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  1. Inaktiver User

    AW: Vater kürzt Unterhalt - was tun?

    @Sandra: Danke für deine moralische Unterstützung :-)

    @Hillary: Unterhalt und Kindergeld zählen als Einkommen des Kindes und werden somit vom Bedarf abgezogen. Darauf zielte ja auch meine ursprüngliche Frage nach der Handlungsweise des Jobcenters, wenn der Vater den Unterhalt mal eben kürzt. *smile*

    Ansonsten bin ich jetzt verwirrt.....

    Eine 18jährige auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder zwischen Abi und Studium hat kein Recht auf Unterhalt? Das heisst, wir könnten (theoretisch!) unsere volljährigen Kids einfach rausschmeissen?

    Falls das volljährige Kind nun zum Jobcenter geht, sich arbeitssuchend meldet, nach Ausbildungsplätzen sucht, dann husten die mir als Mutter was: ich muss sie nämlich beherbergen, bis sie 25 ist.

    Wenn ich gross bin, will ich Vater werden! *zwinker*

  2. Inaktiver User

    AW: Vater kürzt Unterhalt - was tun?

    @evemie, das ist ja das Bekloppte.
    Mir gehts derzeit so.
    Die Große bekommt Unterhalt, der Kleine nicht.
    Von Juli bis Oktober null, niente. schon das zweite mal. Allerdings Kindergeld.
    Theoretisch sollen die Kids ihr eigenes Geld verdienen, praktisch etwas komisch. Ihnen steht keinerlei staatliche oder elterliche Hilfe zu, bzw. der Elternteil wo sie leben, ist für sie verantwortlich, so die Auskunft der Arge an meinen Sohn.
    Ok, ich mein, Miete muss ich so oder so zahlen und etwas zu essen ist auch immer im Haus, aber komisch ist das schon, denn sobald er eine Ausbildung beginnt, sind beide eltern im Rahmen ihrer Möglichkeiten wieder dran.

  3. Inaktiver User

    AW: Vater kürzt Unterhalt - was tun?

    Es ist nicht bekloppt, sondern die Konsequenz aus unserem übertriebenen und teils unnötigen Solidargedanken.
    Es ist immer wieder erstaunlich wie schnell Menschen sich an Veränderungen gewöhnen und damit leben können.
    Der Solidargedanke wurde nämlich in den letzten Jahren immer öfter aus Bequemlichkeitsgründen bemüht, erschwerend kam hinzu, dass wir in den letzten 10-15 Jahren im Überfluss gelebt haben, obwohl wir er es uns nicht leisten konnten.

    Angeschmiert sind die, die wirklich ein ordentlichen Lehre oder ein Studium suchen, die stehen unter Zeitdruck.
    Es gibt aber immer noch zu viele die einfach nur in den Tenor der Linken einschlagen und rumheulen, dass der Staat Schuld hat, dass sie keine Arbeit oder ähnliches finden.

    Wir erinnern uns, die HartzIV Kosten schossen in die Höhe wo damals die vielen über 18jährigen ohne Ausbildung und Job auf Kosten der Allgemeinheit einen Hausstand gegründet haben, den sie sich so nicht leisten konnten.

    Und dann zum guten Schluss, die Mutter hat ja all die ganzen Jahre ihre Unterhaltsbeitrag mit der mit der mehr oder weniger geleisteten Erziehungsarbeit aufgerechnet und der Vater musste dafür blechen. Jetzt ist es eben an der Zeit die Früchte dieser „Arbeit“ zu ernten.
    Damals war es nur billige dahergeredete Phrasen, heute ist es die Nagelprobe.
    V.G.

  4. Inaktiver User

    AW: Vater kürzt Unterhalt - was tun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Angeschmiert sind die, die wirklich ein ordentlichen Lehre oder ein Studium suchen, die stehen unter Zeitdruck.
    Es gibt aber immer noch zu viele die einfach nur in den Tenor der Linken einschlagen und rumheulen, dass der Staat Schuld hat, dass sie keine Arbeit oder ähnliches finden.
    du weißt mit wem du redest?
    Kannst du dich irgendwie erinnern, das zu Ostzeiten Leute unterstützt wurden, die keiner geregelten Arbeit nachgingen?
    Wie nannte man die?
    Welche Unterstützung bekamen die?
    Kennst du noch das Wort Jugendwerkhof?

    Wir erinnern uns, die HartzIV Kosten schossen in die Höhe wo damals die vielen über 18jährigen ohne Ausbildung und Job auf Kosten der Allgemeinheit einen Hausstand gegründet haben, den sie sich so nicht leisten konnten.
    Ja und die vielen Lebensgemeinschaften, die plötzlich nur noch WGs waren.
    Kann ich aber mit meinen Kindern nicht machen. Die wohnen definitiv bei mir, sie gehören zu mir und ich bin für sie verantwortlich. Ok, ich habe das Glück immer berufsttätig mit Vollzeitjob zu sein,wenn auch nicht superbequem, aber für Ostverhältnisse gut bezahlt. Vorausschauend monatlich Geld für die Ausbildung der Kinder angelegt, bereits als sie zur Schule kamen.
    Aber ich hatte die Möglichkeit, auch ohne Papas Hilfe, andere haben die nicht. Was wird aus denen?


    Und dann zum guten Schluss, die Mutter hat ja all die ganzen Jahre ihre Unterhaltsbeitrag mit der mit der mehr oder weniger geleisteten Erziehungsarbeit aufgerechnet und der Vater musste dafür blechen. Jetzt ist es eben an der Zeit die Früchte dieser „Arbeit“ zu ernten.
    Damals war es nur billige dahergeredete Phrasen, heute ist es die Nagelprobe.
    V.G.
    ausnahmsweise nix dagegen zu sagen.
    Hilly

  5. Inaktiver User

    AW: Vater kürzt Unterhalt - was tun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    du weißt mit wem du redest?
    Kannst du dich irgendwie erinnern, das zu Ostzeiten Leute unterstützt wurden, die keiner geregelten Arbeit nachgingen?
    Wie nannte man die?
    Welche Unterstützung bekamen die?
    Kennst du noch das Wort Jugendwerkhof?

    Hilly
    Jugendwerkhof ist doof, Autobahnbau, noch ein paar Spuren dazu, das wäre mal eine Maßnahe.
    Recht haste, den Ärger in diesem Ausmaß hatten wir nicht, da ging es irgendwie sozialer zu und für die ganz Hartnäckigen war der Spass wirklich zu Ende.
    Da war ein Gefängnis ein Gefängnis. Mal sehen wann in unseren Gefängnissen für mehr Taschengeld gestreikt wird.
    V.G.

  6. User Info Menu

    AW: Vater kürzt Unterhalt - was tun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Eine 18jährige auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder zwischen Abi und Studium hat kein Recht auf Unterhalt? Das heisst, wir könnten (theoretisch!) unsere volljährigen Kids einfach rausschmeissen?
    Eine Ausbildung würde diese/r 18-Jährige ja im August/September beginnen, eine Studium ab Oktober, also eine überschaubare Zeit.

    Wir keine Ausbildung gefunden dauert es i.d.R. ein halbes bis Jahr, bis eine neue Chance besteht. Also genug Zeit für einen Aushilfsjob um nebenbei etwas für den eigenen Unterhalt zu verdienen.
    Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. (Max Frisch)

  7. Inaktiver User

    AW: Vater kürzt Unterhalt - was tun?

    Zitat Zitat von Marditta
    Also genug Zeit für einen Aushilfsjob um nebenbei etwas für den eigenen Unterhalt zu verdienen.
    Das ist der Strang für Alleinerziehende und nicht für Rabenmütter oder Rabenväter wie ich einer bin.
    Geld durch Arbeit verdienen und das ohne Ausbildung und Studium. *kopfschüttel*

  8. Inaktiver User

    AW: Vater kürzt Unterhalt - was tun?

    Was mich an dem Ganzen verwundert: Ich habe z. B. im Juni maturiert, und im September/Oktober hätte ich anfangen können, zu studieren.

    Also blieb Juli und August, eventuell noch September, meine klassischen Monate für einen Ferialjob. Ich sehe da keine Versorgungslücke, wenn ich ehrlich bin.

    Da ist jetzt nicht polemisch gemeint, sondern nur interessiert.

  9. Inaktiver User

    AW: Vater kürzt Unterhalt - was tun?

    Himmel!
    Gibt es hier echt keine grosszügigen und liebevollen Eltern mehr, die ihren Kids nach 10-13 Jahren Schule mal ein paar Monate Freizeit gönnen ohne gleich den Geldhahn zuzudrehen??

    Je länger ich hier mitlese, desto dankbarer werde für das, was ich von meinen Eltern bekommen durfte, einfach so.

    Und dann hatte ich noch eine Grossmutter, die mir einmal im Monat ein Briefchen schickte (die hab ich alle heute noch!)

    "Kind, hast du genug zu essen? Hast du es auch warm? Wenn du die Briketts in feuchtes Zeitungspapier einwickelst, hält dein Ofen die Wärme länger. Anbei 100 Mäuse (=DM)."

    Tja...

  10. Inaktiver User

    AW: Vater kürzt Unterhalt - was tun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Himmel!
    Gibt es hier echt keine grosszügigen und liebevollen Eltern mehr, die ihren Kids nach 10-13 Jahren Schule mal ein paar Monate Freizeit gönnen ohne gleich den Geldhahn zuzudrehen??

    Tja...
    Meine taten es nicht Evemie, das heißt aber nicht, daß das nun die bestmögliche Idee war.

    Aber ich war immer auf Leistung getrimmt, und habe sie auch gerne erbracht. Die Früchte fahre ich schon seit Jahren ein - auch das ist schön!

    Mit 18 ist man erwachsen, so ist meine Meinung, da wäre es besser, die Kindheit abzuschließen und mit aller Kraft für sein Leben selbst zu sorgen. Ich meine das nicht böse, wirklich nicht.

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