Ich habe lange überlegt, wo ich mein Posting reinstelle, es hätte auch unter diverse andere Bereiche wie z.B. "Trennung" gepasst aber nun habe ich mich für dieses entschieden, da ich mich am ehesten nach wie vor als Alleinerziehende empfinde...
Folgendes zu meiner Situation:
Ich bin mit meinem Partner seit 4,5 Jahren zusammen und wohnen tuen wir 2,5 Jahre zusammen. Vorher hatte ich mit meinem Sohn alleine gelebt, wir sind aber häufig umgezogen. Mein Sohn ist 9 Jahre alt. Mein Partner hat noch 4 eigene Kinder, drei davon leben bei seiner Ex, seine älteste (schon erwachsen) bei uns. Um es so kurz wie möglich zu machen:
einfach war unsere Beziehung aufgrund der Umstände und auch charakterlichen Unterschiede noch nie. Aber ich habe sehr glückliche Zeiten in unserer Beziehung und mit unseren jeweiligen Kinder erlebt aber leider auch sehr schlimme und so kam es, dass ich mich im vergangen Sommer fast getrennt hätte, allerdings auch fast depressiv wurde, da ich eine wahnsinnige Angst davor hatte meinem damalig 8-jährigen Sohn, der sich von Anfang an blendend mit meinem Partner verstanden hat und extrem an ihm hängt, eine Trennung und einen Auszug anzutun!!
Allein der Gedanke daran, zerbrach mir das Herz! Zumal er immer betont hatte wie glücklich er mit uns in unserer gemeinsamen Wohnung wäre etc.
Wir haben dann einen Urlaub nur zu zweit gemacht, mein Sohn und ich, weil ich erstmal Abstand brauchte und meine Gefühle in Ruhe prüfen wollte. Die Sehnscht überwog schließlich und mein Partner und ich fanden so etwas wie einen Neubeginn, zwar auch zunächst mit vielen Diskussionen, Streit und Tränen aber es war wieder ein Gefühl von "das ist so richtig mit uns" in mir entstanden, was auch unabhängig von meinem Sohn war und mich sehr beruhigt hatte und auch immer wieder glücklich machte.
Nun, ein Jahr später, nachdem wir leider auch in den letzten Sommerferien eine sehr schlimme Zeit mit 2 seiner Kinder verbracht haben und ich das erste Mal wieder mit den Gedanken spielte mich zu trennen. Ich habe sehr viel geweint und beschloß aber nach dem Urlaub abermals unserer Beziehung eine weitere Chance zu geben.
Inzwischen ertappe ich mich jedoch immer wieder dabei, wie ich über eine Trennung nachdenke (viele unserer Probleme sind einfach immer wieder hochgekommen und ich bin es einfach sehr leid) und diesmal werde ich bei dem Gedanken (erschreckenderweise?) noch nicht einmal mehr so richtig traurig! Gedanken kommen hoch, wie "hab ich mir nur lange ganz schön was vorgemacht?" "war ich immer wieder zu gutmütig?" "habe ich mir vieles schön geredet?" etc.
Eins steht fest: weder meine Partner noch ich können von jetzt auf gleich aus unserer gemeinsamen Wohnugn ausziehen (Verwandet/Freunde kommen nicht in Frage), wir habe beide nicht die finanziellen Mittel uns eben mal was anderes zu besorgen und keiner von uns kann die Wohnung alleine finanzieren. Das ist einmal das praktische Problem.
Dann meine Sohn. Inzwischen habe ich zwar keine Panik mehr, ihm gegebenenfalls von einer Trennung zwischen mir uns meinem Partner zu berichten aber dennoch Angst udn auch Angst vor einer Entscheidung, die bedeuten würde, dass wir ausziehen müssen. Ich bin mir ganz sicher, dass meine Sohn, dass extrem belasten würde!!Besonders, wenn es so plötzlich käme...
Nun meine Überlegung: wer hat schon einmal die Erfahrung gemacht sich zu trennen und mußte ebenfalls erstmal alles beim alten belassen? Kann es funktionieren? Ich meine zwischen uns herrscht ja kein Hass oder dass der einen den anderen betrogen hätte oder so etwas. Außerdem haben wir zwei Mansardenzimmer über unserer Wohnung, in die man sich auch räumlich zurückziehen könnte, was vielleicht erstmal eine Möglichkeit wäre...
Manchmal denke ich das Ganze geht so gar nicht gut aber ich weiß mir auch keinen anderen Rat????
Vielleicht mag die eine oder andere denken, ich solle mir erstmal sicher werden, ob ich die Trennung überhaupt 100% will oder ob es viellicht doch wieder nur eine Krise ist, das stimmt zwar aber andererseits lastet der Gedanke: "wie würde es weitergehen, wenn wir uns trennen?" schon sehr auf mir.
Ratlose
Sonni
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02.09.2007, 13:35Inaktiver User
Mein Sohn ist mir das Wichtigste, was tun?
Geändert von Inaktiver User (03.09.2007 um 09:18 Uhr)
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02.09.2007, 15:58Inaktiver User
AW: Mein Sohn ist mir das Wichtigste, was tun?
hallo sonne,
diesen zustand kenne ich und ich verstehe dich total.
du willst nicht,das dein sohn leidet und wieder das vertraute verliert.
aber denkst du,es ist besser du leidest?
kinder haben feine antennen und dein sohn wird und ist sicher nicht glücklich,wenn du es nicht bist.
hast du denn schon mal mit ihm darüber gesprochen oder mal rangefragt,ob er momentan glücklich oder ob es irgendetwas gibt,was er gerne ändern würde,wenn er könnte?
ich überlegte mehrere jahre,allerdings ging es da um den leiblichen vater.
zu deiner eigentlichen frage,ja,das kann funktionieren,allerdings nur,wenn sich beide einig sind über den gefühlszustand,also sich keiner mehr hoffnungen macht.
ob dein sohn aber damit glücklich wird,bezweifle ich,denn das innige familienleben wäre nicht mehr dasselbe.
lg lottchenGeändert von Inaktiver User (02.09.2007 um 19:16 Uhr)
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02.09.2007, 19:35Inaktiver User
AW: Mein Sohn ist mir das Wichtigste, was tun?
Hallo Lottchen,
danke für Deine Antwort!
Also mit meinem Sohn drüber zu reden, hatte ich mir auch schon mal überlegt, allerdings will ich ihn auch nicht allzu sehr verrückt machen, bevor es wirklich so weit ist....ich denke aber, dass er wohl aus allen Wolken fallen würde, denn ich bin im Alltag überwiegend ein sehr optimistischer Mensch und habe trotz der Probleme meistens gute Laune gehabt, mittlerweile denke ich aber manchmal, nur deshalb, weil ich mich mit so vielem einfach schon längst anrrangiert hatte, immer nach dem Motto "ach eigentlich geht's uns doch gut und Hauptsache meinem Sohn geht's gut und das ist ja zu sehen!"
Unsere Auseinandersetzungen haben wir so gut wie immer vor ihm verborgen bzw. ausgetragen, wenn er es nicht mitbekommen mußte.
Von daher müßte ich dass schon sehr behutsam machen und mir genau überlegen, wie ich das Ganze formuliere. Ich weiß, dass sein Interesse für meinen Partner auch nicht mehr ganz so immens ist, wie es früher mal war, da er ihn auch im Alltag extrem wenig mitkriegt, weil er meistens bei der Arbeit ist und er ihn in letzter Zeit glaube ich auch nicht einmal mehr vermisst, wenn er ihn mal wieder ein paar Tage kaum gesehen hat. Außerdem ist er ohnehin 1 x pro Woche bei seinem leiblichen Papa und deren Verhältnis ist inzwischen Gott sei Dank ganz gut, obwohl es auch nicht das innigste ist.
Nun ist mein Partner halt mittlerweile so eine vertraute Konstante in seinem Leben und das Gefühl, dass da eben noch ein so liebenswerter männlicher Freund mit im Haushalt lebt und er nicht mit der Mama alleine wohnt, hat ihm von Anfang an sehr gefallen...
Ich denke ich werde ihn mal behutsam auf seine Wünsche ansprechen oder fragen, ob er irgendetwas vermißt etc. um einfach mal zu spüren, ob es denn wirklich so rosig für ihn ist, wie ich das glaube wahrzunehmen...
Vor ein paar Tagen sprach er z.B. aus heiterem Himmel unsere alte Wohnung an, die er auch sehr geliebt hat und meinte wortwörtlich, seufzend "ach ja unsere alte Wohnung...die ist uns immer treu geblieben" Ich war völlig perplex, erstmal weil das so aus heiterem Himmel kam, nach der Schule und außerdem wegen der Wortwahl. Dabei hatte er in den 2 1/2 Jahren immer betont, dass er unsere jetzige Wohnung so schön findet, dass er nie mehr ausziehen möchte.
Ob er doch unterschwellig etwas spürt?
Ich fragte ihn, wie er das denn meint aber er wich aus und meinte nur: " ist egal, kann ich nicht erklären, vergiß es" und fing dann von was ganz anderem an, wollte nicht mehr darüber reden.
Hach es ist alles so schwer! Meinen Partner schätze ich im übrigen so ein, dass er eine gemeinsame Wohnung mit mir trotz Trennung erstmal aushalten würde. Er hat das bei seiner Ex-Frau 3 Jahre so gehandhabt, bis sie schließlich zu ihrem Liebhaber gezogen war! Das muß man sich mal vorstellen! Nicht, dass das für ihn toll war, weit entfernt davon aber er ist eben von der sehr phlegmatischen Sorte, der lieber Situationen aussitzt, als sie aktiv anzugehen. Allerdings unterschätze ich ihn ja vielleicht auch, denn damals waren ja noch seinen leiblichen Kinder mit im Spiel, weswegen er sichmit dem Auszug so schwer getan hatte...
Aber ich denke ich müßte es einfach drauf ankommen lassen, alles spekulieren hilft jetzt nicht weiter...
LG
SonniGeändert von Inaktiver User (02.09.2007 um 19:56 Uhr)
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02.09.2007, 19:54Inaktiver User
AW: Mein Sohn ist mir das Wichtigste, was tun?
@ Lottchen
Das hatte ich noch vergessen: du hast sicherlich recht, das innige Familienleben wäre in der Tat nicht mehr dasselbe und darunter würde er mit Sicherheit leiden, auch könnte ich mir vorstellen, dass mein Partner nicht mehr ganz so liebevoll zu ihm wäre, wie vorher und auch das würde ihn verletzen. Aber wäre es nicht unterm Strich besser, ihn so zu entwöhnen, als ihn von heute auf morgen aus seiner vertrauten Umgebung zu reißen und ihm gleichzeitig den Kontakt zu meinem Partner wegzunehmen? Würde er mir nicht so viel eher Vorhaltungen machen und eigentlich noch mehr leiden, weil er ihn schmerzlich vermissen würde? Man darf ja auch nicht vergessen, dass der Kontakt dann auf einen Schlag komplett weg wäre und keine Wochenendbesuche mehr möglich wären wie bei einem leiblichen Papa...zumindest meinen Partner würde ich so einschätzen, dass er sich komplett aus unserem Leben zurückziehen würde, gerade so als sei er gestorben und ob mein Sohn damit klarkäme?
Ich habe Sorge, dass sich seine Schulleistungen drastisch verschlechtern könnten oder er irgendwie anders mit diesem plötzlichen Bruch nicht zurecht käme...
LG
SonniGeändert von Inaktiver User (02.09.2007 um 19:59 Uhr)
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02.09.2007, 21:44Inaktiver User
AW: Mein Sohn ist mir das Wichtigste, was tun?
liebe sonni,
auch wenn ihr streitet,wenn es dein sohn nicht mitbekommt,kinder spüren das trotzdem und dein sohn macht sich mehr gedanken,als du denkst...siehe alte wohnung.
frag ihn mal behutsam nach seinen wünschen und seiner meinung.
und ich denke,der wichtigste mensch für ihn bist du und er will vorallen dingen,das du glücklich bist und er würde deine entscheidung verstehen,da bin ich mir sicher.
du solltest nur mit ihm darüber reden und es ihm erklären.
ich bin seit acht jahren vom kindesvater getrennt und es gab danach eine längere feste beziehung.
die trennung (vor vier jahren) war schlimm und auch heut redet mein sohn noch manchmal von diesem mann,zu dem ich gar keinen kontakt mehr habe.
so nachdem motto ach damals...es gibt keine bösen worte,ich laß ihn träumen und sich erinnern und dann geht das jetzige leben weiter.
lg lottchen
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03.09.2007, 07:05
AW: Mein Sohn ist mir das Wichtigste, was tun?
Bis vor gut einem Jahr war ich ähnlicher Situation. Bin mit meinem Sohn zu meinem LG mit seinen 3 Kindern gezogen.
Schon beim Einzug war nichts mehr wie es war, wie es verabredet wurde, haufen Kräche, meist um wegen seiner Kinder und unserer unterschiedlichen Ansichten der Erziehung ect.
Mir war auch immer mein sohn wichtig, so wichtig das ich noch 3-4 Jahre augehalten habe. Auch wie du nach dem Moto "Das kann ich dem Kind doch nicht antun"
War er doch der beste Vater den er je hatte, für gesamt knapp 6 Jahre.
Als letztes jahr klar war das ich ging und meinem Sohn mitteilte das wir uns in der alten Heimat wieder eine Wohnung suchen und wie er sich fühlt
"Wie befreit"
Mittlerweile ärgere ich mich das ich es nicht früher durchgezogen habe, den auch mein Sohn hat viel gespürt-mitbekommen und blüht seitdem richtig auf.
So wie ich das les hast du deine Entscheidung, zu gehen. eh schon getroffen.
Alles gute dir..
„Leben ist das, was uns zustößt,
während wir uns etwas ganz anderes
vorgenommen haben..“
. Henry Miller
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LG Sun
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03.09.2007, 10:00Inaktiver User
AW: Mein Sohn ist mir das Wichtigste, was tun?
@ lottchen
Ja, Du hast recht, Kinder spüren immer mehr als man denkt!
Allerdings ist mein Sohn da nicht der gesprächigste, weiß oft seine Gefühle auch nicht so genau auszudrücken, was sicherlich auch normal ist, denke ich, vielleicht weil er sie auch nicht immer so bewußt wahrnimmt.
Heute morgen habe ich mit ihm darüber geredet, habe ihn gefragt, wie er sich fühlt, wie es ihm geht mit uns und in dieser Wohnung, ob er irgendetwas vermisst...etc. Er zuckte nur mit den Schultern und meinte nö, wär alles o.k., er würde meine Frage nicht verstehen. Ich muß zugeben, dass ich genau diese Reaktion erwartet hatte.
Ich ging aber dann doch noch weiter, sagte ihm, dass ich in unseren letzten Sommerferien sehr unglücklich war. Er hatte es selbst mitgekriegt. Mein Partner und ich hatten viel Streit wegen seiner Kinder und wegen unterschiedlicher Erziehungsansichten.
Er meinte daraufhin, ja ja, aber da könne ja mein Partner nichts dafür, dass seine Kinder so anstrengend wären. Ich erklärte ihm, dass vieles bei Beziehungen miteinander zusammenhängt und nicht so leicht zu trennen sei und ich eben auch unglücklich über den Streit mit meinem Partner gewesen sei...
...naja, damit hatte ich es aber für's erste gut sein lassen. Ich denke es ist vielleicht wichtig, dass meine Sohn im Groben schon wissen sollte, dass es mir mit meinem Partner zur Zeit nicht gut geht, vielleicht untermauert es ja auch nur ein diffuses Gefühl, was er unterschwellig längst spürt, was ihm aber noch gar nicht selbst so bewußt ist und ihn einfach nur unbewußt etwas verunsichert.
Ich finde es sehr gut, dass Du Deinem Sohn das Gefühl gibst, dass es o.k. ist ein wenig in wehmütigen Träumen der Vergangenheit zu schwelgen. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass mein Sohn genau so wäre!
Immerhin wäre es auch die erste (endgültige) Trennung von einem geliebten Menschen, die er verarbeiten müßte, das ist sicherlich nicht leicht aber ich sage mir im Moment immer, das gehört eben zum Leben dazu, genau so wie wenn einer stirbt. Dennoch hoffe ich, dass ich ihm damit auch vorleben kann, dass man nicht in einer dauerhaft unglücklichen Beziehung verharren sollte.
So haben es mir nämlich meine Eltern vorgelebt und das gab mir als Kind ständig das Gefühl, mich für das Wohl -insbesondere das meiner Mutter- verantwortlich zu fühlen, weil ich erlebt hatte, wie unfähig sie war an ihrer Situation der unglücklichen Ehe mit meinem Vater etwas zu ändern. Schließlich haben sie sich doch getrennt und ich weiß noch genau, wie als Kind meine Erleichterung überwog, nicht meine Trauer!
LG
SonniGeändert von Inaktiver User (03.09.2007 um 10:14 Uhr)
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03.09.2007, 10:11Inaktiver User
AW: Mein Sohn ist mir das Wichtigste, was tun?
@ Sun
Ich danke Dir auch für Deine Antwort. Sauge im Moment Erfahrungen von anderen auf, wie ein trockner Schwamm! Es ist tröstlich, zu wissen, dass andere diese Zeit überlebt haben!
Ja, ich habe in der Tat auch selbst das Gefühl, dass meine Entscheidung eigentlich schon gefallen ist. Meine ganzen Erkenntnisse scheinen sich im Moment zu überschlagen und ich habe das Gefühl, dass ich trotz der Angst, davor meinen Partner zu verletzen und das ganze mit meinem Sohn durchstehen zu müssen, mich immer wieder die Aussicht auf die Befreiung dieses jahrelangen Balastes, neue Hoffnung schöpfen läßt!
Es war bei uns beiden halt immer so, dass ich 150% Energie in ihn und seine Familie gebuttert hatte und er umgekehrt höchstens 30 %, so ist zumindest mein Gefühl und ich hatte mich schon viel zu lange damit arrangiert, immer mit einem liebevollen Lächeln auf den Lippen...damit muß jetzt einfach Schluß sein!
Mein Sohn wäre auch der Typ der gerne zurück zu seinem Heimatort gehen würde, wären wir fortgezogen. Er sagte heute morgen sogar, wenn wir unsere jetzige Wohnung nicht hätten, würde er gerne wieder in unsere alte Wohnung ziehen (das wäre theoretisch sogar möglich, da dort im Moment Freunde von uns wohnen, die auch irgendwann in naher Zukunft ausziehen werden und sie wäre sogar bezahlbar!)
LG
Sonni
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03.09.2007, 10:27Inaktiver User
AW: Mein Sohn ist mir das Wichtigste, was tun?
Hallo Sonni,
ich hab mit dem Paps meiner Tochter trotz Trennung noch zwei Jahre zusammengelebt. Da wir uns beide gleichzeitig "entliebt" hatten, uns aber gerne mochten und immer noch mögen, war das kein Problem.
Es war sogar entspannter als vorher, weil wir aus der Beziehungskiste in eine Freundschaft wechseln konnten.
Wir hatten beide in der Zeit andere Partner, und haben uns bei Liebeskummer gegenseitig getröstet...
Wir konnten und können immer noch liebevoll und warmherzig miteinander umgehen, für meine Tochter war es lange unverständlich, wieso zwei Menschen, die sich lieb haben, sich trennen.
Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich diese Form des Zusammenlebens vorziehen, eventuell auch mithilfe einer Beratung, anstatt auszuziehen und mich alleine durchzukämpfen. Für meine Tochter und auch mich wäre es - längerfristig gesehen - besser gewesen. Das kann ich heute sagen, und das gilt auch nur für mich - aber mehr als meine eigenen Erfahrungen kann ich nicht ja weitergeben. :-)
Langfristig gesehen kommt der Junge ja demnächst in die Pubertät, und dann wirds anstrengend, wenn du allein an vorderster Front stehst.
Nur du kannst natürlich einschätzen, ob du mit einer solchen Lebensform klar kommen würdest, es muss ja nicht immer gleich Auszug sein, ihr könnt ja mal gucken, ob's funktioniert und dann entscheiden....
Ich wünsch dir alles Liebe!
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03.09.2007, 11:49Inaktiver User
AW: Mein Sohn ist mir das Wichtigste, was tun?
hallo sonni,
Zitat von Inaktiver User
schön das ihr drüber gesprochen habt.
dazu möchte ich sagen,kinder sehen dinge oft anders und geben sich für eine situation selbst die schuld!
bei uns ist das so gewesen,seine "stiefmutter"behandelt ihn teilweise ungerecht und kalt,die eigene gemeinsame tochter ist nie schuld,wird immer bevorzugt...
als das mehrere leute an mich rantrugen,war ich stinkesauer und auch sehr enttäuscht von ihr,aber auch von meinem ex,der da eigentlich was dazu sagen sollte,es aber nicht macht.
mein sohn dachte in dem moment,ich bin sauer auf ihn,weil er für ärger gesorgt hat.
ich mußte ihm das dann erstmal erklären.
ich will nicht wissen,in wieviel momenten er schon so falsch gedacht hat...
und zu deinem zitierten text...
mir gings genauso.
kommentare meiner mutter:
"wenn ich euch nicht hätte (meinen bruder und mich),würd ich mir nen strick nehmen..."
sowas vergißt ein kind nicht.
nur meine eltern sind heut noch zusammen,heut darauf angesprochen,weiß meine mutter von nichts mehr...
ich hab sie als 11-jährige drum gebeten,sich scheiden zu lassen...sie war zu bequem und zu ängstlich.
es wäre besser gewesen,sie hätten sich getrennt,vielleicht hätte ich dann auch irgendwann mal ne dauerhafte beziehung zu einem normalen lieben mann aufbauen können...
lg lottchen


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