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    AW: Alleinerziehend + Vollzeitarbeitend

    Ich habe mich getrennt, als meine Kinder 13, 5 und 2 Jahre alt waren. Von da an habe ich - wie jeweils vor den Geburten - Vollzeit gearbeitet. Es ist ein Wahnsinn. Ich beneide die Mütter, die sich für Hartz IV entschieden haben. Meine Kinder sind nun 25, 17 und 14, und ich gehe immer noch Vollzeit. So langsam spüre ich, was ich alles verpasst habe und mir fehlt die Zeit, die ich nicht mit den Kindern verbringen konnte. Wenn ich mal Urlaub habe und es gibt Mittags etwas Warmes zu essen, empfinden die beiden jüngeren dies als "Luxus".
    So ein Leben wünsch ich niemandem. Es ist so hart, für alles allein verntwortlich zu sein. Manchmal möchte ich den Kram einfach hinwerfen. Der Vater der Kinder hat nie eine Rolle gespielt, weil er diese Rolle nicht wollte. Eltern habe ich auch keine, die mal hätten einspringen können.
    In Kürze werde ich 50 und fühle mich absolut ausgebrannt.
    Ein paar Jährchen muss ich aber noch..... früher habe ich immer gedacht, ich tue es für meine Rente. Jetzt denke ich, so ein Quatsch, kommt sowieso nicht viel bei raus und ob mans überhaupt erlebt?

    Die Zeit für die Kinder wäre viel wichtiger gewesen.

    Eure Nuts

  2. Inaktiver User

    AW: Alleinerziehend + Vollzeitarbeitend

    @nuts,
    und du glaubst mit Hartz4 hättest du es besser gehabt?
    Meine Kinder sind 20 und 21 Jahre alt, als sich der vater von uns trennte waren sie 2 und 3 Jahre alt. Ich bin immer Vollzeit arbeiten gegangen, familiäre Unterstützung bei der Kinderbetreuung hätte ich haben können, meine Kinder wollten aber nicht. Oma ist strenger als Mama.
    beide kinder haben ein gutes Abi hingelgt, keine Ehrenrunden gedreht und sind auch anderweitig nicht auffällig.
    trotz meiner Vollzeitstelle war und ist das Geld immer knapp gewesen, aber es war meins. Ich musste nirgendwo betteln und rechenschaft ablegen, wofür ich es verwende. Klar hab ichs in die Kinder gesteckt. Sie sind mein ein und alles. Vielleicht habe ich es damit Staat und Vater zu leicht gemacht, aber es sind meine Wunschkinder und ich merke, wie viel von dem was ich in sie *investiert* habe zurück kommt. Das kann mir keiner nehmen.

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    AW: Alleinerziehend + Vollzeitarbeitend

    Ich bin auch irgendwie stolz darauf, seit 10 Jahren alleinerziehend zu sein und nicht auf staatliche Hilfe angewiesen zu sein. Ich habe das Geld für unseren Unterhalt selbst verdient. Und genau das gebe ich ja auch meiner Tochter weiter.
    Ich würde gar nicht wollen, dass meine Tochter denkt, der Staat soll sich schon um mich kümmern.
    Nein, Hartz4 sollte keine "Wahl", sondern eine Hilfe für den Notfall sein. Zum Glück hatte ich nie den Notfall.
    Allerdings verdiene ich recht gut und werde ab September meine Arbeitszeit etwas reduzieren (4 Wochenstunden weniger). Das kann ich mir leisten, da ich die Schulden, die mir aus der Ehe noch verblieben sind, abgeleistet habe.

  4. Inaktiver User

    AW: Alleinerziehend + Vollzeitarbeitend

    Es ist oft anstrengend, das stimmt, und trotz der ganzen Plackerei bleibt am Ende des Jahres grad mal so viel Geld übrig, dass ich die Ferienfahrt für die kids bezahlen kann, die sie in der Hälfte der Ferien machen, wo ich schon wieder arbeiten muss. Das hört sich jetzt dramatischer an als es ist. Uns geht es nicht schlecht, aber Rücklagen bilden klappt irgendwie nicht.

    Trotzdem würde ich es nicht anders haben wollen. Hartz 4 wäre für mich keine Alternative, zumindest nicht ohne Not. Allerdings bin ich froh, dass mein Jüngster bei der Trennung schon fast 5 war. Ich weiß nicht, wie ich mich entschieden hätte, wenn die kids kleiner gewesen wären.

    Wichtig find ich dabei einfach auch die Einstellung, die man seinen Kindern damit vermittelt. So war es z.B. für den Großen (16) dieses Jahr selbstverständlich, sich zur Hälfte an den Kosten seines Urlaubs zu beteiligen und das Taschengeld für die Zeit hat er komplett selber finanziert. Dafür ist er vorher 3 Wochen arbeiten gegangen...

    poca

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    AW: Alleinerziehend + Vollzeitarbeitend

    mein typ ist abgerauscht, da war meine tochter gerade 1 jahr alt. 6 wochen vor hochzeit steht man genauso schlecht da, wie die drogensüchtige, nichtsaufdiereihe-kriegende chaotenmami (hab sogar eine in meinem freundeskreis). hartz 4 geht also mitunter nicht an einem vorbei, wenn man nicht grad einen wohnsitz unter ner brücke anstrebt.

    hatte mit dem bezug nie stress- weil ich genau wusste das das für mich nur ne art überbrückungsdarlehn ist- mittlerweile habe ich nen vollzeitjob, is auch nicht "ohne", aber meine tochter (4,5) schnallt schon, das wir z.b. nur in urlaub können, bzw wir unsere (palastartig)teure, aber wir beide uns in dieser sehr wohlfühl wohnung uns erlauben können, weil mama arbeitet.

    sie ist toll betreut, während ich 40h wöchentlich arbeite und feiert umso mehr die zeit, auf die wir lange gefiebert haben- mein 2 wöchiger urlaub. jetzt! malorgien bis 21:00h für uns beide! hatte schon vergessen, das sowas ja auch spass machen kann...

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    AW: Alleinerziehend + Vollzeitarbeitend

    Zitat Zitat von fraueastwood
    ...für mich nur ne art überbrückungsdarlehn ist-
    Musstest du denn das Geld zurückzahlen?
    Ich weiss zwar, dass, wenn man schon eine Arbeit in Aussicht hat Sozialhilfe als Darlehen gewährt bekommen kann, aber mir ist bisher keine Mutter bekannt, die die Soialhilfe wirklich zurückzahlen musste.

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    AW: Alleinerziehend + Vollzeitarbeitend

    hallo hibbelchen,

    ich würde deinen strang gerne ein stückweit "wiederbeleben", es wäre doch schön, wenn wir hier regelmäßig ein wenig schreiben könnten.

    ich bin ebenfalls vollzeit tätig und seit kurzem alleinerziehend. meine kinder sind 10 und 5 jahre alt. ein junge und ein mädchen.

    schon während unserer ehe war ich diejenige, die alles rund um die kinder gemanaged und organisiert hat. und gerade jetzt, nach der ziemlich heftigen ersten trennungsphase, habe ich regelrechten horror vor dem neubeginn der schule und allem, was an eltern- und nachmittagsaktivitäten mit dranhängt.

    dennoch bereue ich es nicht, jahrelang vollzeit gearbeitet zu haben. so kommt jetzt zum trennungsschmerz, den nachfragen der kinder und dem auseinanderdividieren der habseligkeiten wenigstens kein finanzieller gau auf mich zu. dafür bin ich sehr dankbar!

    für mich wäre es interessant, wie ihr euren alltag auf die reihe bekommt. ich versuche schon, dem alltag eine bestimmte struktur zu geben und feste zeiten einzuhalten. leider bin ich selbst ein recht unstrukturierter mensch, meist mache ich mehrere dinge gleichzeitig und bringe auch nicht alles gleich zuende. mein schreibtisch ist immer chaotisch und am besten kann ich unter zeitdruck arbeiten.

    ich merke, dass dies für die kinder nicht immer gut ist und bemühe mich darum, eine struktur vorzugeben. dennoch merke ich, die zeit für die kinder ist knapp; für eine arbeit lernen oder extra-aufgaben bewältigen, das geht unter der woche nicht nur an die substanz, sondern oftmals ist es zeitlich recht schwierig.

    dann sehe ich eine mutter mit drei kindern (lehrerin), die alles allein wuppt, deren kinder sich in der schule gut entwickeln und deren sich lebenspartner unter der woche in einer anderen stadt aufhält. und sie ist (oder wirkt zumindest) immer entspannt und hat anscheinend alles locker im griff - solche leute bewundere ich, ich würde das auch gerne können! vielleicht hat eine von euch noch ein geheimrezept dazu?


    vorerst herzliche grüße von laudrey

  8. gesperrt

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    AW: Alleinerziehend + Vollzeitarbeitend

    Zitat Zitat von laudrey


    für mich wäre es interessant, wie ihr euren alltag auf die reihe bekommt. ich versuche schon, dem alltag eine bestimmte struktur zu geben und feste zeiten einzuhalten.
    dennoch merke ich, die zeit für die kinder ist knapp; für eine arbeit lernen oder extra-aufgaben bewältigen, das geht unter der woche nicht nur an die substanz, sondern oftmals ist es zeitlich recht schwierig.
    Hallo laudry

    Natürlich ist die Zeit immer knapp, aber je länger du das allein machst, desto weniger nimmst du das wahr, desto mehr wird es für dich und deine Kinder zum Normalzustand werden.

    Dem Tag Struktur geben ist auf jeden Fall wichtig. Plane nicht ungefähr, sondern ganz genau, dafür aber mit Pufferzeit. Wenn du dann zB länger arbeiten musst, kannst du spontan immer nochimprovisieren, aber zunächst hast du deinen Tagesplan im Kopf und kannst sich daran orientieren. Und wenns nicht klappt... locker bleiben und ehrlich sein, auch zu dem Kind.
    Ich habe meiner Tochter auch mal versprochen einen Nachmittag, den ich mir extra frei genommen hatte mit ihr einen Ausflug zu machen und dann war ich krank und erschöpft und habe ihr das ehrlich gesagt. Es war ok für sie. Wir hatten einen schönen Nachmittag zu Hause. Es war gut für uns beide.

    Vergeleiche mit anderen bringen ohnehin nichts. Und wenn, waum vergleichst u dich ausgerechnet mit der Mutter von drei Kindrn, die arbeitet und alles ganz easy hinbekommt? Warum vergleichst du dich nicht mit der nichtarbeitenden Mutter von zwei Kindern, die immer über ihren stressigen Alltag jammert?

    Vergiss nicht auch auf dich selbst zu achten. Ich habe viele Freunde verloren seit ich allein erziehend bin. Man hat halt nie Zeit und im Gegensatz zu anderen Lebenssituationen geben einen die Menschen schneller auf, wahrscheinlich weil sie es für einen lange anhaltenden Zustand halten, der sich sobald nicht ändert. Ganz Unrecht haben sie damit ja auch nicht, aber wenn ich gewusst hätte, dass sich manches so schnell auseinanderlebt hätte ich versucht für den ein oder anderen Freund mehr Energie aufzuwenden.

  9. Inaktiver User

    AW: Alleinerziehend + Vollzeitarbeitend

    @ sirix
    Wie leben denn Deine Freunde? Haben sie am Ende nicht mehr Zeit als Du?

    Beim lesen Deines Posts schoss mir spontan der Spruch mit den "echten" Freunden durch den Kopf, kann mich täuschen...


    @all
    Geldknappheit....ich kenne viele Familien mit Kindern bei denen es gegen Monatsende auch immer enger wird...
    Möglich, dass sie vielleicht besser damit umgehen weil sie eine Paar oder eben eine Familie sind... aber sicher bin ich mir da nicht so sehr, ich meine, die Tatsache ist doch die gleiche....das Geld ist nicht da.

    Wäre es denn wirklich so einfach HartzIV zu bekommen?
    Ich meine, mein stolz würde mir im Weg stehen, sag ich jetzt...
    Aber gibts da nicht irgendwo einen Haken? Muss das nicht zurückgezahlt werden?

    Liebe Grüsse
    Monsoon

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    AW: Alleinerziehend + Vollzeitarbeitend

    Zitat Zitat von sirix
    Vergeleiche mit anderen bringen ohnehin nichts. Und wenn, waum vergleichst u dich ausgerechnet mit der Mutter von drei Kindrn, die arbeitet und alles ganz easy hinbekommt? Warum vergleichst du dich nicht mit der nichtarbeitenden Mutter von zwei Kindern, die immer über ihren stressigen Alltag jammert?
    hallo sirix, da hast du natürlich recht. im mittel stehe ich mit dem was ich schaffe garnicht so übel da. dennoch fehlt halt immer und überall die zeit und ich vermute, dass ich mich einfach bei vielen dingen verzettele, die andere schneller oder anders hinbekommen...

    das mit den freunden ist ein guter hinweis. ich werde verstärkt darauf achten. in meiner umgebung gibt es 2 frauen, die seit unserer trennung darauf achten, dass ihr mann sich nicht zu oft in meiner nähe aufhält. (war aber leider nicht zu vermeiden, beide handwerker und ich mitten im umzug;-) sowas find ich störend und total albern. als ob ich gerade nicht anderes zu tun hätte, als einer "freundin" den mann auszuspannen

    bei den anderen freunden wird sich's zeigen; da mein mann uns nicht streiten, haben alle zu uns beiden ein lockeres verhältnis. dennoch bin ich darauf bedacht, auch 'eigene' freundschaften zu schließen oder alte bekanntschaften aufzufrischen.

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