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    Umgang mit Kindsvater nach Kindesentzug

    Ich brauche dringend Eure Hilfe, bin völlig durch den Wind.

    Ich bin alleinerziehende Mutter einer Tochter (bald 5). Vom Kindsvater habe ich mich bereits kurz nach der Geburt getrennt. Ich gewährte ihm trotz Nichtzahlens und Nichtanerkennens der Tochter regelmässigen Kontakt, der jeweils völlig unverabredet (seinerseits) stattfand . Versuche, den Vater an bestimmte Zeiten oder gar Tage zu gewöhnen schlugen fehl.

    Vor gut zwei Jahren heiratete er, kurz darauf kam Tochter Nr. 2 zur Welt. Die quasi "Stiefmutter" meiner Tochter kümmerte sich liebevoll um Junior Frannie während der Besuchszeiten, der Kontakt zur Halbschwester war recht eng.

    Anfang des Jahres gipfelten die Eheprobleme der Stieffamilie im Auszug von Frau und Tochter und entsprechenden Verfahren vor dem Familiengericht. Der Vater bekam das Besuchsrecht für die kleine Tochter jeden ganzen Samstag zugesprochen, ausserdem wurde er zu Unterhaltsleistungen verdonnert.

    Am 12. April dieses Jahres, dem ersten gerichtlich geregelten Besuchstag, entführte der Vater die kleine Tochter in sein Heimatland (Nordafrika). Die Mutter stellte Anzeige wegen Kindesentzugs, nach langem Hin und Her sind Mutter und Tochter wieder vereint und hier im Lande. Sie haben auch wieder Kontakt zu mir und meiner Tochter aufgenommen. Die Strafanzeige blieb aufrechterhalten, zum Schutze der kleinen Tochter.

    KleinFrannie hat ihren Vater also seit Mitte April nicht mehr gesehen und er hat sich auch kein einziges Mal telefonisch gemeldet. Auf Nachfrage des Jugendamtes hat er seine älteste Tochter verleugnet. Auch Onkel und Tante väterlicherseits (hier lebend) haben nie Kontakt zu uns aufgenommen.

    Vorgestern Abend hat sich nun der Kindsvater per SMS bei mir gemeldet und mir mitgeteilt, dass er nun wieder zurück sei und wie es seiner (ältesten) Tochter gehe. Er weiss, dass auch Frau und kleinere Tochter wieder hier sind. Ich habe gleich die "Stiefmutter" gewarnt, aber für alles weitere hab' ich echt keine Idee.

    Laut Kinderpsychologin, die ich zu Rate zog, als absehbar war, dass KleinFrannie ihren Vater nun länger nicht mehr sehen würde, ist es sehr wichtig, dass der Kontakt aufrechterhalten wird. Aber wie? Wie kann ich ihm vertrauen??? Natürlich ist das nochmal eine andere Sache, meine Tochter trägt meinen Namen, er hat weder Geburtsurkunde noch Pass, aber trotzdem habe ich eine Sch...angst, dass er auch sie mitnehmen könnte. Wer will, findet sicher einen Weg, an Papiere zu kommen....

    Sogar wenn ich ihm den Kontakt in meinem Beisein erlaube: wie wird das ablaufen? Er ist jemand, der sich an keine Absprachen hält. Ich möchte z.B. dass meine Tochter aus der ganzen Geschichte herausgehalten wird, also kein böses Wort über Stiefmutter und ihre kleine Schwester, kein Wort darüber, dass er mit ihr - ohne mich - z.B. auf den Spielplatz will. Wie ich ihn kenne, wird ihm das nicht gelingen. Und was ist dann? Wie erkläre ich das meiner Tochter? Sie weiss nämlich nur, dass Papa beschlossen hat, bei Oma in Nordafrika zu bleiben (auf unbestimmte Zeit), weil es der nicht gut geht. Sie hat das ohne Nachfragen akzeptiert und fragt auch so höchst selten nach ihrem Vater während sie sehr oft nach Stiefmutter und kleiner Schwester gefragt hat.

    Noch hat der Vater keine Forderungen gestellt, aber irgendwie muss ich ja wohl auf die SMS reagieren. ABER WIE?

    Hat jemand von Euch eine Idee?

    Frannie

  2. gesperrt

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    AW: Umgang mit Kindsvater nach Kindesentzug

    Mir wäre das viel zu riskant, sie allein zu Besuchen zu lassen. Da ist das Drama doch programmiert. Und der Schaden an der Seele gewiss höher, als jetzt Zurückhaltung zu üben. Und nach dem was der anderen Frau mit ihm passiert ist, wird dich keiner dazu zwingen.

    Noch hat der Vater keine Forderungen gestellt, aber irgendwie muss ich ja wohl auf die SMS reagieren. ABER WIE?
    Warum musst du darauf reagieren?

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    AW: Umgang mit Kindsvater nach Kindesentzug

    Hm, natürlich kann mich keiner dazu zwingen, aber mir wäre irgendwie "kontrollierter Umgang" lieber, als dass er dann plötzlich vor der Tür steht. Wenn ich ihm dann nicht öffne, macht er sicher Rabbatz. Und was sage ich meiner Tochter? Ich möchte es nicht soweit kommen lassen, die Polizei rufen zu müssen, schon aus Rücksicht auf sie. Geregelter Umgang durchs JA ist nicht möglich, weil sie ja rechtlich gar nicht seine Tochter ist (nicht anerkannt, nicht auf Geburtsurkunde genannt).

    Abe Danke schon mal für die Antwort!

    Frannie

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    AW: Umgang mit Kindsvater nach Kindesentzug

    mangels vertrauen könnte ich ihm das kind nicht mehr geben. mag jetzt nicht deine frage beantworten, aber was anderes fällt mir echt dazu nicht ein.
    das gegenteil von gut ist gut gemeint....

    ***der vorwand derer, die andere unglücklich machen, lautet gewöhnlich nur das beste im sinn zu haben***

    ***vertrauen in die freundschaft besteht darin, dass einem die freundschaft wichtiger ist als das, was man erlangen könnte, wenn man sie verrät. ***

  5. gesperrt

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    AW: Umgang mit Kindsvater nach Kindesentzug

    Kontrollierter Umgang hat ja bisher auch nicht funktioniert? Ich verstehe dein Problem schon, aber vielleicht ist es besser wenn der Umgang nicht wieder aufgenommen wird?

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    AW: Umgang mit Kindsvater nach Kindesentzug

    "aber vielleicht ist es besser wenn der Umgang nicht wieder aufgenommen wird?"


    Im Prinzip wäre mir das ja auch lieber, aber in dem Falle handle ich dann den Empfehlungen der Psychologin zuwider!

    Die war der Meinung, dass es für das Kind sehr wichtig ist, seine Wurzeln zu kennen und zumindest telefonischen Kontakt zu haben... Aber darauf lässt sich der Vater nie im Leben ein!!!

    Irgendwie hab' ich den Eindruck, egal was ich mache, ich kann nicht gewinnen. Lasse ich den Kontakt zu, nimmt die Kleine Schaden wegen der Unruhe, die der Vater in ihr Leben bringt (Anspielungen auf die böse Stiefmutter etc.), lasse ich ihn nicht zu, fehlt ihr was Wichtiges in ihrem Leben.

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    AW: Umgang mit Kindsvater nach Kindesentzug

    die psychologin wäre mir -in diesem falle- herzlich wurscht.
    das gegenteil von gut ist gut gemeint....

    ***der vorwand derer, die andere unglücklich machen, lautet gewöhnlich nur das beste im sinn zu haben***

    ***vertrauen in die freundschaft besteht darin, dass einem die freundschaft wichtiger ist als das, was man erlangen könnte, wenn man sie verrät. ***

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    AW: Umgang mit Kindsvater nach Kindesentzug

    Zitat Zitat von muenchnerin1973
    die psychologin wäre mir -in diesem falle- herzlich wurscht.
    Okay, und wie müsste ich mir das konkret vorstellen? Du würdest ihm nicht öffnen und ggf. die Polizei rufen und Dein Kind bekommt alles live mit?

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    AW: Umgang mit Kindsvater nach Kindesentzug

    Zitat Zitat von FrannieAdams

    Okay, und wie müsste ich mir das konkret vorstellen? Du würdest ihm nicht öffnen und ggf. die Polizei rufen und Dein Kind bekommt alles live mit?
    Also bevor meinem Kind was passiert, wäre das für mich in jedem Fall die bessere Wahl. Der Typ könnte mir echt gepflegt den Buckel runterrutschen *sorry für die direkte Wortwahl *.

    Er erkennt das Kind nicht an (warum eigentlich nicht ), zahlt keinen Unterhalt, Annäherung erstmal über telefonischen Kontakt lehnt er ab und das kleinere Kind nimmt er mit nach Nordafrika. Ach ja und seit April meldet man sich nicht.

    FrannieAdams, bei allem Respekt, aber so müßte der Typ mir als Mutter des Kindes noch nicht mal Hallo sagen.
    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

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    AW: Umgang mit Kindsvater nach Kindesentzug

    Zitat Zitat von Tahnee
    bei allem Respekt, aber so müßte der Typ mir als Mutter des Kindes noch nicht mal Hallo sagen.
    Schon klar, aber ich mach' das ja auch nicht ihm zuliebe sondern meiner Tochter zuliebe. Die hat ihn ja trotzdem lieb, egal was er für ein Idiot ist. Wenn sie erst mal mitkriegt, dass er wieder da ist, möchte sie ihn sicher sehen. ICH würde ihn ja auch lieber heute als morgen auf den Mond schiessen....
    Manchmal hoffe ich direkt, dass sich mein Problem dadurch löst, dass diese Strafanzeige der Stiefmutter noch Wirkung hat und er sich erstmal für den Kindesentzug verantworten muss und in den Bau wandert.

    Ich hatte ja fast gehofft, er bleibt in seiner Heimat. Dann könnte ich jetzt beruhigt schlafen und würde nicht morgens um Drei durch die Wohnung tigern vor Schlaflosigkeit.

    Fast bin ich ja erstaunt, dass noch keiner der "Vater hat immer ein Recht auf sein Kind"-Vertreter hier seine Meinung kundgetan hat

    Danke schon mal für Eure Meinungen.

    Frannie

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