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  1. Inaktiver User

    Sie will nicht mehr zum Vater...

    Hallo, heute schreibe ich das erste Mal in diesem Forum. Bisher war ich eher "in eigener Sache" in anderen BriCom-Foren unterwegs.

    Kurz zu meiner Situation:

    geschieden, alleinerziehend mit zwei Kindern (Sohn knapp 20, Tochter 17). Ich bin vor 5 Jahren zusammen mit den Kindern ausgezogen, musste anfangs drum kämpfen, dass sich der Vater überhaupt um die Kinder gekümmert hat. Er hat es ihnen wohl übel genommen, dass sie zu mir gehalten haben.

    Inzwischen besteht eine lose Besuchsregelung, mein Sohn hat ein Auto und fährt mit seiner Schwester mehr oder weniger regelmäßig mal an einem Wochenende zu ihrem Vater. Mein Ex lebt mit einer neuen Partnerin zusammen.

    Seit einiger Zeit nun merke ich meiner Tochter an, dass ihr die Motivation fehlt, zum Papa zu fahren. Sie sagt, die neue Partnerin (die wohl anfangs ok für sie war) würde an allem rumnörgeln - nur zwei Beispiele:

    wenn meine Tochter sagt, dass sie demnächst Führerschein machen und dann ein bestimmtes Auto haben will (mein Sohn hat ein gebrauchtes von seinem Vater geschenkt bekommen), bekäme sie von ihr zur Antwort: "Das kannst du dir sowieso nicht leisten!"

    oder, wenn meine Tochter Jeans trägt, die hinten mit ein paar Strass-Steinchen verziert sind, dann beschwert sich Papas Freundin, sie würde damit die Polster ruinieren - wobei wir natürlich auch nicht auf Apfelsinenkisten sitzen...

    Oft ist es auch so, dass Papa und Freundin was geplant (und z.T. schon Karten besorgt) haben, ohne die beiden, die ja nun wirklich keine kleinen Kinder mehr sind, die man einfach irgendwo mit hinschleppt, zu fragen, ob sie Lust haben, mitzugehen.

    Kurz und gut: heute ist Besuchs-WE, und beim Frühstück sah ich meiner Tochter die übergroße Vorfreude schon deutlich ins Gesicht geschrieben... Ich habe sie gefragt, ob sie sich denn gar nicht freut, den Papa mal wieder zu sehen, und sie hat geantwortet: "Nein, am liebsten würde ich gar nicht mehr hingehen".

    Nun ist sie einerseits alt genug, dass ich sie nicht zwingen kann, aber andererseits möchte ich doch nicht, dass sie den Kontakt zu ihrem Vater ganz abbricht.

    Wie verhalte ich mich am besten?

  2. User Info Menu

    AW: Sie will nicht mehr zum Vater...

    Hallo,
    mein Sohn wird in einigen Tagen 16 Jahre alt. Wir sind vor 12 Jahren ausgezogen. Sein Papa wohn in der gleichen "Stadt" wie wir.

    Ich hab mich jahrelang darum bemüht dass der Kontokt aufrechterhalten bleibt, sich regelmäßig sehen usw. und so fort... war auch alles immer bestens... und ist es noch.

    Nur
    was ich nicht mehr mache ist, mich darum kümmern wie oft sich die beiden sehen. Nein! Da hab ich losgelassen. Ich bin der Meinung ich habe in dieser Beziehung mein "soll" in all den Jahren erfüllt und den Grundstein dahingehend gelegt dass die beiden ein Papa-Sohn Verhältniss haben.
    Jetzt müssen die beiden selber wissen wann und wie oft Sie ihre Zeit zusammen verbringen wollen.

    Es hat ein Weile gedauert bis ich das geschafft hab. Nur aus Kindern werden Erwachsene und auf diesem Weg können wir Sie ein Stück begleiten... und irgendwann muss man Sie ghen lassen.

    Und noch was. Hör Dir an was deine "Kinder" Dir erzählen wenn Sie vom Papa nach hause kommen. Nur vesuche darüber nicht zu werten. Denk Dir deinen Teil, aber misch Dich nicht ein. Sie sind alt genug um dort selber ihre Meinung kund tun zu können. Das ist die Angelegenheit zwischen euren Kindern und dessen Papa, nicht deine.

    Also
    grüble nicht zu sehr darüber nach
    LG

  3. Inaktiver User

    AW: Sie will nicht mehr zum Vater...

    Joanna, bei mir ist es ähnlich.
    Meine bei mir und meinem neuen Ehemann lebende Tochter wird bald 17 und sie wird in absehbarer Zeit wohl auch keine Lust mehr haben, ihren Vater zu besuchen. Auch dort sorgt die neue Frau dafür, der Tochter den Aufenthalt ziemlich zu vermiesen, vor allem aus Eifersucht, da sie wohl wünscht, dass das neue gemeinsame Kind die Hauptrolle spielen soll.
    Diese Frau lässt deutlich durchblicken, dass ihr die Besuche nicht sooo lieb sind.
    Der Vater möchte schon, muss sich aber irgendwelche Ausreden suchen, z. B. Treffs außerhalb seines Hauses. Und diese Situation ist auch nicht gerade förderlich für ein gutes Verhältnis. WEnn meine Tochter nicht hauptsächlich wegen ihrer alten Freundin dorthin wollte (sie übernachtet auch meist nur da) würde sie wohl kaum noch hin wollen. Sie meint, ihr Vater führe mit seiner neuen Familie ein neues Leben und sie fühle sich da nicht wohl.
    Ich habe ihm das gesagt, und ihm überlassen, seine privaten Eheprobleme nicht zum Erschwernis für die Vater-Tochter-Beziehung werden zu lassen. Wenn er das nicht schafft, werden die Kontakte sicherlich sehr selten werden.

    Ich muss zugeben, es macht mir nicht soviel aus. Wir (Ex und ich) haben ein gut-kameradschaftliches Verhältnis, er kann sogar zu uns kommen, wenn er mag, es mag auch sonst noch Möglichkeiten für Treffs geben, also warum nicht abwarten?

    Ich denke, Joanna, deine Tochter möchte zwar ihren Vater sehen, nicht jedoch an seinem neuen Familienleben teilnehmen. Könntet ihr das nicht mal in privater Runde besprechen, ob die beiden einen anderen Modus finden? Sich mal in der Stadt auf ein Getränk treffen, spontaner, einfach ohne Ritual wie in Kinderzeiten? So sehe ich das bei uns auch kommen. Und warum auch nicht? Wenn das Verhältnis früher nicht so schlecht war, werden die beiden sicher einen Modus finden, der beiden gefällt. Keine Sorge!

  4. Inaktiver User

    AW: Sie will nicht mehr zum Vater...

    Erstmal danke für eure Antworten.

    @mutter:
    Und noch was. Hör Dir an was deine "Kinder" Dir erzählen wenn Sie vom Papa nach hause kommen. Nur vesuche darüber nicht zu werten. Denk Dir deinen Teil, aber misch Dich nicht ein. Sie sind alt genug um dort selber ihre Meinung kund tun zu können. Das ist die Angelegenheit zwischen euren Kindern und dessen Papa, nicht deine.
    Das tue ich doch. Habe ich nie anders gehandhabt. Klar, dass ich mal nach einem Wochenende frage, was sie gemacht haben, aber das wars dann meistens auch schon. Nur mein Ex hatte schon immer eine merkwürdige Auffassung, wofür wir ihm dankbar zu sein hätten... das setzt er offenbar bis heute bei den Kindern fort, mit Veranstaltungen, die er plant, ohne sich drum zu kümmern, ob die Kinder daran überhaupt interessiert sind. Hat ja sein Geld gekostet, also erwartet er Dankbarkeit.

    @Anemone:
    Ich denke, Joanna, deine Tochter möchte zwar ihren Vater sehen, nicht jedoch an seinem neuen Familienleben teilnehmen. Könntet ihr das nicht mal in privater Runde besprechen, ob die beiden einen anderen Modus finden? Sich mal in der Stadt auf ein Getränk treffen, spontaner, einfach ohne Ritual wie in Kinderzeiten?
    Meine Tochter fährt ja immer zusammen mit ihrem Bruder. Eine neue "Familie" in dem Sinn gibt es nicht, die neue Partnerin meines Ex hat einen erwachsenen Sohn, der bereits verheiratet ist. Ich habe eher das Gefühl, sie hat keine Erfahrung im Umgang mit jungen Mädchen und versucht auf falsche Weise, sich bei meiner Tochter anzubiedern (so drückt meine Tochter es aus; sie nennt es sogar "einschleimen"). Ich muss dazu sagen, dass diese Frau NICHT der Trennungsgrund war, ich also keinerlei Vorbehalte gegen sie habe.

    Wenn die Kinder längere Zeit mal nicht übers Wochenende beim Vater sind, dann treffen sie sich durchaus auch mal zwischendurch beim Griechen oder Italiener zum Essen. Ich fände es nur schade, wenn es auf Dauer bei solchen kurzen Episoden bliebe.

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    AW: Sie will nicht mehr zum Vater...

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wenn die Kinder längere Zeit mal nicht übers Wochenende beim Vater sind, dann treffen sie sich durchaus auch mal zwischendurch beim Griechen oder Italiener zum Essen. Ich fände es nur schade, wenn es auf Dauer bei solchen kurzen Episoden bliebe.
    Ja aber dann passts doch eh find ich.
    Ich dachte auch lange Zeit das müsse so weiter gehen mit den regelmäßigen Wochenenden.... aber ich denke unsere "Kinder" werden erwachsen, gehen ihre eigenen Wege und da ist eben das Wochenende komplett beim Papa irgendwie nicht mehr passend. Wenn sie bei uns zuhause sind dann "klammern" Sie ja auch nicht mehr ständig und begleiten uns ständig auf jedem Schritt und Tritt. Und in der Pupertät sind Freunde evtl. mal wichtiger als ein Papawochenende.
    Vielleicht müssen wir Mamas da "lernen" wiedermal ein Stückchen loszulassen.

    LG

  6. Inaktiver User

    AW: Sie will nicht mehr zum Vater...

    Eben, das denke ich auch, dass die ganzen Papawochenenden mit dem Erwachsenwerden dahinschwinden. Warum auch nicht? Ist das Verhältnis vorher einigermaßen, wird es immer wieder mal Kontakt geben. Es wäre ja auch seltsam, würden 17jährige Teens immer bei Mama zuhaus sitzen! Um Himmels willen! ich würde mir regelrecht Sorgen machen! Meine ältere Tochter ist mit knapp unter 17 sogar schon ausgezogen und wir hatten oft nur alle paar Wochen Besuchskontakt. Und das galt für mich, die Mutter und für den Vater gleichermaßen.

  7. User Info Menu

    AW: Sie will nicht mehr zum Vater...

    Hallo,
    es scheint so, als wäre das Alter (17) dran "schuld" (vielleicht weil mitten in der Pubertät?)
    Die Tochter 16,5 Jahre alt meines Partners will zur Zeit auch nicht so gern kommen. Sie nörgelt zur Zeit an ihrem Vater rum, sucht in Krümeln, behauptet, er würde sich nicht für sie interessieren, was natürlich alles gar nicht wahr ist.
    Ich versuchte schon, zu vermitteln, mal sehen wie es weiter geht. Bis vor kurzem war auch noch alles ok zwischen ihr und ihrem Vater. Also schiebe ich mal eine "Teilschuld" aufs Alter.

    Lg Godewind

  8. User Info Menu

    AW: Sie will nicht mehr zum Vater...

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Seit einiger Zeit nun merke ich meiner Tochter an, dass ihr die Motivation fehlt, zum Papa zu fahren. Sie sagt, die neue Partnerin (die wohl anfangs ok für sie war) würde an allem rumnörgeln - nur zwei Beispiele:

    wenn meine Tochter sagt, dass sie demnächst Führerschein machen und dann ein bestimmtes Auto haben will (mein Sohn hat ein gebrauchtes von seinem Vater geschenkt bekommen), bekäme sie von ihr zur Antwort: "Das kannst du dir sowieso nicht leisten!"

    meine eltern sind ebenfalls geschieden, beide wiederverheiratet, die frau meines vaters fand ich immer nett, wenn sie das sagte was mir gefiel, kann es sein, dass es bei deiner tochter auch so ist.

    macht deine tocher gerade eine ausbildung? was verdient sie? kann sie sich deiner meinung nach ein auto kaufen? und vorallem, für den unterhalt des autos aufkommen?oder sieht sie es eher als selbstverständlich an, dass der herr papa ihr das auto kauft?

    unser sohn träumt ebenfalls von einem eigenen auto. wir sagen zwar nicht, das kannst du dir sowieso nicht leisten. wir sind als eltern noch viel gemeiner und fragen, selbst wenn wir dir ein auto kaufen, wie bezahlst du kfz- steuer, versicherung, benzin, reparaturen, reifen etc.

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    AW: Sie will nicht mehr zum Vater...

    Ich habe auch den Eindruck, wenn die Neue des Vaters fragt, ob die tochter sich denn überhaupt ein Auto leisten kann, dass diese Frage anders bewertet wird, als wenn es die leibliche Mutter sagt.
    Es wird oft als "nörgeln" empfunden, wenn man mal eine sachliche Frage stellt.
    Auch ich habe schon die Tochter von ihm gefragt, ob sie sich denn den A3 leisten kann, den sie haben will, das gleich fragte ich aber auch damals meinen Sohn. So schlimm diese Frage?
    PS: Mein Sohn liebt mich trotzdem noch *ggg*

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    AW: Sie will nicht mehr zum Vater...

    Zitat Zitat von Godewind
    Ich habe auch den Eindruck, wenn die Neue des Vaters fragt, ob die tochter sich denn überhaupt ein Auto leisten kann, dass diese Frage anders bewertet wird, als wenn es die leibliche Mutter sagt.
    Es wird oft als "nörgeln" empfunden, wenn man mal eine sachliche Frage stellt.
    Auch ich habe schon die Tochter von ihm gefragt, ob sie sich denn den A3 leisten kann, den sie haben will, das gleich fragte ich aber auch damals meinen Sohn. So schlimm diese Frage?
    PS: Mein Sohn liebt mich trotzdem noch *ggg*
    ich finde solche fragen nicht schlimm, sondern normal.

    ebenso finde ich es normal, dass eine 17 jährige nicht mehr so gerne ihren vater besucht. in dem alter sind die kinder doch fast nur noch zum schlafen/essen/umziehen daheim.

    als nervig hätte ich es empfunden, wenn meine mutter mich in dem alter gefragt hätte, ob ich mich nicht freue meinen vater zu sehen nur gut, dass mich meine mutter so einen schmarrn nie gefragt hat.

    ich finde es irgendwie komisch, dass bruder und schwester ihren vater immer gemeinsam besuchen das hätte mir in diesem alter gerade noch gefehlt...

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