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  1. Inaktiver User

    Kinder bei Mama, Papa hat ne Neue, was nun mit Sorgerecht?

    Angeregt durch eine einige Stränge die es hier schon gibt, durch Medienartikel und auch durch persönliche Erfahrungen würde ich gern einmal dieses Thema zur Disposition stellen und mich freuen, wenn wir relativ konstruktiv zur Sache gehen könnten.
    Das traditionelle Familienbild ist im Wanken, Frauen nehmen eine veränderte Rolle in der Gesellschaft ein, Männern wird eine Menge abverlangt... Ein Vater der neuen Generartion kann nicht mehr unbedingt vom Vorbild seines Vaters zehren.
    Was sich nicht verändert hat, zur Elternschaft gehören in der Regel immer zwei.
    Vater und Mutter!
    Gewöhnlich teilen sich Vater und Mutter das Sorgerecht, bzw. in der intakten Partnerschaft / Ehe ist man sich einig.
    Kommt es zur Trennung der Eltern beginnt u.U. ein Kampf auf dem Rücken der Kinder.
    Folgende Artikel finde ich interessant, auch den hier, zwar aus der Schweiz aber treffend.
    Wir beklagen usn hier recht oft darüber das es nicht klappt oder der Vater sich nicht so verhält, wie wir es gern hätten.
    Ich für mich persönlich frag mich dann immer, woran liegts?
    War er während der Ehe/ Partnerschaft schon nur Papa am Rande? Wollte er sich einbringen und ich habe ihn als Mutter nicht gelassen?
    War der Kinderwunsch beiderseitig?
    Kamen die Kinder geplant und haben wir über die Zukunft gesprochen?
    Manchmal habe ich den Eindruck, der Neukauf eines PKWs wird mehr erörtert als die Zukunft mit Kind.
    Und nun los, hier können die Bandagen ruhig härter sein, nur persönlich beleidigend, das verbitte ich mir.
    LG Hilly

  2. Inaktiver User

    AW: Kinder bei Mama, Papa hat ne Neue, was nun mit Sorgerecht?

    Hallo hillary...der Strangtitel trifft bei mir nicht so ganz weil der Papa noch keine "Neue" hat...aber ich darf doch wohl trotzdem mitmachen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Kamen die Kinder geplant und haben wir über die Zukunft gesprochen?
    unsere Kinder waren beide gewollt...ich gebe aber zu, das wir damals wirklich nicht großartig über die Zukunft mit Kind gesprochen haben.
    Zu der Zeit als meine Große geboren wurde war es einfach noch allgemein so, das die Mutter bei dem Kind bleibt und den Haushalt erledigt, während der Vater für das Einkommen sorgte und wir haben diese Modell kritiklos übernommen.

    Und...nein...er wollte sich auch nicht einbringen. Er hat sich geweigert die Kinder zu wickeln, ist niemals zu Elternabenden mitgegangen und hat auch nie einen Lehrer persönlich kennengelernt...Nicht einmal als ich eine halbtagstätigkeit angenommen hatte und (viel später - und nach Absprache mit der ganzen Familie) wieder ganztags arbeiten gegangen bin, war er bereit einen Anteil am "Innendienst" zu übernehmen.
    Haushalt und Kinder sind Frauensache...so seine Einstellung.

    Eigentlich brauche ich mich wohl gar nicht wundern das er sich jetzt gar nicht mehr bei den Kids meldet.

  3. Inaktiver User

    AW: Kinder bei Mama, Papa hat ne Neue, was nun mit Sorgerecht?

    @max,
    hier kann jeder mitschreiben, der etwas dazu zu sagen hat.
    Ich habe den Titel so gewählt, weil oft die Probleme mit einem neuen Partner eskalieren, muß aber nicht überall so sein.
    War ja bei mir und dem Vater meiner Kinder auch nicht so, obwohl der sofort zur Next zog und beide schon während unserer noch bestehenden Ehe ein gemeinsames Kind hatten.
    Für mich z.B. war schon wichtig, das *meine* Kinder ihr nur ein Jahr jüngeres Geschwister mochten und das hat voll funktioniert. Die drei sind ein Herz und eine Seele, obwohl nun alle schon junge Erwachsene sind.
    Ich glaub, das kommt dem Vater auch sehr entgegen.
    Ich habe während der Ehe nicht auf meine Berufstätigkeit verzichtet, die Next meines Mannes auch nicht. Fällt uns in den NBL aber sicher leichter, da das gesellschaftlich akzeptiert und unterstützt wurde.
    Unsre Kinder waren auch Wunschkinder, wenn der Kleine auch nicht so schnell geplant war.
    Papa hat versucht sich in die Erziehung und Betreuung soweit das bei Kleinkindern möglich war, einzubringen.
    Die Prinzessin schaffte er morgens in die Krippe, ich den Thronfolger. Bei Kinderkrankheiten teilten wir uns in der Betreuung, je nach dem wessen Job gerade das wichtigere Projekt hatte.
    Innendienst? Okay der Haushalt lag ihm nicht, aber Spielplatzrunden und das abendliche Baderitual, das haben wir sogar ein paar Monate nach der Scheidung aufrecht erhalten.
    In der ehemals gemeinsamen Wohnung.
    Zur Schuleinführung beider Kinder, da waren wir schon ein paar Jahre geschieden, war er ebenfalls dabei, samt Oma und Opa.
    Und nur mal kurz so einwerf, wir haben kein gemeinsames Sorgerecht! Wir wissen einfach, das wir unser Leben lang Eltern sind.
    Erste Diskrepanzen gab es, als bei mir nach jahren mal ein neuer Partner auf den Plan trat. ichdenk, da wurde meinem Ex bewußt, das er eventuell Konkurrenz bekommen könnte, so wie ich ab und zu Angst hatte, Next könne die bessere Mutter bei meinen Kindern sein.
    Also auch ich bin icht immer heldenhaft und uneigennützig im Denken gewesen. Und manchmal hab ich zwischen zusammengebissenen Zähnen geflucht.
    Hilly

  4. Inaktiver User

    AW: Kinder bei Mama, Papa hat ne Neue, was nun mit Sorgerecht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich habe während der Ehe nicht auf meine Berufstätigkeit verzichtet, die Next meines Mannes auch nicht. Fällt uns in den NBL aber sicher leichter, da das gesellschaftlich akzeptiert und unterstützt wurde.
    dann bist du vermutlich damals auch dem allgemeinen Rollenbild gefolgt?...Hier sah es zu der Zeit mit den Betreuungsplätzen nicht so rosig aus...als meine Große geboren wurde gab es in unserem Ort gerade mal 25 Kindergartenplätze...damals war es noch wichtig, das Kind gleich nach der Geburt im Kindergarten anzumelden um überhaupt mal eine Chance auf einen der begehrten Plätze zu bekommen...

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Und nur mal kurz so einwerf, wir haben kein gemeinsames Sorgerecht!Wir wissen einfach, das wir unser Leben lang Eltern sind.
    um das zu wissen sollte man eigentlich auch kein Sorgerecht brauchen!
    Wir haben nach der Scheidung das gemeinsame Sorgerecht behalten...das ändert aber nichts daran, das sich der Vater nicht mit den Kindern beschäftigen will. Ein Sorgerecht besteht für ihn aus dem Recht sich von mir die Schulzeugnisse schicken zu lassen...und aus dem Recht den Kindesunterhalt zurückzuhalten wenn ich dieser Verpflichtung nicht unverzüglich nachkomme.

  5. Inaktiver User

    AW: Kinder bei Mama, Papa hat ne Neue, was nun mit Sorgerecht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    dann bist du vermutlich damals auch dem allgemeinen Rollenbild gefolgt?...Hier sah es zu der Zeit mit den Betreuungsplätzen nicht so rosig aus...als meine Große geboren wurde gab es in unserem Ort gerade mal 25 Kindergartenplätze...damals war es noch wichtig, das Kind gleich nach der Geburt im Kindergarten anzumelden um überhaupt mal eine Chance auf einen der begehrten Plätze zu bekommen...
    Yepp, bei uns gab es das erste Jahr nach der Geburt die bezahlte Freistellung, in dieser Zeit musste man sich aber um einen Krippenplatz bemühen. Denn die waren rarer gesät als Kindergartenplätze. Wird heut im allgemeinen Diskussionstowubaho gern vergessen. Außerdem wurden alleinerziehende und kinderreiche Mütter bevorzugt.
    Ich gebe zu, ich hatte sehr großes Glück! Beide Kinderbetreuungsstätten lagen in meinem Wohnviertel und auch mein Arbeitsplatz war nicht allzuweit entfernt. Diesen Vorteil hatten viele nicht! Die Öffnungszeiten waren von 6 bis 18 Uhr. es gab Rundumversorgung und die Kinderärzte kamen regelmäßig für die Untersuchungen/ Impfungen.
    Bezahlt wurde das aus der sogenannten 2. Lohntüte, den Steuern und Abgaben.
    Kita an sich, war bis zur Wende gebührenfrei, es wurde ein Unkostenbeitrag fürs Essen erhoben.
    Krippe hat aus meiner Sicht Vor- und Nachteile, wobei ich dafür plädiere, Säuglinge bis zum 1. Lebensjahr nicht unbedingt in eine solche Einrichtung zu geben. Individuelle Förderung ist dort auch in meinen Augen nicht machbar.

    um das zu wissen sollte man eigentlich auch kein Sorgerecht brauchen!
    Wir haben nach der Scheidung das gemeinsame Sorgerecht behalten...das ändert aber nichts daran, das sich der Vater nicht mit den Kindern beschäftigen will. Ein Sorgerecht besteht für ihn aus dem Recht sich von mir die Schulzeugnisse schicken zu lassen...und aus dem Recht den Kindesunterhalt zurückzuhalten wenn ich dieser Verpflichtung nicht unverzüglich nachkomme.

    zahlt er denn wenigstens für jede 1 fünf Euro?
    Himmel, manche Väter...

    Vermissen ihn die Kinder denn sehr?
    Was würden die sich von Papa wünschen?

  6. gesperrt

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    AW: Kinder bei Mama, Papa hat ne Neue, was nun mit Sorgerecht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wir beklagen usn hier recht oft darüber das es nicht klappt oder der Vater sich nicht so verhält, wie wir es gern hätten.
    Ich für mich persönlich frag mich dann immer, woran liegts?
    Die Fragestellung ist bereits ein Kern des Problems:
    "Der Vater verhält sich nicht so, wie wir (also anzunehmenderweise die Frauen) es gern hätten".

    Frauen (auch Mütter) sollte mal akzeptieren lernen, daß sie nicht der Maßstab sind an dem sich Männer zu orientieren haben, sondern eigenständige Wesen, mit eigenen Wünschen und Vorstellungen.
    Aber ich kann ja die Frauen teilweise verstehen, wenn selbst unsere Familienministerin öffentlich von sich gibt, daß Männer sich an die Befürfnisse der Frauen anpassen sollen.



    Zitat Zitat von Inaktiver User
    War er während der Ehe/ Partnerschaft schon nur Papa am Rande? Wollte er sich einbringen und ich habe ihn als Mutter nicht gelassen?
    Zwei gut beschriebene Problemfelder.
    Ersteres trifft sicherlich öfters zu. Für Väter stellt sich (trotz Elterngeld) die Frage, wie sie das fehlende Einkommen der Mutter kompensieren sollen. Meist wird dann noch mehr gearbeitet mit der Folge daß das der Vater an den familiären Rand gedrängt wird, obwohl er nur die Familie versorgen will. Man kann dies aus Müttersicht mit Fug und Recht kritisieren, muß dann aber auch bereit sein zu Alternativen, also z.B. selber trotz Baby arbeiten gehen und somit Verantwortung für das Familieneinkommen zu tragen, oder eben mit weniger Geld und geringerem sozialen Status zufrieden zu sein.

  7. Inaktiver User

    AW: Kinder bei Mama, Papa hat ne Neue, was nun mit Sorgerecht?

    @lordsofmidnight,
    na bitte geht doch!

    Die Fragestellung ist bereits ein Kern des Problems:
    "Der Vater verhält sich nicht so, wie wir (also anzunehmenderweise die Frauen) es gern hätten".

    Frauen (auch Mütter) sollte mal akzeptieren lernen, daß sie nicht der Maßstab sind an dem sich Männer zu orientieren haben, sondern eigenständige Wesen, mit eigenen Wünschen und Vorstellungen.
    Gilt für Frauen ebenso! doch lieber Lord, erreichen wir als Vater oder Mutter nicht ein anderes Level? Sind wir dann eigentlich nicht mehr nur für uns verantwortlich, sondern auch für unsere Kinder? Es bedeutet meiner Erfahrung nach meist eine völlige Umstellung und schon hier beginnen Partnerschaften/Ehen zu bröckeln, weil nicht oder nur ungenügend miteinander kommuniziert wird. Ich geh jetzt vom Fall beiderseitiges Wunschkind aus, gibt ja noch die andere Option, zu der wir irgendwann hoffentlich auch ganz sachlich kommen werden.

    Zwei gut beschriebene Problemfelder.
    Ersteres trifft sicherlich öfters zu. Für Väter stellt sich (trotz Elterngeld) die Frage, wie sie das fehlende Einkommen der Mutter kompensieren sollen.
    AHA

    Meist wird dann noch mehr gearbeitet mit der Folge daß das der Vater an den familiären Rand gedrängt wird, obwohl er nur die Familie versorgen will. Man kann dies aus Müttersicht mit Fug und Recht kritisieren, muß dann aber auch bereit sein zu Alternativen, also z.B. selber trotz Baby arbeiten gehen und somit Verantwortung für das Familieneinkommen zu tragen, oder eben mit weniger Geld und geringerem sozialen Status zufrieden zu sein.
    Im Prinzip liegt beides im Ermessen der Eltern, ich betone im Prinzip!
    Denn damit Frau und Mutter arbeiten gehen kann, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. du kannst hier auch gern Mann und Vater einsetzen, ich hab damit kein Problem.
    was mich aber schon wieder zum Zähnknirschen bringt ist, diese latente Aussage, mit Kindern verlierst du u.U. deinen bisherigen sozialen Status. Und diese Aussage ist es nämlich, die etliche junge gut ausgebildete Menschen verunsichert , hunderte von jungen Frauen keine oder als Omas Kinder kriegen und tausende von jungen Männern in den Zeugungsstreik treten lässt.

    @lord, soweit liegen unsre Meinungen scheinbar nicht auseinander .
    Hilly

  8. Inaktiver User

    AW: Kinder bei Mama, Papa hat ne Neue, was nun mit Sorgerecht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Vermissen ihn die Kinder denn sehr?
    Was würden die sich von Papa wünschen?
    hmm...was heißt vermissen...die beiden sind ja nicht mehr im Kleinkindalter....sie haben sich mit der Situation arrangiert...haben aber die Tür noch nicht ganz zugeschlagen.

    Was sie sich wünschen würden?...Nun...da kann ich nur das sagen, was ich von den Kindern höre...sie würden sich einen Vater wünschen, der sie auch einfach mal ohne besonderen Grund anruft, mal etwas mit ihnen unternimmt, der sich für ihre Freunde, ihre Hobbies, ihre Pläne interessiert...einen, der ihnen auch mal zeigt das er sie (egal was sie tun) liebhat...einen ganz normalen Vater eben.

  9. gesperrt

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    AW: Kinder bei Mama, Papa hat ne Neue, was nun mit Sorgerecht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    @lordsofmidnight,
    na bitte geht doch!
    Na wenn ich so nett eingeladen werde...

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Gilt für Frauen ebenso! doch lieber Lord,
    Klar! Es gibt aber 2 Problematiken dabei:

    a) die private
    Wenn aus einer Frau eine Mutter wird, erwartet sie, daß Mann sich um sie und das Kind kümmert. Das Erwirtschaften des Haushaltseinkommens tritt dabei oft für die Frau in den Hintergrund, weil sie es ja ist (bei der Hausfrauenehe) die sich um das Kind kümmern muß. Ohne außerhäusige Mithilfe der Mutter wird Papa also mehr oder weniger zum Erfüllungsgehilfen der Mutter, was irgendwann zum Frust führen wird. Im Grunde sind beide Opfer, denn für Familien wird kaum was getan.

    b) die politische

    Ich wäre mal auf die Reaktionen gespannt, wenn es in D-Land einen Familienminister gäbe, der sich öffentlich dafür ausspricht, die Frauen hätten sich gefälligst an die Bedürfnisse der Männer anzupassen. Der wäre vermutlich nicht lange im Amt oder? Frau v.d. Leyen aber darf Männer dermaßen kritisieren? Mit welcher Legitimation maßt sie sich an 50% der Bevölkerung hätten sich an die anderen 50% anzupassen? Ich kann da keine erkennen, sondern sehe nur, daß sie Männer gerne verpflichten würde das zu tun, was Frauen ihnen diktieren. Oder hat sie gar ein Problem mit Männern?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    erreichen wir als Vater oder Mutter nicht ein anderes Level? Sind wir dann eigentlich nicht mehr nur für uns verantwortlich, sondern auch für unsere Kinder?
    Wie definierst Du "Level"? Die Umstellung von Frau zu Mutter ist enorm, die von Mann zu Vater nicht so sehr, jedenfalls in der Hausfrauenehe. Wenn beide sich sowohl ums Kind als auch um das Einkommen kümmern ist natürlich für beide die Umstellung groß.


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Es bedeutet meiner Erfahrung nach meist eine völlige Umstellung und schon hier beginnen Partnerschaften/Ehen zu bröckeln, weil nicht oder nur ungenügend miteinander kommuniziert wird. Ich geh jetzt vom Fall beiderseitiges Wunschkind aus, gibt ja noch die andere Option, zu der wir irgendwann hoffentlich auch ganz sachlich kommen werden.
    Sehe ich genauso. Unter familienhandbuch.de ist sehr schön beschrieben wie sich ein Kind negativ auf die Partnerebene auswirken kann. Beim 2. Kind übrigens noch verstärkt.


    AHA

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Im Prinzip liegt beides im Ermessen der Eltern, ich betone im Prinzip!
    Denn damit Frau und Mutter arbeiten gehen kann, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. du kannst hier auch gern Mann und Vater einsetzen, ich hab damit kein Problem.
    was mich aber schon wieder zum Zähnknirschen bringt ist, diese latente Aussage, mit Kindern verlierst du u.U. deinen bisherigen sozialen Status.
    Warum Zähneknirschen? Rechne doch mal nach:
    Vor der Geburt: 2 Einkommen mit je 1500 Euro (im Durchschnitt) 3000 Euro.
    Nach der Geburt: 1 Einkommen mit 1850 Euro (Steuerklasse 3) zzgl. 150 Euro Kindergeld = 2000 Euro. Davon muß dann noch eine größere Wohnung und alle kindbezogenen Aufwendungen bezahlt werden.
    Es fällt also faktisch 1 ganzes Einkommen weg. Mit dem alten Erziehungsgeld war da auch nichts groß dran zu verbessern. Wie sich das neue Elterngeld auswirken wird, bleibt abzuwarten, vermutlich aber nichts grundlegendes.
    Mir wäre es ja auch anders lieber, aber Familien sind nun mal die Melkkuh der Nation.
    Während sich kinderlose Paare also nette Appartments in guten Wohngegenden leisten können, sind Familien gezwungen in miesere oder außerhalb gelegende Gegenden zu ziehen, obwohl die höhere Aufwendungen haben. Ich würde dies schon als sozialen Abstieg betrachten, der sich übrigens mit jedem zusätzlichen Kind verstärkt.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Und diese Aussage ist es nämlich, die etliche junge gut ausgebildete Menschen verunsichert , hunderte von jungen Frauen keine oder als Omas Kinder kriegen und tausende von jungen Männern in den Zeugungsstreik treten lässt.
    Glaube mir:
    MIR wäre es nur recht, wenn es mehr Kinder gäbe, aber doch nicht zu den aktuellen Bedingungen, schon gar nicht unter den Bedingungen für Väter. Ich persönlich hätte gerne noch 2 Kinder, aber doch nicht, wenn ich beispielsweise bereits als Durchschnittsverdiener fast 250 Euro Kindergartenbeiträge für 1 Kind zahlen muß, die Leistung dieses Kindergartens recht mäßig und dies steuerlich nicht einmal voll abzugsfähig ist, sondern teilweise aus dem bereits versteuerten Einkommen zu zahlen ist.
    Warum sollte ein Vater überhaupt noch ein Kind zeugen, wenn nicht einmal gewährleistet ist, daß er nach einer Trennung mitbetreuen darf, sondern zu Unterhaltsbeschaffung verpflichtet wird, sogar mit Zwangsarbeitspflicht und Gefängnisandrohung? Nicht gerade einladend, oder?
    Staat und Wirtschaft fordern heute den "Homo ökonomicus mobilis", also eine Spezies die stets bereit, und in der Lage ist, ihre persönlichen Bindungen hinter beruflichen Erfolg anzusiedeln und wundern sich dann, wenn die Menschen dem entsprechen und folgerichtig keine Kinder mehr zeugen. Auch der Bundespräsi ist so ein Musterbeispiel für Verlogenheit. In Sonntagsrede A fordert er mehr Zeit für Kinder, und in Sonntagsrede B fordert er Arbeitnehmer auf länger und flexibler zu arbeiten, also genau das Gegenteil von Sonntagsrede A.
    Gerade Väter sind heute die Dummen, denn auch in Zeiten der Gleichberechtigung sind es hauptsächlich sie, die verpflichtet sind das Familieneinkommen ranzuschleppen, sei es durch Arbeitseinkommen oder Unterhaltszahlungen. Unter 200.000 Euro pro Kind geht da nichts. Warum sollte sich ein Vater dies in Zeiten von immer prekärer werdenden Arbeitsverhältnissen dies antun?
    Der Staat fährt in Schußfahrt Richtung demographischem Abgrund.
    Aufzuhalten ist dies nur mit radikalen Reformen, gegen die die Ansätze von Frau von der Leyen nur ein winziger Tropfen auf den heißen Stein sind.

  10. Inaktiver User

    AW: Kinder bei Mama, Papa hat ne Neue, was nun mit Sorgerecht?

    @Lord,
    können wir in dieser Tonlage bleiben?
    Gefällt mir außerordentlich gut.
    Wir werden heut nicht mehr alles beantworten können, denn du hast ganz viele Ansätze gebracht, die ich für diskussionswürdig halte.
    a) die private
    Wenn aus einer Frau eine Mutter wird, erwartet sie, daß Mann sich um sie und das Kind kümmert. Das Erwirtschaften des Haushaltseinkommens tritt dabei oft für die Frau in den Hintergrund, weil sie es ja ist (bei der Hausfrauenehe) die sich um das Kind kümmern muß. Ohne außerhäusige Mithilfe der Mutter wird Papa also mehr oder weniger zum Erfüllungsgehilfen der Mutter, was irgendwann zum Frust führen wird. Im Grunde sind beide Opfer, denn für Familien wird kaum was getan.

    b) die politische

    Ich wäre mal auf die Reaktionen gespannt, wenn es in D-Land einen Familienminister gäbe, der sich öffentlich dafür ausspricht, die Frauen hätten sich gefälligst an die Bedürfnisse der Männer anzupassen. Der wäre vermutlich nicht lange im Amt oder? Frau v.d. Leyen aber darf Männer dermaßen kritisieren? Mit welcher Legitimation maßt sie sich an 50% der Bevölkerung hätten sich an die anderen 50% anzupassen? Ich kann da keine erkennen, sondern sehe nur, daß sie Männer gerne verpflichten würde das zu tun, was Frauen ihnen diktieren. Oder hat sie gar ein Problem mit Männern?
    a) sehe ich ähnlich,

    b) kannst du mir das irgendwie belegen?

    Ich fürchte ich habe da eine andere Wahrnehmung als du, was in der Natur der Sache liegen könnte

    zu a) woher kommt diese Erwartungshaltung?

    Ich habe das zu keiner Zeit erwartet und kenne auch persönlich keine Mutter, die das so sieht.
    Das ein Vater ein lustiges Junggesellenleben nun nicht mehr einfach so fortführen kann, darin sind wir uns doch einig. Ja, es kommt auch zu Einschränkungen finanzieller und zeitlicher Art, aber das betrifft eigentlich alle Eltern.

    Manchmal bin ich versucht, so eine Art Führerschein für Eltern zu fordern, während der Schwangerschaft zu absolvieren und alle 2 Jahre zu wiederholen, aber das ist Unsinn.

    Aber ich glaube, in nichts gehen viele so unvorbereitet, wie in eine Elternschaft. Wir gehen davon aus, das die Natur uns mit den nötigen Instinkten ausgerüstet hat, scheint aber nicht so zu sein. Oder aber die Gesellschaft hat sich so verändert, das die Erziehung der vergangenen Genaration nicht mehr für die nächste Vorbild ist. Weißt du, was ich meine?

    Deswegen habe ich die Frage gestellt, wie benahm sich der Vater in der Zeit der intakten Elternschaft, als Partner der Mutter und der Kinder oder ging er außer Haus, schleppte die Kohle ran und war sonst nicht ansprechbar für die Familie?
    Weil er vielleicht kaputt war und/ oder nur die Rolle des Ernährers einnehmen wollte. In die Ecke stellt man(n) sich doch auch meist selbst.
    hilly

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