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  1. Avatar von Herbstbaum
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    AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    Sicherlich gibt es schöne Heim, wo die Angehörigen gut betreut werden.Aber was mache man wenn Mutter nicht ins Heim will.Das sagt mir ständig ausführlich.Noch kann ich sie alleine betreuen,aber die Situation wird ja nicht besser und zwingen in ein Heim zu gehen kann ich nicht.Sie findet ein Heimplatz ist zu teuer,ihre Ersparnisse würden dafür aufgebraucht werden.
    Ich habe kaum noch Freunde, geschwiege das man mal ins Konzert gehen kann oder in den Urlaub fährt.Das Alles kostet unglaublich viel Nerven.

  2. Inaktiver User

    AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    Zitat Zitat von Herbstbaum Beitrag anzeigen
    Sicherlich gibt es schöne Heim, wo die Angehörigen gut betreut werden.Aber was mache man wenn Mutter nicht ins Heim will.Das sagt mir ständig ausführlich.Noch kann ich sie alleine betreuen,aber die Situation wird ja nicht besser und zwingen in ein Heim zu gehen kann ich nicht.Sie findet ein Heimplatz ist zu teuer,ihre Ersparnisse würden dafür aufgebraucht werden.
    Ich habe kaum noch Freunde, geschwiege das man mal ins Konzert gehen kann oder in den Urlaub fährt.Das Alles kostet unglaublich viel Nerven.
    Zieh dich soweit raus, dass es dir wieder gut geht. Bestell eine ambulante Pflege, Essen auf Rädern, etc. Versuche, deiner Mutter klar zu machen, dass jeder Euro von ihren Ersparnissen, den sie nicht ausgibt, auf deine körperliche und seelische Gesundheit geht.
    Genehmige dir einen Urlaub und gib deine Mutter in Kurzzeitpflege. Vielleicht lernt sie dann die Annehmlichkeiten des Heims schätzen, vor allen Dingen, dass Programm geboten wird und den ganzen Tag jemand da ist. Vielleicht kommt sie auf den Geschmack.
    Ach, und noch eine wichtige Sache: Ich hatte meine Mutter in einem Heim mitten in der Fußgängerzone. Sie fand es einfach toll, dass sie ohne Umstände mit dem Rollstuhl in die Stadt konnte. Von ihrem Zimmer konnte sie auf eine große Kreuzung gucken, was sie sehr gern getan hat. Andere Leute fanden es brutal von mir, dass ich meine (sehr schwerhörige) Mutter an so einer lauten, unruhigen Ecke unterbringen. Doch die Heimleitung sagte mir, dass die alten Leutchen von dieser zentralen Lage begeistert wären. Bedenken hätten immer nur die Angehörigen, die ihre Eltern am liebsten im ruhigen Grünen unterbringen würden.

    Oder vielleicht gibt es auch andere Lösungen. Wichtig ist nur, dass du dich nicht überforderst und dir deine legitimen Freiräume erkämpfst, auch wenn sie nicht mehr in der Lage ist, das zu verstehen. Denn wenn wegen Überforderung draufgehst, wird sie das auch nicht verstehen.

  3. Avatar von spatz
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    AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    Zitat Zitat von Herbstbaum Beitrag anzeigen
    Sicherlich gibt es schöne Heim, wo die Angehörigen gut betreut werden.Aber was mache man wenn Mutter nicht ins Heim will.Das sagt mir ständig ausführlich.Noch kann ich sie alleine betreuen,aber die Situation wird ja nicht besser und zwingen in ein Heim zu gehen kann ich nicht.Sie findet ein Heimplatz ist zu teuer,ihre Ersparnisse würden dafür aufgebraucht werden.
    Ich habe kaum noch Freunde, geschwiege das man mal ins Konzert gehen kann oder in den Urlaub fährt.Das Alles kostet unglaublich viel Nerven.
    Hol Dir bitte sehr dringend Hilfe an Bord. Frag Deine Mutter, was passieren würde, wenn Du Dir ein Bein brichst oder unter der Last der Betreuung zusammenklappst und ausfällst. Das kann nicht in ihrem Sinn sein. Und mach ihr schmackhaft, dass Ihr - wenn fremde Hilfe kommt - mehr "schöne" Zeit zusammen verbringen könnt, in der Du nicht gerade um sie herum putzt oder andere Dienstleistungen ausübst.

    Seeegras hat das ja auch schon sehr gut formuliert.
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  4. Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    Ich würde mal damit beginnen, mir Rat von einem Pflegedienst zu holen. Beratung gehört zu den Dienstleistungen, die diese Fachleute anbieten.

    Zwischen "Heim" und zuhause bleiben mit Allzuständigkeit als Tochter liegen doch Welten.

    Ich würde vorschlagen zu schauen, was man auslagern kann. Putzen, einkaufen (macht vielleicht auch die Putzfrau mit), Wäsche waschen (auch). Größeres einkaufen wie Wasser, Milch, Kartoffeln macht frau einmal die Woche. Notruf installieren lassen.

    Duschen mit der Hilfe eines Pflegedienstes, vielleicht dreimal die Woche (?). Frisörin und Fußpflege kommen ins Haus.

    So in etwa. Ich weiß natürlich bei euch nicht, was im Einzelnen von euch geleistet werden muss. Aber in einigen Dingen kann man sich helfen lassen. Sollte man auch, wenn ihr auf der Nase liegt, ist keinem geholfen.
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  5. Avatar von spatz
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    AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    Brandaktuell hat mein Papa Pflegestufe 1 bewilligt bekommen - ich bin sehr erleichtert, denn damit ist es auch für ihn einfacher, sich einzugestehen, dass Hilfe vonnöten ist. Da er die Chefin des ambulanten Pflegedienstes in seiner Gemeinde schon seit mehr als 20 Jahren kennt, ruft er sie direkt an, um sie zum Beratungsgespräch zu bitten.
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  6. Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    Prima!
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  7. Avatar von Herbstbaum
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    smile AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    Spatz: Das freut mich für Dich.

    Vielen Dank für Eure Antworten und Ratschläge.

    Ich werde in nächster Zeit versuchen einiges davon in die Tat umzusetzen.
    Der Urlaub an der Ostsee ist fast gebucht.

    Liebe Grüße..


  8. Registriert seit
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    AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    Zitat Zitat von Herbstbaum Beitrag anzeigen
    Der Urlaub an der Ostsee ist fast gebucht.
    Herbstbaum, das ist super! Gönn' es Dir!

    Aber sorg' wenn irgend möglich mittelfristig auch dafür, dass Du zumindest zeitweise auch Entlastung und regelmäßig Freiräume im Alltag bekommst. Bei der Langlebigkeit unserer Elterngeneration (meist gesund gelebt, gut medizinisch versorgt worden) ist die Begleitung anders nicht durchzuhalten.

    Letzlich ist eben diese (prinzipiell erfreuliche) Langlebigkeit, denke ich, auch eine Wurzel unserer Probleme: Unsere Elterngeneration hat ihrerseits Eltern gehabt (unsere Großeltern), die meist nicht so alt wurden. Und bei denen größere Familien vorhanden waren, um sich zu kümmern. Pflege dauerte bei den Großeltern, Großtanten etc. meist nur wenige Jahre. Sie verteilte sich oft auf mehrere Schultern. Das war innerfamiliär zu stemmen. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum so viele unserer Eltern externe Hilfe (Pflegedienst, Heim) so lange und so hartnäckig ablehnen. Sie sehen die Notwendigkeit nicht. Es ging doch bei den Großeltern auch ohne, und vielleicht stirbt man ja ohnedies bald.

    Alles Gute, britwi

  9. Avatar von kamy
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    AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    Mit der Heimbetreuung ist das so eine leicht brisante Sache.
    Klar wird in den Heimen tolle Arbeit geleistet, die schwarzen Schafe sind wohl schon längst aus dem Spiel, Gottseidank. Die habe ich noch erlebt, als die Leutchen mit eingewachsenem BFK- Verband ins Krankenhaus kamen. Sind aber mehr als 20 Jahre her. Genauso wie Dekubiti vierten Grades.
    Heime kenne ich nur von Besuchen, und die finden statt wegen Stricken in der Runde das sind schon tolle Räumlichkeiten und die Bewohner sehen top gepflegt aus. Ich könnte mir gut vorstellen, später selbst in ein Heim zu gehen, bevor ich mich zu Hause alleine langweile, dann stürze und es dauert eine Weile, bis jemand auf mich zukommt. Ich denke da rein praktisch, weil ich selbst Menschen erstversorgt habe, die manchmal ganze Nacht, den davor gewesenen Abend und den halben Vormittag auf dem Fussboden verbracht haben, schenkelhalsbruch inklusive. Sind aber noch die Zeiten vor 1995 gewesen, also vor der Pflegeversicherung.
    Mir meinen Eltern ist das so eine Sache mit dem Heim; in unserem Kulturkreis und in der Familie gibt es sowas einfach nicht, da müsste ich erst mit dem Kopf durch die Wand.
    Die Seele nährt sich von dem, worüber sie sich freut. Augustinus

  10. Inaktiver User

    AW: Betreuung Eltern - Einzelkind um die 50

    Zitat Zitat von kamy Beitrag anzeigen
    Mit der Heimbetreuung ist das so eine leicht brisante Sache.
    Es ist eine sehr brisante. Es ist die letzte Station vor dem Tod und zudem das Eingeständnis, dass man nicht mehr autonom leben kann. Sehr, sehr schmerzhaft. Kein Wunder, dass es immer weggeschoben wird. Aber dennoch holt einen das Thema irgendwann ein, wenn man nicht vorher stirbt.

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