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  1. Inaktiver User

    Neues Unterhaltsrecht/Prozesskostenhilfe - Erfahrungen??

    Hallo ihr Lieben,
    ich habe einige Fragen zum Unterhalt nach dem neuen Recht, hat vielleicht schon jemand Erfahrungen damit?

    Ich lebe noch getrennt, warte auf den Scheidungstermin.
    Mein Mann lebt im Ausland, zahlt für mich und unsere Tochter Unterhalt, wie ihn meine Anwältin errechnet hat. Das Kind ist 13 und ich arbeite 30 Stunden die Woche.

    Nun frage ich mich, wie lange muß er das eigentlich zahlen? Ich denke, für das Kind bis sie 18 ist bzw. eine Ausbildung abgeschlossen hat. Und für mich??

    Ich strebe an, irgendwann wieder ganztags zu arbeiten, denn ich möchte auf lange Sicht finanziell unabhängig vom Ex-Mann sein. Außerdem weiß ich ja nicht, wie lange er noch Arbeit hat oder ob er eine neue Familie gründet, was weiß ich... die neue Freundin dazu gibt es jedenfalls schon.
    Ich kann das aber nicht übers Knie brechen, ich arbeite beim Staat, da wird auch ordentlich gespart.

    Verschiedene Gründe sprechen aus meiner Sicht dagegen, wieder ganztags zu arbeiten:
    - die Differenz zwischen meinem jetzigen Gehalt und einer vollen Stelle entspricht ungefähr dem Unterhalt, den ich jetzt vom Ex kriege, dann müßte er natürlich nichts mehr für mich zahlen

    - Ich würde also täglich zwei Stunden mehr arbeiten, ohne dass es sich finanziell für mich lohnen würde.

    - ich hätte viel weniger Zeit und Kraft für meine Tochter.

    - ich müßte dann meinen Anteil an den Scheidungskosten voll bezahlen (habe Prozesskostenhilfe zugesprochen bekommen).

    - ich bin auch bei 6 Stunden täglich und Haushalt, Haustieren, Schrebergarten und der nicht gewählten alleinigen Verantwortung für unsere Tochter schon immer müde und kaputt genug.

    Ich habe gehört, dass die Gerichte Frauen, die Prozesskostenhilfe bekommen haben, noch jahrelang nach der Scheidung verfolgen und man seine Einkommensverhältnisse darlegen muß. Ggf. muß man dann doch alles nachzahlen, wenn man wieder voll arbeitet! Meine Mutter hat nach ihrer Scheidung (Ende der Neunziger) wieder voll gearbeitet und mußte dann nach 5 Jahren 3000,- zahlen, mühsam abgestottert.

    Dafür spricht nur:
    - mein Stolz
    - mein Bedürfnis nach Unabhängigkeit
    - höhere Rentenbeiträge

    Ich würde mich freuen, wenn jemand da schon was beisteuern könnte!

    P.S.
    Ich weiß, ich könnte auch bei meiner Anwältin anrufen und die fragen teilweise klären, aber ich rufe da nicht gern an. Die verdienen nichts an mir, als Prozesskostenhilfe-Kandiadatin bin ich nicht lukrativ und der Anwältin muß ich immer alle Infos mit der Zange aus der Nase ziehen.

    Ich wünsche mir ja auch Erfahrungsaustausch mit Betroffenen... Vielen Dank!!

    liebe Grüße,
    FrommeHelene

  2. User Info Menu

    AW: Neues Unterhaltsrecht/Prozesskostenhilfe - Erfahrungen??

    zur Rückzahlung PKH google mal bitte nach der Seite frag-einen-anwalt.
    dort gibt es einen ziemlich guten Beitrag darüber.

    Übrigens endet der Betreuungsbonus(Ehegattenunterhalt) für die Mutter mit dem neuen Scheidungsgesetz nach dem 3. Lebensjahr des Kindes.
    Wenn du in den Spiegel schaust, siehst du den Menschen, der für dein Leben verantwortlich ist.

    Ich habe noch nie gehört, dass es jemandem gelungen ist, vor sich selbst davonzulaufen.

    20 Jahre Bricom - krieg ich jetzt ein Eis?

  3. Inaktiver User

    AW: Neues Unterhaltsrecht/Prozesskostenhilfe - Erfahrungen??

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Verschiedene Gründe sprechen aus meiner Sicht dagegen, wieder ganztags zu arbeiten:
    - die Differenz zwischen meinem jetzigen Gehalt und einer vollen Stelle entspricht ungefähr dem Unterhalt, den ich jetzt vom Ex kriege, dann müßte er natürlich nichts mehr für mich zahlen

    - Ich würde also täglich zwei Stunden mehr arbeiten, ohne dass es sich finanziell für mich lohnen würde.

    - ich hätte viel weniger Zeit und Kraft für meine Tochter.

    - ich müßte dann meinen Anteil an den Scheidungskosten voll bezahlen (habe Prozesskostenhilfe zugesprochen bekommen).

    - ich bin auch bei 6 Stunden täglich und Haushalt, Haustieren, Schrebergarten und der nicht gewählten alleinigen Verantwortung für unsere Tochter schon immer müde und kaputt genug.
    Genau wegen dieser Gründe wurde das Gesetz geändert. Es sind keine Gründe mehr, jedenfalls nicht im juristischen Sinn.
    V.G.

  4. Inaktiver User

    AW: Neues Unterhaltsrecht/Prozesskostenhilfe - Erfahrungen??

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Dafür spricht nur:
    - mein Stolz
    - mein Bedürfnis nach Unabhängigkeit
    - höhere Rentenbeiträge
    Dieser Absatz macht deutlich, worum es dir geht.
    V.G.

  5. Inaktiver User

    AW: Neues Unterhaltsrecht/Prozesskostenhilfe - Erfahrungen??

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    P.S.
    Ich weiß, ich könnte auch bei meiner Anwältin anrufen und die fragen teilweise klären, aber ich rufe da nicht gern an. Die verdienen nichts an mir, als Prozesskostenhilfe-Kandiadatin bin ich nicht lukrativ und der Anwältin muß ich immer alle Infos mit der Zange aus der Nase ziehen.
    Vielleicht geht es ihr nur auf die Nerven dahingehend benutzt zu werden, Männern mit fadenscheinigen und teilweise abenteuerlichen Begründungen maximal und solange wie möglich Geld aus der Tasche zu ziehen, währen die tatsächlich Bedürftigen mit diesen bequemen und geldgierigen Frauen in einen Topf geworfen werden.
    V.G.

  6. Inaktiver User

    AW: Neues Unterhaltsrecht/Prozesskostenhilfe - Erfahrungen??

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich wünsche mir ja auch Erfahrungsaustausch mit Betroffenen... Vielen Dank!!

    liebe Grüße,
    FrommeHelene
    Den wirst du haben, es gibt noch zu viele.
    V.G.

  7. Inaktiver User

    AW: Neues Unterhaltsrecht/Prozesskostenhilfe - Erfahrungen??

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Dieser Absatz macht deutlich, worum es dir geht.
    V.G.
    Hübsch finde ich auch den Wunsch nach anwaltlicher Vertretung zu haben und die Kosten, obwohl sie selbst getragen werden könnten, auf die Allgemeinheit abwälzen zu wollen.

    Beeindruckend wie ich finde

    vita

  8. Inaktiver User

    AW: Neues Unterhaltsrecht/Prozesskostenhilfe - Erfahrungen??

    Mir ist klar, dass man sich angreifbar macht, wenn man hier postet, ich habe allerdings nicht mit so bissigen und wenig konstruktiven Kommentaren gerechnet.

    Vielen Dank Hillary, für Deinen Hinweis!

    Frank, ich findees eigenartig, dass Du Deine Kommentare in einzelne Postings aufteilst. Aber sicher tummelst Du Dich auch mit hilfreichen Kommentaren im Strang „Trennung und Scheidung“, da wird das ja auch diskutiert. Für mich klingst Du so, als ob Du eine ziemliche Wut im Bauch hast, wahrscheinlich auf eine Ex-Frau, von der Du Dich abezockt fühlst oder ähnliches.

    Vielleicht ist einiges falsch rübergekommen. Ich möchte ja gern wieder ganztags arbeiten, nur kann ich es jetzt noch nicht. Ich kann es gesundheitlich nicht und bekomme das auch vorläufig vom Arbeitgeber nicht genehmigt. Der erwähnte „Stolz“ bezieht sich darauf, dass ich am liebsten so bald wie möglich finanziell völlig unabhängig von meinem Ex-Mann wäre.

    Er lebt übrigens inzwischen im Ausland und verdient sehr gut. Es geht ihm in jeder Hinsicht prima, insofern ist er nicht als armes Opfer zu betrachten. Ich habe mich um das Kind gekümmert, mit Job und Betreuung jongliert und ihm ansonsten immer den Rücken frei gehalten, wie die meisten Frauen mit Kindern. Er hat sich nie um irgendwas gekümmert, bis heute eigentlich. In unserer Ehe hat er sich einiges an Bockmist geleistet, von dem ich heute noch teilweise die Folgen mittragen darf. Dennoch wünsche ich ihm nichts Schlechtes an den Hals, ich möchte nur die Scheidung hinter mich bringen und finanziell klarkommen.

    Wir haben das gemeinsame Sorgerecht, auch wenn das in der Praxis nicht viel Sinn macht. Aber ich bin schon froh, wenn er sich ab und zu blicken lässt und dann Zeit mit dem Kind verbringt.
    Und dass man als alleinerziehende Mutter einiges an der Backe hat, ist ja nicht neu. Er fährt in Urlaub und hat einen Sportwagen, das gönne ich ihm auch. Ich kann mir das nicht leisten, aber ich bin froh, wenn ich das Geld für meine zusätzliche Rentenversicherung zusammenkriege. So isses nun mal.

    Vita: Ich lege es nicht darauf an, möglichst umsonst vom Anwalt beraten werden, ich habe nie auf Kosten anderer gelebt, habe immer gearbeitet (außer als das Kind klein war) und für mich selbst gezahlt. Aber man muß sich ja im Scheidungfalle nun mal einen Anwalt nehmen. Außer ein paar Briefen und Telefonaten hat die Dame in den letzten 1 ½ Jahren nicht viel für mich tun müssen, sie dürfte sich wohl kaum ausgenutzt fühlen. Ich weiß aber, dass einige Anwälte sich sehr unterschiedlich stark engagieren, je nachdem ob der Klient sie selber bezahlen kann oder nicht….
    Auch wenn man sich einvernehmlich trennt, belaufen sich die Kosten einer Scheidung in der Regel auf einige tausend Euro, Gerichts- und Anwaltskosten zusammengerechnet, wobei die Anwaltskosten vermutlich die geringeren sind. Insofern war ich ziemlich erleichtert, als ich die Zusage auf Prozesskostenhilfe bekam.
    Wenn ich die Kosten aber letztendlich doch selber tragen muß, muß ich das eben abstottern (keine Ahnung, wann wir einen Scheidungstermin kriegen, es zieht sich noch hin).

  9. Inaktiver User

    AW: Neues Unterhaltsrecht/Prozesskostenhilfe - Erfahrungen??

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Vita: Ich lege es nicht darauf an, möglichst umsonst vom Anwalt beraten werden, ich habe nie auf Kosten anderer gelebt, habe immer gearbeitet (außer als das Kind klein war) und für mich selbst gezahlt. Aber man muß sich ja im Scheidungfalle nun mal einen Anwalt nehmen. Außer ein paar Briefen und Telefonaten hat die Dame in den letzten 1 ½ Jahren nicht viel für mich tun müssen, sie dürfte sich wohl kaum ausgenutzt fühlen. Ich weiß aber, dass einige Anwälte sich sehr unterschiedlich stark engagieren, je nachdem ob der Klient sie selber bezahlen kann oder nicht….
    Auch wenn man sich einvernehmlich trennt, belaufen sich die Kosten einer Scheidung in der Regel auf einige tausend Euro, Gerichts- und Anwaltskosten zusammengerechnet, wobei die Anwaltskosten vermutlich die geringeren sind. Insofern war ich ziemlich erleichtert, als ich die Zusage auf Prozesskostenhilfe bekam.
    Wenn ich die Kosten aber letztendlich doch selber tragen muß, muß ich das eben abstottern (keine Ahnung, wann wir einen Scheidungstermin kriegen, es zieht sich noch hin).
    Wieso sollte sich die "Dame" ausgenutzt fühlen? Der Steuerzahler sollte sich in solchen Fällen ausgenutzt fühlen und nicht die Anwältin.

    Prozesskostenhilfe kann übrigens auch in Form von Ratenzahlung gewährt werden, wenn man nicht so ganz viel Geld zur Verfügung hat.

    Eine Anwaltspflicht gibt es ansonsten nicht für beide Parteien.

    Gruss

    vita

  10. Inaktiver User

    AW: Neues Unterhaltsrecht/Prozesskostenhilfe - Erfahrungen??

    Dass man gar keinen Anwalt braucht, ist mir neu! Dann bin ich falsch unterrichtet. Ich dachte, das müsse so sein, geht man dann selber zum Gericht und sagt: ich will die Scheidung einreichen, wenn das Trennungsjahr abgelaufen ist? Und es gibt doch auch so einige Details in einem Scheidungsverfahren, für die mir als Laie die Sachkenntnis fehlt. und man weiß ja nie, was dem Expartner dann noch so alles einfällt, um einen in die Pfanne zu hauen.

    Wie auch immer, jetzt nimmt es so seinen Gang.

    Ich muß wegen der Prozesskostenhilfe nochmal in das Schreiben gucken, nach meiner Erinnerung stand da nur drin, dass sie gewährt ist, ohne nähere Definition. Wahrscheinlich werde ich meine Scheidungskosten sowieso selbst tragen müssen und das Privileg besteht lediglich darin, dass ich sie abstottern kann. Das war mir nur nicht klar. Mein Fehler.

    Umso besser für den Steuerzahler und mein Gewissen.... und wenn man erstmal anfängt, sich darüber aufzuregen, was der Steuerzahler alles mittragen muß... Gefängnisaufenthalte von Kinderschändern, Politiker-Gehälter...die Liste ist ja endlos. Und da ich selber Steuern zahle, denke ich lieber nicht darüber nach....
    Geändert von Inaktiver User (09.06.2008 um 13:43 Uhr)

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