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    Frage Wenn der Sohn zum Vater zieht.....15 Jahre

    Hallo Ihr Lieben,
    ich brauche euren Rat und auch Beistand.

    Mein Sohn seit Jahren in der Pubertät, macht was er will, hält sich an keine Regel, raucht, trinkt, nahm bis zum 1. Entzug Drogen, will nun zu seinem Vater ziehen, zum dem er so gar keine Bindung hat.

    Seit dem mein Sohn 3 Jahre alt ist, schreit er, brüllt er, schlägt Sachen klein, prügelt seinen kleinen Bruder, ging 5 Monate nicht zur Schule, vier Wochen in der Charité wegen seiner Depressionen, selbst da flog er raus! Das in Kürze, hier paßt bei weitem nicht alles hinein. Wir haben seit Jahren eine Familienhelferin, auch die weiß nicht mehr weiter.....
    Im letzten Gutachten steht, er könne nicht im Familienverbund leben, nicht auf eine Regelschule gehen, was soll aus diesem Kind noch werden????

    Geholfen haben weder Therapien, die er seit seinem dritten Lebensjahr erhalten hat, noch Familientherapie über drei Jahre, noch ein stationärer Aufenthalt, nichts hat geholfen.

    Nach meinem 4. Nervenzusammenbruch hat sein Vater ihm erzählt, er könne ja zu ihm ziehen, 600 km weit weg, in unsere alte Heimat.

    Klar ist er schwierig, klar könnte ich ihn gedanktlich mehrere Male am Tag an die Decke nageln, aber es bleibt doch mein Sohn und ich liebe ihn und nun will er in sechs Wochen ausziehen.

    Ich weiß nicht was ich davon halten soll, wie ich damit umgehen soll, die Familie zerbricht und ich weiß nicht, ob das alles so gut ist.

    Meldet euch. LG Katja.


    Frau kann alles alleine schaffen, aber zu ZWEIT wäre es schöner!!!
    --------------------------------------------------------------------------------------
    Lieber Gott, lasse die Pubertät meines Sohnes schnell vorbei gehen, grrr!

  2. Inaktiver User

    AW: Wenn der Sohn zum Vater zieht.....15 Jahre

    Hallo Katja
    dann werd ich hier mal versuchen einen Anfang zu machen.

    Schwierig.....
    Du musst wahrscheinlich jetzt erstmal für Dich selber sorgen, das scheint mir das wichtigste, dass Du daran nicht kaputt gehst.
    Vielleicht hilft Dir Ablenkung, dass sich Deine Gedanken nicht immer im selben Kreis drehen.

    Was Deinen Sohn betrifft:
    Du hast wirklich alles versucht, keine Therapie ausgelassen, er wird Dir nichts vorwerfen können.
    Es ist sicher sehr hart für Dich, ihn in dieser Situation gehen zu lassen, aber vielleicht ist es auch eine Chance für Euch alle.
    Du weisst wo er ist und kannst gleichzeitig etwas Luft holen, weil zwischen Euch beiden mehr Abstand ist.
    Ich würde das jetzt auf mich zukommen lassen und den Dingen ihren Lauf lassen.
    Vielleicht finden sein Vater und er einen Weg zueinander, dann ist es gut für alle beteiligten denke ich.
    Falls es bei seinem Vater auch nicht klappt, dann habt ihr auch Euer möglichstes getan.

    Gibt es sonst jemanden, der auf ihn einen positiven Einfluss ausüben könnte?

    Mehr fällt mir dazu leider nicht ein und eine Patentlösung hab ich auch keine.
    Viel Kraft für alle
    Eosa

  3. Inaktiver User

    AW: Wenn der Sohn zum Vater zieht.....15 Jahre

    Zitat Zitat von Katja1970
    Hallo Ihr Lieben,
    ich brauche euren Rat und auch Beistand.

    Mein Sohn seit Jahren in der Pubertät, macht was er will, hält sich an keine Regel, raucht, trinkt, nahm bis zum 1. Entzug Drogen, will nun zu seinem Vater ziehen, zum dem er so gar keine Bindung hat.

    Seit dem mein Sohn 3 Jahre alt ist, schreit er, brüllt er, schlägt Sachen klein, prügelt seinen kleinen Bruder, ging 5 Monate nicht zur Schule, vier Wochen in der Charité wegen seiner Depressionen, selbst da flog er raus! Das in Kürze, hier paßt bei weitem nicht alles hinein. Wir haben seit Jahren eine Familienhelferin, auch die weiß nicht mehr weiter.....
    Im letzten Gutachten steht, er könne nicht im Familienverbund leben, nicht auf eine Regelschule gehen, was soll aus diesem Kind noch werden????

    Geholfen haben weder Therapien, die er seit seinem dritten Lebensjahr erhalten hat, noch Familientherapie über drei Jahre, noch ein stationärer Aufenthalt, nichts hat geholfen.

    Nach meinem 4. Nervenzusammenbruch hat sein Vater ihm erzählt, er könne ja zu ihm ziehen, 600 km weit weg, in unsere alte Heimat.

    Klar ist er schwierig, klar könnte ich ihn gedanktlich mehrere Male am Tag an die Decke nageln, aber es bleibt doch mein Sohn und ich liebe ihn und nun will er in sechs Wochen ausziehen.

    Ich weiß nicht was ich davon halten soll, wie ich damit umgehen soll, die Familie zerbricht und ich weiß nicht, ob das alles so gut ist.

    Meldet euch. LG Katja.
    Hallo Katja,

    Deine Familie ist scheinbar schon länger kaputt und ich gehe davon aus, bei all der Aufmerksamkeit, die der jetzt 15-jährige erhielt und erhält, dürften alle anderen Mitglieder der Familie Einbußen zu verzeichnen haben.

    Ihr habt Hilfe von Außen gehabt, Euch in Therapiesituationen eingebracht und seid vermutlich alle an Grenzen gekommen.

    Was spricht also dagegen, dem Jungen eine Chance zu gewähren, die ein Ortswechsel eventuell auch mit sich bringen kann. Wenn der Vater gewillt ist, der Junge will, alle Therapien versagen - was spricht dagegen?

    Und bitte sag mir, wo die intakte Familie bei einer solchen Belastung ist.

    Viele Grüße

    vita

  4. Inaktiver User

    AW: Wenn der Sohn zum Vater zieht.....15 Jahre

    Liebe Katja,

    lass ihn gehen.
    Lies dir all das noch mal durch, was du in wenigen Zeilen hier geschrieben hast. Ihr leidet alle unter diesem Zustand.

  5. Inaktiver User

    AW: Wenn der Sohn zum Vater zieht.....15 Jahre

    Zitat Zitat von Katja1970
    Nach meinem 4. Nervenzusammenbruch hat sein Vater ihm erzählt, er könne ja zu ihm ziehen, 600 km weit weg, in unsere alte Heimat.
    Ich würde an deiner Stelle drei Kreuze machen und froh darüber sein, dass es diese Möglichkeit gibt, den Jungen nicht in ein Heim abzuschieben, sondern ihn zu seinem Vater gehen zu lassen.
    Wer weiß, vielleicht braucht er ja genau das? Vielleicht hat der Vater die Reserven übrig, die du offensichtlich nicht mehr hast, um dem Jungen einen kompletten Neustart zu ermöglichen?
    Vielleicht tut es dem Jungen ja auch gut, einen Mann neben sich zu haben?

    Du musst dir keine Vorwürfe machen, ihn gehen zu lassen. Sieh doch vielmehr das Positive daran, dass eventuell mal Ruhe bei euch einkehrt. Dein anderes Kind kann das sicher auch gut gebrauchen. Und du ersparst dir möglicherweise weitere Nervenzusammenbrüche.

    Bei mir und meinem Sohn gibt es auch immer mal wieder Phasen, in denen wir uns gegenseitig mächtig auf den Geist gehen. Ich schätze es als Vorteil, die Option zu haben, sich dann auch mal trennen zu können, dass Sohn zum Vater geht. Und wir uns beide wieder einkriegen können. Zusammenlebende Eltern haben diese Chance ja nicht.

  6. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Wenn der Sohn zum Vater zieht.....15 Jahre

    Welche Befürchtungen hast Du denn konkret ?

    Im ersten Moment liest sich Dein Posting doch so, daß nicht mehr viel passieren kann ... noch schlechter kann es doch im Grunde kaum laufen.

    Allerdings, natürlich gibts da immer noch Steigerungen ... was wäre denn für Dich das schlimmste ... und glaubst Du, bei Dir könnte das nicht eintretenen, beim Vater alledings schon ...

    warum ???

    Nach 4 Nervenzusammenbrüchen solltest Du schon auch so realistisch sein, daß dir dieser Abstand von deinem Sohn sicher sehr, sehr gut täte .. oder irre ich da, geht es Dir noch schlechter, wenn er erstmal beim Vater ist ???

    Gruß, B.

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    AW: Wenn der Sohn zum Vater zieht.....15 Jahre

    Gibt es sonst jemanden, der auf ihn einen positiven Einfluss ausüben könnte?

    Liebe Eosa,
    danke für deine lieben Worte. Ich weiß auch nicht mehr, wer einen positiven Einfluss ausüben könnte, außer seine Großeltern und sein Vater. Sie fangen einfach bei Null an und haben den Stress und den Kummer der letzten Jahre nicht.

    Aber weißt du, auch einen Stickstiefel wird man mit der Zeit vermissen. Das sein Weggehen die beste Möglichkeit für alle ist, ist mir klar, aber als Mutter lasse ich ihn trotzdem ungern gehen!

    LG Katja.


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    AW: Wenn der Sohn zum Vater zieht.....15 Jahre

    Und bitte sag mir, wo die intakte Familie bei einer solchen Belastung ist.

    Liebe Vita,

    danke auch dir für die klaren Worte.
    Nein die Familie ist dank meines großen Sohnes schon lange nicht mehr intakt. Gelitten haben alle, auch mein kleiner Sohn zog sich sehr in sich zurück. Doch jetzt wo klar ist, das der Große geht, fangen die zwei Brüder an einen guten Draht zueinander zu entwicklen, das ist doch der glatte Hohn oder?
    Sie haben sich immer gefetzt oder ignoriert und jetzt wie dicke Freunde!?!?!

    LG Katja.


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    AW: Wenn der Sohn zum Vater zieht.....15 Jahre

    [QUOTE=Blondine]Welche Befürchtungen hast Du denn konkret ?

    Im ersten Moment liest sich Dein Posting doch so, daß nicht mehr viel passieren kann ... noch schlechter kann es doch im Grunde kaum laufen.

    Liebe Blondine,

    ich habe Angst davor, das die Beiden es nicht schaffen, weil sie sich kaum kennen, keine Bindung haben, mein Exmann nie für dieses Kind da war, nie auch nur Zeit hatte für ein Telefonat, jetzt will er täglich für ihn da sein???
    Mein Zweifel begründen sich einfach auf die letzten 14 Jahre, er war nie auch nur annährend ein Vater.
    Aber die Beziehung ist unbelastet, das ist die einzige Chance und ich baue auf Oma und Opa in der Nachbarschaft.

    Mein Sohn glaubt, da darf er alles, deshalb zieht er dort hin und ich denke so ganz unrecht wird er nicht haben, er wird kaum Regel und Grenzen aufgezeigt bekommen und das ist, für einen Jugendlichen der schon drogenabhängig war, wohl eher nicht der richtige Weg, aber ich nehme mich zurück, denn wir DREI haben hier auch keine Chance die nächsten Jahre zu überstehen.

    LG Katja.


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    AW: Wenn der Sohn zum Vater zieht.....15 Jahre

    [QUOTE=Inaktiver User]Ich würde an deiner Stelle drei Kreuze machen und froh darüber sein, dass es diese Möglichkeit gibt, den Jungen nicht in ein Heim abzuschieben, sondern ihn zu seinem Vater gehen zu lassen.

    Liebe Donnoclara,
    auch du hast völlig recht mit deinen Wort.
    Die Ruhe wird toll werden, aber die Angst und das Gefühl versagt zu haben, werden wohl bleiben....ich lasse ihn ziehn und konnte ihm nicht helfen, ja ich habe versagt.

    Ich habe als Mutter versagt und ich werde ihn vermissen.
    Denn es gibt auch die Tage, wo wir ein gutes Team sind oder besser es gibt Stunden wo wir ein gutes Team sind.
    Er bleibt einfach mein Sohn.....

    LG Katja


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