Sei bitte nachsichtig mit den Kritikern, es hört sich chaotisch an wenn man so etwas nicht aus eigener Erfahrung kennt, weiss das man praktisch als Zuschauer daneben steht und nur eingeschränktes Handlungsvermögen hat.Zitat von Chaoshexe
Ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen.
Jemand der solche Väter wie meinen oder deinen EX nicht erlebt hat kann sich wirklich nicht vorstellen das Menschen ihre eigenen Kinder derart als Spielball für einen Kampf einsetzen, egal ob dieses Kind daran zugrunde geht oder nicht.
Solches Handeln ist unvorstellbar.
Es ist ihm egal was auch eurer Tochter wird, Hauptsache er hat gewonnen (und versaut hast du es, seiner Meinung nach, ohnehin schon lange vorher)
Q.
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11.07.2008, 11:37Inaktiver User
AW: Tochter ruft an und Schock...
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11.07.2008, 15:39Inaktiver User
AW: Tochter ruft an und Schock...
Liebe Chaoshexe,
ich war nie in einer derartigen Situation, deswegen kann ich auch wenig nützliches zu beitragen.
Lass dich von mir einfach mal fest in den Arm nehmen, ich wünsch dir ganz viel Kraft.
Ich würde übrigens auch nicht locker lassen, wenn meine Kinder sich in solch Gesellschaft begeben hätten.
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11.07.2008, 19:14
AW: Tochter ruft an und Schock...
vielleicht grade deshalb können wir auch was beitragen, weil wir von aussen draufgucken.
Zitat von Chaoshexe
ich will dich nicht kritisieren, aber ich frage mich, was funktioniert und was nicht.
ich denke, du vermischst drei ebenen:
- die auseinandersetzung mit deinem mann
- die auseinandersetzung mit deiner tochter
- deinen persönlichen schmerz und deine angst.
was deinen mann betrifft, haben anemone und herbstblatt viel wichtiges geschrieben. du musst sehen, wie du deine position absicherst und das jugendamt und vielleicht einen anwalt zurate ziehen und in die verantwortung einbeziehst, wenn es geht, und dass du um deine rechte streitest. wie hillary sagt: nicht locker lassen.
was deine tochter betrifft, ist das kind erst mal in den brunnen gefallen. aber ich bin sicher, dass es da auch wieder rauskrabbeln kann, besonders, wenn du ihm in den vergangenen jahren sicherheit im alltag bieten konntest, wie du es geschrieben hast. aber dazu ist es nötig, dass deine tochter nicht trotzig bleiben muss, weil sie vielleicht deinen inneren vorwürfen entgegentreten will.
sie will ihr leben selbst in die hand nehmen? gut, dann soll sie es tun, aber ohne dich als trampolin oder hängematte zu benutzen. wenn sie dir den schlüssel nicht zurückgibt, würde ich das schloss auswechseln und ihr sagen: du weißt einfach nicht, in welche hände der schlüssel geraten kann, solange sie in diesem haus wohnt, du hast angst, dass fremde leute in deine wohnung kommen, und wenn sie will, kann sie jederzeit zu dir kommen, voraussetzung ist, dass sie klingelt oder dich vorher kontaktiert. voraussetzung deinerseits ist, dass du für sie immer gut erreichbar bist, und dass du sie wirklich offenen herzens einlädst, zurückzukommen, wann immer sie will.
ich denke, es ist sehr wichtig auch, was russland geschrieben hat: du musst ein ernsthaftes gespräch mit ihr führen, in dem du ihr darlegst, dass du dieses haus nicht für richtig hältst, vielleicht sogar, dass du angst um sie hast und nicht weißt, was du tun kannst. frage sie doch: was kann ich tun, damit du zu mir offen wirst? aber, und das finde ich ganz wichtig: ohne emotionale auf- und abschwünge, ohne deinen schmerz und deine angst als druckmittel einzusetzen.
und damit komme ich zum dritten punkt. dein schmerz und deine emotionen sind so präsent, ich würde davor flüchten. ich verstehe schon, dass sie für dich kaum auszuhalten sind, aber: deine tochter kann sie dir nicht wegnehmen. du kannst von ihr nicht verlangen, dass sie dieses haus verläßt, DAMIT du keine angst mehr haben musst. denn die frage ist hier: geht es dir um sie oder um dich (deinen schmerz)? den unterschied wird sie sehr fein fühlen. deshalb musst du dir diese frage beantworten.
um deinen schmerz und deine ängste musst du dich selbst kümmern. hast du angst um ihr leib und leben? dann kannst/musst du z.b. das jugendamt bitten, dass sie regelmäßig in dieses haus gehen, um deine tochter zu besuchen und zu sehen, wie es ihr geht, oder? zumindest, solange sie noch minderjährig ist. vielleicht führt das auch dazu, dass das jugendamt die situation mittelfristig anders einschätzt, als es das bisher tut. hast du angst um ihre berufliche zukunft? dann musst du genau forschen, ob du deiner tochter deine persönlichen vorstellungen von ihrem leben vorschreiben willst, oder ob du es aushalten wirst, wenn sie erst mal keinen schulabschluss macht, erst mal keine ausbildung anfängt, früh schwanger wird.
wenn du einen guten samen in sie gelegt hast, wenn sie ein regelmäßiges und stabiles leben kennengelernt hat, wird sie das auf dauer nicht zufrieden stellen, und dann wird sie deine hilfe brauchen, wenn sie aufwacht und wieder auf die füße kommen will. das setzt aber voraus, wie oben schon gesagt, dass sie dir gegenüber nicht trotzig bleiben muss. wenn sie aber bisher auch ein chaotisches und ungeregeltes leben kennt, nur auf eine andere weise, dann könnte das natürlich eine kritische sache werden.
und 15 ist nicht sooo jung, und mit 19 kann man auch noch sein leben ruinieren. ich selbst komme aus einem elternhaus mit sehr geregelten abläufen (von außen betrachtet), ich würde es eher zwänge nennen. emotional war bei uns jedenfalls ein riesen chaos. ich bin zwar nicht mit 15 von zuhause weg, aber mit 19, nach der schule, wollte die super freiheit geniessen, die ich zuhause nie haben durfte. ich habe meinen eltern nie erzählt, was ich alles gemacht habe, aber ich bin total abgestürzt und habe mich erst mit mitte 30 wieder gefangen. das war zeitweise durchaus auch lebensgefährlich.
was ich damit sagen will: du wirst sie nicht für immer beschützen können. aber du kannst vielleicht vertrauen in sie üben. es heisst wirklich üben. das meine ich nicht arrogant. ich glaube, meine mutter hat wegen uns kindern beten gelernt.
für mich war es trotz meines freiheits- und rebellionswahns sehr wichtig, dass ich wusste: im notfall kann ich immer zu meiner mutter. aber das ging erst so mit mitte 30. vorher wäre ich nie zu ihr hingegangen, weil sie immer so verdammt recht behalten hätte, mit allem, was sie gesagt hatte. ehrlich: lieber wäre ich über die wupper gegangen, als ihr recht zu geben. und fast wäre das auch geschehen.Geändert von Coco-Lores (11.07.2008 um 19:20 Uhr)
Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina
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12.07.2008, 12:27
AW: Tochter ruft an und Schock...
Genauso ist es leider.
Zitat von Inaktiver User
Liebe Querkopf du scheinst wirklich dasselbe (oder Ähnliches) durchgemacht zu haben.
Ich hoffe bei dir ist das Ganze schon lange her, und hoffentlich auch gut ausgegangen für dein Kind und Dich.
Wie ich in einem Kolleginnenforum erfahren habe scheinen solche Dinge leider viel öfter zu geschehen als frau allgemein denkt.
Und es stimmt das sich Menschen die nie in der Situation waren erstmal kopfschüttelnd verhalten.
Zumindest die meisten, es ist ja wirklich unvorstellbar das ein sogenannter "Liebender Vater" sein eigenes Kind offenen Auges ins Verderben schickt einfach um der Mutter Schmerz zuzufügen.
Eigentlich wünsche ich mir im Moment eine Selbsthilfegruppe für Frauen denen genau solch ein Unglück wiederfährt und erwäge so eine hier in der Regio zu gründen.
Habe festgestellt das es mir auch enorm hilft wenn ich "tätig werden "kann.
Sobald ich nicht mehr diese furchtbare Hilflosigkeit spüre die mich zuerst als es geschah umwarf, sobald ich merke ich tu etwas positives für mein Kind, gehts mir ein klein wenig besser.
Gestern bin ich ein STückl weiter gekommen in meinen Bemühungen etwas zu unternehmen und nun ist Wochenende und ich muss "ruhen", es ist schwer.
Allerdings werde ich am Montag mit neuer Kraft weiterkämpfen.
HAbe etliche Adressen und Telefonnummern gesammelt, mit Fachleuten und Verwandten gesprochen und bin zuversichtlicher das es sich irgendwann zum Guten wenden wird für meine Tochter und mich.
Wünsch dir ein schönes Wochenende, merci
ChaoshexeDer Verstand ist wie ein Fallschirm, um zu funktionieren muss er geöffnet sein

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12.07.2008, 12:31
AW: Tochter ruft an und Schock...
Hallo Chaoshexe,
hast Du bislang noch nichts von Deiner Tochter gehört? Weisst Du, ob und wie sie versorgt wird?
Hält Dein Ex still?
Grüße,
Vincha
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12.07.2008, 12:56
AW: Tochter ruft an und Schock...
Zitat von Coco-Lores
Hallo Cocolores
auf dieses Post hin kann ich dir sehr gut antworten.
Ich weiss das ich gleichzeitig an mehren Ebenen "Baustelle" habe im Augenblick und genau das macht es ja so schwer.
Was meinen Exmann angeht, mit ihm selbst zu diskutieren ist den Atem nicht wert.
Eben deswegen habe ich ja sofort Polizei und Jugendamt eingschaltet (wobei erstere erst handeln können wenn Kind im Brunnen liegt und die Vertreterin des zweiten nun auf eine Beschwerde hoffen darf.
Habe mich dank einer lieben Kollegin die fürs Jugendamt tätig ist schlau gemacht und die direkte Vorgesetzte im Landkreis ermittelt die ihr hoffentlich am Montag auf die jungen Füssle treten wird.
Sorry das Mädel hat keine Erfahrung, zudem so wie es rüberkam "Angst vor meinem Exmann " der zwar ruhig wirkte aber trotzdem bedrohlich sein kann
Anwalt wird auch am Montag eingschaltet, mir wurde ein Guter in meiner Nähe angeraten.
Lehrer plus Klassenlehrerin sind informiert und werden mich sofort kontaktieren wenn Kind richtig auffällig wird.
Sie hat das schlechteste Zeugniss ihrer Schullaufbahn zu erwarten dies Jahr und stürzte genau in der Zeit ab, in der ihr Vater die Drohungen gegen mich aussties und ihr vorschlug zu ihm zu ziehen wie wir gemeinsam recherchierten.
Nächste Woche ist Elternabend und ich werde mit meinem Partner dort sein (keine Lust dort oder beim Heimweg ALLEINE meinem Exmann in die Quere zu laufen der eventl. einen auf treusorgender Papa machen wird).
Was meine Wilde angeht.
Ich liebe sie und ich habe ihr das auch gezeigt.
Ich bin nur unglaublich enttäuscht von ihr im Augenblick, kann mich aber sehr gut in sie hineinversetzen weil ich ihren Freiheitsdrang selbst auch verspürte als Teen.
Allerdings hatte ich nicht die Möglichkeit so früh auszubrechen.
Sie darf sich ja "austoben" aber sie hat noch nicht die Reife ihr Handeln abzusehen mit 15 Jahren Ende des achten Schuljahres.
Noch brauch sie Schutz und Anleitung.
Auch wenn sie das selbst ganz anders sieht.
Ich muss wohl mein unruhiges Mutterherz soweit ruhigstellen das ich die Verletzungen die ihr Handeln bei mir verursacht hat erstmal heilen lasse und dann lange mit ihr spreche.
Wir haben schon einen Termin.
Ausserdem hat sie mich gestern über YouTube (sie kommt nicht an ihre Mails weil sie das von "ausserhalb" nicht auf die Reihe bekommt) kontaktiert und mir einen kleinen "Brief" geschrieben.
Also Kontakt ist wenn auch virtuell wieder vorhanden.
Was meine ANGST angeht, die ist wirklich groß im Augenblick.
Ich habe Angst das sie dort "vor die Hunde geht" und genau das dem Mädel vom Jugendamt (geschätzte 23 Jährchen) gesagt.
Sie sollen dort unangemeldete Kontrollen machen, das würde mich wenigstens ein ganz klein wenig beruhigen.
Geht nicht, sie haben werder Personal dafür, noch die finanziellen Mittel, noch den Willen so wie es rüberkam.
Sie hat einen "Kaffee und Kuchentermin "mit Exmann und Töchterle für nächste Woche ausgemacht
was nutzt das dort.
Tage Zeit um "Potemkinsches Dorf" dort aufzubauen.
Aber ich mach denen Beine mittels der Mittel die ich inzwischen habe.
Was das beten angeht, ich musste zuviel davon in meiner Jugend (kath. Elternhaus) und meine geplagte Mum hats auch oft getan für mich oder wegen mir als ich jünger war und tuts im Augenblick auchs fürs Enkelkind, sie ist genauso oder sogar noch mehr in Angst als ich.
Sogar mein Vater dreht am Rad, der wendet sich dann aber an amtliche Stellen und schlägt dabei immer sehr wild um sich.
Hoffe er zerschlägt dabei kein Porzelan das sich nicht mehr kitten lässt.
Die ganze Familie ist in Aufruhr (ausser ihren Großeltern väterlicherseits, die sind obwohl erst knapp Mitte 60 Jahre alt im Alkoholnirvana und nicht ansprechbar).
Was dein "lieber wärst du über die Wupper gegangen als Eltern rechtzugeben"
die Phase hab ich auch hinter mir, und es war sehr hart für meine Eltern damals.
Aber anscheinend haben sie mir genug mitgegeben (ausser der Tatsache das sie mich teilweise genervt haben bis zum gehtnichtmehr in einer bestimmten Lebensphase) das ich mein Leben trotzdem gut in den Griff bekommen habe als erwachsener Mensch dann.
Also werde ich wohl weiterkämpfen und auf Verstand bei meiner Tochter hoffen.
Schönes Wochenende.
Chaoshexe deren "Gebet" heisst :
"Göttin schmeiss Hirn vom Himmel."Der Verstand ist wie ein Fallschirm, um zu funktionieren muss er geöffnet sein

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12.07.2008, 13:03
AW: Tochter ruft an und Schock...
Zitat von Vincha
Hallo Vincha
Ich habe es gerade geschrieben, habe gestern eine Nachricht von ihr über Youtube bekommen (ihr aber auch eine gesand über dieses Medium letzte Woche vor unserm Treffen im Jugendamt).
Wie es ihr geht weiss ich allerdings nicht wirklich.
Bin in Sorge, klar, aber ich kann wenig tun am WE um mehr zu erfahren.
Der Vater ?
ISt gestern übers WE weggefahren laut meinen Infos.
Der muss arbeiten.
Ich versuche jetzt selbst Kräfte zu schöpfen für nächste Woche, leider ist es kein Wetter um in die Natur zu gehen, kalt und nass, wäre gern an Kraftplatz gegangen heute.
Aber auch egal.
Wünsch dir ein schönes WE
ChaoshexeDer Verstand ist wie ein Fallschirm, um zu funktionieren muss er geöffnet sein

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12.07.2008, 13:22
AW: Tochter ruft an und Schock...
Hallo Hillary
Zitat von Inaktiver User
Sei froh das du nie in dieser Situation warst, es ist so ziemlich die mieseste in der ich mich je befand.
Und glaub mir ich habe viel Übles erlebt in meinem Leben (am Rande, viel Schönes natürlich auch).
Die schlimmsten Erfahrungen meines Lebens habe ich komischerweise nicht in meiner Wilden Jugend (und die war wild) gemacht, sondern diese begannen ca. 4 Jahre nach meine Eheschließung mit den Vater meiner Tochter.
Ich kämpfe und wenn ich kämpfe bin ich wie ein Bullterrier, ich lass nicht locker.
Das Tarot das ich letzte Nacht mal wieder nach etlichen Monaten legte zeigte mir meine Nähe zum Samuraikrieger, mein Säbel ist gewetzt.
Merci für deine guten Wünsche
und ein schönes WE
ChaoshexeDer Verstand ist wie ein Fallschirm, um zu funktionieren muss er geöffnet sein

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12.07.2008, 13:55Inaktiver User
AW: Tochter ruft an und Schock...
Hallo Chaoshexe,
ich lese hier schon eine Weile mit...
In Deiner Situation war ich noch nie (zum Glück) kann von daher also nicht aus Eigenerfahrung mitreden...
Nur...ich hatte eine schwierige Kindheit bzw. kein einfaches Elternhaus..
Du pochst auf schulische Leistungen bei Deiner Tochter, das ist sicher nichts schlechtes.
Nur....wenn ich dieses Post so lese, liegen die Probleme Deiner Tochter ganz woanders sag ich mal....
Meiner Ansicht nach ist sie emotional sehr sehr tief gespalten, verletzt und verunsichert. Den Schuldigen dafür zu suchen, bringt meiner Ansicht nach nichts, es geht darum Deiner Tochter zu helfen.
Dann werden sich mit Sicherheit ihre schulischen Leistungen verbessern (die sind nämlich wenn Du mich fragst, weniger eine Intelligenz- als eine Frage des Selbstbewusstseins)
- und vor allem- dann kann sie nämlich auch in diesem Haus wohnen, wenn sie sich dort wohlfühlt und sich gegen gewisse Leute knallhart abgrenzen und Du brauchst Dir keine Sorgen zu machen.
In Deiner Familie prallen so scheint es mir zwei diamtetral verscheidene Weltanschauungen aufeinander und Deine Tochter steht dazwischen und droht wahrscheinlich, darin zerrieben zu werden.
Und....gut Schulabschlüsse sind sicher ein Vorteil, keine Frage...nur....in einer Zeit, in der in Deutschland Akademiker 100 Bewerbungen losschicken um dann im schlimmsten Fall immer noch keine Stelle zu bekommen, wäre ich auch nicht mehr soooooooo die Helga bei einem Kind....-> sorry, der musste mal raus....
Sorge erst einmal für Dich selber, der Rest wird sich so oder anders fügen.
Eosa
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12.07.2008, 14:08
AW: Tochter ruft an und Schock...
Liebe Eoasa du klingst wie die arme Therapeutin die damals dieses "wohnpojekt" aufbaute.
Zitat von Inaktiver User
Sie hat nach ca. einem halben Jahr das Handtuch geschmissen und seitdem sind die LEute dort "ausser Rand und Band".
Die Floskel "schwierige Kindheit" löst bei mir die große Kotzerei aus.
Sie hats auch immer gesagt, die eigenen Kinder allerdings sitzenlassen, sich dort engagiert mit meinem Exmann und wurde nach einem halben Jahr selbst in Psychatrie eingeliefert wegen Selbstwertproblemen ect....arme Frau.
ES geht nicht um einen akademischen Grad bei meiner Tochter, es geht um den Real-bzw. Hauptschulabschluss.
Unter den Blinden ist der Einäugige König.
Sie ist es dort, KEIN Einzige der Bewohner kann richtig lesen und schreiben sozusagen, kein EINZIGE der Bewohner hat überhaupt eine wie auch immer gearteten Abschluss.
Daher meine Sorgen.
Es geht um Vorbilder oder wie du es auch immer nennen willst.
Und STRENG war ich nie.
Sie durfte jederzeit Besuche haben, auch Jungs über Nacht.
Sie durfte abends noch raus bis 22 Uhr unter der Woche wenn es noch hell war.
Sie darf Roller fahren und stundenlang telefonieren.
Sie darf abends ins Kino und in fast jeden Verein den ich mir leisten kann (machte sie auch).
Sie hat eine Mum die auch mal mit ihr ausgeht (Will sie aber nicht mehr, klar
).
Sie muss nur ihre Hausaufgaben machen und für Prüfungen lernen,
plus einmal die Woche den Müll raustragen und jeden zweiten Tag den Tisch aberäumen nach dem gemeinsamen Abendessen (unserer Familienmahlzeit zum komunizieren und sich über den TAg austauschen).
Dort darf sie ALLES OHNE jegliche Kontrolle.
Klar das sie das "geil" findet und ihr Selbstbewusstsein ist groß, das mal am Rande, eher neigt sie zu Selbstüberschätzung und zwar schon immer.
Sie ist "Klassenqueen " im Augenblick noch mehr als ohnehin und Madame "Großkotz" sowieso (liest sich blöde ich weiss) aber wenn du meine Tochter kennen würdest, wüsstest du was ich meine.
Du schreibst ja selbst das du diese Erfahrungen nicht machtest.
Denke du verstehst auch meine Ängst nicht weil du dir die dort hausende Scene (Kriminelle volljähirge Jugendliche in jeder Hinsicht) nicht vorstellen kannst.
sorry, es tut mir leid, aber ich kann nicht mehr dazu schreiben, als das du wohl das Glück hast es nicht zu verstehen.
ChaoshexeDer Verstand ist wie ein Fallschirm, um zu funktionieren muss er geöffnet sein



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