Hi, ich hoffe auf Eure Hilfe.
Ich habe den Traum, nochmal in die USA zu gehen und ein 2-jähriges Aufbaustudium zu absolvieren. Unser Sohn wäre dann 7 Jahre alt.
Ich würde alleine mit meinem Sohn gehen, da der Papa es sich nicht vorstellen kann, mitzugehen.
Kann ich es meinem Kind antun, den Vater knapp zwei Jahre nicht zu sehen? Für mich hört es ich furchtbar grausam an.
Ich schreibe hier im Forum, da ich denke, es gibt sicher einige unter Euch, deren Kinder den Papa auch nicht sehen.
Bitte schreibt mir von Euren Erfahrungen.
Ich bin hin- und hergerissen zwischen der Verantwortung Kind und Papa gegenüber und meinen eigenen Träumen![]()
Danke für Eure Hilfe.![]()
Antworten
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23.07.2007, 08:58Inaktiver User
Kann ich meinem Kind das antun?
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23.07.2007, 09:02
AW: Kann ich meinem Kind das antun?
was sagt denn der Papa zu Deinem Traum?
Meine zwei sehen ihren Vater nicht (seit 3 Jahren) es ist allerdings ein von ihm erzwungener Kontaktabbruch.
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23.07.2007, 09:21Inaktiver User
AW: Kann ich meinem Kind das antun?
Ich hab es ihm gestern erzählt (am Telefon). Seine Reaktion: "Die Studentin hat immer neue Überraschungen für mich."
Ich hatte allerdings nur 1 Jahr erwähnt
Er liebt sein Kind sehr, und das Kind liebt seinen Papa sehr.
Möglich wäre etl. eine Aufteilung - sechs Monate hier, sechs da und das Ganze 2x.
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23.07.2007, 09:28
AW: Kann ich meinem Kind das antun?
naja, er hat keinen Plan geäußert? Also Teilung der Zeit oder finde ich toll da bekommt unser Kind einen Auslandsaufenthalt und bessere Englischkenntnisse???
Dazu würde ich ihn befragen, das ganze zu befristen ist sicherlich ziemlich gut, allerdings würde ich ihm gleich ehrlich sagen, ein weiteres Jahr wäre im Angebot und könnte sich somit auch verlängern.
Ausserdem würde ich mich mit ihm einigen, dass Ihr das dem Kind als "Gelegenheit" kommuniziert. Er wird nur trauern um das was er zurücklässt wenn man ihm das auch wirklich als Trauer aufdrückt. Weißt du was ich meine?!
Solange Ihr Eltern geschlossen dahinter steht braucht er ja nix zu vermissen. Euer Sohn kann hoffentlich alle 3 Monate für eine Woche oder so zum Papa gehen (oder alle 4 Monate) und der Papa hat vielleicht Zeit auch zu Besuch zu kommen. Da vergeht die Zeit ganz schnell.
My 2 cent
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23.07.2007, 10:39Inaktiver User
AW: Kann ich meinem Kind das antun?
Hallo Studentin,
erstmal find ich es auch am wichtigsten, dass ihr als Eltern euch zusammensetzt und Möglichkeiten durchsprecht, wie der Kontakt laufen kann, eure finanziellen Möglichkeiten etcpp.
Ich hab mit dem Paps meiner Tochter auch nach der Trennung immer zusammengearbeitet und solche Entscheidungen vorab besprochen - auch er hat zuerst mich gefragt, als er sich ins Ausland beworben hat.
Meine Tochter war damals elf, wir haben ihr erzählt, was gerade ansteht, und ihr die Wahl gelassen, ob sie mit ihm gehen will oder lieber hierbleiben, sie wollte lieber in Deutschland bleiben.
Als sie aber 5 war, hat sie begeistert mit ihrem Paps ein paar Monate am anderen Ende der Welt verbracht, und es ging ihr prächtig und sie fand das sehr aufregend.
Und nochwas am Rande: Träume aufzugeben, Opfer zu bringen, das rächt sich...;-)))
Liebe Grüsse
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23.07.2007, 11:30
AW: Kann ich meinem Kind das antun?
Ich finde auch, sowas kann man im Vorfeld besprechen.
An Deiner Stelle würde ich mir Gedanken machen, welche konrete Ferienlösung Du Deinem Ex vorschlagen möchtest ... und wie die Finanzierung dafür aussehen soll.
Wie auch andere es geschrieben haben .. Du bietetst Deinen Sohn mit diesem USA-Aufenthalt viel ... warum sollte Dein Ex nicht auch das Positive daran zu würdigen wissen.
Laß ih sich doch erstmal mit dem Gedanken anfreunden. Vielleicht hast du ihn nur etwas überrumpelt.
Gruß, B.
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23.07.2007, 11:38Inaktiver User
AW: Kann ich meinem Kind das antun?
Vielen Danke rstmal für Eure Antworten.
Eben das denke ich auch. Ich weiss nur nicht, ob ich einfach nur eine Egoistin bin, immer NOCH mehr zu wollen. Mit "noch mehr" meine ich folgendes: erst normal mit Kind studiert - im Moment Austauschsemester mit Kind im europäischen Ausland - jetzt der Wunsch nach den USA.
Zitat von Inaktiver User
Ich habe trotz Kind viel machen können und habe eine mahnende Stimme im Kopf, die mir sagt, ich solle auch damit zufrieden sein, was ich bereits trotz Kind erreicht habe und machen konnte. Aber es gibt auch eine andere Stimme, die eben das i-Tüpfelchen auch noch will
Ich selbst war 12, als meine Familie für ein halbes Jahr in die USA ging, das hat mich wohl geprägt. Mein Bruder war 6. Aber wir waren als Familie da.
@Kjess: Wie gehen Deine Kinder damit um, dass sie ihren Vater nicht sehen?
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23.07.2007, 12:41Inaktiver User
AW: Kann ich meinem Kind das antun?
Sieh's doch mal positiv:
du bist eine bunte bewegliche weltoffene neugierige Mutter..
;-))
Dein Sohn hat doch Glück, dich zu haben und soviel mehr von der Welt durch dich zu erfahren...
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23.07.2007, 12:55
AW: Kann ich meinem Kind das antun?
Naja, mal mehr und mal weniger. Nach nunmehr 3 Jahren ist es nicht mehr ständig präsent, aber manchmal (wenn sie eh schon melacholisch drauf sind) schmerzt es schon.
Zitat von Inaktiver User
Sie kennen den anderen Teil des Genpools nicht. Ich habe aber glaube ich öfter den Wunsch, er möchte jetzt bitte mal sehen wie/was die Kinder toll geschafft haben.
Z.B. gab es ja gerade Zeugnisse und ich würde gerne mal sein Gesicht mit der Freude von früher sehen und wünschte das gäbe es noch. Das gibt es nicht mehr. Es interessiert ihn nicht und es tut mir leid um ihn und die Kinder.
Mein Stolzsein muß allerdings reichen und wenn ich "anderen" glauben darf merkt man den Kindern gar nichts an.
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23.07.2007, 20:07
AW: Kann ich meinem Kind das antun?
Deinen Wunsch kann ich sehr gut verstehen, aber wenn das Kind den Papa 2 Jahre nicht sehen kann, finde ich das schon hart. Wäre es für Dich in Ordnung, wenn er 2 Jahre ins Ausland gehen würde, und Du hier bleiben würdest? Was würdest Du dann von ihm denken? Wäre es für Dich ok? So würde ich die Entscheidung treffen, wenn ich an Deiner Stelle wäre.
Die Lösung mit der Aufteilung finde ich nicht schlecht. Ich denke 6 Monate am Stück kann man es machen, vor allem, wenn Papa auch noch mal zu Besuch kommt.


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