Mal ehrlich: Fühlt Ihr Euch manchmal von Euren Nachbarn gemobbt, womöglich weil sie glauben, dass Alleinerziehende sich weniger wehren können?
Beispiel: Nächtliches Bohren ist nicht so schlimm wie Kindergeschrei, weil das Kind nachts spucken muss.
Oder bin ich die Einzige?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 29
Thema: Nachbarschaft
-
04.08.2008, 09:13Inaktiver User
Nachbarschaft
-
04.08.2008, 13:32Inaktiver User
AW: Nachbarschaft
nö, ist hier nicht so.
Wir haben eine Menge kompletter Familien hier und dazwischen eine alleinerziehende Frau mit Sohn. Ich kann keinen Unterschied im Umgang bemerken mit der Ausnahme, dass es schon vorgekommt, dass Männer ihr für körperlich schwerere Arbeiten im Garten Hilfe anbieten und leisten.
-
04.08.2008, 13:38Inaktiver User
AW: Nachbarschaft
Hallo Susanne,
leider hab ich ähnliche Erfahrungen gemacht...
Wenn der Nachbar nachts gerne bohrt, würd ich als alleinstehende Frau nicht unbedingt selber rübergehen und schimpfen - ob mit oder ohne Kind.
Es empfiehlt sich für solche Fälle, den ein oder anderen Mann (am besten gross und dick) in petto zu haben, der als Beschützer auftritt.
Klingt im Jahr 2008 saublöd, aber wirkt.
Liebe Grüsse
-
08.08.2008, 13:37
AW: Nachbarschaft
Also, einen "Beschützer" aufzufahren finde ich ziemlich "merkwürdig". Ich als 18jährige Schülerin sag auch jedem, wem mir was nicht passt, da brauch ich auch keinen der das für mich übernimmt...
Nehmt es mir nicht übel, aber wer mir krumm kommt, dem komm ich das erst recht...
-
09.08.2008, 20:06
AW: Nachbarschaft
Hallo!
Ich denke, es gibt immer merkwürdige Menschen, die sich selber stärker fühlen, wenn sie Schwächere - und für schwächer halten viele Leute alleinerziehende Mütter - mobben. Gibt es hier bei uns auch und ich habe viel Dummes zu hören bekommen, als mein Mann letztes Jahr kurz vor Weihnachten ausgezogen ist.
Es gibt aber auch die Anderen: Die die helfen, wo es nötig ist oder einfach mal vorbeikommen, um sich selber zum Kaffee einzuladen (nett!) oder die geduldig zuhören, wenn nichts mehr weiterzugehen scheint und keinen klugen Rat parat haben... Auch solche Engel hatte ich überraschend viele zur Seite.
Unser persönliches Drama ist nun knapp acht Monate her. Die Mobberei hat stark nachgelassen, die Hilfsangebote blieben unverändert bestehen.
Ach übrigens -
das mit dem Beschützer funktioniert wirklich!
emma
-
10.08.2008, 09:53Inaktiver User
AW: Nachbarschaft
Kimi, das hab ich bis zum ersten Tritt in den Magen und der ersten Ohrfeige als Reaktion auf meine grosse Klappe auch gedacht... Du weisst eben nicht vorher, an was für ein Arschloch du gerätst. Und leider sind die meisten Männer einfach körperlich überlegen.
Zitat von kimi666
Klar kannst du jedem eins vor den Latz knallen - die Frage ist aber immer: kannst du mit der Reaktion leben?
Klar gibt es nette und höfliche Männer mit Bohrmaschinen, die sich dreimal entschuldigen, wenn sie dich gestört haben. Ich leb seit fast 30 Jahren in Berlin in Mietshäusern und hab solche Exemplare selten getroffen.
In meinem jetzigen Haus bin ich gut aufgehoben - das liegt aber daran, dass meinen Ex-Mann, dem die Wohnung gehört, alle Hausbewohner seit Jahren kennen und ich als die Mutter seiner Tochter einen ganz anderen Status hab.
Es ist naiv zu glauben, es gäbe keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen...
Geändert von Inaktiver User (10.08.2008 um 09:58 Uhr)
-
10.08.2008, 19:20Inaktiver User
AW: Nachbarschaft
Zitat von Inaktiver User
Solche Erfahrungen habe ich nie gemacht, kommt aber wohl auch auf die Ecke an, wo man wohnt.
Allerdings haben mich in der Schule manche hochwohlgeborenen Eltern nicht ernst genommen. Alleinerziehend, die Kinder können doch nur missraten... Was ein Glück für mich, das viele Lehrer am Gym, auch mal meine Lehrer oder manche meine Schulkameraden waren.
-
11.08.2008, 11:12Inaktiver User
AW: Nachbarschaft
[QUOTE=Inaktiver User]Solche Erfahrungen habe ich nie gemacht, kommt aber wohl auch auf die Ecke an, wo man wohnt.
Ich wohne in einer sehr guten Ecke.
-
11.08.2008, 17:43Inaktiver User
AW: Nachbarschaft
Siehste und ich in einer, die sozial eher ein bissel verschrien ist.
Also viele Alleinerziehende, Arbeitslose, Geringverdiener, Rentner.
Vielleicht sind die toleranter?
Schräge Blicke erntete ich meist von den Betuchten, Neureichen, Zugezogenen. Denen es schon suspekt ist, das Mutter zweier Kinder Vollzeit arbeitet und 12 Stunden am Tag unterwegs war, das kann ja nur As..i sein.
Wahrscheinlich ist die Erklärung aber noch einfacher, ich lebe im Osten.
-
12.08.2008, 08:32Inaktiver User
AW: Nachbarschaft
Hillary,
Du sprichst mir aus der Seele.
Früher habe ich in einer Gegend gewohnt, die etwas "verschrien" ist. Aber das Verhältnis im Haus war super. Es war normal, wenn ein Nachbar abends klingelte, um sich Eier auszuleihen.
Dann bin ich in eine "bessere" Gegend gezogen. Mir war sehr schnell klar, dass man es mir übel nahm, dass ich es gewagt habe, mit Kind einzuziehen. Und - wie Du sagst -, statt, dass man Anerkennung erntet, wird man missachtet, wenn man als Mutter den ganzen Tag nicht zu Hause ist. Aber vielleicht ist ja auch eine Spur Neid dabei!


Zitieren
