Das Verhalten der Jugendämter ist meist nicht sonderlich zuvorkommend gegenüber Vätern.
Wohl war, ich erinnere mich, ich betreute mal einen Vater mit geringem Einkommen, der den Unterhalt nicht aufbringen konnte. Meine Frage ans Jugendamt, was er denn tun könne, er wolle sich schließlich nicht der Unterhaltspflichtverletzung schuldig machen, wurde dahingehend abgewiesen, man dürfe den Vätern keinen Rat erteilen.
Pirlipat
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 25
-
04.09.2007, 12:15Inaktiver User
AW: Erster Vater-Sohn Kontakt wie gehe ich vor?
-
04.09.2007, 17:08
AW: Erster Vater-Sohn Kontakt wie gehe ich vor?
Mir wurde vor kurzem erklärt, Gespräche zwischen den Eltern zu begleiten sei nicht möglich. Das Jugendamt sei eine Notfallbehörde. Wie immer das gemeint war.
Zitat von Inaktiver User
Matthias
-
04.09.2007, 21:02
AW: Erster Vater-Sohn Kontakt wie gehe ich vor?
ja was würdet Ihr denn machen? Er weiss jetzt, es ist sein Kind.
Während wir auf den Test gewartet haben, kamen noch so Sachen wie: Wenn das mein Sohn ist, dann wird er meinen Nachnamen tragen. Man muss sich kümmern, das ist ein kleiner Junge, das Jugendamt kümmert sich nicht, wenn er schwierigkeiten in Schule hat.
Hat sich alles gut angehört... nur leider ist jetzt wieder Funkstille, außer ein paar Bildern, die er gerne haben wollte, weiss er gar nichts über den Kleinen und der Kleine weiss gar nichts von ihm.
Das letzte was ich will, ist Streit mit ihm, das hilft mir gar nicht weiter und dem Kleinen auch nicht. Zwingen kann ich ihn zu nichts. Reden? Ja das bringt irgendwie nichts. Können Männer das so abschalten oder hat er einfach Angst? Wobei, nein Angst hat der vor gar nichts, das kann ich sagen, ich habe selten jemanden kennen gelernt, der so sein Ding durchgezogen hat.
Was würdet ihr als Männer den hören wollen? Oder soll ich einfach abwarten? Das letzte Mal habe ich dann allerdings 6 monate nichts gehört....
achja...
grüsse
brooklen
-
05.09.2007, 09:52
AW: Erster Vater-Sohn Kontakt wie gehe ich vor?
Hallo Brooklen,
mir ist aufgefallen, dass der Vater ein paar Sachen fordert:
Erkläre dem Erzeuger einfach, dass es zum Vater sein mehr braucht, als Bilder seines Sohn an Freunde herum zu zeigen. Wenn er Bilder möchte, soll er vorbeikommen und sie selber machen. Ein Samenspender ist kein Vater.
Zitat von brooklen
Natürlich hat er Angst davor einen Teil seiner Freiheiten aufgeben zu müssen und "sein Ding" nicht mehr so durchziehen zu können wie gehabt. Es könnte auch Angst vor der Verantwortung sein.
Zitat von brooklen
Was sagen oder wissen seine Eltern von dem ganzen Thema?
Tschüß,
Matthias
-
06.09.2007, 19:59
AW: Erster Vater-Sohn Kontakt wie gehe ich vor?
Dem stimm ich garnicht!!!!!!!!! zu
Zitat von MHalblaub
LG
-
24.09.2007, 09:56
AW: Erster Vater-Sohn Kontakt wie gehe ich vor?
Sehr guter Kommentar!
Zitat von mutter
Ich stimme dagegen.
Heißt das dann Unentschieden?
Sprichst Du aus eigener Erfahrung oder kennst Du anders lautende Berichte? Im letzten Fall könntest Du deine Quellen nennen. Im ersten Fall übersiehst Du leider, dass selbst bei 99% zahlender Väter 1% nicht zahlt. Doch aus einem Einzelfall kann man nicht auf die Allgemeinheit schließen.
Tschüß
P.S.
Wer "Liebe Grüße" mit "LG" abkürzt, kann es wohl so ernst nicht meinen.
-
02.10.2007, 13:32
AW: Erster Vater-Sohn Kontakt wie gehe ich vor?
Ist er denn auch bereit, rückwirkend Unterhalt zu zahlen? Was ist mit Unterhalt für Dich? Wenn er sich nicht rührt, würde ich nochmal zum Jugendamt gehen, auch wegen Eintragung der Vaterschaft in offiziellen Dokumenten u.ä.
A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
(George R. R. Martin)
Moderation von:
Alle Jahre wieder...
----------
-Rezeptideen und Rezepte für Kinder-
---
3 .. 2 .. 1 .. Ebay-Forum------------------Hochzeit
-------------------------
-Reisen 
-
04.10.2007, 22:21
AW: Erster Vater-Sohn Kontakt wie gehe ich vor?
Ich habe mir damals den Schädel eingerannt, als ich versucht habe, den Vater meiner inzwischen 16-jährigen Tochter "zum Vatersein zu animieren".
Zitat von brooklen
Es hat nicht geklappt - er hat sich NIE gekümmert.
Es hat sehr weh getan - mir selbst - aber vor allem für meine Tochter.
...aber ändern konnte ich es nicht.
Vom Vater meiner Tochter habe ich mich damals noch während der Schwangerschaft getrennt. Er hat mir kurz vorher noch gedroht, falls es zu einer Trennung komme, werde er alles dafür tun, dass das Kind zu ihm komme. Große Worte - nichts dahinter.
Zitat von brooklen
Liebe Brooklen,
ganz ehrlich - so schwer es fällt - mache nichts mehr. Es ist ohnehin vergebene Liebesmüh. Entweder will er Vater sein oder nicht. Und ich fürchte, dieser Mann will nicht.
Du machst gerade die Erfahrung, die alle Eltern irgendwann machen müssen: man kann sein Kind nicht vor allem beschützen. So hart es sich vielleicht anhören mag: dein Sohn wird damit lernen zu leben, dass sein Vater sich nicht um ihn kümmert, sich nicht für ihn interessiert - es ist/wird Teil seiner Lebensgeschichte. Das ist eine harte Lektion. Investiere die Energie, die du jetzt in diesen "Kampf um einen Vater für deinen Sohn" steckst, lieber in dein, in euer Leben. Deinem Sohn ist mehr damit gedient, eine stabile Mutter zu haben, die den unabänderlichen Dingen im Leben mit positivem Lebensmut begegnet, als eine Mutter, die ihre Energie in Kämpfe verschwendet, die nicht zu gewinnen sind.
Meine ehrliche Meinung, die ein klein wenig auf Erfahrung beruht.
Ich drück dich, ich weiß wirklich, wie schwer es ist.
SignoraHerr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
----------------------------------------------------
Reife ist der Zustand kurz bevor die Verrottung einsetzt
(...geklaut...)
-
04.10.2007, 22:38
AW: Erster Vater-Sohn Kontakt wie gehe ich vor?
Ach, noch ein Nachtrag:
Es kann auch "Vorteile" haben, wenn der Vater sich GAR NICHT kümmert.
Für meine Tochter z.B. ist die Sache ziemlich klar. Ihr Vater war von Anfang an nicht da, sie wusste immer, was Sache ist. Klar, die kleine Sehnsucht im Herzen - mal mehr, mal weniger...
Aber ihr stabiles, liebevolles Umfeld kann vieles ausbügeln, wettmachen.
Aber es geht auch anders:
Meine beste Freundin hat ihren großen Sohn (inzwischen 21 J.) fast von Anfang an allein erzogen. Der Vater ihres Sohnes hat sich "gekümmert" - aber frag nicht wie
. SOVIELE gebrochene Versprechen. Der versprochene Skiurlaub, den er dann doch lieber allein mit neuer Freundin verbrachte.
Das Kommen am Geburtstag, das leider aus unbekannten Gründen nicht erfolgte (natürlich ohne Absage)
und, und, und - es gab so viele Tränen zu trocknen...
Immer wieder wurden die Wunden aufgerissen. Der Junge ist wirklich durch eine harte Schule gegangen.
Klar hätte ich gerne einen liebevollen, fürsorglichen, interessierten Vater für meine Tochter gehabt. Nur - aus einem nicht wirklich interessierten machst du mit der Peitsche im Rücken nicht den Traumvater - da kommen dann leider solche Geschichten wie bei meiner Freundin raus. Da standen allerdings die Eltern des Kindsvaters mit der Peitsche hinter ihm.
Vor dem Hintergrund solcher Alternativen bin ich für meine Tochter dann froh, dass ihr DAS erspart geblieben ist.Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
----------------------------------------------------
Reife ist der Zustand kurz bevor die Verrottung einsetzt
(...geklaut...)
-
06.10.2007, 09:22
AW: Erster Vater-Sohn Kontakt wie gehe ich vor?
Ich kann mich dem letzten Posting von Signora nur anschließen. Manchmal hat es auch Vorteile, daß der Vater sich gar nicht kümmert. Meine Lütte wird nächste Woche 11 Jahre, hat ihren Vater noch nie gesehen. Von mir aus dürfte sie, allerdings möchte ich (was nach gut 11 Jahren ohne Kontakt, denke ich, klar ist) vorher noch ein Gespräch mit dem Vater auf neutralem Boden bzw. beim Jugendamt.
Und genau daran scheitert es, denn der Herr meint, daß ein Sehen mit mir nicht geht. Das Gute ist, daß das JA auf meiner Seite ist. Unterhalt zahlt er sehr regelmäßig.
Wenn ich sehe, was bei anderen so abgeht --> na danke!
Da sagt das Kind mit 8 Jahren, daß der Vater tot sein soll und so was.
Dann lieber ohne Vater, aber in Ruhe mit stabilem Umfeld aufwachsen.Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.


Zitieren
