Ich würde kein Drama raus machen wenn sie nicht mit will.
Ein Kind dazu zu zwingen ist in meinen Augen falsch.
Wenn sie mal 18 ist wäre man als Mutter sicher froh wenn sie nie außer Haus übernachten würde ;o)
Nee, aber im Ernst. Ich halte absolut nichts davon sie mitzuschicken wenn sie nicht will. Wozu soll das gut sein?
Die Zeit wo das Heimweh nicht mehr so groß ist wird schon noch kommen, aber da hat jedes Kind sein eigenes Tempo.
Unser Sohn (9) will auch nur bei meiner Schwester übernachten und sonst nirgendwo. Er gibt dann auch immer zu dass er heimweh hat. Wir akzeptieren das. Nur weil ne Klassenfahrt ansteht muß doch nicht jedes Kind *gleichfunktionieren*
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Thema: Angst vor der Klassenfahrt
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20.01.2008, 18:05
AW: Angst vor der Klassenfahrt
Geändert von Lena1234 (20.01.2008 um 18:09 Uhr)
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
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20.01.2008, 18:21
AW: Angst vor der Klassenfahrt
Das finde ich auch! Manche Kinder laufen oder sprechen deutlich später als andere, manche sind viel schneller als der Durchschnitt.
Zitat von Lena1234
Zuallererst würde ich den Druck von dem Kind nehmen und ihr sagen, dass sie nicht mit muss - dass DU das mit der Lehrerin regelst.
Und dann darüber sprechen, dass Angst oft größer wird, wenn man ihr immer nachgibt, dass sie unser Leben stark beeinträchtigen kann. Ob man dieser Angst so viel Macht geben möchte.
Sag ihr, dass du ihr helfen möchtest, weniger Angst zu haben - was nicht bedeutet, dass sie mitfahren soll. Ich würde wahrschein lich Hausarzt oder Kinderarzt bitten, ein therapeutisches Gespräch zu vermitteln; deine Tochter könnte dort ihre Ängste formulieren. Vielleicht könntet ihr auch gemeinsam überlegen, was deine Tochter noch glaubt aushalten zu können. Etwa: du gehst am Wochenende ins Kino, sie bleibt so lange bei jemand anderem...Wenn andere dich unterstützen, kann das evtl. verlängert werden mit der Option, dass du notfalls auch mitten in der Nacht kommst und sie holst
Ansonsten: akzeptieren und abwarten
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20.01.2008, 19:04
AW: Angst vor der Klassenfahrt
Ich bin ja gespannt, ob sich kasi. nochmal meldet.
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
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20.01.2008, 19:05
AW: Angst vor der Klassenfahrt
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20.01.2008, 19:18
AW: Angst vor der Klassenfahrt
Meine Tochter hat, seitdem sie sehr klein war, immer gerne woanders übernachtet...
Irgendwann so um die 10 Jahre rum, war damit ganz plötzlich Schluss. Ich weiß, sie sollte damals mit ihrem Bruder zusammen bei meiner Freundin nur die Straße runter übernachten, weil mein damaliger Mann und ich mal ausgehen wollten... Zu meiner Freundin rüber gegangen ist sie noch, rief dann aber 10 Minuten später in Tränen aufgelöst an, ich solle sie sofort wieder abholen kommen, sie wolle daheim schlafen... Und damit war das Thema Übernachtung anderswo vorläufig komplett vorbei! Es war nichts vorgefallen bei der Freundin, die war selbst ganz verblüfft, weil meine Kinder immer gerne kamen, es war einfach eine Phase meiner Tochter, die genauso plötzlich wieder vorbei ging, wie sie angefangen hatte.
Ich glaube, dieses Klammern ist für Kinder in dem Alter quasi normal. Meine Tochter ging kurz nach dem Vorfall oben auch auf Abschlussfahrt der Grundschule, und wollte überhaupt nicht mit. Es könne uns ja was passieren und sie wäre dann weit weg. Sie ist dann im Endeffekt mitgefahren, aber nur mit unserem Versprechen, sie abzuholen, wenn es gar nicht mehr ginge mit ihrem Heimweh.
Punkt abends kam dann auch der Telefonanruf, meine Tochter in Tränen aufgelöst... ein Glück hatte sie eine sehr fähige, und einfühlsame Lehrerin mit, die es geschafft hat, sie diese 3 oder 4 Tage überstehen zu lassen.
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20.01.2008, 20:46
AW: Angst vor der Klassenfahrt
richtig. wer will schon bestimmen, wie lange ein kind in welchem alter in der lage sein sollte, ausserhalb zu schlafen? ist doch voellig subjektiv. ist die klassenfahrt von so eminenter wichtigkeit, dass man seinem kind dafuer so einen druck aufbuerden sollten?
Zitat von Lena1234
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20.01.2008, 22:01
AW: Angst vor der Klassenfahrt
Ich denke, wir sollten abwarten, ob kasi. sich überhaupt nochmal meldet.
Und im übrigen sollte man, bevor man das Kind zu Hause behält bzw. es in die Parallelklasse für die Zeit in den Unterricht gibt, schon nachhaken, was los ist und unbedingt auch mit der Lehrerin darüber reden. Für die Klassengemeinschaft ist eine Klassenfahrt was wichtiges, zumal es sich hier ja auch um eine Klassenfahrt handelt, die vor dem Wechsel zur weiterführenden Schule stattfindet. Meine Tochter denkt an diese Fahrt in ihrer 4. Klasse sehr gern zurück und für sie war das von den 3 Klassenfahrten, wo sie bisher mit war, die Schönste.Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
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20.01.2008, 23:11
AW: Angst vor der Klassenfahrt
mit der lehrerin reden, ja. die muss ja schliesslich wissen, warum eine schuelerin nicht mit will. aber ansonsten wuerde ich nicht erwarten, dass die lehrerin da gross behilflich sein kann. und wenn sowieso bald in eine andere schule gewechselt wird - so what?
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21.01.2008, 13:12
AW: Angst vor der Klassenfahrt
Gerade wenn demnächst in eine andere Schule gewechselt wird, finde ich eine verpasste Klassenfahrt mit der vertrauten Grundschuleklasse sehr schade. Und da es oft so ist, daß in der kommenden 5. Klasse eine erneute Fahrt ansteht mit Kindern und Lehrern, die einem noch völlig fremd sind, erachte ich persönlich ein *drauf schauen* in der jetzigen vertrauten Klasse und der Lehrerin, die kasi.'s Kind ja auch sicher länger kennt, für wichtig und gut.
Zitat von Sonderzeicen
TahneeWer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
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21.01.2008, 16:19Inaktiver User
AW: Angst vor der Klassenfahrt
Eine Klassenfahrt ist wichtig! Kinder profitieren davon, ihre Klassenkameraden und Lehrer mal in einer ganz anderen Umgebung zu erleben. Wenn so eine Fahrt keinen pädagogischen Zweck hätte, würde sie ja nicht gemacht.
Darauf hoffen, dass die Weigerung, woanders zu schlafen, vorbeigeht, würde ich nicht: Meine Tochter hat eine Klassenkameradin, die bald 17 ist und bisher nirgends mit war: Schullandheim in der Grundschule,Einkehrtage am Gymnasium, Übernachtungsfest am Gymnasium, Konfirmandenfreizeit, Skilager, Schüleraustausch.... immer fuhr das Mädel entweder gar nicht mit oder ließ sich noch am ersten Abend abholen wegen Fieber, Bauchweh usw.
Nun platzt vermutlich die Berlinfahrt zum Abschluss der 10. Klasse, weil diese junge Dame ohne Angabe von Gründen ihre Teilnahme verweigert. Zwei andere fahren nicht mit - eine aus gesundheitlichen Gründen (schwere chronische Erkrankung) eine aus finanziellen Gründen. Damit wird die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht....
In diesem Fall liegt die "Schuld" wohl bei den Eltern, speziell bei der Mutter, die eine Glucke erster Güte ist. Bis vor drei, vier Jahren gab es nicht mal eine Kindergeburtstagsfeier, bei der sie nicht mindestens zweimal am Nachmittag bei uns angerufen hat um zu fragen, ob alles in Ordnung ist. Tochter kriegt ein Fahrrad, weil zu gefährlich. Tochter wird mit dem Auto zur Schule gefahren, weil im Bus doch zuviel nicht standesgemäßes Publikum ist usw.
Solches Verhalten unterstelle ich der TE nicht, weil ich sie ja nicht kenne.
Ich kann nur dazu raten, das Übernachten außer Haus zu üben. Warum nicht mal gemeinsam mit dem Kind übers Wochenende auf einen Campingplatz oder in eine Jugendherberge gehen? Oder zuhause ein Übernachtungsfest mit anderen Kindern organisieren. Wenn die erst mal merken, wie spaßig das ist, abends im Bett oder Schlafsack noch zu blödeln, wollen sie gerne auch mal woanders zu mehreren übernachten.
Mein Sohn war in Sachen auswärs übernachten auch lange sehr zögerlich. Geweigert hat er sich nie, aber er hat sich schon intensiv Gedanken gemacht, wie denn alles werden würde...
Mein Mitgefühl war begrenzt. Ich habe mich nie beklagt, dass ich oft zurückstecken musste, als die Kinder klein waren und ich sehe es auch jetzt noch als selbstverständlich an, dass ich mich weitgehend an den Bedürfnissen der Kinder orientiere. Aber so eine Auswärtsübernachtung ist eine Gelegenheit, wo ich mal ganz allein und unabhängig was unternehme, und wenn's ein Kneipenbummel mit meiner Freundin ist. Und den sollen sie mir, bitteschön, nicht vermasseln!


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