Hallo
Ich habe eine Bekannte deren Mann vor einem Jahr einen schweren Schlaganfall , ist jetzt links gelähmt. Er lebt zu Zeit im Pflegeheim und ist soweit ich es beurteilen kann dort auch einigermaßen gut versorgt. Zu seiner Vorgeschichte : Vor zwei Jahren wurde bei ihm Deabetis II festgestellt und Bluthochdruck 180 , er hatte auch Übergewicht. Ihm wurde vom Arzt Medikamente verschrieben die er aber nicht genommen hat. Er hat sich auch viel zu wenig bewegt und viel zu fett gegessen . Er hat keine Ratschläge oder Warnungen angenommen . Dann hatte er den Schlaganfall und ist in die RSHA gekommen und dort hat man auch noch Demenz festgestellt . Da sie berufstätig ist kann sie sich nicht wie sie es gern möchte um ihn kümmern. Sie macht sie sich jetzt aber Vorwürfe das sie ihn im Stich gelassen hat. Was meint ihr dazu ? Sie Besucht ihn auch Regelmäßig so 3-4 mal die Woche und macht auch seine Wäsche .
Bin gespannt auf eure Meinung
LG gritte
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19.02.2014, 09:48
Hilfe für Angehörige bei Schlaganfall
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19.02.2014, 09:55
AW: Hilfe für Angehörige bei Schlaganfall
Sie macht alles richtig, gerade wenn auch noch eine Demenz vorliegt zusätzlich zu den anderen Handicaps die durch den Schlaganfall geschahen.... Man lässt jemanden im Stich wenn man sich nicht kümmert, aber das tut sie ja nicht, er ist im Pflegeheim bestens versorgt aus medizinischer und pflegerischer Sicht, etwas was sie als voll berufstätig nicht zusätzlich leisten kann.
Aber sie kann durch ihre Besuche ihn stützen was sie auch tut, sie kann auch täglich dahin fahren wenn sie es für ihr emotionales Gleichgewicht benötigt, sie kann auch mit ihm noch Unternehmungen machen wenn es der Gesundheitszustand erlaubt.
Eine Pflegeeinrichtung ist keine geschlossene Anstalt sondern nur ein veränderter Wohnort, aber all dass was sie mit ihm zu Hause hatte, kann sie auch dort leben, sie kann auch dort übernachten am WE wenn sie das möchte, Zustellbett...Das Leben macht was es will und ich auch!
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19.02.2014, 09:57
AW: Hilfe für Angehörige bei Schlaganfall
Hallo Gritte,
deine Freundin solle ihre Kraft sehr sinnvoll einteilen.
Sie darf sich auch keine Gedanken machen, ob sie ihn im Stich läßt/gelassen hat.
Wichtig ist jetzt, dass sie die Situation annimmt und wenn sie bei ihm ist, auch wirklich BEI IHM ist.
Gibt es keinen Wäschedienst in dem Heim?
Ich habe anfangs die Wäsche meiner Mutter auch selbst gewaschen. Aber man kommt ja kaum hinterher.
Wenn Sie so oft zu ihrem Mann geht, dann bleibt ihr auch wenig Freizeit - Zeit für sich. Die sollte sie unbedingt sinnvoll nutzen, zur Erholung und nicht um die Wäsche zu waschen.
Hier sollte sie sich unbedingt helfen lassen.
Wieso macht sie sich Vorwürfe? Weil er in einem Pfelgeheim ist?
LG
SB
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19.02.2014, 10:00
AW: Hilfe für Angehörige bei Schlaganfall
Wäsche waschen....
würde sie auch tun, wenn er zu Hause leben würde, da geht es darum etwas für IHN zu tun, aktiv, soll sie bloss weitermachen wenn es ihr wichtig ist, das Gefühl etwas zu tun, ein Stück Normalität
Jedes Heim hat einen Wäschedienst, denn nicht jeder hat Angehörige die das übernehmen würdenDas Leben macht was es will und ich auch!
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19.02.2014, 10:03Inaktiver User
AW: Hilfe für Angehörige bei Schlaganfall
das was sie für sich tun kann- auch gerne mit hilfe von jemandem aus dem heim (weil der/diejenige die situation vor ort sieht)- reden und sich ihre schuldgefühle vom herzen reden.
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19.02.2014, 10:03
AW: Hilfe für Angehörige bei Schlaganfall
Darum geht es doch hier, ich würde mir auch Vorwürfe machen wenn ich es nicht leisten kann meinen Mann zu betreuen und ganz klar auch ich müsste in meinem Leben genau die gleiche Entscheidung treffen....
Es ist ein Gefühl nicht alles gegeben zu haben, illoyal zu sein, ihn abzuschieben, ihn nicht genug zu lieben,... alles irrational sicherliche, aber emotional nachvollziehbar...
Dazu die Menschen, die hat ihn in ein Heim gegeben... Böse Zischgeräusche im Hintergrund, Nährboden um sich schlecht zu fühlen, auch wenn man das gar nicht mussDas Leben macht was es will und ich auch!
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19.02.2014, 10:05Inaktiver User
AW: Hilfe für Angehörige bei Schlaganfall
würde sie ihn zu hause pflegen- könnte sie vermutlich nicht arbeiten gehen können.
bei dem thema: ins heim abschieben - bekommen viele menschen schuldgefühle- aber sind die wirklich angebracht?
und ist es wirklich ein abschieben? wenn man/frau sich eingesteht: ich kann es nicht leisten. weder körperlich noch psychisch.
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19.02.2014, 10:10
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19.02.2014, 10:12Inaktiver User
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19.02.2014, 10:15
AW: Hilfe für Angehörige bei Schlaganfall
Nun ist es aber ein Unterschied, ob man die Wäsche eines Pflegebedürftigen macht oder die eines Gesunden.
Es fällt auch viel mehr Wäsche bei einem kranken Menschen an. Somit hat sie viel mehr Arbeit. Und wenn sie 3-4 mal ins Heim geht, also nach der Arbeit.....dann finde ich, bleibt sehr wenig Zeit für sie.


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