Ich bin etwas schockiert über die Aussage: Mutter ist 47 und sie kanns manchmal kaum erwarten ihr eigenes Leben wieder zu haben?! Ist das nicht das Argument was "späte" Mütter gerne bringen: man hätte sein Leben schon genossen wenn man so spät Kinder kriegt. Allein dieses Beispiel (späte Mutter) zu bringen finde ich ziemlich daneben, da es für mich in dem Zusammenhang ein Gegensatz in sich ist. Denn das ist ein Thema für sich. Wenn man sich mit fast 40 für ein Kind entscheidet, dann ist einem doch wohl klar, was da auf einen zukommt, immerhin hat man doch schon die "Lebenserfahrung" die man den jungen Müttern dann gerne unter die Nase reibt.
Meine Mutter war mit 47 schon 2-fache Oma, also soviel dazu - und ja jetzt hat sie ihr Leben wieder, Kinder sind aus dem Haus.
Und zu dem eigentlichen Thema - sorry - Alleinerziehende haben es schwerer und ich kann dem Beitrag komplett zustimmen. Und ja ich kämpfe mich auch durch und denke das ich das ganz gut hinkriege, aber es ist nicht leicht und manchmal zwingt es einen in die Knie, das kann keiner von euch Alleinerziehnden leugnen. Klar fühl man sich besser wenn man erstmal aus einer Horror-Beziehung raus ist und denkt sich "besser alleine als mit so einem Tyrann". Aber wenn der Mann eben kein Tyrann wäre (oder sonst was), wäre es doch ganz schön nicht alleine zu sein.
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Thema: was haltet ihr davon
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12.02.2008, 23:10
AW: was haltet ihr davon
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15.02.2008, 14:55
AW: was haltet ihr davon
Nur als Einwurf:
Zitat von marylin
Die Gesundheitsstatistik sagt, daß alleinerziehende Frauen eine geringere Lebenserwartung haben als Frauen in Partnerschaften (mit und ohne Kinder). Und das Alleinerziehende überproportional an der Armut in Deutschland beteiligt sind.
Statistisch gesehen haben also Alleinerziehende mehr gesundheitliche und finanzielle Probleme als andere Das läßt sich nicht leugnen. Auch wenn man persönlich völlig andere Erfahrungen hat.
Gruß
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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15.02.2008, 16:03Inaktiver User
AW: was haltet ihr davon
wie hoch meine lebenserwartung ist, weiß ich nicht. ist mir ehrlich gesagt auch wurscht, aber ich gehöre zu den leuten, die bisher pumperlgesund waren. es kommt mir manchmal so vor, als wenn sich meine gesundheit, bis auf einen heftigen ausreißer als ich mir zeitgleich hausbau, firmengründung, nebenbei job und kinder zugemutet habe, bis zur volljährigkeit der kinder tadellos verhalten hat.
das mit der armut unterschreibe ich sofort, auch wenn ich einen gutbezahlten job habe, so habe ich immer noch weniger als der vater meiner kinder mit seiner lebensgefährtin zusammen.
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18.02.2008, 21:14
AW: was haltet ihr davon
Hallo
also was mich am meisten an der ganzen Sache ärgert ist, dass AE behandelt werden als hätten Sie einen Aussatz und viele AE rumjammern wie schlecht es Ihnen geht und immer die anderen Schuld sind.
Auch ich hab meinen Sohn, heute 16 Jahre alt, seit 12 Jahren allein großgezogen. Ohne funktionierende Oma oä. Fast ausschließlich mit Kiga und Hort ... selten mit Oma oder Opa.
Sicher, es war nicht immer leicht, manchmal sogar schwer. Nur glaub ich niemals, dass es mit einem Mann an der Seite leichter gewesen wäre ... da hätte ich noch diese schrecklichen Hemden bügeln müssen
Also "Mädels" lasst euch nicht unterkriegen, es klappt.
Und was den Job bzw. die Karriere anbelangt. Ich bin Hauswirtschaftsleitung in einem Altersheim (170 Bewohner), also so schlecht ist das nun auch wieder nicht.
Man muss es schon auch wollen, nicht nur "ach ich bin AE ich kann das nicht"
LG
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24.02.2008, 19:02
AW: was haltet ihr davon
Also dieses Beispiel mit der Alleinerziehenden irgendwo in der Provinz (Ich lebe auch in einer Provinz
) ist doch albern.
Wenn sie nicht zufrieden ist und nicht auskommt mit dem Einkommen, muss sie halt was ändern.
Weshalb zieht sie denn nicht weg? Weshalb nimmt sie nicht 2 Pflegekinder mit auf und bleibt mit dem A... ganz zu Hause und kümmert sich um das Wohl der Kinder?
Ist doch alles machbar und realisierbar.
Ich finde, das liegt nicht daran, ob einer Alleinerziehend ist oder Single oder halt in großer Familie lebt. Das liegt einzig und allein daran, dass man sich nicht bewegt. Bewegungslosigkeit im Kopf, der Blick bis gerade mal zum Tellerrand.....das sind die Ursachen für solche Jammereien. Und Medien brauchen immer "ganz tolle" oder "ganz mitleidtserweckende" Menschen über die sie berichten können.
Gestern Abend war gerade irgendwas im Fernsehen, wo da jemand behauptete, dass doch Kinder mit Mutter und Vater viel glücklicher und zufriedener oder so seien. Ich hab da zwar nur mit einem Ohr hingehört, wurde aber dann aufmerksam als meine 11jährige Tochter meinte, das finde sie gar nicht.
Ich bin selbständig, 45, meine Kids sind 17 und 11.
Die Abende sind langweilig?
Neeeee, da bin ich k. o. und froh, meine Ruhe zu haben.
Kein Sex?
Neeee, wenn mir so ist und ER Zeit hat, dann ist auch dieser wundervoll vorhanden.
Weniger Geld als Familien?`
Auch Fehlanzeige.
Das soll jetzt kein Loblied sein auf die Alleinerziehenden. Aber bitte schön, man kann das doch wohl nicht verallgemeinern, dass es dieser Personengruppe und ihren Kindern prinzipiell schlechter geht.
Ich habe auch liebe Freunde (GANZE
Familien + Singles), mit denen man ab und an, wenn noch genug Energie über ist, was unternommen bzw. gefeiert wird.
Wobei ich sagen möchte, ich finde es schon super, wenn es Familien gibt, wo Mutter und Vater für die Kids da sind. Wenigstens so lange, dass sie das alles mal kennen lernen durften. Natürlich wenn möglich, ein Leben lang. Ist ja aber oftmals heute nicht mehr so. Ist ja irgendwie auch prägend für ihr späteres Erwachsensein. Wenigstens 'ne andere männliche Bezugsperson... und wenn es Opa ist oder Muttis Bruder... sollte ansprechbar sein für die Kids.
Aber sonst finde ich es ziemlich unfair, Alleinerziehenden zu unterstellen, sie kriegen einiges nicht auf die Reihe. Ist nicht so.
Wer verstehen kann, kann alles verzeihen
Ich bin bereit, überall hin zu gehen, wenn es nur vorwärts ist.


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