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  1. Inaktiver User

    AW: Neues aus Berlin

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Frau von der Leyen scheint mehr Ahnung vom Arbeitsleben zu haben. Sie unterstellt zumindest, dass auf gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht verzichtet werden kann.
    Das ist auch meine Erfahrung, denn welche Gründe sollte es sonst geben, starre Arbeitszeitmodelle aufzuweichen, Betriebskindergärten einzurichten und Menschen, die zeitweise aussteigen, mit Fortbildungen an die Firmen zu binden. Keine, wäre alles nur rausgeschmissenes Geld, wenn man so schnell, unproblematisch und kostenneutral an gute Mitarbeiter käme.

  2. gesperrt

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    AW: Neues aus Berlin

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das ist auch meine Erfahrung, denn welche Gründe sollte es sonst geben, starre Arbeitszeitmodelle aufzuweichen, Betriebskindergärten einzurichten und Menschen, die zeitweise aussteigen, mit Fortbildungen an die Firmen zu binden. Keine, wäre alles nur rausgeschmissenes Geld, wenn man so schnell, unproblematisch und kostenneutral an gute Mitarbeiter käme.
    ja, das leben ist schön und jeder der über vier millionen arbeitslosen ist selbst dran schuld, wenn er nicht zu diesen guten mitarbeitern gehört.

    und so frage ich mich trotzdem, warum es sich eingebürgert hat, dass hochqualifizierte leute jahrelang in unbezahlten praktika von diesen ach so menschlichen firmenchefs hingehalten werden.

    aber das wirst du sicherlich sofort aufklären und mir die gründe dafür nennen.
    Geändert von kraeuterliesl (04.04.2007 um 15:27 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Neues aus Berlin

    Zitat Zitat von kraeuterliesl
    und so frage ich mich trotzdem, warum es sich eingebürgert hat, dass hochqualifizierte leute jahrelang in unbezahlten praktika von diesen ach so menschlichen firmenchefs hingehalten werden.

    aber das du sicherlich sofort aufklären und mir die gründe dafür nennen.
    Weil es Branchen wie beispielsweise die Medienbranche gibt, in denen es immer noch einen so grossen Bewerberüberhang gibt, dass man dort leicht und ohne Probleme andere ähnlich qualifizierte Menschen findet, die z.B. einen Artikel schreiben. Das drückt die Löhne und macht die Arbeitsbedingungen schwierig.

    In anderen Branchen, in denen es solche Verhältnisse ebenfalls vor Jahren gab, hat sich das mittlerweile erledigt, weil dort Arbeitskräftemangel herrscht.

    Und dann gibt es noch die Gruppe der hochqualifizierten, die sich in einen Bereich einarbeiten müssen. Die sind ohnehin nicht so leicht zu ersetzen, weil die Neueinstellung mehr kosten würde, als die Weiterbeschäfitung.

    Diese Randerscheinung der ewigen Praktikanten hat mit dem, worüber wir hier schreiben nicht viel zu tun, denn es ging um Frauen in Berufen, die dann andere Bedigungen wegen geänderter Lebenssituation aushandeln. An diesen Punkt kommt die Praktikantin bei der Werbeagentur, der Beraterfirma oder der Tageszeitung nicht, weil sie nicht mal eine Festanstellung hat.

    Irgendwie scheint mir, Du willst hier Äpfel mit Kohlrabi vergleichen. Das wird aber so nichts.

  4. Inaktiver User

    AW: Neues aus Berlin

    Praktiken sind nicht unbezahlt.
    Eingebürgert hat sich das deswegen, weil die Agentur für Arbeit so prima ihre Statistiken schönen kann und dies den Arbeitgebern sehr, sehr leicht macht. In Zeiten der hohen Lohnnebenkosen usw. ist dies für Arbeitgeber nicht grade uninteressant - so fies das auch ist.

    Ja, das Leben ist grau in grau und jeder dieser Arbeitslosen ist sicherlich von einem unmenschlichen Arbeitgeber fristlos gekündigt worden, weil er sich weigerte, an einem Meeting zur Unzeit teilzunehmen. Keine Rede von Firmeninsolvenzen, betriebsbedingten Kündigungen, Eigenkündigungen aufgrund von z.B. Mobbing von Kollegen, krankheitsbedingten Berufsunfähigkeiten usw. usf.

    Ich wartete schon die ganze Zeit auf die uralte Leier vom armen, geknechteten, aber edlen und ehrlichen Arbeitslosen und seine Knechtung durch die Oligarchie.

  5. Inaktiver User

    AW: Neues aus Berlin

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich wartete schon die ganze Zeit auf die uralte Leier vom armen, geknechteten, aber edlen und ehrlichen Arbeitslosen und seine Knechtung durch die Oligarchie.
    Ich sach nur Bürgergeld

  6. gesperrt

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    AW: Neues aus Berlin

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Weil es Branchen wie beispielsweise die Medienbranche gibt, in denen es immer noch einen so grossen Bewerberüberhang gibt, dass man dort leicht und ohne Probleme andere ähnlich qualifizierte Menschen findet, die z.B. einen Artikel schreiben. Das drückt die Löhne und macht die Arbeitsbedingungen schwierig.
    ach so, die hat dann frau von der leyen einfach unter den tisch fallen lassen. wär ja auch nicht gut gekommen. - ich verstehe.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    In anderen Branchen, in denen es solche Verhältnisse ebenfalls vor Jahren gab, hat sich das mittlerweile erledigt, weil dort Arbeitskräftemangel herrscht.

    Und dann gibt es noch die Gruppe der hochqualifizierten, die sich in einen Bereich einarbeiten müssen. Die sind ohnehin nicht so leicht zu ersetzen, weil die Neueinstellung mehr kosten würde, als die Weiterbeschäfitung.
    na, dann erübrigt sich doch von der leyens beispiel mit dem 18-uhr-termin und ich verstehe nicht, warum sie das dann ausdrücklich als beispiel genommen hat. die haben doch, weil derartig rar und wertvoll, eh keine probleme mit dem chef, er kriecht ihnen, im gegenteil, ja wohl hinterher und lässt alles mit sich machen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Diese Randerscheinung der ewigen Praktikanten hat mit dem, worüber wir hier schreiben nicht viel zu tun, denn es ging um Frauen in Berufen, die dann andere Bedigungen wegen geänderter Lebenssituation aushandeln.
    dazu brauchen sie aber nicht ihren chef. da rufen sie einfach ihr kindermädchen daheim an und sagen, dass es später wird. warum sollte sich eine familienministerin über diese kleine elite einen kopf machen und das dann auch noch dem gemeinen volk so verkünden, als ob auch das einen vergleichbaren status hätte?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    An diesen Punkt kommt die Praktikantin bei der Werbeagentur, der Beraterfirma oder der Tageszeitung nicht, weil sie nicht mal eine Festanstellung hat.
    das hab ich mir schon gedacht. vielleicht sollte sich unsere familienministerin deshalb auch eher "elitenministerin" nennen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Irgendwie scheint mir, Du willst hier Äpfel mit Kohlrabi vergleichen. Das wird aber so nichts.
    nee, ich vergleiche nur menschen mit menschen.
    aber, du sagst es: da gibt es gewaltige unterschiede, grad auch, was die rechte anlangt.

  7. Inaktiver User

    AW: Neues aus Berlin

    Zitat Zitat von kraeuterliesl
    ach so, die hat dann frau von der leyen einfach unter den tisch fallen lassen. wär ja auch nicht gut gekommen. - ich verstehe.
    Es würde mich wundern, wäre aber schön, wenn es so wäre.

    Frau von der Leyen ist nicht Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Sie setzt sich unter anderem für Familien ein.

    na, dann erübrigt sich doch von der leyens beispiel mit dem 18-uhr-termin und ich verstehe nicht, warum sie das dann ausdrücklich als beispiel genommen hat. die haben doch, weil derartig rar und wertvoll, eh keine probleme mit dem chef, er kriecht ihnen, im gegenteil, ja wohl hinterher und lässt alles mit sich machen.
    Sie hat vermutlich in den letzten Monaten viel gesagt und auch viele Beispiele gebracht. Ich denke, man kann das Projekt im Ganzen betrachten, ohne sich an Deinem einen Beispiel festzunagen.

    dazu brauchen sie aber nicht ihren chef. da rufen sie einfach ihr kindermädchen daheim an und sagen, dass es später wird. warum sollte sich eine familienministerin über diese kleine elite einen kopf machen und das dann auch noch dem gemeinen volk soverkünden, so, als ob auch das einen vergleichbaren status hätte?
    Wer hat denn Kindermädchen? Die Arbeitnehmerin, der diese Veränderung bei der Anzahl der Krippenplätzen dienen wird, wird keins haben.

    Es geht um die Bürger vor Ort, die ein bis zwei Kinder im Normalfall haben und manchmal sogar drei. Da würde sich kein Kindermädchen lohnen. Da sind Krippe, Kindergarten und Hort sinnvoller.

    das hab ich mir schon gedacht. vielleicht sollte sich unsere familienministerin deshalb auch eher "elitenministerin" nennen.
    Der Titel ist länger: Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und eine Elite wird bei Krippenplätzen für jedes dritte Kind nicht bedient.

    nee, ich vergleiche nur menschen mit menschen.
    aber, du sagst es: da gibt es gewaltige unterschiede, grad auch, was die rechte anlangt.
    Vor dem Gesetz sind alle gleich. Wer allerdings keinen Arbeitsvertrag hat oder freiberuflich tätig ist oder gar keiner Tätigkeit nachgeht, ist aufgrund seiner Situation auf einen möglichen oder vorhandenen Arbeitgeber anders gestellt als eine Arbeitnehmerin mit festem Arbeitsvertrag auf eine Vollzeitstelle.

    Da gibt es gewaltige Unterschiede, die allerdings keine Ungleichbehandlung darstellen sondern schlicht mit den Vertragsbedingungen zu tun haben, die die Menschen aushandeln oder nicht.

  8. Inaktiver User

    AW: Neues aus Berlin

    Zitat Zitat von kraeuterliesl
    ach so, die hat dann frau von der leyen einfach unter den tisch fallen lassen. wär ja auch nicht gut gekommen. - ich verstehe.
    Das ist auch nicht das Ressort von Frau von der Leyen. Es ist aber das Ressort von Frau von der Leyen, wenn sie anregt, Besprechungen familiengerecht zu gestalten.

    Zu Beschwerden über die Praktikantenstellen bitte an Hrn. Müntefering wenden.

    Zitat Zitat von kraeuterliesl
    na, dann erübrigt sich doch von der leyens beispiel mit dem 18-uhr-termin und ich verstehe nicht, warum sie das dann ausdrücklich als beispiel genommen hat. die haben doch, weil derartig rar und wertvoll, eh keine probleme mit dem chef, er kriecht ihnen, im gegenteil, ja wohl hinterher und lässt alles mit sich machen.
    Welche Beispiele Frau von der Leyen nimmt, sei ihr überlassen.
    Zumindest ist das Beispiel besser, realistischer und angebrachter als das mit dem angeblich hinterherkriechenden Chef, das ja wohl aus der alleruntersten Schublade herausgekramt wurde.

    Zitat Zitat von kraeuterliesl
    dazu brauchen sie aber nicht ihren chef. da rufen sie einfach ihr kindermädchen daheim an und sagen, dass es später wird. warum sollte sich eine familienministerin über diese kleine elite einen kopf machen und das dann auch noch dem gemeinen volk so verkünden, als ob auch das einen vergleichbaren status hätte?
    Schon mal was von Au pair-Mädchen gehört? Wird bereits von vielen Normalverdienern, auch normal verdienenden Alleinerziehenden oft und gern in Anspruch genommen.

    Zitat Zitat von kraeuterliesl
    das hab ich mir schon gedacht. vielleicht sollte sich unsere familienministerin deshalb auch eher "elitenministerin" nennen.

    Das soll ein Argument sein? Bitte zur Sache OHNE Beschimpfungen

    Zitat Zitat von kraeuterliesl
    nee, ich vergleiche nur menschen mit menschen.
    aber, du sagst es: da gibt es gewaltige unterschiede, grad auch, was die rechte anlangt.
    Das lass ich mal unkommentiert so stehen.
    Geändert von Inaktiver User (04.04.2007 um 16:22 Uhr)

  9. gesperrt

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    AW: Neues aus Berlin

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Der Titel ist länger: Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und eine Elite wird bei Krippenplätzen für jedes dritte Kind nicht bedient.
    du sagst es. und deshalb ist dein beispiel von den ach so netten firmenchefs, die so wahnsinnig auf ihre überaus qualifizierten mitarbeiter angewiesen sind, ein beispiel aus der elite.
    und frau von der leyens hinweis auf die 18-uhr-meetings trifft wohl dann doch zu. merkst du, wie du dir widersprichst?


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Vor dem Gesetz sind alle gleich. Wer allerdings keinen Arbeitsvertrag hat oder freiberuflich tätig ist oder gar keiner Tätigkeit nachgeht, ist aufgrund seiner Situation auf einen möglichen oder vorhandenen Arbeitgeber anders gestellt als eine Arbeitnehmerin mit festem Arbeitsvertrag auf eine Vollzeitstelle.
    ja sicher. aber was willst du genau damit sagen? aufschlussreich, wie du freiberufler und rechtlose in einen topf wirfst und deine umschreibung "er ist ANDERS gestellt".

    nett: ein HartzIV-empfänger, ein akademischer dauerpraktikant usw. >ist anders gestellt<. muss man sich merken.

  10. gesperrt

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    AW: Neues aus Berlin

    Zitat Zitat von Inaktiver User





    Schon mal was von Au pair-Mädchen gehört? Wird bereits von vielen Normalverdienern, auch normal verdienenden Alleinerziehenden oft und gern in Anspruch genommen.

    klar hab ich davon gehört. ich hab's sogar mit eigenen augen gesehen, wie kleine babies nach wenigen wochen äußerst preiswert von ihnen praktisch rund um die uhr versorgt wurden und dass die au pairs auch noch den ganzen haushalt geschmissen haben. warum brauchen solche familien nun eigentlich zusätzlich noch einen krippenplatz? will frau von der leyen damit etwa auf die zuweilen traurige situation von au pairs hinweisen, die gute seele?

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