Hallo,
seit einiger Zeit mache ich mir Gedanken über dieses Thema.
Mein Mann und ich leben seit fünf Jahren getrennt. Für mich war die Trennung eine Erlösung und ich bin sehr glücklich damit.
Er ist von hier sofort zu seiner Freundin gezogen 500 m von unserem Haus entfernt.
Wir haben 2 Söhne mittlerweile 14 und 18 Jahre alt.
Das ersten halbe Jahr kümmerte er sich um die Kinder nahm sich Zeit für sie , sogar mehr als während der Ehe. Aber seit 4 Jahren kümmert er sich kaum um sie, sie waren kaum ein Wochenende dort und wenn sie mal dort gezwungenermaßen waren, war er sowieso nicht da. Weil er seine Arbeitsstätte hier an unserem Haus hat, hat er die Möglichkeit die Kinder täglich zu sehen.
Das letzte Mal das er sich 2 Stunden Zeit gemacht hat für die Jungs war am 28 Dez. 2006. Ansonsten bei den sowieso seltenen Malen in den er mal versucht die Kinder in seine Freizeit gestaltung einzubinden, ist immer seine Freundin dabei, die ihn dermaßen beansprucht das er für die Jungs nur als Randfigur erscheint.
Vor 2 Jahren hatte mein Ex den Älteren zu einem Fussballspiel in der Oberliga mitgenommen. Sitzplätze im VIP- Bereich. Mein Sohn und Ex saßen dort, die Freundin kreuzte etwas verspätet auf. Stellte sich mit dem Rücken ohne ein Wort zu sagen vor meinen Sohn. Als nichts passierte schaute sie meinen Ex streng an, der darauf hin zu seinem Sohn sagte such dir einen anderen Platz.
Ein anders Mal hatte er vor mit seinen Söhnen an seinem Geburtstag eine Radtour zu machen, die Jungs freuten sich riesig darauf um 13 Uhr sollte es los gehen. Es war ein Sonntag und in unserem Ort ein Fest. Ich lieferte Kuchen dorthin, er stand dort an einem Stand, nachdem ich den Kuchen abgestellt hatte wollte ich kurz mit ihm besprechen wann er vorhatte zurück zu sein, aber er war weg. Nicht mal den Jungs hatte er Bescheid gesagt. Der Ältere war ihn noch suchen, zu Hause bei Oma und Opa, bei der Freundin, er war weg. Der Junge lief den ganzen Mittag mit roten Augen durch die Gegend ich war fassungslos. Das sind hr zwei Beispiele von vielen.
Meine Jungs tun mir so leid, und ich bin mir nicht sicher ob sie das wirklich so wegstecken wie es äußerlich erscheint.
Wie kann ein Kind verkraften wenn der eigene Vater einen so behandelt?
Bin ein wenig hilflos in der ganzen Sache
Thea
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Thema: sehe ich das falsch?
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15.09.2007, 11:58
sehe ich das falsch?
Geändert von Thea40 (15.09.2007 um 12:15 Uhr)
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15.09.2007, 13:03
AW: sehe ich das falsch?
Ein Nachtrag noch, nachdem ich den Strang von Still gelesen habe. (Ach Still, das könnte ich geschrieben haben, ich kann dich so gut verstehen.)
Ich möchte nicht wissen wie mein Ex tickt, oder versuchen ihn zur Vernunft zu bringen, da völlig zwecklos.
Auch will ich mich nicht weiter zu meiner Nachfolgerin, die so irre der von Still gleicht (ausser Studium und Markenklamotten, meine ist eher der Typ Bäuerin) äußern. da die Frau mich nicht interessiert und ich auch im übrigen der Meinung bin mein Ex und sie sind ein Paar das sehr gut zusammen passt und sie die Richtige für ihn ist.
Meine Frage ist schlicht und einfach: wie könnten die Jungs das verkraften.
Thea
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15.09.2007, 15:33
AW: sehe ich das falsch?
Liebe Thea,
mein Ex hat seine Kinder in diesem Jahr (!) zwei mal gesehen bzw. über Nacht genommen (6 und 9). Obwohl er seit Anfang Juni direkt in der Nähe ist.
Was ich merke ist, dass es MEIN Problem ist, die Kinder leiden gar nicht so sehr darunter. Sie haben einen Vater, der sie lieb hat, aber sehr sehr wenig Zeit hat. Damit ist für sie das Thema erledigt. Für mich aber nicht. Ich als Mutter leide sehr darunter und hab auch noch keine Lösung gefunden, damit umzugehen. Vielleicht kann uns hier ja jemand ein bischen helfen
Wenn man einen Fehler gemacht hat, kommt manchmal etwas ganz Wunderbares dabei heraus.
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15.09.2007, 22:09Inaktiver User
AW: sehe ich das falsch?
Hallo Gerrimee, hallo Thea,
ich bin teilweise der Gegenpart. Ich habe eine heftige Trennung hinter mir. Als meine Ex-Frau mir drohte, ich würde meine Tochter nicht mehr sehen, sagte ich, dass sie das mit ihrer Tochter auszumachen habe und dies ihr gegenüber verantworten müsse. Ich war damals von unserer Trennung und den vorherigen jahrelangen Auseinandersetzungen so zermürbt, dass ich nicht mehr kämpfen konnte. Sie glaubte aber zum Glück, dass meine Tochter von mir und auch meinem Status profitieren würde (das verstehe ich zwar nicht aber … ;-) ), heute sieht sie, dass sie sich bei und mit mir wohl fühlt. Auch heute weiß ich nicht, ob ich kämpfen würde, wenn sie sie mir vorenthalten würde. Ich hätte Angst, dass sie darunter zu viel leiden müsste.
Wie jetzt ein sensiblerer Mensch sich in solchen naturgemäß spannungsgeladenen Situationen verhält, vermag ich nicht einzuschätzen. Ich weiß aber auch nicht so pauschal, wie man diese Situationen entspannen kann.
Eine Nachfolgerin, die mir den Kontakt zu meinen Kindern nicht gestattet, kann ich mir allerdings auch nicht vorstellen. Zum einen gehört das doch zu Qualitäten, die sie an mir schätzen und unterstützen sollte. Das geht einfach nicht. Zum anderen habe ich meine Tochter doch nur jedes zweite Wochenende bei mir. Bei den verbleibenden 12 Tagen werden wir doch wohl genug Zeit füreinander finden. Sie sollte sich durchaus auch einmal selbst beschäftigen oder mich teilen können.
Tja das ist mir dazu eingefallen. Bringt Euch wohl auch nicht weiter.
VG Mark
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15.09.2007, 22:47
AW: sehe ich das falsch?
Zitat von .gerrimee.
So sehe ich das auch.
Mein Junge hat seinen Vater mehr als lieb, und so soll es auch sein und bleiben. Dass der Junge in den 6 Wochen Schulferien nur 3 Tage (!) bei seinem Vater sein durfte, gefiel mir auch nicht. Aber ich mache keinen Zickenalarm, da ich es nicht ändern kann. Harmonie ist eben wichtig. Das ist eben das *Problem* von uns Müttern. Wobei ICH ein zufriedenes Leben führe (mit gewissen Entbehrungen...) und positiv in die Zukunft schaue. Ärgere dich nicht - es hat keinen Zweck und macht nur Falten...
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22.09.2007, 15:50
AW: sehe ich das falsch?
Ich bin mit einem unzuverlässigen Vater aufgewachsen, aber meine Oma hat zum Glück die Verantwortung nicht für ihn übernommen. Sie hat mir zwar auch immer gesagt, dass er halt so ist wie er ist (das war schon recht freundlich - sie konnte ihn nicht leiden, habe ich aber recht spät erst gemerkt), hat mir aber immer vermittelt, dass ich meinen Frust mit der betreffenden Person - also ihm - klären soll.
Er konnte es zwar dann auch nicht besser machen (er ist zu krank), aber sie hat sich die Schuldgefühle nicht aufgeladen und ich habe mich schon mit 4 Jahren massiv über seine Unpünktlichkeit beschwert oder auch direkt Krawall gemacht, wenn er mich mal wieder vergessen hatte...
Einen Plan B gab es bei uns übrigens auch immer und er wurde auch jedes zweite Mal benötigt, das habe ich aber nicht mitbekommen, als ich größer war, habe ich Plan B selbst bestimmt (z.B. wenn er kommt ins Schwimmbad, wenn nicht halt alleine ins Schwimmbad).
VG
Mittwoch


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