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    AW: Alleinerziehend oder wie umgehen mit dem Phantom des abwesenden Vaters?

    P.S. es gibt ein Buch, das ich ganz interessant fand: Die kleinste Familie der Welt, von Bernadette Conrad.

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    AW: Alleinerziehend oder wie umgehen mit dem Phantom des abwesenden Vaters?

    Ich muss sagen, ich habe höchsten Respekt vor allen, die alleinerziehend sind. Und wenn es sich dann noch um einen komplett abwesenden Vater handelt, noch mehr.

    Kinder groß zu ziehen ist mit die größte Aufgabe, die das Leben einem stellen kann. Ich finde, du hast deine Lage und deine Gefühle sehr schön reflektiert und beschrieben. Bestimmt hast du dir das Leben so nicht vorgestellt, aber dein Sohn scheint ja auch viel Freude für dich zu bedeuten.

    Dass der Vater kein Interesse hat, ist schade für euch beide. Hast du einen guten Freundes- und Familienkreis? Das kann ja auch viel ausgleichen. Vielleicht gibt es einen Onkel des Kindes oder einen guten Freund von dir, der eine positive Männerfigur für den Kleinen darstellt.

    Was ich, trotz Unterstützung durch meinen Mann, sehr wichtig fand, war ein Netzwerk. Das ist nicht zu unterschätzen. Irgendwas ist immer, man muss vielleicht mal selbst ins Krankenhaus oder sonst etwas.

    Bei mir war das einerseits meine Familie, andererseits Kollegen und vorallem ein Netzwerk aus anderen jungen Frauen, die Kinder im gleichen Alter hatten und die ich durch Kita, Schule oder Nachbarschaft kennengelernt hatte.

    Einige Freundschaften waren temporär, 2 sind enge Freundinnen geblieben. Je mehr Kontakte man hat, desto weniger einsam fühlt man sich, es muss ja nicht immer nur die Partnerschaft sein.
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)

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    AW: Alleinerziehend oder wie umgehen mit dem Phantom des abwesenden Vaters?

    Ich denke, dass ihm ein Vater fehlt. Ihn ALs Partner wäre für mich keine Option mehr.
    Und man findet ja nicht mal eben so jemanden Neues.

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    AW: Alleinerziehend oder wie umgehen mit dem Phantom des abwesenden Vaters?

    Vielen Dank für deine liebe Antwort.
    Ich denke , Vieles ist auch einer Erschöpfung geschuldet. Da ich in 2 Jahren 3x mal umziehen musste, aufgrund persönlicher und berufliche Gründe. Da war es schwer ein Netzwerk zu gründen und dann kam noch Corona dazu.
    Von daher denke ich ,dass du vollkommen Recht hast. Auch ein Partner kann nicht alles ersetzen. Im Gegenteil, das wäre nicht förderlich. Aber es dauert, bis man sich kennenlernt und vielleicht eine verlässliche Freundschaft entsteht. Vor allem ist das anders , wenn mann 30 oder schon 50 ist. Viele in meinem Alter zumindest haben erwachsene Kinder. Aber dennoch muss ich sagen, dass ich in der Kürze der Zeit gute Kontakte habe knüpfen können und ich von der Seite her optimistisch bin. Was einen Partner angeht bin ich noch eher zurückhaltend, das braucht einfach noch Zeit.

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    AW: Alleinerziehend oder wie umgehen mit dem Phantom des abwesenden Vaters?

    Lieben Dank. Sehe ich mehr sehr gerne an.

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    AW: Alleinerziehend oder wie umgehen mit dem Phantom des abwesenden Vaters?

    Das kann ich sehr gut verstehen. Der Vater ist für mich keine Option mehr als Partner und etwas Neues zuzulassen braucht Zeit. Es ist nicht einfach , Der solange mein Sohn ein glückliches und positives Kind ist, glaube ich habe ich es nicht ganz " falsch" gemacht und kann sehr gut zwischen meiner und seiner Realität unterscheiden , sodass die Trennung ihn zumindest bis jetzt nicht belastet hat.

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    AW: Alleinerziehend oder wie umgehen mit dem Phantom des abwesenden Vaters?

    Nein , ich fühle mich in dem Sinne nicht abgelehnt, sondern versuche die Situation so zu nehmen wie sie ist. ich denke nur in Momenten der Erschöpfung , die auch aktuell coronabeding sind, wünsche ich mir manchmal auch eine Stütze, die aber nicht an seine Person gebunden ist.

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    AW: Alleinerziehend oder wie umgehen mit dem Phantom des abwesenden Vaters?

    Viele Gefühle werden größer oder scheinen unüberwindbar, wenn Erschöpfung dazu kommt, die durch Umzüge und auch coronabedingt ist. Wir haben vorher in einem anderen Land gewohnt und mussten uns somit wieder neu eingewöhnen..-und plötzlich ist man fremd im eigenen Land.-.. Und ein neues Netzwerk aufbauen heisst Zeit, aber auch Kraft... Kurzum es kam einfach viel zusammen und sich für einen neuen Partner zu öffnen braucht auch Zeit. Nichts ist unmöglich, aber im Moment steht das nicht an erster Stelle, sondern einfach nur ankommen.

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    AW: Alleinerziehend oder wie umgehen mit dem Phantom des abwesenden Vaters?

    Zitat Zitat von AnjaWilhelime Beitrag anzeigen
    Der solange mein Sohn ein glückliches und positives Kind ist, glaube ich habe ich es nicht ganz " falsch" gemacht und kann sehr gut zwischen meiner und seiner Realität unterscheiden , sodass die Trennung ihn zumindest bis jetzt nicht belastet hat.
    Ob deine Zeilen wirklich nur auf die Erschöpfung zurückzuführen sind?
    Auf mich wirken die Gedanken, wie welche, die du schon lange in dir trägst.........und klar kann alles durch Erschöpfung zuviel werden- das kann man jetzt hier nicht einschätzen, was nun tatsächlich ist.

    Die Trennung wird deinen Sohn kaum belasten, denn der Vater war doch offenbar von Anfang an "weg"- für ihn lebt nur eine Illusion- ein Phantom- ob das "gesund" ist, möchte ich offen lassen........so wie du das beschreibst, klingt auch das nicht gut.

    Die Trennung belastet ihn nicht- für ihn gibt es ja auch gar keine, wenn der Phantomvater immer da ist- aber ihn wird deine innere Haltung belasten.
    Kinder spüren die Welt- spüren, wie es uns geht, wie wir uns fühlen.
    Ob sie das zeigen? wie sollten sie das tun? eher bin ich ein lustiges braves Kind und dann freut sich die Mama!
    Aussprechen, was man fühlt- kann man als Kind auch nicht.

    Unterschätze einfach nicht die Kraft der kindlichen Wahrnehmung- wie sehr dein Sohn spürt, wie es dir geht.
    Am schlimmsten, wenn man sich schlecht fühlt und Theater spielt.......führt zu den größten Verwirrungen in einem Kind- nix passt zusammen.

    Ich will dein schwieriges Leben nicht bagatellisieren, es kann total schwer sein als Alleinerziehende und wenn man das so nicht wollte, ist es nochmal so schwer.
    Dennoch - "was ist schwer?"- es geht um die innere Haltung und die liegt immer in uns selbst.

    Ich wünsche dir Ruhe und Entspannung- einen guten Neuanfang und darin ein gutes Netzwerk, in dem du dich nicht so alleine fühlen brauchst.
    lg kenzia

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    AW: Alleinerziehend oder wie umgehen mit dem Phantom des abwesenden Vaters?

    Das gleiche ist mir auch widerfahren, mein Sohn war da auch 7 Jahre alt. Wir wurden einfach sitzengelassen. Die erste Zeit war hart, für uns beide, aber irgendwann spielt sich alles wieder ein und ein neues Leben, ein neuer Alltag entsteht. Das "früher" verblasst immer mehr und wird vom "hier und jetzt" überlagert.

    Was mir geholfen hat ist lernen zu akzeptieren. Man kann die Zeit nicht zurückdrehen. Es ist wie es ist und von dem Punkt aus muss man dann weitergehen und neu starten. Jede*r Betroffene muss da seinen eigenen Weg finden... keine leichte Aufgabe und nochmal möchte ich sowas auch nicht erleben. Dem Jungen gegenüber fand ich es immer wichtig ehrlich zu sein, aber auch nicht schlecht über den Vater oder die Männerwelt zu reden, damit er kein falsches Bild bekommt.

    Wie ein Kind sowas verarbeitet hängt letztendlich ja auch vom Naturell des Kindes ab. Mein Sohn ist zum Glück ein Sonnenschein und vom Typ mehr so "hier bin ich". Ich habe den Eindruck, er hat es ganz gut verarbeitet, zumindest hoffe ich das.

    Alles alles gute euch...

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