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Thema: Kindesentzug

  1. User Info Menu

    Kindesentzug

    Hallo ich bin neu hier und hoffe, dass mir jemand kompetent Auskunft geben kann.

    Mein Mann hat sich vor 5 Jahren von mir getrennt, weil sein Leben eskaliert ist, er ist ein spielsüchtiger Polizist und hat aus Not und Angst vor Entdeckung der immensen Spielschulden einfach seine Beine genommen und ist feige weggelaufen.
    Zudem hat er sein Kindheit an, Depressionen und Angstzustände.
    In den 5 Jahren war er zeitweise abgetaucht ohne Adresse und Telefonnummer absolut nicht erreichbar auch für unseren Sohn nicht.
    Er hatte einen stationären Aufenthalt über 8 Wochen in einer Psychiatrischen Klinik, im Anschluß daran geriet sein Leben vollkomen aus den Fugen.

    Es war niemanden gelungen, dass er zuverlässige Besuchskontakte zu seinem Sohn durchführt.

    Er verlor seine Wohnung hat jede Menge negative Schufaeinträge und ist immer wieder woanders hingezogen.

    Es gab ein Familiengutachten welches feststellen sollte, ob ein Umgang zwischen Vater und Sohn noch stattfinden soll und bei wem das Kind seinen Lebensmittelpunkt hat.
    Verbindlich haben wir mit dem Gutachter festgeschrieben, dass der Lebensmittelpunkt unseres Kindes dauerhaft bei der Mutter liegen soll.

    Es wurde eine Umgangspflege einmal die Woche eingerichtet damit unser Kind wußte, dass der Umgang stattfindet.

    Jetzt war mein Nochehemann 5 Monate in Therapie also erst in einer psychosomatischen Klinik von dort wurde er in die geschlossene Psychiatrie überstellt und von dort in die psychiatrische Tagesklinik bis zum 30.09.08.
    Zum 01.10.08 zog er dann hier in unsere Nähe!

    Am 17.10.08 traf unser Sohn morgens um halb 7 die Entscheidung, dass er zukünftig bei seinem Vater leben wolle, dies erfuhr ich durch das Jugendamt, weil aufgrund der Handlungsweisen des Vaters an seinem Sohn das Jugendamt wegen Kindeswohlgefährdung eingeschaltet wurde.

    Unser Sohn selbst ist tief traumatisiert und meitn er könne seinen Vater retten.

    Unser Sohn befindet sich selbst seit 4 Jahren in Therapie.

    Es wird die Erziehungsfähigkeit des Vaters in Frage gestellt und es wird so gesehen, dass er die Verantwortung für sein Kind nicht nehmen kann.

    Das Jugendamt versteckt sich dahinter, dass unser Kind 14 Jahre alt ist und er das alleine entscheiden kann, also die handeln nicht obwohl der Vater sich seit 5 Jahren kaum bis gar nicht um sein Kind kümmert und keinerlei Verantwortung bis jetzt übernommen hat.
    Keiner weiß, welche psychische Erkrankung er hat und weshalb er in der geschlossenen war.
    Aufgrund der Suizidgefahr hat man ihm schon seit Anfang 2004 die Dienstwaffe genommen.

    Da die Umgangspflege richterlich beschlossen ist die schriftliche Vereinbarung dass der Lebensmittelpunkt dauerhaft bei mir liegt wie sieht das aus???

    Ich kann doch nicht zulassen, dass mein Kind aus Not und der Meinung heraus er könne seinen Vater retten dort verbleibt.

    Gruß
    Silke

  2. User Info Menu

    AW: Kindesentzug

    Hallo Silke

    Erstmal vorneweg ich weiss wie du dich fühlst und zwar sehr genau.

    Dein Sohn macht genau das was meine Tochter vor bald 5 Jahren tat, nachdem sie ihren Vater nach Monaten der Trennung und des nicht sehen wollens ihrerseits wiedertraf(auf mein Betreiben hin weil er mir leid tat, bzw. ich nicht wollte das sie ihren Vater weiterhin aus den Augen/dem Sinn verliert).
    Allerdings zog sie damals nicht beim Vater ein, der hauste in Untermiete bei einem Kollegen und sie besuchte ihn halt des öfteren.

    Dein Sohn fühlt Verantwortung für den Elternteil dem es zur Zeit schlecht geht, ist an sich etwas Schönes, aber nicht für ein Kind/Jugendlichen, der muss erstmal lernen für sich Verantwortung zu übernehmen ehe er dies für einen Erwachsenen tut.

    Aber aus Sicht des Jungen ist es verständlich, du brauchst seine Hilfe zur Zeit nicht, dir geht es gut, dem Vater geht es schlecht und wer weiss, vielleicht hat er ja den Sohn auch dahingehend beeinflusst

    Da allerdings Gutachten vorhanden sind betreffend des Zustandes deines Exmannes wird es wohl kaum dazu kommen das er seinen festen Lebensmittelpunkt DORT hat
    Kann ich mir zumindest nicht vorstellen, wobei ich habe schon Dinge auf dem Jugendamt erleben dürfen die spotteten jeder Beschreibung

    Deswegen kann ich dich auch leider nicht wirklich beruhigen, mir geht es im Augenblick auch so das Tochter vor drei Monaten ausgezogen ist und zwar nicht wirklich beim Vater (nur auf dem Papier) sondern in seinem Haus bei einer nennen wir es vorsichtig traumatisierten einsamen Tante plus haltlosen Cousine und anderen Menschen die nicht wirklich im Leben klarkommen wohnt.
    Sie ist dort noch die am ehesten gefestigte Person und genau die Tatsache das sie dort zur Zeit anscheinend klarkommt ist es die mich im Augenblick ein ganz klein wenig beruhigt.

    Du solltest auf jeden Fall den Kontakt zu deinem Sohn nicht abreisen lassen, ihm vor allem EINFÜHLSAM klarmachen das ER alleine dem Vater nicht helfen kann, das du es ganz wunderbar findest das er dem Mann helfen möchte und du dies auch unterstützt, aber eben nur bei Besuchen NICHT dort lebend.

    Dein Sohn scheint ein Mensch zu sein der ein Bedürfniss hat dem Vater nahe zu sein und er kann ihm vielleicht sogar wirklich wieder helfen Boden unter die Füsse zu bekommen.
    Das ist gut, aber eben nicht wenn er dort als ständigen Wohnsitz lebt, es ist viel zu Gefährlich fürs KIndswohl und ich würde genau diesen Punkt beim Jugendamt vorführen und wenn es dort Probleme gibt (wie ich selbst leidvoll erfahren musste) würde ich mich an deiner Stelle an eine psychologische Beratungsstelle für Eltern Kinder und Jugendliche wenden, mir wurden dort zumindest Tipps gegeben wie ich mit der Situation umgehen kann.

    Da dein Sohn noch um etliches jünger als meine Tochter ist, hast du auch eher Erfolgsaussichten dahingehend.

    Wenn du möchtest können wir uns dazu auch mal per PN austauschen.

    Bitte verliere nicht die Nerven bei der Sache (ist mir die ersten paar Tage so ergangen, ich war zu keinem klaren Gedanken fähig und habe dadurch erstmal mehr Porzellan zerschlagen als gerettet).
    Ruhig bleiben und bedacht handeln ist die Devise, du musst nicht dieselben Fehler machen wie ich es tat.

    Fühle dich und lieben Gruss

    Chaoshexe
    Geändert von Chaoshexe (25.10.2008 um 15:40 Uhr)
    Der Verstand ist wie ein Fallschirm, um zu funktionieren muss er geöffnet sein

  3. Inaktiver User

    AW: Kindesentzug

    Zitat Zitat von silkejens
    Hallo ich bin neu hier und hoffe, dass mir jemand kompetent Auskunft geben kann.
    Kompetente Auskunft über die Rechtslage kann dir ausschließlich ein Anwalt oder eine Anwältin (Fachanwalt für Familienrecht) geben.

    Nur ganz grob: Familienrechtliche Entscheidungen (Scheidung natürlich ausgenommen) können immer wieder Änderungen unterliegen, da sich auch die Lebensumstände der Beteiligten natürlich im Laufe der Zeit immer wieder ändern.

    Entscheidend ist, das wirst du wissen, das sog. "Kindeswohl". Was für einen Siebenjährigen gut ist, kann für einen 14jährigen nicht passen.

    Möglicherweise wird es bei dir auf neue Gutachten hinauslaufen.

    Lass dich beraten.

    Alles Gute!

    edit: Chaoshexes Vorschlag mit der Beratungsstelle ist ein guter Tipp. Wichtig ist, dass die Sache nicht eskaliert.

  4. User Info Menu

    AW: Kindesentzug

    Danke für Deine Antwort.

    Ich hatte gestern Kontakt zum Jens, alles das was Du schreibst ist so, ich habe ihm versucht ruhig und sachlich die gesamte Situation zu erklären.
    Habe meinem Sohn auch klar gesagt das ich sein Handeln versteh nach dem ganzen Chaos das er erlebt hat.
    Ich habe mit ihm vereinbart, dass wir das erstmal als Urlaub sehen und das sein zu Hause bei mir ist und das wir Kontaktmöglichkeiten finden, die ihn zufrieden stellen.

    Das Jugendamt weiß um diese Situation. Die handeln nicht!
    Die verstecken sich dahinter das Jens 14 ist.

    Das Jugendamt hat Auflagen gemacht, mein Noch Ehemann muss in Therapie, er und ich müssen in eine Paartherapie und die fordern die gesamten Entlassungsberichte aus den Kliniken an.

    Jens hat mir klar gesagt, dass wir das so machen, er bleibt noch auf Urlaub bei seinem Vater und käme dann zurück.

    Nach Übergabe bei der Umgangspflege wurde ich von dort informiert, dass Jens mir folgendes ausrichten läßt, er bleibt bei seinem Vater, wünsch keinen Kontakt und will erstmal zur Ruhe kommen und einige Dine die er gesagt hätte, hätte er nur gesagt um mich zu beruhigen.

    Ich war weder wütend noch sauer noch aggressiv sondern wirklich ruhig und ausgeglichen und habe diese gesamte Situation sachlich mit ihm besprochen.

    Nach den Ganzen Dingen die Jens erlebt hat, der ist vollkommen zerissen, der weiß gar nichts mehr, der will mit Gewalt durchsetzen was er sich vorstellt schlimm ist, das mein Noch Ehemann ihm seit 5 Jahren sagt, dass er das alles so nicht wollte und ihm seit 5 Jahren vermittelt, dass er zurück will.

    Das hat sich bei Jens festgefressen und er meint, dass er, wenn er beim Vater ist, dass erreicht.

    Mein Noch Ehemann zeigt deutlich, dass er die Verantwortung für sein Kind nicht übernehmen kann,sein leben liegt selbst absolut in Schutt und Asche.

    Anstatt das durch öffentliche Stellen Ruhe einkehrt nein, da eskaliert es noch mehr.

    Ich fass das einfach nicht.
    Lieben Gruß
    Silke

  5. User Info Menu

    AW: Kindesentzug

    Eskaliert ist es hier schon!

    Es geht nicht um Gutachten bezgl. der Familie, es geht hier um einen psychisch gestörten Vater der sein Leben nicht auf die Reihe bekommt.

    Der seit 5 Jahren im Chaos versinkt, 5 Jahre weder einer Fürsorgepflicht noch Gesundheitspflicht noch sonst irgendeiner Pflicht nachgekommen ist.

    Der für seinen Sohn nie oder fast nie erreichbar oder ansprechbar war.

    Aufgrund dessen wurde die Umgangspflege eingerichtet.
    Er hat nur 1 x die Woche das Recht seinen Sohn zu sehen und die Umgangspflegerin hat dies zu organisieren!

    Das Aufenthaltsbesimmungsrecht liegt dauerhaft bei mir, das ist eine Vereinbarung, die dem Gericht vorliegt.

    Gruß
    Silke

  6. User Info Menu

    AW: Kindesentzug

    Zitat Zitat von silkejens
    Eskaliert ist es hier schon!

    Es geht nicht um Gutachten bezgl. der Familie, es geht hier um einen psychisch gestörten Vater der sein Leben nicht auf die Reihe bekommt.

    Der seit 5 Jahren im Chaos versinkt, 5 Jahre weder einer Fürsorgepflicht noch Gesundheitspflicht noch sonst irgendeiner Pflicht nachgekommen ist.

    Der für seinen Sohn nie oder fast nie erreichbar oder ansprechbar war.

    Aufgrund dessen wurde die Umgangspflege eingerichtet.
    Er hat nur 1 x die Woche das Recht seinen Sohn zu sehen und die Umgangspflegerin hat dies zu organisieren!

    Das Aufenthaltsbesimmungsrecht liegt dauerhaft bei mir, das ist eine Vereinbarung, die dem Gericht vorliegt.

    Gruß
    Silke
    Hallo Silke

    Dann ist doch zumindest amtlich Alles geklärt, er darf den Sohn an einem Tag die Woche bei sich haben und wenn Sohn ihn öfters sehen möchte ist dies eine "Kannbestimmung" sozusagen, also obliegt es dir und Sohn wie ihr es regelt.

    In diesem Fall würde ich um Sohn und Ex zu zeigen das ich nicht böswillig bin, erlauben das er den Vater öfters besuchen (nicht dort leben ) kann und somit einen goldenen Mittelweg gehen.

    Dem Vater das eigne Kind zu entziehen weil es ihm schlecht geht wäre ein Fehler, aber den Sohn dort leben zu lassen (so wie du deinen Nochehemann beschreibst zumindest) wäre Kindswohlgefährdung.

    Eine Gratwanderung, aber machbar solange du Zugang zum Sohn hast und weisst das er dich sofort anruft wenn beim Vater etwas im Argen liegt und er dies während seines Besuchs dort mitbekommt.

    Apropos, dein Nochehemann wird bald Exehemann oder oder erwägst du keine Scheidung?

    Chaoshexe
    Der Verstand ist wie ein Fallschirm, um zu funktionieren muss er geöffnet sein

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    AW: Kindesentzug

    Also, ich habe meinem NOCH Ehemann niemals das Kind verweigert, im Gegenteil, als man ihm das Auto still legte brachte ich Jen szu ihm.
    Wenn er den Kontakt über Wochen abgebrochen hat, habe ich Jens motiviert den Kontakt zu seinem Vater aufzunehmen.

    Natürlich soll und kann Jens mehrmals die Woche Kontakt zu seinem Vater haben, zumal er ja jetzt hier in unsere Stadt gezogen ist, natürlich kann Jens jedes 2. Wochenende bei ihm übernachten.

    DAS alles ging bis zum 01.10.2008 nicht!

    Genau das sollte ja besprochen werden, aber das hat Jens ja in Verbindung mit seinem Vater torpediert!

    Bzgl. Scheidung, nicht lachen, ich versuche seit 4 Jahren, den mir zustehenden Unterhalt und Kindesunterhalt zu bekommen!!!!

    Wir leben hier mit einem königlichen Amtsgericht!

    Hier dauern Scheidungen in der Regel 3 - 5 Jahre!!!!

    Es stellt sich auch die Przess- und Geschäftsfähigkeit bei meinem Noch Mann.

    Ohne Trennungsunterhalt und Nachscheidungsunterhalt keine Scheidung.

    Jetzt kommt noch Sorgerecht, Aufenthalstbestimmungsrecht und er fordert jetzt Kindesunterhalt von mir, also Scheidung ade auf keine Ahnung!!!!

    Wenn es nicht so bitter wäre ist das was hier seit 5 Jahren läuft Bildzeitungsreif.

    Lieben Gruß
    Silke

  8. Inaktiver User

    AW: Kindesentzug

    Nun, das eine in Deinem Fall sind die Mühlen der Justiz...
    Das zweite in meinen Augen viel wichtigere ist Dein Sohn in dieser Situation.
    Seine ganz genauen Beweggründe kann ich von hier aus nicht beurteilen... Tatsache ist aber, dass er wohl überfordert ist bei seinem Vater...und was immer er auch vor hat, nicht schaffen kann, es schaffen es nicht einmal die Profis, Dein Mann war ja in Therapie..

    Ich würde jemanden suchen, der Deinem Sohn vermittelt, dass er zwar jederzeit seinen Vater sehen kann, er sich aber auf eine Art einen inneren Abstand zu ihm erhalten muss, sonst wir er daran zerrieben.
    Sein Sohn müsste bei ihm Halt und Kraft finden, nicht umgekehrt.

    Sein Vater ist psychisch krank, ein 14 - jähriger ist da überfordert und es ist auch nicht seine Sache.

    Wenn Du dann noch Energie hast, wirkst Du auf Deinen Noch/Ex ein, dass er sich die Hilfe sucht, die er braucht, da braucht es teilweise auch mehrere Anläufe....

    Viel Erfolg
    Monsoon

  9. User Info Menu

    AW: Kindesentzug

    Ich habe niemanden der Jens das erklärt. Das Jugendamt tut es nicht, die raffen die gesamte Situation nicht, der Therapeut von Jens hat es versucht, aber der ist auch gescheitert.
    Jedem in diesem System ist klar, dass Jens daran zu Grunde geht, jedem ist klar, das mein Noch Mann das nicht leisten kann, beweist er seit 5 Jahren - nur KEINER handelt!

    Lieben Gruß
    silkejens

  10. Inaktiver User

    AW: Kindesentzug

    guten abend,

    hast du schon mal an eine familienaufstellung gedacht? mir scheinen die rollen durcheinander geraten zu sein. der vater ist nicht im stande sich wie ein erwachsener zu benehmen und um das kind zu kümmern, dein sohn schlüpft - aus liebe - in die rolle des vaters und will dem helfen. ich denke, eine systemische familienaufstellung kann hier helfen, die verhältnisse wieder ins lot zu bringen und jeden an seinen platz, damit der vater seins tragen und der sohn seinen eigenen weg gehen kann.

    ich wünsche dir viel kraft

    ladyinpink

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