Da magst Du schon recht haben, Zimtstange, aber die Freundin der TE muss m. E. erst mal richtig medikamentös eingestellt werden, damit deren Leidensdruck sich verringert.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 38
Thema: Stimmen hören
-
25.09.2013, 08:20Inaktiver User
AW: Stimmen hören
-
25.09.2013, 10:26
AW: Stimmen hören
Zum Ausschalten von Stimmen gibt es nur Neuroleptika - und das dauerhaft.
Bei Schizophrenie unumgänglich.
-
25.09.2013, 19:29
AW: Stimmen hören
Nur rauben einem viele Neuroleptika (z.B. Cyprexa) auch viel Lebensqualität.
Sie machen sehr antriebslos und steigern obendrein auch noch den Appetit.
Inder akuten Phase o.k.
Aber danach sollt man es langsam wieder ausschleichen,
habe ich auch einem meiner Freunde geraten.
Seine Neurologin hat getobt,
er hat einfach immer weniger genommen.
Der Erfolg war beendruckend!
Zuvor musste ich ihm noch die Wohnung kehren,
weil er nicht mehr dazu in der Lage war,
heute macht er wieder Ausflüge und Wanderungen.
Das Problem ist bei einem Dauerhaften eingriff in den Neurotransmitterhaushalt,
dass der Körper bei einer Blockierung der Synapsen mehr Neurotransmitter herstellt,
dann benötigt man wieder mehr Blockierung, etc.
Manch eine Krankheit kann sich aber auch durch körpereigene Kräfte zurückbilden.
Akutbehandlung ja, eine Dauermedikation sollte aber m.E. immer wieder nach der Erforderlichkeit überprüft werden. Und das geht eben über das ausschleichen. (Es sei denn, es liege in der Psychose eine deutliche Eigen- oder Fremdgefährdung vor, was aber glücklicherweise eher die Ausnahme ist).
-
26.09.2013, 07:46Inaktiver User
AW: Stimmen hören
jedes ausschleichen birgt die gefahr einer neuen psychose. manche partienten haben ohne medizin keine möglichkeit ein einigermassen gesundes leben zu leben. das miuß bei jedem fall von patient zu patient abgewägt werden.
heishunger ist mit solchen medikamenten die regel, aber nach abklingen der synthome von psychosen ist das normal erst mal mehr zu futtern das dient auch der seele und ermöglicht eine wiedergewinene gesundheitliche stabilität. wenn man das übergewicht angehn möchte kann man das durch ernährung und bewegung hinkriegen auch mit medizin. es gibt patienten die verweigern medizin und manchmaal gibt es auch solche die sie selbstständig absetzen ohne rückspracche und dann ist nach einigen wochen die nächste psychose da.
psychosomatik ist ein anderes arbeitsgebiet als psychisch erkrankte die eine psychose haben das hängt nun mal mit einem veränderten hirnstoffechsel zusammen.
das muß man diverenzieren.
-
27.09.2013, 18:49
AW: Stimmen hören
Richtig!
Und genau so richtig ist auch,
dass mit jeder Dauermedikation,
ohne dass gelegentlich mal das Medikament probeweise ausgeschlichen wird,
ein Mensch womöglich kranker gemacht wird, als er eigentlich ist.
Genau!
Und ich bitte darum, sowohl als Angehöriger,
als auch als Therapeut, gelegentlich mal ein wenig mutiger zu sein.
Wie gesagt: die Ausnahme ist, wenn bei Psychosen Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt,
was (wie auch gesagt) eher selten der Fall ist.
-
27.09.2013, 20:29Inaktiver User
AW: Stimmen hören
es ist so einfach als angehörieger oder als therapeeut zu sagen der patient soll keine medizin nehmen.
man selbst hat ja nicht das erleben einer psychose man selbst ist indirekt betroffen, das leiden trägt der patient und der soll sagen ich leide gern weil der angehörige und der therapeut nicht möchte das ich medikamente nehm.
-
27.09.2013, 21:05
AW: Stimmen hören
Sag mal, rede ich hier eigentlich mit einen Wand?
Ich finde Medikamente gut und Wichtig!
Und ich habe hier nichts anderes gesagt, oder etwa?
Ich meine lediglich, dass man nach einer längeren Zeit - und wenn keine Selbst- oder Fremdgefährdung in einer Psychose vorliegt - mal den Mut haben sollte, die Medikamente auszuschleichen, um zu schauen, ob die Krankheitsursache noch besteht, oder nicht.
Ich bitte darum, mir die Worte nicht im Mund herumzudrehen!!!
-
28.09.2013, 07:45Inaktiver User
AW: Stimmen hören
nein das tust du nicht.
aber ich rede hier
von selbst erlebten erfahrungswerten.
von daher sehe ich deine postings kritisch.
in akuter psychose sind häufig die patienten selbstmordgefährdet nur redet der patient nicht darüber, denn wenn die therapeuten und ärzte das gesagt bekämmen dann würde der patient gegen seinen willen in der psychiatrischen klinik festgehalten werden.Geändert von Inaktiver User (29.09.2013 um 06:44 Uhr)
-
28.09.2013, 21:04
AW: Stimmen hören
gut in solch einem Fall kann ich das auch verstehen.
Gruß Zimtstange
-
05.10.2013, 09:47Inaktiver User
AW: Stimmen hören
ich möchte noch anmerken das die psychiatrie immer wieder über die jahre voll ist von den immer wieder gleichen psychose patienten die ihre medikamente nicht mehr genommen haben und nach ein paar wochen erneut eine psychose haben und dann wieder akut psychotisch in der klinik auf der station über wochen behandelt werden. nach jeder akuten krankheitsphase kriegen die patienten ihren alltag nicht mehr allein hin, die wenigsten gesunden soweit als das man ihnen erkrankung nicht ansieht.
das ist zu bedenken wenn man wissen will ob der patient noch krank ist und zu bedenken bevor man die medizin reduziert oder absetzt.


Zitieren
