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    Was macht das mit dem Kind? - Umzug 500 km

    Liebe Community,

    ich habe mich extra angemeldet, da ich gerne ein paar Sichtweisen von Euch hören würde.

    Ich habe ein Entscheidungs-Problem.

    Ich lebe mit meiner Tochter S. (9) in unserem schönen Haus in Norddeutschland.
    Von ihrem Papa bin ich getrennt.
    Er lebt seit zwei Jahren in NRW und kommt alle 14 Tage zu uns und verbringt das Wochenende mit S. in unserem Haus (viele finden das komisch, aber für uns passt es).
    Ich fahre dann an diesen Wochenenden zu meinem neuen Partner nach Süddeutschland.
    Meistens alleine, da S ja Papa-Wochenende hat, aber natürlich kennen sich mein Partner und meine Tochter und auch dessen beide Kinder (Teenies).

    Nachdem wir das nun schon ein paar Jahre so machen, kommt immer öfter die Frage nach unserer Zukunft auf.
    Wochenendbeziehung ist schön und gut, wir haben ja fast ausschließlich Quality-Time und müssen uns nicht über den nervigen Alltag einig werden.
    Andererseits wäre etwas mehr Alltag manchmal ganz schön, sich öfters sehen können, nicht immer alles alleine regeln müssen usw.
    Stressig ist das organisieren und hin und her fahren zum Teil auch.

    Mein Partner ist selbstständig und ein Umzug zu mir wg. seines Geschäfts praktisch nicht möglich.
    Ich müsste mir bei ihm in der Nähe einen Job suchen, könnte mich aber mit etwas Glück versetzen lassen (öD).

    Wenn ich alleine wäre, würde ich keine Sekunde zögen und zu meinem Partner ziehen.
    Es zumindest ausprobieren, und wenn´s nicht passt, hätte ich es wenigstens versucht. Ggf. geht es halt wieder zurück.

    Nun bin ich ja aber nicht alleine.

    Kann ich S. einen solchen Umzug zumuten?

    Wir wohnen hier in einem Haus mit Garten in einer tollen Umgebung für Kindern, Schule und Freunde sind alle unmittelbar in der Nähe.

    Wenn ich mal vorsichtig angesprochen habe, dass wir vielleicht mal umziehen könnten, hat sie geweint und gesagt, sie wäre nie wieder glücklich weil sie dann alle ihre Freundinnen nicht mehr sehen könnte (ich bespreche das nicht wöchentlich mit ihr, aber wollte mal vorfühlen, wie sie es denn aufnehmen würde).

    S. und ich würden dort vermutlich nicht mit meinem Partner zusammenziehen, sondern in ein eigenes Haus (am Besten auch in einer Nachbarschaft mit vielen Kindern).

    Mein Ex-Mann dürfte wohl nichts dagegen haben, er ist ja selbst weggezogen und könnte seine Papa-Wochenenden dann in unser neues Haus kommen.
    Die Strecke wäre etwas weiter als bisher, aber nicht riesig viel. Ggf. könnte Tochter auch hin und wieder zu ihm übers WE, ich würde sie dann auch bringen oder holen. Das wäre alles noch zu besprechen, wir haben grundsätzlich aber ein gutes Verhältnis und bisher alle Baustellen konstruktiv gelöst.

    Fernbeziehung weiter führen und in acht, neun Jahren ohne S. zu meinem Partner umziehen wäre auch ein Möglichkeit, hätte aber die Nachteile, dass das noch ganz schön lange ist (und meinem Partner und mir oder einem von uns vielleicht auf Dauer halt doch nicht genug) und dass es für mich mit einer Versetzung dann wahrscheinlich schwieriger wird (wg. fortgeschrittenem Alter, Übernahme von Pensionsansprüchen usw).

    Ich habe schon so viel darüber nachgedacht, dass mir jegliches Bauchgefühl abhanden gekommen ist.
    "Hör auf deine Intuition" hilft daher nix... ich schwanke immer wieder zwischen optimistischem "das wird schon, man lebt nur einmal, wer nicht wagt der nicht gewinnt" und "das kannst du S. nicht antun, was wenn sie überhaupt nicht damit zurecht kommt, mit 14 ausreißt und drogenabhängig auf dem Baby-Strich landet"...

    Wird sich S. schon dort einfinden und zurecht kommen, auch wenn es natürlich erstmal blöd für sie wäre?
    Vielleicht könnte ich die ersten Monate nicht arbeiten und dadurch viel Zeit für sie haben.
    Grundsätzlich ist sie ein sehr offenes und aktives Kind und lernt leicht andere Kinder kennen.
    Oder muss ich da zurückstecken, sie hat schon mit der Trennung ihrer Eltern zu leben, sie jetzt noch aus ihrem gewohnten Umfeld zu reißen ist nicht ok?
    Könnten wir es nicht einfach probieren, und wenn es gar nicht klappt, geht´s eben wieder zurück?
    Oder geht das gar nicht, viel zu viel hin und her, Kind braucht Stabilität?

    Ich weiß einfach gar nicht mehr, was ich für "richtig" halte...

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    AW: Was macht das mit dem Kind? - Umzug 500 km

    Wann steht denn der Schulwechsel Deiner Tochter zur weiterführenden Schule an? Das wäre doch eine gute Gelegenheit, da sortiert sich für die Kinder ja alles nochmals neu. Und macht die Tim Hobby, dass sie an dem neuen Ort auch gut machen könnte?

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    AW: Was macht das mit dem Kind? - Umzug 500 km

    @MaryPoppins, willkommen im Forum!


    Eine konkrete Empfehlung möchte ich mir nicht anmaßen.

    Aber aus meiner ganz persönlichen Erfahrung heraus neige ich zu der Meinung, dass man Kindern Ortswechsel ersparen sollte, wenn es keine echte Notwendigkeit für solch einen Schritt gibt.

  4. Inaktiver User

    AW: Was macht das mit dem Kind? - Umzug 500 km

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Aber aus meiner ganz persönlichen Erfahrung heraus neige ich zu der Meinung, dass man Kindern Ortswechsel ersparen sollte, wenn es keine echte Notwendigkeit für solch einen Schritt gibt.
    So sehe ich das auch.

  5. Moderation

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    AW: Was macht das mit dem Kind? - Umzug 500 km

    Aus eigener Erfahrung: wir sind mit drei Kindern zwischen 8 und 3 aus Deutschland (einem Ort, an dem wir 7 Jahre gewohnt haben) nach Skandinavien gezogen.

    Wir haben sie nicht gefragt, sondern es ihnen, als wir uns zu zweit als Erwachsene zu dem Umzug entschlossen hatten, mitgeteilt - also nicht nüchtern, sondern positiv und ein bisschen als Abenteuer für uns als Familie. Das war im Großen und Ganzen ziemlich unproblematisch.

    Allerdings waren sie natürlich zu dritt, auf der anderen Seite war es ein größerer Sprung, wegen Sprache und Kultur, als innerhalb Deutschlands umzuziehen.


    Ich würde Kinder nicht ohne Not umtopfen, aber gleichzeitig muss ein Umzug keine bleibende Belastung sein.
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  6. Inaktiver User

    AW: Was macht das mit dem Kind? - Umzug 500 km

    sie ist jetzt 9 jahre alt? dann würde ich es, auch wie mary als abenteuer, zum schulwechsel in angriff nehmen.

  7. Inaktiver User

    AW: Was macht das mit dem Kind? - Umzug 500 km

    Ich reihe mich auch ein- mach es und am besten, wenn der Schulwechsel ansteht.

    Was für eine immense Gurkerei bei euch
    Sowas würde ich auf Dauer auch nicht wollen.

    Lieber jetzt als später in der Pubertät oder wenn sie aus der Schule ist und die Lehre fertig.....^^- Schulwechsel ist so oder so mit neu verknüpft- da wäre das alles die beste Zeit.

  8. Inaktiver User

    AW: Was macht das mit dem Kind? - Umzug 500 km

    Meine Kinder haben sich beide nach dem Schulwechsel völlig umorientiert und hatten nach einer Übergangszeit von einem halben Jahr gar keinen Kontakt mehr zu den Grundschulfreunden.

    Meine Tochter wollte sogar unbedingt auf ein bestimmtes Gymnasium, obwohl sie die einzige in der Klasse war, die dorthin wechselte.

    Ich denke auch, dass man einer Neunjährigen einen Umzug zumuten kann, zumal ja ohnehin ein Schulwechsel anstehen wird.

    Später würde es sicher deutlich schwieriger.
    Geändert von Inaktiver User (01.12.2020 um 09:45 Uhr) Grund: Fehlendes Wort eingefügt

  9. Inaktiver User

    AW: Was macht das mit dem Kind? - Umzug 500 km

    Könntest du dir, unabhängig von deinem Partner, ein Leben gemeinsam mit deiner Tochter im Süden vorstellen?
    Willst du für deinen Partner umziehen oder für die Beziehung?
    War deine Tochter schon für länger mit dir in der von dir angedachten Gegend?

  10. User Info Menu

    AW: Was macht das mit dem Kind? - Umzug 500 km

    Ich denke, mit 9 ist das noch recht problemlos. Ich würde es ab 12 nicht mehr machen, aber im Grundschulalter sehe ich das unproblematisch.

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