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06.07.2007, 23:43
AW: Job nicht gekriegt, weil alleinerziehend - geht das?
Kottan: "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
Elvira: "Gar koan Fehler?"
Kottan: "Doch, i liag manchmal"
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Profilbild © Analuisa
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06.07.2007, 23:52Inaktiver User
AW: Job nicht gekriegt, weil alleinerziehend - geht das?
@wilhelma,
als Ablehnugsgrund darf alleinerziehnd offiziell nicht genannt werden, es verstößt gegen das Grundgesetz.
Meist erfindet man ja dann was anderes. Bin ein bisschen der Meinung wie Kappuziner, das war ein Test.
Ich arbeite in ähnlich zeitaufwendiger Branche, bin da aber erst eingestiegen, als die Kinder schon Grundschüler waren, bin ja seit Jahren alleinerziehend.
Wir haben jetzt zwei Kollegen mit Babys, nicht alleinerziehend aber beides Freiberufler im Mediengeschäft.
Es ist ein ungemein hoher Kraftakt, den sie leisten und ich versuche die Jobs so zu verteilen, das sie die Möglichkeit haben die Kinderbetreuung zu organisieren, am We spring ich selber schon mal ein.
Aber wir sind ne kleine eingeschworen Truppe, einer für alle, alle für einen.
Viel Glück beim nächsten Versuch.
hilly
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06.07.2007, 23:53Inaktiver User
AW: Job nicht gekriegt, weil alleinerziehend - geht das?
@ herbstblatt und kappuziner
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06.07.2007, 23:56Inaktiver User
AW: Job nicht gekriegt, weil alleinerziehend - geht das?
Ach, hillary, haett' ich dich nur als Chefin...
Zitat von Inaktiver User
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07.07.2007, 00:02Inaktiver User
AW: Job nicht gekriegt, weil alleinerziehend - geht das?
...selbst dann müsstest du pünktlich liefern
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Ich weiß, weiß schwer das ist. Als mein Kinder so klein und ich grad geschieden war, hatte ich einen Job in der Ost-Marketingabteilung eines großen Kaufhauskonzerns. Die Kollegen aus den alten Ländern wollten es immer nicht glauben, aber auch ich hatte damals viel Rückhalt im Team und mir ein Netz aufgebaut,so daß ich sogar bis zu 14 tägige Dienstreisen antreten konnte. Allerdings hat der Vater meiner Kinder da mitgezogen.
Und das was meine Chefin für mich und die Kids getan hat, geb ich heut nur weiter.
Hilly
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07.07.2007, 00:18Inaktiver User
AW: Job nicht gekriegt, weil alleinerziehend - geht das?
Puenktlich liefern ist Ehrensache (bin ja selbst so ein zwanghafter Perfektionist, weshalb mich diese Unwaegbarkeiten umso mehr aufregen) --- nur wie, wenn Kind krank?
Der Vater ist nicht ohne groesseren Aufwand zu mobilisieren (lebt im Ausland). Und Freunde koennen auch nicht immer spontan einspringen. Ueberlege schon ernsthaft, in die Naehe meiner Eltern zu ziehen - aber leider gibt's an der Kueste so gut wie keine Jobs in der Medienbranche (Kevin Spaceys Posten in "Schiffsmeldungen" wuerde ich allerdings RASEND GERN uebernehmen
)
Gute Nacht Euch allen & Danke!
Wilhelma
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07.07.2007, 09:16
AW: Job nicht gekriegt, weil alleinerziehend - geht das?
Rein rechtlich wird da wohl kaum was zu machen sein, denn dann wüsste ich auf Anhieb jemanden, die Luftsprünge macht. 'ne Bekannte von mir (Krankenschwester & Arthelferin mit 1 Kind) ist seit Jahren arbeitslos, weil ihr immer wieder unter die Nase gerieben wird, dass sie ja mit Kind nicht so flexibel an den WE und Feiertagen einzusetzen ist.
Und der Witz ist --> geht es rein um die Qualifikationen, ist alles klar. Wann können Sie unterschreiben und anfangen usw. Sobald sie das Kind erwähnt und dass sie alleinerziehend ist, hatte sich das Gespräch stets innerhalb von Sekunden erledigt. Traurig aber wahr.Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
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07.07.2007, 09:41Inaktiver User
AW: Job nicht gekriegt, weil alleinerziehend - geht das?
Mal 'ne ganz dumme Frage eines Bewerbungs-Greenhorns:
Zitat von Tahnee
Muss man eigentlich unbedingt angeben, dass man alleinerziehend ist? Stehen nicht berufstaetige Muetter, die in einer Ehe/Partnerschaft leben, meist genauso dumm da, wenn das Kind krank ist? Emanzipation hin oder her: In der Praxis sind es doch ohnehin meist die Frauen, die dann zu Hause bleiben und das Kind pflegen, oder?
fragt sich
Wilhelma
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07.07.2007, 10:22Inaktiver User
AW: Job nicht gekriegt, weil alleinerziehend - geht das?
Ich weiß es nicht, und eigentlich ist es egal. Der AG erwartet, dass eine Aufgabe bis zum Zeitpunkt X organisiert ist. Wenn der AN es schafft - prima. Da Alleinerziehende diesbezüglich von vornherein eine schlechte Ausgangssituation haben, existieren natürlich Vorbehalte. Die gelten übrigens für alle Frauen mit kleinen Kindern, egal ob mit oder ohne Partner.
Zitat von Inaktiver User
So bitter das Resultat für dich war: dein potenzieller AG hat sich von deinem Status ja nicht abschrecken lassen, sondern hat dich durch eine Aufgabe getestet, an deren organisatorischem Teil du gescheitert bist. Deshalb hast du den Job nicht bekommen, und nicht wegen deines Status. Hätte ja sein können, dass du eine Oma zur Hand gehabt hättest, und dann wärst du für den AG die Idealbesetzung gewesen.
Du suchst ja offensichtlich eine Arbeit, die hohe Flexibilität voraussetzt. Das ist für eine Alleinerziehende ohne Hilfe praktisch nicht zu schaffen. Hast du keine Möglichkeit, Omas, Freundinnen, Babysitter, etc. für derartige Notfälle heranzuziehen oder ein Netzwerk mit anderen "gekniffenen" Müttern zu gründen? Denn an deiner Grundproblematik wird sich sonst nichts ändern, solange dein Kind klein ist - traurig, aber wahr.
Jedenfalls wünsche ich dir alles Gute und eine neue Chance.
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07.07.2007, 11:11Inaktiver User
AW: Job nicht gekriegt, weil alleinerziehend - geht das?
Danke fuer deine Antwort, Gresse
Einerseits bin ich natuerlich froh, dass ich nicht aufgrund mangelnder Kompetenz, sondern "nur" an den organisatorischen Fragen gescheitert bin. Kratzt nicht so schlimm am Selbstwert, Endresultat ist jedoch dasselbe.
Wie ich schon sagte, Oma einige hundert km entfernt, Freundinnen haben selbst Jobs und sind nicht beliebig abrufbar, Vater im Ausland, und Babysitter von Hartz IV (von dem ich eben so schnell wie moeglich wieder fort will!!!) nur sehr schwer finanzierbar. Mit anderen Eltern und "gekniffenen" Muettern habe ich inzwischen ein gutes Netzwerk aufgebaut, das aber eben in dem Moment versagt, wenn es sich um Krankheit handelt. Schliesslich hat niemand Lust darauf, dass das eigene Kind sich anstecken koennte - verstaendlich.
Am verlaesslichsten sind meine eigenen Eltern, und ich spiele inzwischen ernsthaft mit dem Gedanken, in deren Naehe zu ziehen, um aus dem Teufelskreis herauszukommen - auch wenn ich dort keine Arbeit in meinem Bereich faende.
Hat sich jemand anders aus aehnlichen Gruenden beruflich vollkommen umorientiert? So etwa von der Galeristin zur Bademeisterin?
Und wie war das fuer euch?
Erfahrungsberichte wuerden mich freuen...
Lg,
Wilhelma


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