Ratte - mach das bloß nicht!Zitat von asphaltratte
Gerade gestern war ein fundierter Artikel dazu in unserer Tageszeitung, in dem Kinderpsychologen eindeutig davon abrieten, dass an Heiligabend die getrennten Eltern gemeinsam mit den Kindern feiern.
Dadurch würde der ganze festliche Charakter des Tages verdorben. Und es sei besser für die Kinder, zweimal in jeweils entspannter Atmosphäre mit ausgeglichenen Elternteilen zu feiern als die (unterdrückten) Spannungen zwischen den Eltern ertragen zu müssen.
Ich habe selbst als Kind scheußliche Heiligabende verbringen müssen, weil meine beiden Omas sich auf den Tod nicht ausstehen konnten und sich bestenfalls mit Worten duellierten. Mitunter schütteten sie sich aber auch gegenseitig "versehentlich" ein Glas Portwein übers Kostüm...
Nein, bitte tue das deinem Sohn nicht an!
Wie wäre es mit diesem Tagesablauf für Heiligabend:
Am Vormittag schmückst du mit deinem Sohn schön den Weihnachtsbaum, dann holt ihn deine Ex ab und kann mit ihm Mittag essen und eine frühe Bescherung machen.
Gegen 17, 18 Uhr sollte sie ihn dann wieder bei dir abgeben. Dann kann sie auch "ungestört" mit ihrem Neuen feiern - um es für sie attraktiv zu machen.
Dann machst du erstmal schön Abendessen und danach beschert ihr euch.
Und in der Zeit, in der dein Sohn bei Muttern weilt, gehst du joggen oder so...
Sei so nett und bedenke diesen Vorschlag... deinem Sohn zuliebe![]()
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Thema: Besuchen
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09.12.2007, 17:24Inaktiver User
AW: Besuchen
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09.12.2007, 17:50
AW: Besuchen
Ich finde, Pelle hat recht.
Zitat von Inaktiver User
Auch Dir zuliebe solltest Du das nicht tun.. Du willst doch nicht wirklich mit dieser Frau Heiligabend verbringen... Auch wenn es nicht zum Streit kommt (was nicht auszuschließen ist), werdet Ihr sicherlich nicht vergnügt beisammen sitzen und Weihnachtslieder singen. Ihr werdet ziemlich verkrampft dasitzen und der Kleine wird Loyalitätsprobleme haben (neben wem soll er sitzen, an wen soll er sich rankuscheln, usw?) Bitte tu ihm das nicht an. Ich finde Pelles Vorschlag gut und auch durchführbar. So brauchst Du diese Frau, die Dir so weh getan hat, nicht so lange aushalten und Dein Sohn braucht sich nicht zwischen Euch zu zerreißen.
Bitte, pass auf Dich auf.
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10.12.2007, 09:11
AW: Besuchen
Ganz ehrlich gesagt, hatte ich zu Anfang auch diese naive Vorstellung, dass man die "hohen" Festtage wie Weihnachten und Ostern wechselseitig zusammen verbringen könnte, heute bin ich meinem Ex dankbar, dass wir das nie so durchgezogen haben. Besser ist es, die Kinder wechseln. Heiligabend bei Mutter, erster Feiertag beim Vater und gut is. Damit können sie leichter umgehen, als wenn wir in trauter Gemeinsamkeit (die ja nicht mehr da war) uns für einen Tag zusammengerissen hätten.
Mittlerweile haben wir den Tanzstundenabschlussball der Tochter gemeinsam mit ihr verbracht
, aber das ist ja auch nicht Weihnachten. Schon bei der Konfirmation im letzten Jahr war die Stimmung äußerst gezwungen.
Übrigens: der Mega- GAU war letztes Jahr, als mein Ex darauf bestand, dass die Kinder doch bitte nach der Bescherung am Heiligabend noch mal für ein Stündchen zu ihm zu kommen hätten. Die Kinder waren gereizt, der Vater ebenso, es lief letztlich darauf hinaus, dass er seinen großen Sohn vor die Tür gesetzt hat. So was ist vermeidbar...
Mocca
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10.12.2007, 10:49Inaktiver User
AW: Besuchen
bei uns war weihnachten in der scheidungsvereinbarung geregelt worden.
heiligabend immer mit mir und dann im järlichen wechsel ostern oder weihnachten bei papa un dessen familie.
da wir 300 kilometer auseinander wohnen wurde der jahreswechsel mit eingeschlossen. ging 17 jahre gut.
heute entscheiden die kinder allein, wo sie weihnachten verbringen wollen. und wo glaubt ihr sind sie?
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10.12.2007, 14:18
AW: Besuchen
Bei Dir?
Zitat von Inaktiver User
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
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10.12.2007, 15:59Inaktiver User
AW: Besuchen
tahnee,
seitdem sie selber entscheiden dürfen, sind sie weihnachten bei muttern.
und diese ganze traditionelle weihnachterei ziehen sie mit mir und ihren großeltern durch. baum besorgen, baum schmücken, darum kümmern sie sich seit ein paar jahren allein. beide sind ja nun volljährig. ich glaube, die wissen sehr genau, wo ihr zuhause ist. entschädigt für so manches.
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11.12.2007, 00:03
AW: Besuchen
Sorry, ich war die vergangene Woche in der Nachtschicht und da ist neben Sohnemann nicht mehr viel mit Computer oder Internet...Irgendwie muß ja das Geld rein...
Also Pelle, Deinen Vorschlag finde ich gut...ob sie sich darauf einläßt ist nun eine ganz andere Schiene. Schön wäre es.
Ich vermute allerdings das ihr Next bei seiner Familie die ganze Weihnachtszeit verbringt und sie dadurch halt alleine zu Hause sitzt, was sie sicher nicht will.
Ihr Next hat drei Kinder und seine Frau ist halt schwer depressiv und wohl auch in Therapie, deswegen muß er da alles regeln.
Keine Ahnung, sicher nicht mein Problem....mhh mal schauen, was sie sagt.
Ich hatte mir eigentlich vorgestellt, von 18.00 Uhr bis 20.00 oder 21.00 Uhr........das mein Kleiner das nicht gut finden könnte, daran habe ich nicht gedacht. Wollte doch nur, dass es ihm gut geht. Deswegen habe ich auch erlaubt, dass sie ihn nach Besuchszeit hier hochbringt und noch einen Kaffee trinken kann. Hatte den Eindruck, dass es ihm wichtig sei, denn er hatte mich danach gefragt, ob es ok für mich ist. tzztzz 7jährige können manchmal so erwachsen wirken.
Liebe Grüße
asphaltratte
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11.12.2007, 10:05
AW: Besuchen
Die Knirpse machen sich wirklich Sorgen. Wenn meine Maus über die Ferien zu Papa fährt, muss ich ihr immer genau sagen, was ich alles zu tun gedenke. Nur wenn ich ihr glaubhaft versichere, dass mit Wäsche waschen, putzen, Keller aufräumen, lesen usw wirklich keine Langeweile aufkommt, fährt sie beruhigt ab. Anfangs habe ich das nicht kapiert, da rief sie mich nach ein paar Tagen an und bot an zurückzukommen, da ich ja ohne sie nicht zurechtkäme.
Zitat von asphaltratte
Mittlerweile weiß ich, dass sie sich besonders gut fühlt, wenn ich am Telefon sage: "Du, ich hab nicht viel Zeit, muss noch dies und das erledigen..."
Nochmal zu Weihnachten: Dein Mini wird merken, dass Du Dich zusammen mit Deiner Ex nicht wohlfühlst und er wird sich zuständig fühlen. Tu ihm den Gefallen (und damit auch Dir selber!) und teile Weihnachten mit seiner Mutter auf. Wenn ihr Next für sie keine Zeit hat, ist das eindeutig ihr Problem, nicht Deines. Du solltest es auch nicht zu Deinem Problem machen. Als frischgebackener Alleinerziehender hast Du genug an der Backe (von der Verarbeitung des Verlassenwerdens ganz zu schweigen!
).
Ich wiederhole:
Pass auf Dich auf (sie wird es nämlich nicht!)
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11.12.2007, 13:09Inaktiver User
AW: Besuchen
asphaltratte - wenn dir mein Vorschlag spontan so zusagt - dann ziehe ihn auch durch.
Zitat von asphaltratte
Wie kommuniziert ihr, du und deine Ex?
Nur über deinen Sohn? So kam dein letztes Posting grade bei mir rüber...
Wenn dem so ist, solltest du das sofort einstellen. Das tut dem Jungen nämlich gar nicht gut, wenn er da zwischen euch "vermitteln" muss.
Also ruf sie an oder schreib ihr eine Mail, in der du damit beginnst, dass du dich noch mal kundig gemacht hast wegen der Weihnachtsregelung. Und dass dir von Expertenseite (die schrieben nämlich in meiner Zeitung!) geraten wurde, die Weihnachtsfeierlichkeiten streng zu trennen um dem Kind Loyalitätskonflikte zu ersparen.
Dann solltest du darauf eingehen, dass du dir sicher seist, dass auch sie nur das Beste für euren Sohn wolle und dass es wichtig sei, dass er zweimal unbeschwert den Heiligen Abend einmal mit der Mutter und einmal mit dem Vater feiern kann - gerade nach den Turbulenzen der letzten Zeit.
Du schreibst ja, dass du eigentlich einen Zeitrahmen von zwei bis drei Stunden für sie für den Besuch bei dir einräumen wolltest.
Darauf solltest du hinaus argumentieren und ihr entsprechend einen längeren Zeitraum als Besuchszeit am Heiligen Abend einräumen.
Also z.B. anstelle dass dein Sohn von 15 bis 18 Uhr bei deiner Ex ist und anschließend ihr von 18 bis 21 Uhr einen auf "heile Familie" murkst, schlage ihr vor, dass sie ihn schon am späten Vormittag holen kann (da wird ihr Neuer auch gewiss genügend mit seiner Exfamilie zu organisieren haben), und ihn erst kurz vor sechs bei dir abgeben soll.
Ich würde sie an deiner Stelle auch bitten, dass sie beim Bringen an der Haustüre klingelt und dann den Jungen alleine zu dir hoch in die Wohnung schickt.
Schreib ruhig, dass es dich dieses Jahr noch zu sehr verletzen würde, sie zu sehen.
Also das ist wenigstens so mein Gefühl als nicht getrennte, nicht geschiedene Mutter und Nichtexpertin.
Aber ich denke, du solltest INSBESONDERE dieses Jahr alles, was deinen Sohn verletzen könnte, von euch fernhalten.
P.S. Wahrscheinlich möchte er euch wieder zusammenbringen, wenn er sich so "erwachsen" sorgend mit Vorschlägen hervortut.
Wahrscheinlich zuviele herrlich verkitschte Weihnachtsmärchen a la der kleine Lord geguckt!
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11.12.2007, 17:42
AW: Besuchen
So können die Meinungen auseinander gehen.
Zitat von Inaktiver User
Als Tochter geschiedener Eltern und lange Jahre Next eines Mannes mit Kind sehe ich das anders. Expertin bin ich aber auch nicht, ich kann Dir nur sagen, wie es bei mir war.
Mein Vater ist durchaus mit reingekommen, wenn Kinderübergabe stattfand, und war auch an (nur für mich) wichtigen Tagen wie meinem Geburtstag da. Allerdings hätten meine Eltern nie mir zuliebe Weihnachten als Familienfest gefeiert, das wurde klar nach neuen Familien getrennt. Und genau diese Regelung hat mir gutgetan.
Ich wußte, daß es zwei neue Familien gibt, aber ich war auch sicher, daß es in den Belangen, die mich betreffen, immer noch beide als Eltern gibt.
Für mein früheres Stiefkind war es auch wichtig zu verstehen, daß ihre Eltern sich nicht hassen, sondern bei der Abgabe auch mal einen Kaffee zusammen trinken. Deshalb haben wir aber nie etwas zusammen unternommen oder hätten die Bagage Weihnachten bei uns haben wollen.
Ich glaube, es ist sehr wichtig, daß Kinder verstehen, daß es dann, wenn es sie betrifft, die Eltern noch Eltern sind. Auch wenn die Eltern kein Paar mehr sind. Ich habe mich ein bißchen erschrocken, als ich gelesen habe, daß Du Deiner Frau das Besuchsrecht beim kranken Kind absprechen wolltest. Dazu hast Du (in meinen Augen) nicht das Recht. Es ist Besuch für Deinen Sohn. Auch wenn ich verstehen kann, daß es sehr schmerzlich für Dich ist, Deine Ex zu sehen. So frisch getrennt muß das die Hölle sein.
Und ob sie Weihnachten allein ist oder nicht, ist ihr Problem! Sie hat sich getrennt, nun soll sie sehen, wie sie klarkommt. Jetzt für einen Abend wieder einen auf heile Familie machen zu wollen ist einfach dreist.
Ganz liebe Grüße!
Polarstern


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