Das ist auch meine Erfahrung, denn welche Gründe sollte es sonst geben, starre Arbeitszeitmodelle aufzuweichen, Betriebskindergärten einzurichten und Menschen, die zeitweise aussteigen, mit Fortbildungen an die Firmen zu binden. Keine, wäre alles nur rausgeschmissenes Geld, wenn man so schnell, unproblematisch und kostenneutral an gute Mitarbeiter käme.Zitat von Inaktiver User
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Thema: Neues aus Berlin
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04.04.2007, 14:57Inaktiver User
AW: Neues aus Berlin
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04.04.2007, 15:14
AW: Neues aus Berlin
ja, das leben ist schön und jeder der über vier millionen arbeitslosen ist selbst dran schuld, wenn er nicht zu diesen guten mitarbeitern gehört.
Zitat von Inaktiver User
und so frage ich mich trotzdem, warum es sich eingebürgert hat, dass hochqualifizierte leute jahrelang in unbezahlten praktika von diesen ach so menschlichen firmenchefs hingehalten werden.
aber das wirst du sicherlich sofort aufklären und mir die gründe dafür nennen.Geändert von kraeuterliesl (04.04.2007 um 15:27 Uhr)
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04.04.2007, 15:23Inaktiver User
AW: Neues aus Berlin
Weil es Branchen wie beispielsweise die Medienbranche gibt, in denen es immer noch einen so grossen Bewerberüberhang gibt, dass man dort leicht und ohne Probleme andere ähnlich qualifizierte Menschen findet, die z.B. einen Artikel schreiben. Das drückt die Löhne und macht die Arbeitsbedingungen schwierig.
Zitat von kraeuterliesl
In anderen Branchen, in denen es solche Verhältnisse ebenfalls vor Jahren gab, hat sich das mittlerweile erledigt, weil dort Arbeitskräftemangel herrscht.
Und dann gibt es noch die Gruppe der hochqualifizierten, die sich in einen Bereich einarbeiten müssen. Die sind ohnehin nicht so leicht zu ersetzen, weil die Neueinstellung mehr kosten würde, als die Weiterbeschäfitung.
Diese Randerscheinung der ewigen Praktikanten hat mit dem, worüber wir hier schreiben nicht viel zu tun, denn es ging um Frauen in Berufen, die dann andere Bedigungen wegen geänderter Lebenssituation aushandeln. An diesen Punkt kommt die Praktikantin bei der Werbeagentur, der Beraterfirma oder der Tageszeitung nicht, weil sie nicht mal eine Festanstellung hat.
Irgendwie scheint mir, Du willst hier Äpfel mit Kohlrabi vergleichen. Das wird aber so nichts.
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04.04.2007, 15:27Inaktiver User
AW: Neues aus Berlin
Praktiken sind nicht unbezahlt.
Eingebürgert hat sich das deswegen, weil die Agentur für Arbeit so prima ihre Statistiken schönen kann und dies den Arbeitgebern sehr, sehr leicht macht. In Zeiten der hohen Lohnnebenkosen usw. ist dies für Arbeitgeber nicht grade uninteressant - so fies das auch ist.
Ja, das Leben ist grau in grau und jeder dieser Arbeitslosen ist sicherlich von einem unmenschlichen Arbeitgeber fristlos gekündigt worden, weil er sich weigerte, an einem Meeting zur Unzeit teilzunehmen. Keine Rede von Firmeninsolvenzen, betriebsbedingten Kündigungen, Eigenkündigungen aufgrund von z.B. Mobbing von Kollegen, krankheitsbedingten Berufsunfähigkeiten usw. usf.
Ich wartete schon die ganze Zeit auf die uralte Leier vom armen, geknechteten, aber edlen und ehrlichen Arbeitslosen und seine Knechtung durch die Oligarchie.
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04.04.2007, 15:29Inaktiver User
AW: Neues aus Berlin
Ich sach nur Bürgergeld
Zitat von Inaktiver User
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04.04.2007, 15:57
AW: Neues aus Berlin
ach so, die hat dann frau von der leyen einfach unter den tisch fallen lassen. wär ja auch nicht gut gekommen.
Zitat von Inaktiver User
- ich verstehe.
na, dann erübrigt sich doch von der leyens beispiel mit dem 18-uhr-termin und ich verstehe nicht, warum sie das dann ausdrücklich als beispiel genommen hat. die haben doch, weil derartig rar und wertvoll, eh keine probleme mit dem chef, er kriecht ihnen, im gegenteil, ja wohl hinterher und lässt alles mit sich machen.
Zitat von Inaktiver User
dazu brauchen sie aber nicht ihren chef. da rufen sie einfach ihr kindermädchen daheim an und sagen, dass es später wird. warum sollte sich eine familienministerin über diese kleine elite einen kopf machen und das dann auch noch dem gemeinen volk so verkünden, als ob auch das einen vergleichbaren status hätte?
Zitat von Inaktiver User
das hab ich mir schon gedacht. vielleicht sollte sich unsere familienministerin deshalb auch eher "elitenministerin" nennen.
Zitat von Inaktiver User
nee, ich vergleiche nur menschen mit menschen.
Zitat von Inaktiver User
aber, du sagst es: da gibt es gewaltige unterschiede, grad auch, was die rechte anlangt.
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04.04.2007, 16:05Inaktiver User
AW: Neues aus Berlin
Es würde mich wundern, wäre aber schön, wenn es so wäre.
Zitat von kraeuterliesl
Frau von der Leyen ist nicht Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Sie setzt sich unter anderem für Familien ein.
Sie hat vermutlich in den letzten Monaten viel gesagt und auch viele Beispiele gebracht. Ich denke, man kann das Projekt im Ganzen betrachten, ohne sich an Deinem einen Beispiel festzunagen.na, dann erübrigt sich doch von der leyens beispiel mit dem 18-uhr-termin und ich verstehe nicht, warum sie das dann ausdrücklich als beispiel genommen hat. die haben doch, weil derartig rar und wertvoll, eh keine probleme mit dem chef, er kriecht ihnen, im gegenteil, ja wohl hinterher und lässt alles mit sich machen.
Wer hat denn Kindermädchen? Die Arbeitnehmerin, der diese Veränderung bei der Anzahl der Krippenplätzen dienen wird, wird keins haben.dazu brauchen sie aber nicht ihren chef. da rufen sie einfach ihr kindermädchen daheim an und sagen, dass es später wird. warum sollte sich eine familienministerin über diese kleine elite einen kopf machen und das dann auch noch dem gemeinen volk soverkünden, so, als ob auch das einen vergleichbaren status hätte?
Es geht um die Bürger vor Ort, die ein bis zwei Kinder im Normalfall haben und manchmal sogar drei. Da würde sich kein Kindermädchen lohnen. Da sind Krippe, Kindergarten und Hort sinnvoller.
Der Titel ist länger: Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und eine Elite wird bei Krippenplätzen für jedes dritte Kind nicht bedient.das hab ich mir schon gedacht. vielleicht sollte sich unsere familienministerin deshalb auch eher "elitenministerin" nennen.
Vor dem Gesetz sind alle gleich. Wer allerdings keinen Arbeitsvertrag hat oder freiberuflich tätig ist oder gar keiner Tätigkeit nachgeht, ist aufgrund seiner Situation auf einen möglichen oder vorhandenen Arbeitgeber anders gestellt als eine Arbeitnehmerin mit festem Arbeitsvertrag auf eine Vollzeitstelle.nee, ich vergleiche nur menschen mit menschen.
aber, du sagst es: da gibt es gewaltige unterschiede, grad auch, was die rechte anlangt.
Da gibt es gewaltige Unterschiede, die allerdings keine Ungleichbehandlung darstellen sondern schlicht mit den Vertragsbedingungen zu tun haben, die die Menschen aushandeln oder nicht.
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04.04.2007, 16:13Inaktiver User
AW: Neues aus Berlin
Das ist auch nicht das Ressort von Frau von der Leyen. Es ist aber das Ressort von Frau von der Leyen, wenn sie anregt, Besprechungen familiengerecht zu gestalten.
Zitat von kraeuterliesl
Zu Beschwerden über die Praktikantenstellen bitte an Hrn. Müntefering wenden.
Welche Beispiele Frau von der Leyen nimmt, sei ihr überlassen.
Zitat von kraeuterliesl
Zumindest ist das Beispiel besser, realistischer und angebrachter als das mit dem angeblich hinterherkriechenden Chef, das ja wohl aus der alleruntersten Schublade herausgekramt wurde.
Schon mal was von Au pair-Mädchen gehört? Wird bereits von vielen Normalverdienern, auch normal verdienenden Alleinerziehenden oft und gern in Anspruch genommen.
Zitat von kraeuterliesl
Zitat von kraeuterliesl
Das soll ein Argument sein? Bitte zur Sache OHNE Beschimpfungen
Das lass ich mal unkommentiert so stehen.
Zitat von kraeuterliesl
Geändert von Inaktiver User (04.04.2007 um 16:22 Uhr)
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04.04.2007, 16:36
AW: Neues aus Berlin
du sagst es. und deshalb ist dein beispiel von den ach so netten firmenchefs, die so wahnsinnig auf ihre überaus qualifizierten mitarbeiter angewiesen sind, ein beispiel aus der elite.
Zitat von Inaktiver User
und frau von der leyens hinweis auf die 18-uhr-meetings trifft wohl dann doch zu. merkst du, wie du dir widersprichst?
ja sicher. aber was willst du genau damit sagen? aufschlussreich, wie du freiberufler und rechtlose in einen topf wirfst und deine umschreibung "er ist ANDERS gestellt".
Zitat von Inaktiver User
nett: ein HartzIV-empfänger, ein akademischer dauerpraktikant usw. >ist anders gestellt<. muss man sich merken.
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04.04.2007, 16:42
AW: Neues aus Berlin
Zitat von Inaktiver User
klar hab ich davon gehört. ich hab's sogar mit eigenen augen gesehen, wie kleine babies nach wenigen wochen äußerst preiswert von ihnen praktisch rund um die uhr versorgt wurden und dass die au pairs auch noch den ganzen haushalt geschmissen haben. warum brauchen solche familien nun eigentlich zusätzlich noch einen krippenplatz? will frau von der leyen damit etwa auf die zuweilen traurige situation von au pairs hinweisen, die gute seele?


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