Antworten
Seite 1 von 7 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 67
  1. User Info Menu

    Umgang in den Herbstferien - das Kind will nicht zum Vater

    Hallo zusammen,
    der ein oder anderer kennt meine anderen Beiträge. Es ist viel Zeit seither vergangen und es läuft jetzt einiges anderes, als noch vor 1,5 Jahren.

    Ich entschuldige mich schon mal vorab für meinen langen Text...
    Ich weiß zwar nicht, was ich von meinem Beitrag hier erwarte. Vielleicht etwas Zuspruch und einen guten Rat...

    Eine kurze Zusammenfassung, bevor ich zum eigentlichen Problem komme:
    Mein Ex-Mann wohnt ca. 350 km von uns weit weg. Er ist kurz nach der Trennung umgezogen. Am Anfang hatte er kaum Umgang mit unserem Sohn (10 Jahre alt). Dann nach langem Hin und Her hat es sich so eingependelt, dass er ihn nur in den Ferien nahm. Der Umgang findet nur statt, wenn dafür eine Umgangsvereinbarung gibt. So weit so gut, es lief irgendwie.

    Die Umgänge beim Vater waren aber wohl ziemlich langweilig für das Kind. Alleine das, was ich vom Kind mitbekommen habe, war nicht gut, z.B.:

    - der Vater hatte noch nie Urlaub (ich meine frei in der Arbeit), wenn unser Sohn bei ihm war. Das Kind blieb mit seiner Freundin, war so gesehen auf sich alleine gestellt.

    - die digitale Medienzeit ist größtenteils eskaliert, wenn mein Sohn beim Vater war: er war teilweise 6-8 am Handy und Fernseher.

    - der Vater hat kaum was mit dem Kind unternommen: nach dem Feierabend (er kommt um 15:30 Uhr nach Hause) war er zu müde; das WE ist dafür da, um zu entspannen. Das Kind musste schon lange bitten, damit er mit ihm zu einem Skateplatz fährt. Sonst wurde nichts anderes unternommen.

    - der Vater hat oft am WE oder nach dem Feierabend einen Film geschaut, was das Kind noch nicht schauen darf. Dabei wurde das Kind ins Kinderzimmer geschickt, mit dem Kommentar: "Ich gucke jetzt ein Film, den darfst du nicht gucken, geh in dein Zimmer".

    - der Vater hatte heimlich die Spielzeuge versteckt, die ihn genervt haben (z.B. eine Nerf-Pistole, die er dem Kind selbst gekauft hat). Er hat dem Kind gesagt, er wüsste nicht, wo sie ist, er hat sie bestimmt verloren (das Teil ist über 1m lang, es ist nicht so leicht zu verlieren). Als der Umgang zu Ende war, hat er die Pistole dem Kind zurückgegeben. Als mein Sohn ihn gefragt hat, warum er sie versteckt hat und ihn angelogen hat, hieß es nur: er wird mit ihm darüber nicht diskutieren.

    Nichtsdestotrotz hat sich mein Sohn immer gefreut zum Vater zu gehen. Gerade deswegen, weil er dort viel mehr zocken kann und weil er mit ihm zu McDonalds oder Burger King geht (bei uns gibt sowas nur ca. 1 Mal in 6 Monaten, deswegen freut er sich darauf).

    Nun stehen die Sommerferien vor der Tür. Der Umgang findet in der ersten Ferienhälfte statt. Es ist schon lange abgesprochen gewesen. Was ich aber komisch fand, es gab seitens Kind keine so große Freude darüber. Ursprünglich hat mein Ex angekündigt, dass sie in den Urlaub fahren. Nun hat er gesagt, dass sie zu Hause bleiben. Ich weiß nur nicht, ob er nun jetzt Urlaubstage hat oder ob er arbeiten geht.

    Vor kurzem hat mein Ex geschrieben, dass unser Sohn auch die Herbstferien bei ihm verbringen möchte und er ihn auch nimmt. Das war für mich noch neu, ich habe aber generell nichts dagegen, da wir in dieser Zeit nichts vor hatten.

    Dies hatte ich dem Sohn mitgeteilt. Da hat sich sogar sein Gesichtsausdruck verändert. Er hat gefragt, wann er es denn dem Papa gesagt haben soll. Das hat er ihm nicht gesagt und sie haben noch nicht darüber gesprochen.

    Etwas später war mein Sohn mit meinem Mann (sein Stiefvater) unterwegs und hat ihn gefragt, ob er denn zum Vater in den Herbstferien gehen muss. Mein Mann hat gesagt, dass er nicht muss, sondern nur geht kann, wenn er möchte. Dann hat das Kind gefragt, ob es dann in den Hort gehen muss. Nein, muss es nicht, weil es ja dann in die Weiterführenden Schule geht, da gibt es keinen Hort. Da werden wir dann schauen, wie wir 4 Tage gestalten können (von unserer Seite ist es organisatorisch kein großes Problem). Über dieses Gespräch hat mir mein Mann berichtet. Und ich bin der Meinung, dass mein Sohn den ganzen Nachmittag irgendwie komisch war.

    Am nächsten Tag beim Frühstück hat er einfach so, aus dem nichts gesagt, dass er in den Herbstferien nicht zum Vater gehen will... aber er hat Angst, dass sein Papa ihn manipulieren wird und versuchen wird ihn doch zu überreden. Er wird ihm sagen, dass mein Sohn ihn nicht liebt und deswegen nicht zu ihm will; dass er ihn nicht mehr holen wird, wenn er nicht will usw. Mein Sohn hat gesagt, dass sein Vater ihm schon solche Sachen geschrieben hat und hat mir seine Nachrichten gezeigt Und dann sagte er, dass er nicht so stark ist um diese Meckereien vom Vater auszuhalten und dass keiner ihn davor schützen kann.

    Mir hat es so weh getan das zu hören. Mein Sohn versteht schon, dass das Verhalten des Vaters ihm nicht gut tut. Er weiß aber, dass er nicht stark genug ist um seine Meinung zu Ende zu vertreten. Er hat jetzt Angst, dass wenn wir dem Vater jetzt mitteilen, dass er nicht zu ihm in den Herbstferien gehen möchte, wird der Vater ihn alle 3 Wochen in den Sommerferien damit nerven.

    Ich habe meinem Sohn gesagt, dass ich immer für ihn da bin. Er kann mir immer erzählen, wenn er mit etwas nicht klar kommt. Ich habe versucht ihn zu stärken, dass wenn sein Vater ihn manipulieren wird, er das Gespräch beenden soll (oder bei den Nachrichten soll er sie ignorieren). Aber ich weiß, dass er es nur sehr schlecht kann. Ich mache mir auch Sorgen, wie der Umgang sein wird, wenn der Vater jetzt schon wissen wird, dass mein Sohn ihn den Herbstferien nicht zu ihm will.

    Deshalb überlege ich, wann ich ihm dies mitteilen soll - jetzt schon oder erst, wenn mein Sohn nacht dem Umgang im Sommer zurück kommt.

    Wie kann ich meinen Sohn noch stärken bzw. ihn vor den Manipulationen des KV schützen?

    Ich bin auch selbst immer noch schwach gegenüber der Äußerungen und Manipulationen des KV. Ich kriege immer noch Bauchschmerzen, wenn ich seinen Brief in der Hand halte. Aber ich bin Erwachsen, ich werde schon damit irgendwie klarkommen.
    Aber wie soll mein Sohn damit klarkommen?

  2. Moderation

    User Info Menu

    AW: Umgang in den Herbstferien - das Kind will nicht zum Vater

    Oh je, das tut einem ja richtig weh, das so zu lesen.
    Ich kenne mich rechtlich leider gar nicht aus, ich habe nur versucht zu googeln, ob Kinder gegen ihren erklärten Willen Umgang pflegen müssen. Müssen sie wohl nicht, aber es müsste geprüft werden, ob keine "Manipulation durch Dritte" vorliegt. Das stelle ich mir sehr schwierig und belastend vor, es sei denn, Ihr habt eine:n supertolle:n Ansprechpartner:in beim Jugendamt.

    Schön finde ich, dass Dein Sohn sowohl zu Dir als auch zu seinem Stiefvater kommt, mit seinen Nöten.
    Könnt Ihr vielleicht Antworten mit ihm einüben? Die er dann ganz stur wiederholt, wenn der bereits Vater ihn bedrängelt? Oder könnte das bereits als Manipulation ausgelegt werden?
    Wäre es eine Möglichkeit, sich mal allgemein beraten zu lassen? Beim Jugendamt, oder auch woanders? Dann wäre es auch mal protokolliert, mein Gedanke. Da kannst Du ganz ruhig und freundlich erklären, dass Du natürlich einen positiven Vater-Sohn-Umgang wünschst, und wie Du das fördern könntest, ohne dabei über die Bauchschmerzen Deines Sohnes hinwegzugehen.

    Käme ein Gespräch mit vertrauenswürdigen Lehrer:innen infrage, oder sogar ein Coaching für Euren Sohn, wie er besser für sich eintreten kann? Das muss man ja nicht auf den Vater beziehen, also es soll kein Anti-Papa-Coaching sein, sondern sein Selbstbewusstsein fördern. Ich weiß nicht, wie weit das in Deutschland entwickelt ist, hier (GB) gibt es auf Kinder spezialisierte Coaches. Und was Dein Sohn durchmacht, würde auf jeden Fall als "anxiety" (Angst/Stress) eingestuft, durchaus auch mit Handlungsbedarf.

    Tut mir Leid, dass ich nur so unausgegorene Ideen raushaue. Die Situation tut mir so Leid, aber ich habe leider keine speziellen Kompetenzen.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

  3. User Info Menu

    AW: Umgang in den Herbstferien - das Kind will nicht zum Vater

    wie bei flau:

    vielleicht unsortiert- aber erstes gefühl dabei:



    wende dich ans jugendamt.


    ich erlebe es in der nachbarschaft wo ob belastender familienverhältnisse das jugendamt eine form von familienhilfe etabliert hat. wo jede/r der familie einen ansprechpartner hat. für sich.
    das scheint zu funktionieren.

    jugendamt- ansprechen- was sie tun können. denn die wissen auch was die rechtliche situation ist damit dir dein ex nicht am zeug flicken kann.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  4. User Info Menu

    AW: Umgang in den Herbstferien - das Kind will nicht zum Vater

    Wir sind ja eigentlich bei einer Beratungsstelle in Betreuung. Unser Jugendamt ist ja überfordert, da bekommt man keine Termine, die schicken alle zu der Beratungsstelle.

    Aber unsere Betreuerin ist schon dauerhaft krank. Zuerst wurden die Termine wegen Corona ausgesetzt. Als es dann wieder möglich war, habe ich erfahren, dass sie krank ist und es nicht klar ist, wann sie wieder kommt.

    Nach langen hin und her und meinen Bitten, dass wir doch einen neuen Betreuer brauchen, habe ich nun am 26.07. einen Termin. Ich weiß noch nicht, ob ich dann alles von Anfang an erzählen muss, oder ob er dann einfach die Akten liest. Dort ist ja alles festgehalten, die ganze Geschichte. Dort werde ich dieses Problem auf jeden Fall erläutern und nach einem Rat fragen.

    Zur Verständnis muss ich vielleicht noch erwähnen, dass wir keine gerichtliche Umgangsregelung haben. Der Vater ist nicht bereit das Kind an Wochenenden zu nehmen, nicht mal 1 Mal im Monat. Das hat er bei der Beratungsstelle so geäußert, es wäre ihm zu umständlich. Er möchte ihn jede Ferien nehmen. Da muss ich mit ihm immer diskutieren, dass ich ja meinen Urlaub auch mit dem Kind verbringen möchte und ich darauf auch Recht habe. Er ist da aber der Meinung, das Kind ist immer bei mir. Das soll für mich genug sein. Er sieht ihn selten, deswegen stehen ihm so gut wie alle Ferien zu.

    Wenn ich ehrlich bin, wäre ich froh, wenn er vor Gericht geht und das Gericht es festsetzt. Das wird er aber nicht tun, da er sagte, dass er den Umgang nicht lange im Voraus festlegen kann. Er kann nur kurzfristig entscheiden.

  5. User Info Menu

    AW: Umgang in den Herbstferien - das Kind will nicht zum Vater

    Will dein Sohn denn überhaupt noch zum Vater?

    Also auch in den Sommerferien?

    Ich finde das Verhalten des Vaters nicht gut. Aber den wird kein Mensch mehr ändern... Auch nicht das jugendamt
    Betrunken flirten ist wie hungrig Einkaufen gehen.

    Man geht mit Sachen nach Hause, die man eigentlich gar nicht will
    .

  6. User Info Menu

    AW: Umgang in den Herbstferien - das Kind will nicht zum Vater

    und warum lässt du es dann nicht beim gericht feststellen?
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  7. User Info Menu

    AW: Umgang in den Herbstferien - das Kind will nicht zum Vater

    "Will dein Sohn denn überhaupt noch zum Vater?"

    Ich weiß es nicht... Er hat bis jetzt nicht gesagt, dass er in den Sommerferien nicht zum Vater will. Ich weiß aber nicht, ob er es nicht sagt, weil er denkt, es ist schon entschieden und er muss gehen.

    Er weiß, dass er auch am Silvester und die anschließende Woche beim Vater sein sollte (laut der Umgangsvereinbarung, die wir letztes Jahr für die Weihnachtsferien bei der Beratungsstelle aufgesetzt haben. Da ging mein Sohn noch gerne zu ihm). Diesbezüglich sagt er auch nicht, dass er nicht will.

    Wenn ich ihn Frage, warum er denn im Herbst nicht zu Papa möchte, sagte nur: "Ich möchte in den Herbstferien bei euch bleiben, ist es nicht genug als Grund?".

    Aber insgesamt merke ich keine Freude wegen dem Umgang mehr. Früher hat er schon Wochen vorher darüber gesprochen, quasi die Tage gezählt. Als mein Ex ihn in den Fashingsferien nicht nehmen wollte, war mein Sohn sogar traurig.
    Und jetzt hat er nur einmal gefragt, wann genau Papa ihn abholt und zurück bringt. Das war's dann.

  8. User Info Menu

    AW: Umgang in den Herbstferien - das Kind will nicht zum Vater

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    und warum lässt du es dann nicht beim gericht feststellen?
    Weil wenn es vors Gericht kommt, möchte ich, dass es von ihm kommt. Ich möchte nicht, dass er das Kind nur nimmt, weil er vom Gericht gezwungen wurde.
    (Solche Behörden, wie Gericht, Jugendamt & Co. sind für ihn von großer Bedeutung. Er hat quasi Angst vor denen. Das Unterhalt zahlt er auch nur, weil das JA ihm auf den Fersen ist).

    Ich verhindere ja den Umgang so gesehen auch nicht. Bis jetzt, wo der Wunsch von meinem Sohn kommt.

  9. User Info Menu

    AW: Umgang in den Herbstferien - das Kind will nicht zum Vater

    Dein Junior wird älter.... Und was als 8 jähriger noch klasse war (zocken, fast food usw) mag als 10 oder 12 jähriger nicht mehr soooo reizvoll erscheinen, wenn man mitkriegt das der eigene Vater kein Interesse an ihm als Person hat...

    Und egal was ihr als Eltern wegen dem Umgang ausmacht. Das Kind ist alt genug um zu entscheiden wenn er wo nicht mehr hin will.

    Er hat Nicht nur ein Mitspracherecht - er hat mehr als das.

    Du weißt das es beim Vater sehr suboptimal läuft. Vergiss fast food und zocken, das stört mich nicht.

    Es geht darum wie er den Sohn behandelt. Er nimmt sich keinen Urlaub.... Der Sohn muss ins Zimmer damit Papa Film schauen kann.... Papa muss entspannen und hat keinen Bock was mit dem Kind zu machen...

    Der Vater verbringt sehr wenig Zeit mit dem Kind und selbst dann ist er nicht willkommen oder wert geschätzt.

    Daher würde ich es auch nicht als Verlust sehen wenn Junior da nicht mehr hin gehen will.
    Betrunken flirten ist wie hungrig Einkaufen gehen.

    Man geht mit Sachen nach Hause, die man eigentlich gar nicht will
    .

  10. User Info Menu

    AW: Umgang in den Herbstferien - das Kind will nicht zum Vater

    Erfüll deinem Sohn den Wunsch.
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

Antworten
Seite 1 von 7 123 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •