es eben halt nicht auf die lange Bank schieben.
    Die Haushälterin pflegt die Wohnung und sorgt fürs Essen, der Privatsekretär erledigt die Post, die Finanzen und die Steuern. Es reicht doch, wenn der sich jede Woche mal eine Stunde kümmert. Es geht doch nicht um einen Vollzeitjob! Die Haushälterin kommt täglich für eine Stunde oder zwei und insgesamt ist man dann bei rund 40 Stunden pro Monat für beide.

    Das ist deutlich günstiger als ein Platz im Heim.

    Beide werden dann, sobald es nötig wird, von einem Pflegedienst ergänzt, den die Pflegeversicherung übernimmt.

    Aber es geht darum, die eigenen Kinder, wenn man überhaupt welche vor Ort hat, nicht mit diesem lästigen Kleinkram zu belästigen.

    Es nervt, wenn man täglich dafür sorgen muss, dass das Essen auf dem Tisch steht und die Rechnungen bezahlt werden. Mal ganz zu schweigen, von den unabsichtlich abgeschlossenen Abos durch dämliche Gewinnspielbriefe und ähnlichen Kram. Damit hatte ich damals echt Stress. Kaum war man ein Abo los, wollte Vater wieder an so einem Halsabschneider-Gewinnspiel mitmachen. Und das alles neben Pflege, Essen, Haushalt und meiner selbständigen Arbeit. Zwischendurch kam der Notar, beim Arzt durfte ich auch antraben, Rezepte einlösen und wenn ich mal ausging, gab es Gemecker. Selbst bei einem Ereignis, für das ich die Karte schon vor der Pflegebedürftigkeit geschenkt bekommen hatte. An Urlaub war gar nicht zu denken. Aber ein Heim kam ja niemals infrage. Er wollte schließlich in seinem eigenen Schlafzimmer sterben.

    Eine Haushaltshilfe und ein Privatsekretär wäre ein Segen gewesen! Dann hätte vielleicht auch meine Beziehung das alles überlebt.

    Ich kann wirklich nur allen Betroffenen raten, soviel Arbeit wie möglich an Fremde zu delegieren. Es ist das Geld wirklich wert. Psychologen sind auch teuer.^^

  8. Avatar von Wolkenschaf3
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    AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    Meine Mann und ich sind beide Einzelkinder aber erst Anfang 40. Wir haben selber zwei kleine Kinder und unsere Eltern wohnen 200 km von uns entfernt. Bei uns fallen in letzter Zeit die Eltern um wie die Fliegen, obwohl erts Anfang 70.
    Es ging los mit meiner Mutter . Sie ist seit 3 Jahren mit Alzheimer im Pflegeheim. Vorher hat sich mein Vater mit Pflege fast selbst kaputt gemacht.
    Kurz danach ähnliche Situation mit meiner Schwiegermutter , Parkinson mit Demenz, auch sie ist inzwischen im Pflegeheim.

    Nun ist der Schwiegervater dran und die Situation ist besonders haarig. Mein Schwiegervater ist ein schwieriger unsympatischer paranoider Mensch, motzen, rumbrüllen , fordern ist seine Art der Kommunikation.
    Anfang das Jahres wurde erst eine Depression bei ihm diagnostiziert, kuz danach Blasenkrebs. Die Blase wurde entfernt, bei der Op wurden Metastasen festgestellt, von letzterem weiß er noch nichts.
    Er war nach der Op in der Reha jetzt ist er in der Kurzzeitpflege.
    Das beste wäre er bliebe im Heim, aber er will nach Hause und vor allem wieder Auto fahren

    Mein Mann hat Vorsorgevollmacht und Generalvollmacht, kümmert sich momentan aus der Ferne um die finanziellen Angelegenheiten seiner Eltern.
    Geld für alle möglichen Annehmlichkeiten ist genug da, aber trotzdem halte ich es kaum für möglich dass er nach Hause zurückkann. Er ist total wacklig auf den Beinen, kippt öfter mal um, der Schlauch von seinem Urinbeutel ist oft undicht dann rastet er völlig aus.
    Mein Mann kann ihn nicht pflegen.
    An eine ausländische Pflegekraft haben wir auch schon gedacht, nur Schwieva ist paranoid, cholerisch und leicht ausländerfeindlich.
    Geändert von Wolkenschaf3 (23.07.2016 um 15:31 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    Oh je, Wolkenschaf, das ist wirklich heftig. Alle vier und dann noch in relativ jungem Alter. Das ist sicher eine riesige Belastung. Noch dazu, wenn einer einen so schwierigen Charakter hat. Ich hoffe, dass Ihr eine Lösung für Deinen Schwiegervater findet. Alles Gute für Euch!

  10. gesperrt Avatar von Ebayfan
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    AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    So ein schwieriger Mensch muss wahrscheinlich erst mal allein auf die Nase fallen. Er muss erst selbst merken, dass er es nicht schafft. Und wenn er dafür mal ein paar Stunden im Flur herumliegen muss.

    Wobei es schon ziemlich fies ist, was man teilweise in den Krankenhäusern mit den Leuten macht. Meinen Vater haben sie im KH mit Valium abgeschossen und sie ihm als Schlaftablette untergejubelt.

    Von dem Zeug wurde er noch unkoordinierter, außerdem vergesslich und süchtig. In dem Zustand war dann der Ofen erst recht aus. Einen Bärendienst haben sie uns damit erwiesen. Und das nur, weil die Nachtschwester nicht wollte, dass er nachts allein aufs Klo geht.

    Es kann gut sein, dass es dem Schwiegervater ähnlich ergangen ist. Und er nur deswegen umkippt.

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